angenommen man sucht eine Wohnung.
Eine angebotene Wohnung hätte eine Grundmiete von 211 € und Nebenkosten von 160 €. Heizkosten und Kabel wären darin enthalten, der Mieter müßte nur noch Stromkosten übernehmen.
Die Wohnung hätte eine Größe von 46,7 qm und eine Fußbodenheizung.
Wundern täte sich der Mieter nun über die hohen Nebenkosten in relation zu der geringen Miete. Das Haus ist ein Neubau in NRW.
Kann da irgenwas unseriös dran sein? Oder frißt die Fußbodenheizung so viel an Kosten? Oder ist das eben einfach so? Oder gibt es ein plausible Erklärung dafür?
lass dir ggf. vom Vermieter mal die NK-Kalkulation aufschlüsseln.
Eine FBH in einem Neubau sollte recht sparsam sein, mal abgesehen davon, dass ein Neubau über die ersten paar Jahre etwas mehr geheizt werden muss, weil noch etwas Feuchtigkeit drin ist.
Nebenkosten entstehen aber überdies u. a. auch durch Gartenpflege, Hausreinigung, Straßenreinigung, Winterdienst, regelmäßige Wartungsarbeiten am Gebäude etc.
wie bereits geschrieben, hat der Mieter die Möglichkeit sich die Kosten einmal aufschlüsseln zu lassen.
Bezüglich der Fußbodenheizung: Welche Art der Heizung liegt vor? Es gibt auch elektrische FBHgen, d.h. sozusagen „Nachtspeicher“ im Boden.
Allerdings wären diese dann ja noch nicht einmal Teil der NK.
Sind sie Teil sollten sie eher sparsamer sein. Eigene Erfahrung: 180,- Euro Heizkosten/Jahr, Wohnungsgröße 85 m². Wird aber auch eher die Ausnahme sein.
Hallo,
die Nebenkosten scheien etwas hoch, wobei man aber bedenken muss, das man hier durchschnittlich rund 2,80 pro qm für alles rechnen muss. Diese Zahlen berechnet sich aber aus dem Werten des jahres 2007 und wenn man die Heizkosten und Energiekosten steigern der letzen Jahre mit berücksichtigt, sind 3,42 Euro pro qm zwar auf den ersten Blick viel, aber noch im Rahmen.
Im Zweifel sind etwas höher angesetze nebenkosten besser, da du da keine riesen Nachzahlung zu erwarten hast und die dann im folge Jahr angepasst werden können.
normalerweise agieren unseriöse Vermieter genau gegenteilig indem sie Nebenkosten bewusst niedrig ansetzen. Das große Erwachen erfolgt dann mit der ersten Betriebskostenabrechnung.
Im Prinzip muß man das Ganze so betrachten:
Die voraussichtliche Warmmiete wird 371€ für eine 46,7qm große Wohnung betragen.
Zur näheren Betrachtung kommen nun folgende Punkte:
wie wird über die Betriebskosten abgerechnet? Pauschal oder als Nebenkostenvorauszahlung?
Wenn pauschal, betrifft dies auch aufgrund Ausnahmeregelungen auch die Heizkosten?
Bei teilweiser pauschaler Abrechnung, wie hoch sind die Anteile, welcher der Heizkostenabrechnung und der kalten Betriebskostenabrechnung zugeordnet werden.
Welche Leistungen werden erbracht? Ist ein Hausmeister vorhanden, gibt es Aufzugsanlagen, wer übernimmt die Treppenhausreinigung, existieren (beheizte) Gemeinschaftsräume, wer kehrt die Straße und Zugangswege, wer übernimmt den Winterdienst?
Kritischer Punkt in Bezug auf eine eventuell niedrig angesetzte Kaltmiete im Vergleich zum relevanten Mietspiegel könnte zu hohen Mieterhöhungen in der Zukunft führen. Ist man sich unsicher, so sollte ein aktueller Mietspiegel besorgt werden.
Mehr fällt mir im Augenblick nicht ein, hoffe weitergeholfen zu haben.