Vor fünf Jahren hatte ich plötzlich einen Tinnitus (hatte derzeit ziemlich viel Streß-mehrere Jobs auf einmal, da finanzielle Probleme und steckte kurz vor meiner Prüfung,Ärger zu Hause,Beziehung beendetsexueller Mißbrauch,…) Nach einigen Infusionen, stationärem Aufenthalt, und der „Druckkammer“ ging er nicht ganz weg, aber ich lernte halt damit zu leben…
Nun hatte ich vergangenen Sonntag einen Hörsturz.Ich wurde wach und hörte fast gar nichts mehr auf dem rechten Ohr,außerdem so ein Gefühl als würde man im Flieger sitzen, wenn dieser plötzlich an Höhe verliert,oder wie wenn man Watte im Ohr hat.Und der Tinnitus war pötzlich extrem laut!Aber nur einseitig!Bin dann gleich in´s Krankenhaus gefahren, dort hat man mir zunächst das Ohr „ausgesaugt“,und dann eine Infusion verabreicht.Diese bekam ich dann jetzt 5x (ambulant;den Inhaltsstoff weiß ich nicht ganz genau:ich glaube HES oder HAES??? und Cortison),und heute dann eine Procain oder so ähnlich.Ich kann nicht sagen,daß sich mein Befinden verbessert hat…Während der Infusion heute mit Procain hat man mit mir einen BER (???) Test gemacht,der allerdings keine Auffälligkeiten zeigte!Der Hörtest vom Sonntag ergab eine „Tieftonschwerhörigkeit“, die gestern bestätigt wurde (zwar etwas besser wohl,aber immer noch schlecht).
Der Arzt punktierte mich heute am Trommelfell,klebte mir „Plättchen“ drauf (seitdem ist mein Tinnitus noch lauter geworden,ich fühle mich schummrig und schwindelig,und noch tauber als vorher!!!)und überwies mich zum Kernspin (allerdings ist der Termin in 14 Tagen erst!!!). Mit den Worten „Da kann ich jetzt halt auch nichts mehr für Sie tun“ entließ der Arzt mich dann!
Ist das en übliches Prozedere?Ich habe vielfach hier gelesen,daß ein stationärer Aufenthalt manchen sehr gut tat.Mein Arzt sprach da gestern zwar auch noch von, tat es heute aber wieder ab.
Ich bin total unsicher,bitte gebt mir doch kurz eure Erfahrungen weiter!
Hi Sandra!
Die ganze konventionelle Hörsturzbehandlung steht auf wackeligen Füßen.
Es ist schwierig, Dir was zu empfehlen, da man ja nicht weiß, wieviel Cortison Du gehabt hast, ob in dem HAES Trental oder irgendwas anderes durchblutungsförderndes drin war usw. Die Untersuchung die gemacht wurde, war wahrscheinlich eine „BERA“ also eine Art Computerhörtest, die zeigt, ob ein Schaden im Bereich des Hörnerven vorliegt. Wenn die in Ordnung ist, zieht man eigentlich aus der Kernspinuntersuchung - was das Ohr angeht - keine allzugroßen weiteren Erkenntnisse.
Nimmst Du irgendwelche durchblutungsfördernden Medikamente als Tabletten ein?
Oftmals bessert sich das Hören auch noch nach einiger Zeit.
Wenn Du alle Möglichkeiten ausschöpfen willst, sprich doch Deinen Arzt erneut auf die Krankenhausbehandlung an.
Gruß & Gute Besserung
Peter
Hallo Peter!
anke für deine schnelle Reaktion!!
Nein,andere Medikamente als die Infusionen hab ich nicht bekommen…Mein Arzt hat dieses Wochende Notdienst auf der Station hier im Krankenhaus.Meinst du es ist sinnvoll dort aufzukreuzen (vielleicht um ihm deutlich zu machen wie ich darunter „leide“)? Ich kann kaum glauben,daß es da keine anderen Möglichkeiten mehr geben soll,um diesen Symptomen den Garaus zu machen 
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Hi Sandra!
Peter hat schon alles geschrieben, was man über Tinnitus/Hörsturz in Kürze mitteilen kann.
Ist frustrierend, diese Behandlung, obwohl es verschiedene Schemata gibt, aber nichts Sicheres.
Natürlich könnte man Infusionen stationär durchführen, Fernhalten von Stress hilft sicherlich, aber leider sind HNO-Kliniken nicht in der Lage, lediglich für diesen Zweck ein Bett zur Verfügung zu stellen (Kosten!).
Ambulant kann man es mit durchblutungsfördernden Medikamenten zusätzlich zur Infusion versuchen (Gingko oder Dusodril/Pentoxifyllin), aber auch hier ist der Erfolg nicht sicher.
Stressbewältigung scheint mir die beste Methode zu sein, dauert halt.
Gute Besserung wünscht synapse
Hi synapse!
HNO-Kliniken stellen sehr wohl eine große Zahl Betten zur Infusionstherapie bei Hörstürzen bereit. Zwar sind die „Aufnahmekriterien“ härter geworden als zu den Zeiten als es hieß „Hörsturz absoluter Notfall“. Aber bei Patienten, die unter ambulanter Therapie keine Besserung erfahren haben, kann durchaus eine stationäre Behandlung begründet werden.
Insofern ist es vielleicht tatsächlich eine Möglichkeit, nochmal bei dem Arzt vorbeizugehen.
Gruß
Peter