Im Gedicht „Der Abschied (Friedrich Hölderlin)“ sind mir nicht alle Ausdrücke verständlich.
„…Vielleicht sehe ich in langer Zeit
Diotima! dich hier…“
Was ist Diotima?
„…doch itzt mahnt die Vergessenen…“
steht „itzt“ für „jetzt“?
Gruss und Dank - Peter
Nachtrag:
Der Abschied (Friedrich Hölderlin)
Trennen wollten wir uns? Wähnten es gut und klug?
Da wirs taten, warum schröckte, wie Mord, die Tat?
Ach! wir kennen uns wenig,
Denn es waltet ein Gott in uns
Den verraten? ach, Ihn, welcher uns alles erst,
Sinn und Leben erschuf, ihn, den beseelenden
Schutzgott unserer Liebe,
Dies, dies Eine vermag ich nicht.
Aber anderen Fehl denket der Weltsinn sich,
Andern ehernen Dienst über er und anders Recht,
Und es listet die Seele,
Tag für Tag der Gebrauch uns ab.
Wohl! ich wusst es zuvor. Seit die gewurzelte
Ungestalte, die Furcht Götter und Menschen trennt,
Muss, mit Blut sie zu sühnen,
Muss der Liebenden Herz vergehn.
Lass mich schweigen! O lass nimmer von nun an mich
Dieses Tödliche sehn, dass ich im Frieden doch
Hin ins Einsame ziehe,
Und noch unser der Abschied sei!
Hingehn will ich. Vielleicht sehe ich in langer Zeit
Diotima! dich hier. Aber verblutet ist
Dann das Wünschen und friedlich
Gleich den Seligen, fremde gehen
Wir umher, ein Gespräch führet uns ab und auf,
Sinnend, zögernd, doch itzt mahnt die Vergessenen
hier die Stelle des Abschieds,
Es erwarmet ein Herz in uns,
Staunend seh ich dich an, Stimmen und süsser Sang,
Wie aus voriger Zeit, hör ich und Saitenspiel,
Und die Lilie duftet
Golden über dem Bach uns auf.