Für Hörgeräte muss man ja je nach Gerät verschiedene Zuzahlungen leisten.
Mal angenommen, jemand ist hochgradig schwerhörig und kann mit den Geräten, die von der Kasse angeboten werden, extrem schlecht hören.
Arbeiten wäre damit unmöglich, telefonieren sowieso, selbst das tägliche Leben wäre eingeschränkt, weil man ja z.B. beim Einkaufen kein Wort versteht.
Die Geräte, die geeignet sind, kosten aber je Gerät 500 - 700 Euro an Zuzahlung.
Muss nicht von der GKV ein Gerät voll bezahlt werden, dass auch geeignet ist?
Es wäre ja verständlich, dass Zuzahlung erforderlich ist, wenn es nur um Luxus geht (Aussehen …), was aber, wenn es lediglich um vernünftige Funktion geht?
Schließlich bekommt z.B. jemand mit einer Beinamputation auch eine passende Prothese und nicht eine billige, die 20 cm zu kurz ist und mit der er nicht richtig laufen kann.
Danke für die Hilfe im Voraus!
Holygrail
M.W. schuldet die GKV eine ausreichende Versorgung, nicht die best mögliche.
http://www.faktenundtipps.de/?softlinkID=14345
PS: Fälle, die das SGB tangieren, sind immer sehr kompliziert.
Gruß
S.J.
Hörgeräteakustiker Lobby und die Folgen
Hallo,
Mal angenommen, jemand ist hochgradig schwerhörig und kann mit
den Geräten, die von der Kasse angeboten werden, extrem
schlecht hören.
„die Kasse“ bietet keine Geräte an, sondern zahlt einen Festbetrag.
Die Hörgeräte selbst werden von Akustikern angeboten = teuer, da sich diese traumhaften Margen genehmigen, oder über den verkürzten Versorgungsweg = sehr preiswert, direkt über den HNO (z.B. http://www.sanomed.com), da die gierigen Akustiker hier nicht mit verdienen.
Leider hat die Akustiker Lobby im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass der verkürzte Versorgungsweg extrem reglementiert wurde. Somit hat die Regierung diesen zwar nicht verboten, gleichwohl aber an dermaßen strenge Bedingungen geknüpft, dass dieser kaum noch gangbar ist. Unter dem Motto „wir verbieten es zwar nicht offiziell, machen es aber so schwierig und unattraktiv, dass es einem Verbot gleichkommt“.
Hintergrundinfos: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7969312.html
Fakt ist, dass heutzutage eine Versorgung auf dem verkürzten Versorgungsweg sogar rein privat abgerechnet deutlich günstiger als die Zuzahlung beim klassischen Akustiker ist. Und das, obwohl von der Akustiker Lobby stets vehement bestritten, in gleicher oder sogar deutlich besserer Qualität.
Gruß
S.J.
M.W. schuldet die GKV eine ausreichende Versorgung, nicht die
best mögliche.
Hallo,
sehe ich auch so, wobei man dann eben über ausreichend diskutieren muss.
Gruss
Holygrail
Danke für die Links, haben weitergeholfen.
Mal sehen, was die GKV nun sagt.
Gruß
Holygrail