Hören die anders?

Hallo an alle!

Bin mir nicht sicher, ob ich hier richtig bin aber ich versuch es trotzdem…

Es gibt ja Menschen, mit dem sogenannten absolutem Gehör. Und es gibt Menschen, die keinen musikalischen Gehör haben. Meine Frage ist: wie kommt es? Warum haben es die Einen und die Anderen nicht? Und wie hören die dann Musik? Anders, als Menschen, die ein musikalisches Gehör haben? Man sieht es ja deutlich, dass die ganz komisch tanzen. Hören die kein Rytmus?

Hmm… War das deutlich oder eher wirres Zeug? Ich hoffe, ihr könnt verstehen, was ich meine-besser kann ich es irgendwie nicht in Worte fassen :-/

Liebe Grüsse, eure Seltsam, mit seltsamen Fragen.

Es gibt ja Menschen, mit dem sogenannten absolutem Gehör. Und
es gibt Menschen, die keinen musikalischen Gehör haben. Meine
Frage ist: wie kommt es? Warum haben es die Einen und die
Anderen nicht? Und wie hören die dann Musik? Anders, als
Menschen, die ein musikalisches Gehör haben? Man sieht es ja
deutlich, dass die ganz komisch tanzen. Hören die kein Rytmus?

Hi
Das ist ein ziemlich spannendes Thema und so richtige Beweise gibt es wohl auch wenige.
Es ist wohl bekannt, dass man durch einen Schlaganfall oder andere Hirnerkrankungen die Fähigkeit zur Musikwahrnehmung verlieren kann. Man hört dann zwar noch die Töne, aber verbindet keine Gefühle, kann Tonhöhen nicht abschätzen etc.

Einige Forscher vermuten, dass alle Babys mit absolutem Gehör auf die Welt kommen, diese Fähigkeit dann aber meistens verlieren, weil sie einfach nicht benötigt wird. Sprache erlernt man auch ohne absolutes Gehör und aus „ökonomischer“ Sicht werden die nichtgebrauchten Areale im Gehirn reduziert. In Ländern, in denen es bei der Sprache auf die Tonhöhe ankommt (Beispielsweise China) gibt es mehr Menschen, die ein absolutes Gehör haben.

In jedem Fall ist jedoch Musikalität (in welcher Hinsicht auch immer) teilweise angeboren und teilweise schon genetisch verankert.

Intressant auch in diesem Zusammenhang sind evolutionäre Überlegungen: Warum beispielsweise ist der Mensch in der Lage so vielfältige Tonhöhen zu erzeugen, obwohl doch ein kleiner Frequenzbereich der Stimme Sprache und Rufen total abdecken würde. Schimpansen haben als unsre nächsten Verwandten einen viel kleineren Frequenzbereich, den sie abdecken können. Selbst wenn sie also kieferanatomisch gesehen Sprechen könnten, sie könnten nicht singen so wie wir es können.

Noch ein guter Tipp: Lad dir das Podcast von Quarks und Co zum Thema Musik herunter: www.quarks.de unter Podcasts. Dort wird u.a. ein Mann vorgestellt, der durch einen Blitzschlag musikalisch geworden ist.

Grüße

Laralinda

Ist das ein ‚ups‘?
Hallo Laralinda!

Kann es sein, dass Du Dich hier geirrt hast? Ansonsten finde ich Deinen Beitrag sehr aufschlußreich, aber dieser Satz widerspricht sich IMHO.

In jedem Fall ist jedoch Musikalität (in welcher Hinsicht auch
immer) teilweise angeboren und teilweise schon genetisch
verankert.

Für mich ist angeboren dasselbe wie genetisch verankert.

liebe Grüße

Gollum

In jedem Fall ist jedoch Musikalität (in welcher Hinsicht auch
immer) teilweise angeboren und teilweise schon genetisch
verankert.

Für mich ist angeboren dasselbe wie
genetisch verankert.

Ja sorry, ich meine natürlich zum Teil angeboren und zum andern Teil Erziehung

:wink:

Grüße

Laralinda

Moin, Seltsam,

das absolute Gehör ist kein besonderes Gehör, sondern die Fähigkeit, sich Tonhöhen zu merken.

Fast alle Menschen können Töne unterscheiden, viele können auch die Tonabstände erkennen und nachsingen, nur die wenigsten können die Töne auch benennen. Ich selbst mache Musik, wäre aber ohne Stimmgabel aufgeschmissen. Das E auf der Gitarre kann ich so gerade noch singen, manchmal komme ich auch ein wenig tiefer - das kann kein Maßstab sein.

Und wer tanzt da komisch - die Leute mit dem absoluten Gehör? Nach meiner Erfahrung tanzen die meisten Musiker eher lausig, weil sie in jungen Jahren nie auf der Tanzfläche waren, sondern oben auf der Bühne :smile:))

Gruß Ralf

Hallo,

Und wie hören die dann Musik? Anders, als
Menschen, die ein musikalisches Gehör haben?

sie hören vor allem analytischer, ob sie wollen oder nicht.
Wenn ein Instrument verstimmt ist, hörst Du das auch, aber wenn ein Instrument zwar ‚in sich‘ gestimmt ist, aber als ganzes zu hoch oder zu tief, das kriegst Du nicht mit, solche Menschen aber sehr wohl.

Intervalle werden problemlos erkannt und Töne können benannt werden, Rhythmus ist aber davon völlig unabhängig, darum muß es nicht unbedingt heißen, daß Menschen mit absolutem Gehör gut Tanzen können oder daß sie musikalisch sein müssen.

Es gibt auch Menschen, die beim Farbensehen einen absoluten Sinn haben, sie können Farben ohne Referenzen zuordnen.
Ein Freund hat bei einem Farbenhersteller gearbeitet und dort gabs einen Schichtmeister, der jede Charge unter die Lupe nahm (im wahrsten Sinne des Wortes) und den Produktionsarbeitern ohne jedes Messinstrument sagen konnte, ob sie gut gearbeitet hatten oder nicht. Wenn er sagte, daß die Farbe x um drei Punkte abweiche, konnte mein Kumpel selbst mit einer Referenz daneben so gut wie keinen Unterschied erkennen.
Als Maler hat sich der Gute aber nicht hervorgetan.

Gandalf

Hallo gandalf!

ich glaube, ich hab meine Frage ungünstig formuliert: wollte wissen, ob Menschen, die KEIN musikalisches Gehör haben, die Musik anders hören… Sorry

Hallo Drambeldier! (Schöner Nick! :wink: )

Auch dir kann ich nur sagen, dass ich meine Frage wohl falsch zum Ausdruck gebracht habe(Ausländerin!). Ich wollte das Gegenteil wissen-ob Menschen, die kein Gehör für die Musik haben, es anders wahrnehmen?

Moin, Seltsam,

ob Menschen, die kein Gehör für die Musik
haben, es anders wahrnehmen?

woher soll man das wissen? Wer keine Vorstellung hat, wie sich Musik anfühlt (so nenne ich das ganz bewusst), der wird auch nicht sagen können, ob er anders „hört“. „Hört“ in Tüttelchen, weil Hören nicht nur Physik ist - die reicht nur bis zum Hörnerv, erst dann geht der Zauber wirklich los, nämlich im Hirn.

Bis hin zum Hörnerv lässt sich alles messen und prüfen. Ab da kann man nur soweit reinschauen, dass man sagen kann, wo die Töne verarbeitet werden, aber nicht, wie das geschieht.

Töne und Rhythmen lösen Dinge in uns aus, die niemand erklären kann. Daher kommen dann Redewendungen wie „zum Heulen schön“.

Gruß Ralf