Hallo ihr Lieben
Hat jemand von euch persoenliche Erfahrung mit diesem Problem beim Wandern am Inkaweg? Wie arg ist das eigentlich?
Gruesse
Elisabeth
Hallo ihr Lieben
Hat jemand von euch persoenliche Erfahrung mit diesem Problem beim Wandern am Inkaweg? Wie arg ist das eigentlich?
Gruesse
Elisabeth
Hallo Elisabeth,
Hat jemand von euch persoenliche Erfahrung mit diesem Problem
beim Wandern am Inkaweg? Wie arg ist das eigentlich?
Erfahrungen habe ich eine Menge. Nicht nur am Inkaweg, auch in anderen Teilen Perus. Am Inkaweg gab es keine Probleme, woanders schon. Aber das hatte Gründe, die sich vermeiden lassen.
Aber Fragen vorab: Wie kommst du dahin? Per Flug nach Cuzco, Arequipa oder Lima? Dann hinauf in die Höhe? Womit, wie schnell? Wie lange willst du dort bleiben? Wie wieder runter oder wohin von dort? Etc.
Gruß
Peter
Hallo Peter,
Mein Mann spielt mit dem Gedanken auf 2 Wochen in den Anden eine Wandertour zu unternehmen und eigentlich moechte er Machu Picchu wegen dem starken Touristenandrang vermeiden.
Er ist ein guter Geher und machte im vorigen Sommer Wanderungen in den oesterreichischen Alpen, mehrstuendige, bis zu 10 Stunden, ohne Schwierigkeiten. Obwohl er lieber ganz auf eigene Faust dort wandern moechte denkt er aber an eine organisierte Wandertour wegen der unsicheren Lage und Sprachunkenntnissen. Da man oefters hoert, dass vielen Leuten die grosse Hoehe stark zu schaffen macht wollte ich wissen ob das wirklich so arg ist.
Ich weiss noch nicht wohin er fliegen kann von Australien aus, wahrscheinlich Lima und dann Cuzco. Vielleicht gibt es auch eine Wandertour in den argentinischen Bergen, welche vielleicht nicht so von Besuchern ueberrannt sind. Es ist noch alles ziemlich unbestimmt.
Viele Gruesse
Elisabeth
Hallo Elisabeth !
Selber war ich da noch nicht, habe aber in diversen Sendungen mitbekommen, daß Coca gegen die Höhenkrankheit hilft. Also die getrockneten Blätter, ich glaube als Tee genossen oder gekaut und nicht das weisse Pülverchen, welches in Europa in manchen Nasen landet. Die Blätter machen auch nicht süchtig !
Viel Spaß
Sabine
Erfahrungen:
Hallo Elisabeth,
zunächst mal, falls du ihn nicht kennst, ein informativer Link zum Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henkrankheit .
Du schreibst von der Kondition deines Mannes, aber leider nichts über seine Höhenerfahrungen. Aber bevor ich nochmal rückfrage, schildere ich dir meine Erfahrungen. Die, die ich an mir selbst erlebt und die, die ich z. T. mit Mitreisenden gemacht oder von denen ich gehört habe.
Probleme, sich auf Höhen um und etwas über 3.000 m zu bewegen, habe ich nie erlebt, und auch nicht davon gehört. Nur wenn man Höhen zu schnell wechselt, wird es problematisch. Ich war rund ein halbes Jahr in Ecuador und Peru, habe häufig die Höhen gewechselt und hatte nie ein Problem. Die einzige Ausnahme war, also ich einmal von Lima aus mit dem PKW innerhalb von acht Stunden von 0 m über den höchsten für Autos befahrbaren Pass Höhe fuhr: Ab 3.500 m begann mein Herz spürbar zu schlagen, bei der Übernachtung in 4.800 m Höhe musste ich mich übergeben, hatte massive Atemnot und insgesamt das Gefühl, als hätte mein letztes Stündlein geschlagen.
Nach ca. 12 Stunden hatte ich mich aber auch an diese Höhe gewohnt. Die anschließende Fahrt über die Höhenstraße nach Cuzco dauerte acht Tage und führte mal runter auf weniger als 2.000 m, wo es subtropisch warm ist und wieder hoch auf fast 3.000 m, wo es selbst tagsüber kaum wärmer als 0° wurde. Alles kein Problem.
Wenn man langsam aufsteigt oder an die Höhe gewöhnt ist, (so hoch wie ich in dem einen Fall will dein Mann ja nicht), habe ich lediglich gehört, dass einige Leute gelegentlich Kopfschmerzen hatten. Dagegen gibt es spezielle Tabletten, deren Name mir entfallen ist, den man aber vor Ort erfährt. Man muss halt nur Anstrengungen vermeiden. Nicht zuviel Schleppen, nicht zu schnell laufen, sonst ist man schnell außer Atem. Das ist nicht anderes als in der Ebene auch: Nur dass man dort, je nach Kondition, länger braucht, um außer Puste zu geraten.
Was meinst du mit „auf eigene Faust“ wandern? Ganz allein? Das sollte man wohl nicht einmal in Europa tun. Erst recht nicht in Ländern, wo die Stationen noch weiter voneinander entfernt sind.
Spanisch zu können, wäre natürlich gut. Aber da dein Mann nur kurz da sein wird und sich deshalb zwangsläufig auf touristisch organisierten Pfaden bewegen muss, kommt man da auch mit Englisch durch.
Machu Picchu ist für mich ein unvergessliches Erlebnis, das ich auf jeden Fall wiederholen will. Ich weiß nicht, wann und wie organisierte Wandertouren dort hin kommen, als ich da war, gab es so etwas noch nicht. Ich traf frühmorgens ein, bevor die Touristenscharen die Gegend übernahmen.
Cuzco liegt auf 3.200 m, Machu Picchu auf 2.700 m. Das Urubambatal, in das man zunächst hinab muss, liegt 500 m tiefer. Aber all das war kein Problem. Vielleicht gibt’s ja inzwischen auch einen „erschlossenen“ Höhenweg, der einem den Abstieg „erspart“.
Ich vermute aber, dass die „Touristenscharen“ immer noch gering sind im Vergleich zu dem, was in Europa über vergleichbar bekannte Orte herfällt. Falls dein Mann wirklich hinfährt, würde ich mich über einen kurzen Erfahrungsbericht freuen.
Dass die argentinischen Berge weniger bevölkert sind als die peruanischen, bezweifle ich. Argentinien ist entwickelter als Peru. In Peru triffst du kaum einheimische Touristen, in Argentinien sind sie in der Mehrheit. Mendoza ist schlimmer als Kitzbühl.
Ein Flug von Lima nach Peru führt immerhin von 0 auf 3.200 m, ich bin das nie geflogen, sondern nur gefahren. Aber da das innerperuanisch gesehen Routine ist, wird man wissen, ob es da Probleme gibt, und deinen Mann vor Abflug beraten.
Wieso fliegst du eigentlich nicht mit? Du wirst das Erlebnis nie vergessen! Wenn doch, verstehe ich die Welt nicht mehr! 
Gruß
Peter
Hallo Sabine,
in dem Link, den ich hierdrunter in meiner Antwort „Erfahrungen“ an Elisabeth gepostet habe, wird Coca tatsächlich genannt. Das war für mich selbst neu, denn vor Ort habe ich das nie gehört.
Das liegt vermutlich daran, dass das Zeug (mit Kalk) praktisch nur von Indios gekaut wird, die keine Höhenkrankheit kennen, da sie die Situation gewöhnt sind. Man kann es problemlos an jedem Marktstand und bei vielen Straßenhändlerinnen kaufen.
nicht das weisse Pülverchen, welches in Europa in manchen Nasen landet.
Da meinst du Kokain, das hat trotz der Namenähnlichkeit mit Coca nichts zu tun! 
Ich habe Coca, nicht aus Höhenkrankheitsgründen, sondern einfach aus Interesse, probiert. Ergebnis gleich Null. Aber ich bin für solche Sachen wohl generell wenig ansprechbar: Ich habe auch Marihuana und Haschisch ohne spürbare Folgen getestet. Während alles um mich herum in kichernde Glückseligkeit versank, guckte ich nur erstaunt um mich und wartete auf etwas, was dann nie kam.
Da Coca aber bekanntermaßen Hungergefühle dämpft, könnte ich mir denken, dass es allgemein negative Empfindungen verrringert. So gesehen könnte es auch höhenbedingte Probleme von unangepassten Ausländern vermindern - ich würde in dem Fall, wenn ich das Problem hätte oder gehabt hätte, aber eher auf Tabletten vertrauen.
Nur, noch einmal: Ich sehe kein Problem, wenn man langsam hinaufkommt und sich dann nicht überanstrengt.
Gruß
Peter