Guten Morgen,
ich habe gerade den Artikel gelesen.
Wenn der Gutachter festgestellt hat (was wohl so gewesen ist in Deinem Fall) das die Meßeinrichtungen in Ordnung sind, könnte ich mir ein Fehlverhalten beim Heizen vorstellen.
Sehr oft Heizen die Menschen einfach falsch (auch ich tat das einmal falsch in meiner ersten eigenen Wohnung- es war mir in jungen Jahren ein seeeeehr lehrreicher Erfahrungsgewinn).
Wenn man z.B. bedingt durch falsches Lüftungsverhalten versucht feuchte Luft durch Heizen zu erwärmen, so benötigt man ein Vielfaches der Energie, die man normalerweise benötigen würde.
Ob das bei Dir der Fall war, kann heute niemand mehr sagen und nachweisen -außer Du selbst.
Hier einige Hinweise, wie man sich behelfen kann:
Kauf einiger Hygrometer (bei diesen Meßgeräten kann man die Luftfeuchtigkeit ermitteln).Die normale Luftfeuchtigkeit einer Wohnung die belebt ist sollte zwischen 40- und 55% liegen.Ist der Wert kleiner als 40% handelt es sich um sehr trockene Luft, die die menschlichen Schleimhäute austrocknet und unangenehm wirken kann.Eine Austrocknung der Schleimheute kann zur Folge haben, das der Mensch Anfälliger wird für Erkrankungen. Ist der Wert höher als 55% ist das Beheizen des Raumes eher unwirtschaftlich, da die Luft dann so feucht ist, das man wesentlich mehr Heizenergie verbrauchen würde.
Empfehlung
Anschaffung der besagten Hygrometer und Aufstellung dergleichen in den verwendeten Räumen. Bei Überschreitung des Wertes von etwa 55 bis 60% (bei größer 65% auf jeden Fall) Luftfeuchte Durchführung einer sogenannten Stoßlüftung. Eine Stoßlüftung ist ein kurzes Abstellen des Heizkörpers unter gleichzeitigem Öffnen des Fensters von möglichst weniger als 15 Minuten.In dieser Zeit gelangt Frischluft in den Raum und feuchte Luft kann zum Teil entweichen. Hiernach schließt man das Fenster wieder und öffnet das Heizkörperventil wieder. Du wirst feststellen, daß Du bei Berücksichtigung dieser Empfehlung vermutlich wesentlicher wirtschaftlicher heizt.
Sehr viel Feuchtigkeit wirst Du morgens im Bereich des Schlafzimmers ermitteln können. Das kommt dadurch, das die Ausatmungsluft des Menschen Feuchtigkeit enthält und bei geschlossenem Fenster über Nacht nicht enweichen kann und dadurch, daß die Bettwäsche- wie auch die Matratze den menschlichen Schweiß auffängt (Puffereffekt).Früher hängten die Menschen oftmals die benutzte Betwäsche aus genau diesem Grund morgens zum Fenster heraus zum Lüften. In der heutigen Zeit ist dieses arbeitsbedingt leider oftmals nicht mehr ganz realisierbar.
Du siehst, man hat gleich mehrere Faktoren, warum Feuchtigkeit in der Umgebungsluft ist. Einmal die Ausatmung des Menschen,den Schweiß des Menschen, dann wetterbedingte Feuchtigkeit und nicht zuletzt baulich bedingte Faktoren.
Eine weitere Überlegung wäre, welche Steuerung verwendet wird (Raumthermostat oder „nur“ Heizkörperthermostate). Ich habe mir vor einigen Jahren elektronische Heizkörperthermostate zugelegt, bei denen man mittels Uhrzeitangaben und Eingabe der Maximaltemp., sowie Minimaltemp. sehr gute Spareffekte erzielen kann. Diese sind für (fast)jedes verbaute Heizkörperventil erhältlich beim Heizungsbauer (bitte kein Baumarktschr…x…tt).
Und was noch interessant zu wissen wäre, ist wie die Nachtsteuerung (Nachtabsenkung) geschaltet und vollzogen wird. Werte bei der Nachtabsenkung unter 15°C halte ich da für wenig sinnvoll, da man dann beim Aufheizen umso mehr Energie verbraucht, als wenn man nur von 15°C bis z.B. 20°C aufheizen muss (5 Kelvin).Außerdem ist es dann möglich, das Außenwände feucht werden über Dauer (wieder mal das Feuchtigkeitsproblem).
Und zu guter letzt als Hinweis…
Wenn man die Wohnung für längere Zeit verlässt, sollte man nach Möglichkeit die Nachtabsenkung aktivieren, auch das spart enorme Kosten. Das ist bei den meisten Raumthermostaten mit einfachem Tastendruck durchführbar oder mit meinen oben benannten elektronischen Heizkörperthermostaten.
Übrigens ist Schimmelbefall in Wohnungen meistens auch ein Problem falscher Heiz-und Lüftungsmethoden.
Als sehr gute Ergänzung zur Einsparung von Heizenergie finde ich auch die Einsparung von Strom- und Wasserkosten oder überhaupt irgendwelcher Energien die man benötigt (wenn man ja schon mal dran ist…dann auch richtig) *fg*.
ENERGIESPAREN SCHONT DEN GELDBEUTEL UND UNSERE UMWELT !
DENKT BITTE AN DIE ZUKUNFT UNSERER NACHKÖMMLINGE!
Ich hoffe ich konnte einige sinnvolle Möglichkeiten darstellen und es bringt jemandem von Euch etwas.Ich denke Geld haben wir ja vermutlich alle nie genug *fg*.
Martin
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