Hallo zusammen,
heute habe ich auch mal eine Frage:
ich habe heute gehört, dass man (wer ist „man“? Das wurde mir aus dem Bericht auch nicht klar! Ärzte?) durchaus ab und an Malaria-Erreger eingesetzt hat (heute noch einsetzt? auch das wurde nicht klar), um beim Patienten, welcher an einer schweren chronischen Bakterieninfektion leidet, ein hohes Fieber auszulösen.
Dies soll den Sinn haben, dass das Fieber die Erreger (Bakterien) im Körper des Patienten durch die hohe Temperatur tötet, da es gegen das/die Erreger keine Medikamente gibt/gebe. Dann, nach einiger Zeit (auch hier wurde nicht klar, um welchen Zeitraum es sich handelt - ein paar Tage oder gar mehrere Wochen?), wenn die ursprünglichen Erreger aufgrund der Fiebereinwirkung abgestorben sind, geht/gehe man dazu über, die künstlich herbeigeführte Malaria-Infektion (der Malaria-Erreger ist doch m.W. kein Bakterium, oder?) mit den klassischen medizinischen Mitteln zu bekämpfen / auszuheilen.
Uns kommt das ein wenig suspekt vor, gleich aus mehreren Gründen:
- Bakterien gelten doch als ziemlich hitzeunempfindlich. Unseres Wissens gehen die erst ab ca. 65° C drauf. Aber ich kann doch einem Menschen nicht Fieber verpassen, welches bis auf mindestens 65° steigt. Bei spätestens 42° geht doch der Mensch dabei hops. Oder täuschen wir uns da? Und da fehlen dann immer noch über 20°, bevor es die Bakterien überhaupt interessieren könnte…
- Malaria gilt uns als extrem schwere Erkrankung. Nimmt man /Hat man tatsächlich eine derart schwere künstlich herbeigeführte Krankheit in Kauf (genommen), nur um damit vielleicht eine andere, ursächliche Bakterienerkrankung zu bekämpfen?
- gibt es bei einer Multi-Erkrankung (Alt-Infektion + Neu-Malaria) nicht wechselseitige Wirkungen, welche in ihrer Ausprägung und in ihrem Verlauf überhaupt nicht unter Kontrolle gehalten werden können? Oder anders formuliert: „, die völlig ohne Kontrollmöglichkeiten durch den Arzt sind“
Also wir wissen nicht, was wir von dem Artikel halten sollen. Zur Info: er wurde NICHT am 1. April veröffentlicht (und selbst wenn, würden wir es als einen sehr schlechten Scherz ansehen).
Sollten die oben angegebenen Temperaturwerte (65° und 42°) nicht stimmen und es tatsächlich möglich sein, Bakterien mittels künstlich eingeleitetem Fieber beizukommen, stellt sich für uns die Frage, ob dies unbedingt durch den Malaria-Erreger sein muss, oder ob es nicht einen anderen Erreger gibt, welcher ebenfalls hohes / sehr hohes Fieber auslöst, der aber nicht so gefährlich wie Malaria ist.
Gerade bei schlecht erforschten Krankheiten muss man zwar durchaus offen für unkonventionelle Methoden sein, andererseits aber um so vorsichtiger gegenüber Scharlatanen und deren Heilungsversprechen.
Also: Was denkt Ihr darüber - oder noch besser: was WISST Ihr darüber?
Vielen Dank für Eure hoffentlich informativen Kommentare. Insbesondere interessieren mich Infos zu den von mir gemachten Temperaturangaben.
Einen schönen Abend wünscht
Alexander