Bin 66 Jahre, Rentner, Grundsicherung
Hatte jahrelang eine Techno - Diso.
Meine Frau sagte immer, mach den Fernseher leiser, mit der Bemerkung, „Du höst bschlecht“, wollte ich natürlich nicht wahrhaben.
Ab und zu ein kleines Piepsen im Ohr - rüttelte mit dem Finger am Aussenohr - Pfeifen war weg.
Dauerde manchmal Wochen, bis es erneut kam.
Dann hatte ich vor kurzen einen mittleren Hörsturz, sfort zum HNO.- Behandlung.
Höre speziell auf dem linken Ohr schwerer und habe hin und wieder einen druck im Ohr, wie im Flugzeug
Habe mir ein Hörgerät verschreiben lassen und jetzt fängt das Problem an: Welches, Wo und wie finde ich den Richtigen auf was muss man achten, da jedes Geschäft / Akkustiker erzählt was anderes.
Mein Problem ausserdem, lebe vorübergehend, da ich rentner bin , von der Grundsicherung
Danke für die richtigen Ratschläge
Hallo!
Ich selbst bin auch schwerhörig und habe Tinnitus.
Ich habe vor ein paar Jahren mehrere Geräte getestet, sowohl Außenohr- als auch Innenohrgeräte.
Habe mich aus praktischen und optischen Gründen für ein Innenohrgerät entschieden, aber ich bin bis heute kein Fan von den Dingern, denn es ziemlich kompiliziert die Dinger halbwegs einzustellen, ohne das die eigene Stimme hohl klingt(so wie die Stimme klingt, wenn man sich die Ohren zuhält und dann spricht), andere Stimmen zu metallisch klingen oder Geschirrklappern die Gesichtsmuskeln zusammen ziehen lässt.
Ich persönlich verstehe das „Umgangssprachliche“ noch ganz gut, vorausgesetzt man nuschelt nicht oder hat ne Piepsmäuschenstimme, deswegen trage ich die Dinger nur auf Arbeit bei Besprechungen und im Straßenverkehr.
Man gewöhnt sich daran leider nicht so schnell wie an eine Brille.
Beim Essen und Trinken zum Beispiel ist es mir sehr unangenehm, die drin zu haben, weil man beim Kauen erst mal merkt, wie viele Muskeln ums Ohr da mit bewegt werden. Das andere ist der fehlende Druckausgleich beim Schlucken wenn die drin sind.
Lange Rede, kurzer Sinn, nicht von den Akustikern verrückt machen, einfach ein paar Geräte ausprobieren und auf das Tragegefühl, Handhabbarkeit (heißt das so?) und leichte Reinigung achten.
Habe mir ein Hörgerät verschreiben lassen und jetzt fängt das
Problem an: Welches, Wo und wie finde ich den Richtigen auf
was muss man achten, da jedes Geschäft / Akkustiker erzählt
was anderes.
Demnach warst Du schon bei verschiednen Akkustikern. Da jede Krämer seine Ware lobt, und es verschiedene Hörgeräte gibt mit unterschiedlichen Systemen werden Dir wohl unterschiedliche Empfehlungen gemacht. Am Schluß entscheidest aber Du, welches Gerät und System zu Dir passt.
Welche:
Schwerhörigkeit spielt sich in der Regel im Bereich der Sprachfrequenz ab (300 Hz bis 2 kHz). Nur ein einfaches Gerät nimmt alle Geräusche auf und vestärkt sie, was Mummpitz ist, denn Töne, die Du gut hörst brauchen nicht verstärkt werden. Daher verstärken fortschrittlichere Geräte nur die Frequenzen, die DU schlecht hörst. Das kann aber auch nicht zielführend sein, wenn Dein Ohr sehr stark im fraglichen Frequenzbereich geschädigt ist: Wenn die Sinneszellen so gut wie tot sind, kannst Du Geräusche noch so laut verstärken, Du
wirst esnicht hören können - toz ist tot. Im oberen Preissegment sind die Geräte, die die fraglichen Frequenzen umwandeln in Geräusche, die Du noch hören kannst, also in Geräusche höherer oder tieferer Frequenz. Der Vogel sagt dann nicht „Piep“, sondern „Pöp“, da Dein Gehirn das „Pöp“ als Vogelstimme identifiziert und weiß, dass ein Vogel seit urdnklichen Zeiten „Piep“ macht, dann lässt Dich Dein Gehirn auch weiterhin „Piep“ hören. Dazu kommt bei besserern Geräten die Unterdrückung von Störgeräuschen. Bekanntlich können Schwerhörige kaum eine Unterhaltung führen, wenn im Hintergrund Musik spielt oder andere Mensche sprechen. Ein weiteres Kriterium ist die Richtwirkung de Mikrofone, ob sie gerichtet Aufnehmen oder rundum oder mit Betonung der Geräusche die von Hinten kommen usw. Du siehst, es gibt heute viele Möglichkeiten, die Schwerhörigkeit zumildern. Bei aller Gerätetechnik mußt Du Dir aber klar sein, selbst das teuerste Gerät kann Deine Hörfähigket widerherstellen, so wie Du sie einstmals hattest. Die Sprachverständlichkeit verbessern ja - aber es bleiben immer noch Restprobleme, wo es manchmal mit der Verständigung hapert
Wo und wie den Richtigen:
Meiner Erfahrung nach wird Dir kein Hörgeräte Akkustiker in der ersten Sitzung ein Gerät verkaufen und dann Tschüss. Du mußt mit dem Akkustiker vereinbaren, dass Du mehrere Geräte ausprobieren darfst. Das ist eigentlich bei allen selbstverständlich und kostet nicht zusätzlich. In der ersten Sitzung wird Deine Gehörkurve ermittelt, also welche Frequenzen Du gut oder weniger gut hörst. Dann werden Dir verschieden Geräte und Systeme vorgelegt und ihre Vor- und Nachteile erläutert, natürlich auch der Preis, und dann entscheidest Du Dich für ein Gerät, das dann auf Deine Gehörkurve eingestellt wird; dann kannst Du das Gerät 2 Wochen ausprobieren. Danach sagst Du dem Akkustiker, welche Verbeserunge das Gerät brachte bzw. was noch Verbesserungsfähig sein sollte. Daraufhin wird der Akkustiker Dir ein anderes Gerät mit besseren Eigenschaften zur 14tägigen Probe mitgeben usw. Und wenn Du nach einger Zeit feststellst, das ideale Gerät gibt es nicht aber z.B. Gerät 3 war von allen das Beste, dann hast Du wohl „Dein“ Gerät gefunden. Hörgeräte sind gewöhnungsbedürftig, d.h. das Gehirn muß sich an ihre „Tonlieferungen“ einstellen.
Ich habe meine Geräte immer beim Fernsehen getestet: Wenn das Nuscheln von Till Schweiger trotz Hintergrundmusik verständlich war, dann war das Gerät ok. In der Probezeit wirst Du auch feststellen, dass Du das jeweilige Gerät gern/ ungern trägst, weil es eine Verbesserung bzw. gar nichts bringt. Das Ausprobieren eines Hörgeräts ist also die Grundlage für die Auswahl.
Da Du also verschiedene Geräte ausprobieren kannst, kann Dir der Akkustiker erzählen, was er will, Du kannst den Erfolg bzw. die Versprechungen mit dem Probegerät kontrollieren.
Wie die Bezahlung bei Grundsicherung erfolgt, weiß ich leider nicht. Die Krankenkassen bezahlen ja nur einen Teil, Deine Zuzahlung kann dann immer noch mehrere hundert oder sogar über tausend Euro betragen.
Viel Erfolg mit Deinem neuen Hörgerät.
Wolfgang D.
Vielen Dank
Hat mich um ein sehr großes Stück weitergebracht.
HENRY
Vielen Dank
Henry