Hohe Belastung bei Existenzgründung

Hallo Leute,

ich möchte mich selbständig machen, hab aber einige Probleme. Erstmal zur Situation:

Ich bin im Moment arbeitslos ohne Leistungsempfang (da frisch von der Uni) gemeldet (daher leider keine Unterstüzung bei Ich AG), verheiratet und habe ein Kind. Da ich noch Erziehungsgeld für meinen Sohn bekomme, sollte das Einkommen nicht höher als 1200 Euro sein, da sonnst der Betrag, um den diese Summe überschritten vom Erziehungsgeld abgezogen wird, dh wenn ich 1200 verdiene, bekomme ich 1500 auf die Hand, wenn ich 1500 verdiene ebenfalls soviel.

Meine Frau verdient 940 Brutto bei einer handwerklichen Tätigkeit (Zahntechnik). Also sollte ich mit meiner Tätigkeit etwa 260 verdienen. Und jetzt kommt das Problem: In eineinhalb Jahren wird das Erziehungsgeld gestrichen, das heißt es werden etwa 300/Monat weniger in der Tasche sein. Ok, kein Problem, versuch ich halt die 300 mehr zu verdienen. Dann werde ich halt die Nebentätigkeit (18h/Woche) als Hauptberuflich anmelden. Denkste! Dann bin ich nicht mehr bei meiner Frau mitversichert, muß also pauschal etwa 280 für Krankenkasse ausgeben, muß Abfallgebühren zahlen. Also muß ich dann von einem Monat auf den nächsten (theoretisch) 600 Euro mehr verdienen, um meinen Lebensstandard zu erhalten, dh mein Enkommen um 200% erhöhen.

Also ich überlege mir, ob ich das ganze lasse und bei Aldi an die Kasse gehe für 400 Euro. Das wären dann mit den 940 meiner Frau und meinen 400 etwa 1300 und dann noch die selbständige Nebentätigkeit etwa 200/Monat wieder 200.

Stehe ich alleine da oder stelle ich mich irgendwie dumm an oder übersehe was? Irgendwie loht es sich doch nicht, zuviel zu arbeiten. Grad als Selbständiger entweder fast nix (Nebenbei) oder sehr viel, damit die hohen monatlichen Kosten reinkommen.

Abgesehen von meinen Rechnungen oben: Wie macht man es als Selbständiger, der von Nebenberuf auf Hauptberuf umsteigt, diese hohe plötzliche Belastung wegzustecken.

Mich würden euere Meinungen dazu mal interessieren.

Gruß

Josef

Hi Josef,

lass es mich kurz machen:

  1. wer so rechnet wie du, sollte sich nicht selbständig machen!

  2. Wer sich „wirklich“ selbständig machen will, geht hin, investiert Zeit und Geld und versucht 10 000 Euro im Monat netto zu erlösen! (ob und wann er das schafft ist ja was anderes). Wer aber weint, weil ihm evtl. 300 Euro im Monat nicht mehr aus den Sozialkassen zustehen, der sollte lieber direkt zum Sozialamt gehen und dort eine Mitgliedschaft bis zur Rente beantragen, aber nie das RISIKO einer Selbständigkeit eingehen.

gruss

Hallo Josef,

Stehe ich alleine da oder stelle ich mich irgendwie dumm an
oder übersehe was? Irgendwie loht es sich doch nicht, zuviel
zu arbeiten. Grad als Selbständiger entweder fast nix
(Nebenbei) oder sehr viel, damit die hohen monatlichen Kosten
reinkommen.

Wie local schon geschrieben hat, solltest Du Dich besser nicht selbstständig machen. Denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du etwas arbeitsscheu bist und jeden Dir „zustehenden“ Cent von staatlicher Seite einstecken willst.

Wie wär’s, wenn Du einfach mal ganz normal arbeiten gehst (als Uni-Absolvent dürfte das normalerweise doch kein Problem sein). Mit dem damit verdienten Geld (in Ba-Wü. z.B. ca. 3.000 € Anfangsgehalt x 13 p.a.) dürfte sich die Familie ernähren lassen.

Abgesehen von meinen Rechnungen oben: Wie macht man es als
Selbständiger, der von Nebenberuf auf Hauptberuf umsteigt,
diese hohe plötzliche Belastung wegzustecken.

Wie wäre es mit Rücklagen, die man sich aufgrund der bisherigen beruflichen Tätigkeit zurückgelegt hat ?

Mich würden euere Meinungen dazu mal interessieren.

Gern geschehen.

Grüsse

Sven

Hallo Josef,

ich frage mich beim Lesen Deiner Erklärungen,
was Du eigentlich willst ?
Selbstständig,um 300 Eur zu verdienen: Geh besser an der Tanke arbeiten

Krankenversicherung 280 EUR: Ja, so ist das leben

Wie man so schön sagt, barfuss oder Lackschuh…
Es kommen aber noch einige weitere Kosten auf Dich zu:
IHK Beitrag
ggf Berufsgnossenschaft
Krankentagegeld ( Lohnfortzahlung war gestern)
Kosten für Anwalt, Steuerberater, Unternehmensberater
Telefon,Fax,Internet
ggf Büromiete
KFZ Kosten: Eigener PKW ins Firmenvermögen, Glückwunsch: 1% Klausel

und und und
Mein Tipp:
Informiere Dich erstmal, wie die Kostenstruktur eines Unternehmers aussehen kann, vielleicht kennst Du ja einen. Sonst geh mal zur IHK

Noch ne Frage: Unternehmer werden : In welchem Bereich denn ?
Ebay Mega-turbo-giga-seller? Würstchenverkäufer ?
DAS sollte man wissen, bevor man irgendeine Idee an Kosten etc verschwendet.

Denk mal drüber nach

Viel Glück

bernd

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Hallo Leute,

erstmal danke für die Antworten. Nun ein paar Bemerkungen:

  1. Ich bin nicht arbeitsscheu und mir geht es weniger um die 300 Euro, die mir „zustehen“ als vielmehr ums Prinzip. Wenn ich irgendeiner Behörde 10cent schulde, dann bekomme einen Bescheid mit der Post (Porto 50 cent) ich solle den Betrag zahlen. Jetzt ein bißchen Off Topic: Die Regierung schmeißt das Geld raus, wo es nur geht(eine Kommission nach der anderen, Kriegsspiele in Ex-Jugoslavien und Afghanistan, Geldlieferungen für den Irak, für einen Krieg, den die Amis vom Zaun gebrochen haben, dritte Welt, Asylpolitik) und ich soll ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich für ein Jahr Erziehungsgeld kassiere und für die dafür gewonnene Zeit meinen Sohn erziehe und mitbekomme wie er aufwächst, anstatt 10 Stunden mehr zu arbeiten und meinen Sohn weniger zu sehen und ihm finanziell auch nicht mehr zu bieten? Ihr seid doch Unternehmer, ist das nicht ökonomisch unsinnig, Geld zu verschenken? Ich bin ein relativ sparsamer (nicht geiziger!) Mensch und ich glaube niemand hat heutzutage etwas zu verschenken.

  2. Ich mache mich im Bereich PC Technik und Schulungen am PC selbständig. Hab mich auf lokale Kostenführerschaft eingestellt. Studiert hab ich BWL (darum wenigstens ein relativ fundierter theoretischer Hintergrund) mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik, aber auch privat sehr gute Computerkenntnisse (Programmieren, Office, Windows, Linux,…). Und ich habe mir schon alles durchgerechnet, einen Steuerberater habe ich auch (Studienkollege), Büro hab ich zuhause und Gedanken über das Ganze Drumherum auch schon (Nebenbei: welche Berufshaftpflicht würdet ihr empfehlen?, die suche ich noch, bzw lasse mir im Moment Angebote machen)

  3. Der Grund warum ich mich selbständig mache: Ich bin Individualist und würde in einer Firma (wo ich ja auch schon gearbeitet habe) untergehen, da ich einfach nicht DER Teammensch bin. Das heißt nicht, dass ich unhöflich bin oder unter Sozialphobien leide, aber wenn ich mir vorstelle mich mit meinen Kollegen morgens zum Kaffetrinken zu setzen und über Fußball zu reden wird mir übel. Ein weiterer Grund: In einer Firma kannst du dir den Arsch abarbeiten, wenn sich ein anderer besser beim Arschkriechen herausstellt wirst du abgesägt und nicht er (obwohl die objektiven Leistungen besser waren), alles erlebt. Aber ich jammere nicht, deshalb mache ich mich selbständig. Wenn der Kunde nichts von mir will, meine Schuld. Wenn ich keine Einnahmen habe meine Schuld und andersherum genauso: Wenn ich viel verdiene, viele Kunden habe,… dann ist es mein Verdienst.

  4. Allerdings bin ich nicht der karrieregeile UNternehmer, der sich morgen schon auf der Titelseite von CAPITAL sieht. Ich möchte gut verdienen, aber nicht zu dem Preis, daß ich mein Kind und meine Frau nur am Wochendene abends sehe und mir in 10 Jahren Vorwürfe mache, warum mir nicht aufgefallen ist, daß er drogensüchtig geworden ist (extrem, aber wißt was ich meine). Und nochmal zu barfuß oder Lackschuh. Ein Bekannter von mir hat einen Modellbauladen (ferngetseuere Flieger und so). Es reicht ihm locker zum Leben. Er fährt keinen Porsche oder macht Urlaub am anderen Ende der Welt, aber er lebt gut. Am Wochenende ist er beim Modellfliegen und unter der Woche abends im Sommer auch. Was ist so verwerflich, so eine Einstellung zuhaben? Ich will meine Selbständigkeit um leben zu können und nicht um reich zu werden! Ich habe genügend Typen mit dieser Einstellung getroffen, die meinten die Männlcihkeit eines Mannes werde am Geldbeutel oder am Auto gemessen (ich fahre einen 8 Jahre alten Seat Ibiza und bin zufrieden) und bei denen kommt mir immer die Galle hoch (früher war ich anders, aber das BWL Studium hat mich eigentlcih davon überzeugt, das das Streben nach Reichtum (nicht nach einem ordentlichen Einkommen!) krank ist.

Gruß und schönes Wochenende

Josef

  1. Ich mache mich im Bereich PC Technik und Schulungen am PC
    selbständig. Hab mich auf lokale Kostenführerschaft
    eingestellt. Studiert hab ich BWL (darum wenigstens ein
    relativ fundierter theoretischer Hintergrund) mit Schwerpunkt
    Wirtschaftsinformatik, aber auch privat sehr gute
    Computerkenntnisse (Programmieren, Office, Windows,
    Linux,…). Und ich habe mir schon alles durchgerechnet, einen
    Steuerberater habe ich auch (Studienkollege), Büro hab ich
    zuhause und Gedanken über das Ganze Drumherum auch schon

na, das sind doch beste Voraussetzungen. Nun bleibt nur noch die Frage offen, nach welchen ökonomischen Prinzip sie vorgehen werden?
Als fertiger BWL’er haben Sie ja im 1. Semester gelernt:

  1. Minimumprinzip: Einen bestimmter Nutzen mit dem gerinsten Einsatz erreichen

  2. Maximumprinzip: Mit gegebenen Mitteln den größtmöglichen Nutzen erreichen

Viele Denken, dass Sie 2 Variablen gleichzeitig optimieren können:
Mit den geringsten Mitteln den größtmöglichen Nutzen erreichen.
Aber das geht schlecht…

Ich schätze, dass Sie nach dem Minimumprinzip handeln wollen.

Dann gutes Handeln,

Markus

Sozialschmarotzer und mehr
Auch Hallo,

  1. Ich mache mich im Bereich PC Technik und Schulungen am PC
    selbständig. Hab mich auf lokale Kostenführerschaft
    eingestellt.

Das dürfte ja gutgehen, da Du ja nur ein paar hundert Euro verdienen willst, um die staatlichen Zuschüsse nicht zu verlieren. Du mußt einfach nur unter Selbstkostenpreis anbieten. Dann bootest Du die Konkurrenz aus, die für gute Leistung angemessene Entlohung fordert und liegst auch noch dem Sozialstaat auf der Tasche.

Ich könnte *****, wenn ich so eine Einstellung lese. Genau für Leute wie Dich ist der Sozialstaat eben nicht gemacht. Such Dir anständige Arbeit, die Deinem Ausbildungsniveau entspricht und sorg dafür, daß die Rentenkassen voll werden.

  1. Der Grund warum ich mich selbständig mache: Ich bin
    Individualist und würde in einer Firma (wo ich ja auch schon
    gearbeitet habe) untergehen, da ich einfach nicht DER
    Teammensch bin.

Dann wirst Du als freier Unternehmer auch untergehen. Versprochen! Und liegst schon wieder allen anderen auf der Tasche!

Ein weiterer Grund: In
einer Firma kannst du dir den Arsch abarbeiten, wenn sich ein
anderer besser beim Arschkriechen herausstellt wirst du
abgesägt und nicht er (obwohl die objektiven Leistungen besser
waren), alles erlebt.

Falsch, geht nur kurzfristig. Richtig ist, daß der der nicht auch mal die Hand hebt tatsächlich immer unten bleiben wird.

Aber ich jammere nicht, deshalb mache
ich mich selbständig.

Doch Du jammerst die ganze Zeit.

  1. Allerdings bin ich nicht der karrieregeile UNternehmer, der
    sich morgen schon auf der Titelseite von CAPITAL sieht. Ich
    möchte gut verdienen, aber nicht zu dem Preis, daß ich mein
    Kind und meine Frau nur am Wochendene abends sehe und mir in
    10 Jahren Vorwürfe mache, warum mir nicht aufgefallen ist, daß
    er drogensüchtig geworden ist (extrem, aber wißt was ich
    meine).

Völliger Blödsinn, ein guter Manager verfügt auch über ein gutes Zeitmanagement und bekommt alles unter einen Hut. Nur wer daran kein Interesse hat, schafft dies nicht.

Ich will meine Selbständigkeit um leben
zu können und nicht um reich zu werden! Ich habe genügend
Typen mit dieser Einstellung getroffen, die meinten die
Männlcihkeit eines Mannes werde am Geldbeutel oder am Auto
gemessen (ich fahre einen 8 Jahre alten Seat Ibiza und bin
zufrieden) und bei denen kommt mir immer die Galle hoch
(früher war ich anders, aber das BWL Studium hat mich
eigentlcih davon überzeugt, das das Streben nach Reichtum
(nicht nach einem ordentlichen Einkommen!) krank ist.

Josef, viele Dinge kann man als krank bezeichnen, es soll sogar Menschen geben, die Deine Einstellung als krank bezeichnen würden. Es kommt immer auf den Betrachtungswinkel an. Ich z.B. halte alles für krank, was nicht dazu dient den Staat finanziell zu entlasten. Ich halte aber auch unsere Bundesregierung für partiell gestört und völlig verantwortungslos und es soll sogar Leute geben, die mich für krank halten weil ich seit einem Jahr (gestern war endlich Kick-off zu einem neuen Projekt und damit zu Geld für mich) keine Einnahmen habe und nur aus meinem Privatvermögen lebe. Das trotz Fixkosten von >2.000€ im Monat. Ich habe diese Einstellung von meinem Vater übernommen, der uns Kindern immer eingeimpft hat, daß der Sozialstaat für Menschen sei, die ihn wirklich nötig hätten.

Gruß
Falckus

Hi Josef,

ich
soll ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich für ein Jahr
Erziehungsgeld kassiere und für die dafür gewonnene Zeit
meinen Sohn erziehe und mitbekomme wie er aufwächst, anstatt
10 Stunden mehr zu arbeiten und meinen Sohn weniger zu sehen
und ihm finanziell auch nicht mehr zu bieten? Ihr seid doch
Unternehmer, ist das nicht ökonomisch unsinnig, Geld zu
verschenken? Ich bin ein relativ sparsamer (nicht geiziger!)
Mensch und ich glaube niemand hat heutzutage etwas zu
verschenken.

Das ist nicht das Thema daß die Regierung Geld rausschmeißt und du auf 300 Euro verzichten sollst. thema ist, daß wenn du wirklich selbständig sein willst, daß du dann auf diese 300 euro scheißt und dir sagst wenn ich 1000 mehr verdiene sind die 300 dreimal geschluckt!
ansonsten fehlt dir was in deinem Plan zur Selbständig und ein deftiges Stüc an Unternehmereigenschaft!

  1. Ich mache mich im Bereich PC Technik und Schulungen am PC
    selbständig.

genau das hab ich mir gedacht! Hast du denn schonmal ne Marktstudie gemacht? wieviel brauchen deine dienstleistung, und wieviele bieten diese Dienstleistung schon an?

Hab mich auf lokale Kostenführerschaft
eingestellt.

Klar! Was nicht über Leistung und Qualität geht muss über Preis gehen! Anscheinend hast du dir noch keine Gednaken gemacht, warum die anderen Anbieter denn so teuer sind. Pleite kannst du schnell gehen, einen Markt erschließen und ein nachhaltiges gutes Einkommen erarbeiten dauert aber Zeit!

Studiert hab ich BWL

Das wundert mich jetzt aber doch! Und dann gehst du hin und willst alleine über Preis Erfolg erzielen! gibt dein Diplom zurück!

(darum wenigstens ein

relativ fundierter theoretischer Hintergrund) mit Schwerpunkt
Wirtschaftsinformatik, aber auch privat sehr gute
Computerkenntnisse (Programmieren, Office, Windows,
Linux,…). Und ich habe mir schon alles durchgerechnet, einen
Steuerberater habe ich auch (Studienkollege), Büro hab ich
zuhause und Gedanken über das Ganze Drumherum auch schon
(Nebenbei: welche Berufshaftpflicht würdet ihr empfehlen?, die
suche ich noch, bzw lasse mir im Moment Angebote machen)

Sag ich doch: Du weißt noch nicht einmal welche unternehmerischen Risiken und Haftungen du übernimmst!

  1. Der Grund warum ich mich selbständig mache: Ich bin
    Individualist und würde in einer Firma (wo ich ja auch schon
    gearbeitet habe) untergehen, da ich einfach nicht DER
    Teammensch bin.

so und als unternehmer brauchst du nicht „Teampartner“ deiner Kunden sein? Und was ist mit deinen zukünftigen Angestellten?

Das heißt nicht, dass ich unhöflich bin oder
unter Sozialphobien leide, aber wenn ich mir vorstelle mich
mit meinen Kollegen morgens zum Kaffetrinken zu setzen und
über Fußball zu reden wird mir übel.

Weißt du das Verkaufen zunächst einmal sozialkontakt ist (90%) und 10 % Argumentation?

Ein weiterer Grund: In

einer Firma kannst du dir den Arsch abarbeiten, wenn sich ein
anderer besser beim Arschkriechen herausstellt wirst du
abgesägt und nicht er (obwohl die objektiven Leistungen besser
waren), alles erlebt.

Jau und draußen im Wettbewerb geht dein Mitbewerber hin und ist kein Arschkriecher?

Aber ich jammere nicht, deshalb mache

ich mich selbständig. Wenn der Kunde nichts von mir will,
meine Schuld. Wenn ich keine Einnahmen habe meine Schuld und
andersherum genauso: Wenn ich viel verdiene, viele Kunden
habe,… dann ist es mein Verdienst.

Und dann kanste auch die Rechnerei mti den 300 euro vergessen, oder?

  1. Allerdings bin ich nicht der karrieregeile UNternehmer, der
    sich morgen schon auf der Titelseite von CAPITAL sieht.

Hier machst du wiedder deutlich daß dir einige unternehmerische Grundlagen fehlen!

Ich

möchte gut verdienen, aber nicht zu dem Preis, daß ich mein
Kind und meine Frau nur am Wochendene abends sehe und mir in
10 Jahren Vorwürfe mache, warum mir nicht aufgefallen ist, daß
er drogensüchtig geworden ist (extrem, aber wißt was ich
meine).

Das hat nix mit der Selbständigkeit zu tun, sondern mit Zeitplanung und Prioritäten zur rechten Zeit und am rechten Ort, daß widerspricht nicht dem Unternehmertum.

Und nochmal zu barfuß oder Lackschuh. Ein Bekannter

von mir hat einen Modellbauladen (ferngetseuere Flieger und
so). Es reicht ihm locker zum Leben. Er fährt keinen Porsche
oder macht Urlaub am anderen Ende der Welt, aber er lebt gut.
Am Wochenende ist er beim Modellfliegen und unter der Woche
abends im Sommer auch. Was ist so verwerflich, so eine
Einstellung zuhaben?

Das ist ein anderes Prinzip: Hier ist der Beruf auch das hobby und damit bildet er sich städnig weiter und lernt ständig neue Kunden kennen. somit ist das Modellfliegen am WE nciht Freizeit, sondern eigentlich Arbeitszeit für deinen Bekannten! Schaffst du ähnliches in deinem Bereich?

Ich will meine Selbständigkeit um leben

zu können und nicht um reich zu werden! Ich habe genügend
Typen mit dieser Einstellung getroffen, die meinten die
Männlcihkeit eines Mannes werde am Geldbeutel oder am Auto
gemessen (ich fahre einen 8 Jahre alten Seat Ibiza und bin
zufrieden) und bei denen kommt mir immer die Galle hoch
(früher war ich anders, aber das BWL Studium hat mich
eigentlcih davon überzeugt, das das Streben nach Reichtum
(nicht nach einem ordentlichen Einkommen!) krank ist.

Dann fahr mit deinem Seat zum Kunden: du kriegst keinen Auftrag. Denn wer so ne Kutsche fährt, kann ja nicht gut sein denn sonst wäre er erfolgreich!

Du lebst zusehr in Fantaise und zuwenig im Markt!

gruss

Hallo Josef,

  1. Ich bin nicht arbeitsscheu und mir geht es weniger um die
    300 Euro, die mir „zustehen“ als vielmehr ums Prinzip.

Nur wegen dem Prinzip würde ich aber nicht so einen Lebensstil wählen.

  1. Ich mache mich im Bereich PC Technik und Schulungen am PC
    selbständig. Hab mich auf lokale Kostenführerschaft
    eingestellt.

Da könnt ich kotzen !!!
Erst im lokalen Markt den Marktpreis zerstören, danach Pleite gehen (weil unter Selbstkosten verkauft) und dem Staat erst recht auf der Tasche liegen. Die anderen Anbieter bekommen den Marktpreis nur sehr schwer wieder nach oben und einige ziehst Du mit in die Pleite. Das war übrigens der Effekt in einem kleinen ostdeutschen Ort, in dem eine Arbeitsamts-Tussi meinte, Landschaftsgärtner wären Mangelware und daher alle ABM-ler und Umschüler in diese Richtung steckte. Der lokale Unternehmer hat einem Mitarbeiter nach dem anderen kündigen müssen, weil die ABM-ler subventioniert den Marktpreis kaputt gemacht haben. Heute ist er wieder Chef über seine ehemaligen Mitarbeiter, denn nach seiner Pleite ist er heute selbst ABM-ler und hat dort seine ehemaligen Kollgen wieder getroffen

  1. Der Grund warum ich mich selbständig mache: Ich bin
    Individualist und würde in einer Firma (wo ich ja auch schon
    gearbeitet habe) untergehen, da ich einfach nicht DER
    Teammensch bin. Das heißt nicht, dass ich unhöflich bin oder
    unter Sozialphobien leide, aber wenn ich mir vorstelle mich
    mit meinen Kollegen morgens zum Kaffetrinken zu setzen und
    über Fußball zu reden wird mir übel.

Du wirst bei Deiner Selbständigkeit als DIENSTLEISTER auch smalltalk führen MÜSSEN und kannst noch nicht mal NEIN sagen, da der Auftrag sonst höchstwahrscheinlich flöten geht.

Ein weiterer Grund: In
einer Firma kannst du dir den Arsch abarbeiten, wenn sich ein
anderer besser beim Arschkriechen herausstellt wirst du
abgesägt und nicht er (obwohl die objektiven Leistungen besser
waren), alles erlebt.

Das kann mal passieren, muß aber nicht. Leistung hat sich meiner Erfahrung nach aber doch immer wieder ausgezahlt. Die Wahrscheinlichkeit Pleite zu gehen halte ich übrigens für höher.

Grüsse

Sven

  1. Ich mache mich im Bereich PC Technik und Schulungen am PC
    selbständig.

Zu dieser tollen geschäftsidee lese bitte:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..

gruss