Hallo,
wir rätseln auch über einen um ca. 30% gestiegenen Stromverbrauch. Wir hatten 2005 und 2006 rund 6500 kWh, 2007 und 2008 waren es rund 8500 kWh. Im eigentlich sparsamen Verhalten hat sich nichts geändert und außer ein paar Energiesparlampen kam auch nichts dazu. Jetzt habe ich alle Verbraucher durchgemessen, auch hier nichts auffälliges. Der Deckenfluter mit 500W-Leuchte flog gleich raus. Dieser erbrachte aber nicht die erhoffte Ersparniß.
Eckdaten:
EFH 100 m²
2 Erwachsene, 1 Kleinkind
Gas-Brennwert-Heizung (2004), Hydr. Durchlauferhitzer für WW im Bad, Boiler in Küche, Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine,
PC, TV + übliche Kleingeräte ohne Standby. Alle Verbrauchswerte sind angemessen, außer PC ca. 6 Std. läuft kein Gerät überdurchschn. oft
oder lange. Die Excel-Tabelle mit allen Verbrauchern und Verbrauchszeiten ergibt leider bestätigend einen täglichen Verbrauch von ca. 20 kWh.
Drei Sachen sind aber herausgekommen:
2007 haben wir den Stromlieferanten gewechselt.
2007 wurde im Bad ein defekter Durchlauferhitzer gegen ein neues 21 kw Gerät ersetzt. Auf Stufe 1 (von 2) zieht das Gerät
für ein Vollbad satte 4,5 kWh, was aber nach Rechersche leider normal ist. (Stufe 1 ist heiß, Stufe 2 ist brühend heiß.)
Der Stromzähler ist lt. Elektriker der älteste je gesehene.
Jetzt habe ich alle
Verbraucher durchgemessen, auch hier nichts auffälliges.
Wie mit was gemessen?
Die Excel-Tabelle mit allen Verbrauchern und
Verbrauchszeiten ergibt leider bestätigend einen täglichen
Verbrauch von ca. 20 kWh.
Laß mal bitte mein geliebtes Excel in Ruhe, wenn du Länge 4 eingibst und Breite 5 eingibst berechnet Excel die Fläche zu 20qm.
Nicht das problem von Excel wenn du nur 15qm hast *gg*
2007 wurde im Bad ein defekter Durchlauferhitzer gegen ein
neues 21 kw Gerät ersetzt. Auf Stufe 1 (von 2) zieht das Gerät
für ein Vollbad satte 4,5 kWh, was aber nach Rechersche
leider normal ist. (Stufe 1 ist heiß, Stufe 2 ist brühend
heiß.)
Welches Gerät war vorher?
Der Stromzähler ist lt. Elektriker der älteste je gesehene.
Weiß grad nicht, müssen die Dinger nicht alle 5 jahre o.ä. neu geeicht werden? Andererseits, mein Stromzähler hängt hier sicher seit 1956 (so alt ist der Aufzug im haus) und in den letzte 2 jahrzehnten bekam ich nix mit daß da irgendwelche Kalibrierer oder Eicher kamen.
Und bei Zählerwechsel hätten sie mich sicher informiert.
Morgen, wenn das Forum wieder besser besucht ist kriegste sicher hilfreichere Antworten als meine.
Der Stromzähler ist lt. Elektriker der älteste je gesehene.
Weiß grad nicht, müssen die Dinger nicht alle 5 jahre o.ä. neu
geeicht werden?
Eichfrist 8 Jahre (elektronische Zähler), Nacheichung 4 Jahre
Ferrariszähler 16 Jahre (Haushaltszähler), Nacheichung 16 Jahre
Andererseits, mein Stromzähler hängt hier sicher seit 1956 (so alt :ist der Aufzug im haus) und in den letzte 2 jahrzehnten bekam ich nix :mit daß da irgendwelche Kalibrierer oder Eicher kamen.
Ich wäre glücklich über einen alten Zähler
Die alten schwarzen Ferrariszähler messen je älter sie werden zum Vorteil des Kunden.
Und bei Zählerwechsel hätten sie mich sicher informiert.
Wenn jemand vom EVU kommt, klingelt und es ist niemand daheim kann er den Zähler doch einfach tauschen. Das fällt hinterher evtl. durch eine andere Zählernummer oder Zählerstand auf.
Eichfrist 8 Jahre (elektronische Zähler), Nacheichung 4 Jahre
Ferrariszähler 16 Jahre (Haushaltszähler), Nacheichung 16
Jahre
Wobei ich hier noch ergänzen möchte das der Energieversorger die Möglichkeit einer Statistischen Eichung hat.
D.h. Zähler einer eigenen Bauart dürfen innerhalb eines Eichjahres zusammengefasst werden. Nach dem Zufallsprinzip werden bis zu 5% dieser Zähler geeicht. Wenn die Eichung innerhalb enger Grenzen genau ist, geht man statistisch davon aus, das alle Zähler in Ordnung sind und bleiben hängen.
Dies darf beliebig oft gemacht werden, so das es völlig normal ist wenn Zähler aus den 50er oder 60er Jahren bei den Stromkunden hängen.
Es hat den großen Ersparnisvorteil für den Energieversorger…
Sollte ein Kunde allerdings den Verdacht haben das sein Zähler unkorrekt zählt, hat er das Recht diesen Zähler per Einzeleichung prüfen zu lassen.
Fällt diese positiv für den Kunden aus, soll heissen der Zähler zählt falsch, ist die Eichung kostenlos und der Kunde bekommt anteilig die zuviel gezahlten Kosten zurück.
Sollte der Zähler OK sein, muß der Kunde die Kosten für den extraaustausch und die Eichung selber zahlen.
So zumindest ist die Praxis bei unseren Stadtwerken.
CU - Dominik
PS: In meiner Zeit als Zählermonteur habe ich es erst einmal erlebt das ein Zähler falsch zählt und das war ein ziemlich neues Gerät.
Alle Alten waren immer in ihren Toleranzen, das konnte ich an unserer eigenen Eichstation feststellen.
Wenn jemand vom EVU kommt, klingelt und es ist niemand daheim
kann er den Zähler doch einfach tauschen. Das fällt hinterher
evtl. durch eine andere Zählernummer oder Zählerstand auf.
hast du deinen Zähler im Garten hängen? Bei uns ist der in einem (natürlich verschlossenen) Kellerraum und wenn da jemand dran will, ist jemand aus dem Haus dabei.
Insbesondere würde ich einen die Zähler gerne selbst (oder durch eine Vertrauensperson) mit ablesen.
wir rätseln auch über einen um ca. 30% gestiegenen
Stromverbrauch. Wir hatten 2005 und 2006 rund 6500 kWh, 2007
und 2008 waren es rund 8500 kWh. Im eigentlich sparsamen
2000kWh mehr - und das fällt dir erst nach einem Jahr auf? Wurde vielleicht der Ablesezyklus verändert?
Verhalten hat sich nichts geändert
Wie sieht es mit dem kochen (E-Herd?) aus? Eine selbst gekochte Mahlzeit (mehr) täglich macht schon ein paar 100 kWh im Jahr.
1 Kleinkind
Mehr (Koch-)wäsche?
Standby
Das sind bei 8500 kWh/a Peanuts. Wenn du mal - wie ich - unter 1000kWh pro Person bist, merkst du sowas auch.
2007 wurde im Bad ein defekter Durchlauferhitzer gegen ein
neues 21 kw Gerät ersetzt. Auf Stufe 1 (von 2) zieht das Gerät
für ein Vollbad satte 4,5 kWh, was aber nach Rechersche
leider normal ist. (Stufe 1 ist heiß, Stufe 2 ist brühend
heiß.)
Was war denn defekt? Ist der neue schlecht(er) isoliert (Standby-Verluste)? Versuche mal ihn ganz auszuschalten, wenn du ihn nicht brauchst (notfalls Sicherungen rausdrehen) und beobachte den Stromzähler einige Stunden davor und danach.
Es kommt oft vor, das Zählertafeln frei zugänglich sind (wie z.B. in Fluren).
Bei uns ist der in einem (natürlich verschlossenen) Kellerraum und :wenn da jemand dran will, ist jemand aus dem Haus dabei.
Was ist, wenn niemand da ist, der einen Schlüssel für diesen Kellerraum hat? Wie kommt man an die Einrichtungen bei Gefahr?
Insbesondere würde ich einen die Zähler gerne selbst (oder
durch eine Vertrauensperson) mit ablesen.
Da habe ich so viel Vertrauen das das der Stromlieferant richtig abliest. Es bringt nichts falsche Werte abzulesen. Weil… irgendwann würde der Beschiss auffallen.
Bei uns ist der in einem (natürlich verschlossenen) Kellerraum und :wenn da jemand dran will, ist jemand aus dem Haus dabei.
Was ist, wenn niemand da ist, der einen Schlüssel für diesen
Kellerraum hat? Wie kommt man an die Einrichtungen bei Gefahr?
Dafür haben wir Sicherungen und einen FI.
Bei uns wird dann das halbe Dorf abgeschaltet - erst letztes Jahr passiert und dann fahren sie von Haus zu Haus und nehmen die Panzersicherungen bei denen raus, die sie wirklich meinen. Dazu müssen sie nicht an die Zähler, weil die in einem anderen Raum sind. Aber auch im Haus, sie müsten also die Haustüre öffnen lassen/aufbrechen, wenn niemand da ist, da könnten sie auch die Kellertüre aufbrechen, wenn sie unbedingt meinen da rein zu müssen.
Hallo,
der wird doch ein Eigenvolumen haben, das man nicht entnehmen kann, aber trotzdem aufgeheizt wird. Und wenn er nicht isoliert ist, ist das in kurzer Zeit auf Raumtemperatur und wird wohl wieder aufgeheizt, wenn man das Gerät nicht abschaltet.
Was anderes als das Standbyverlust zu nennen, ist mir nicht eingefallen - Bereitstellungsverlust oder Bereitschaftsenergieverbrauch ist ja das selbe nur auf deutsch, falls nicht, war es das, was ich sagen wollte.
der wird doch ein Eigenvolumen haben, das man nicht entnehmen
kann, aber trotzdem aufgeheizt wird.
Ja. Ungefähr vom Durchmesser eines normalen Wasserrohres und mit einer Länge von etwa 20cm - so viel, wie nötig ist, die Heizspirale drum zu wickeln.
Zu deutsch: spielt absolut keine Rolle im Vergleich zu der Leitung zwischen Durchlauferhitzer und Wasserhahn und schon gleich zweimal keine Rolle im Vergleich zur entnommenen Wassermenge.
Gruß
loderunner
20+ kW hatte ich mir deutlich größer vorgestellt, gebe aber gerne zu keine Ahnung zu haben, weil ich elektrische Warmwasserbereitung für *Selbstzensur* halte.
Danke allen, fiel erst jetzt auf, da wir 2007 stromfressende Wand-Trockner wegen Wasserschaden hatten, aber 2008 war der Verbrauch fast genauso hoch ! Kochwäsche nie, 2/3 60°, 1/3 40°. Dem DEH werde ich nochmal auf den Zahn fühlen.
Den Standbywert des DEH muß ich unseren Installateur fragen, der kommt die Tage. Standby gibt es eigentlich ja nicht, da er nur
brennt wenn warm Wasser angestellt ist. Das ist ja der Unterschied zum Boiler. Der Nachtverbrauch (22.30 - 06.00) lag aber immerhin „nur“ bei 1,0 kWh. Vorher hatten wir auch einen hydraulischen DEH. Leider wurde uns kein elektronischer angeboten.
Gemessen hab ich alles mit einem neuen Voltcraft Energiemeßgerät. Die Werte passen auch alle soweit ins Bild.
Der Zähler hängt im Hausflur, da kann keiner zapfen. Lt. meiner Messung mit einem Lauf Waschmaschine (alle anderen Verbraucher aus), scheint der Zähler auc in Ordnung zu sein. Auf der anderen Seite gab es diese unabhängige Untersuchung (viel zu Lesen darüber im Netz), lt. derer ca. 80% aller Zähler ungenau sein sollen ?