Ein super Online-Wörterbuch für alle EU-Sprachen ist http://europa.eu.int/eurodicautom/Controller. Da werden bei Eingabe eines Begriffs sowie der Ursprungs- und der Zielsprache alle möglichen EU-Dokumente durchsucht, und man bekommt fast immer eine ganze Reihe von Quellen, aus denen man sich dann die passende „amtliche“ Übersetzung raussuchen kann.
Da ich heute abend aber Zeit und etwas Langeweile hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt um mal zu sehen, ob ich auf die Schnelle einen technischen Text von NL nach D übersetzen kann. Anbei das Resultat. Schnell und relativ frei übersetzt, aber ich denke, es trifft einigermaßen (über Feedback von Experten freue ich mich natürlich!).
Der Text ist ja ein bisschen alt und liefert für meine Begriffe auch keine extremen Neuigkeiten. Darf ich fragen, wozu du den brauchst? Wird das jetzt eine kleine Hausarbeit für die Schule …? 
Na, so oder so, mir hats Spass gemacht.
Viele liebe Grüße und Spass oder Erfolg damit,
Kathinka
********* Text über Wasserkraftwerke ***********
Wasserenergie in den Niederlanden?
Bei „Wasserenergie“ denkt man fast automatisch an große Staudämme und –seen, wie wir sie bspw. aus der Schweiz und aus Norwegen kennen. Mit Hilfe solcher Dämme wird ein großer Stausee als Auffangbecken für das Wasser angelegt. Aus dem Stausee wird Wasser für die Gewinnung von Elektrizität benutzt. Solche Wasserkraftwerke sind in den Niederlanden nicht möglich; schließlich leben wir in einem flachen Land. Dennoch wird auch bei uns mit Wasserkraftwerken Elektrizität gewonnen.
Weltweit wird ein Fünftel der genutzten Energie durch Wasserkraft gewonnen. Wenn man den Anteil der Wasserkraft an der gesamten, kommerziell genutzten Energie betrachtet (alle Energiearten), dann kommt die Wasserkraft auf ca. 5%, vor allem aus großen Wasserkraftwerken und ihren Stauseen. Beispiele sind der Itaipu an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay (mit der größten Gewinnungskapazität: 10.500 MW), der Grande Dixence in der Schweiz (höchster Beton-Damm: 285 m) und der Assuan Damm in Ägypten.
Geschichte
Die Nutzung von fließendem und abschüssigem Wasser als Energiequelle ist bereits seit langem bekannt. In der Antike wurden vielfach Wasserräder benutzt. Zunächst als Energiequelle bei der Überflutung von Land, später wurde Wasserenergie dazu genutzt, mit Hilfe von Wassermühlen Korn zu malen, Holz zu sägen oder Öl zu pressen. Bis ins späte 18. Jahrhundert blieb die Wasserenergie – neben Wind- und Muskelkraft von Mensch und Tier – die wichtigste Energiequelle. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Wasserturbine erfunden wurde, bekam die Nutzung von Wasserenergie einen neuen Impuls.
Das Prinzip
Wasserenergie existiert dank strömendem oder abschüssigem Wasser. Die verfügbare Kapazität an einem Ort hängt ab von der Durchflußmenge sowie vom Höhenunterschied, in dem das Wasser bergab fließt. Je größer der Höhenunterschied, desto mehr Leistung kann generiert werden. In einem Land wie den Niederlanden ist der verfügbare Höhenunterschied natürlich sehr gering – höchstens 4 Meter – aber dennoch genug, um Wasserkraftwerke zu bauen. Allerdings muss man der Natur hier ein wenig nachhelfen. Sämtliche niederländischen Wasserkraftwerke befinden sich in der Nähe großer Flüsse.
Vor- und Nachteile
Wasserenergie ist eine sehr saubere Energieform. Sie benutzt Wasser lediglich, verbraucht es aber nicht. Außerdem kann das Wasser noch für andere Zwecke verwendet werden, wenn auch nur auf niedriger gelegenen Ebenen. Bei der Produktion von Elektrizität durch Wasserkraft gelangen auch keine schädlichen Gase in die Atmosphäre. Die Verwandlung der potenziellen Energie des Wassers in mechanische Energie ist technologisch sehr effizient (meist das doppelte von konventionellen Gas- oder Kohlekraftwerken). Dadurch kann die Nutzung von Wasserkraft einen Beitrag zur Verbrauchsersparnis bei endlichen Energiequellen wie Öl und Gas leisten. 600 kWh, die durch Wasserkraft produziert werden, entsprechen ca. einem Barrel Öl. Daneben kann Wasserenergie auch eine preisgünstige Energieform sein. Ein Großteil der Kosten geht in den Bau der Anlage. Betrieb und Unterhalt von Wasserkraftwerken ist im Vergleich mit „normalen“ Kraftwerken günstig.
Wie gesagt ist der Bau von Wasserkraftwerken eine teure Angelegenheit. Zudem haben große Dämme und Stauseen aus Umweltsicht klare Nachteile, u.a. wegen der Überflutung von (fruchtbarem) Land, wo wahrscheinlich Menschen leben, die umgesiedelt werden müssen. Außerdem hat eine große Wassermenge, die durch einen Stausee geleitet wird, gewisse Auswirkungen auf das Klima und auf seismische Aktivitäten.
Wasserenergie in den Niederlanden
Seit jeher gebrauchen die Niederländer Wasserenergie. Die vielen Wassermühlen, die unser Land einst hatte, ist hierfür Zeuge. Speziell im höher gelegenen Teil der Niederlande (Veluwe, Ostbrabant, Twente, die hintere Ecke von Limburg) gibt es insgesamt 73 Wassermühlen. Diese Mühlen betreiben Maschinen zum Malen von Mehl, zum Sägen von Holz, zum Pressen von Öl und zur Papierproduktion. Ein schönes Beispiel ist die Oostendorper Wassermühle in der Nähe von Haaksbergen. Diese Wassermühle besteht aus zwei Teilen: An einem Ufer steht das Mühlhaus, in dem Mehl gemahlen werden kann, während auf der anderen Seite Öl gepresst werden kann. Viele solcher übriggebliebener Monumente sind zu bestimmten Zeiten öffentlich zugänglich und werden dann gelegentlich in Betrieb genommen.
Außer diesen Wassermühlen, bei denen die Wasserenergie direkt zum Maschinenantrieb genutzt wird, kann mit Wasserkraft auch Energie erzeugt werden. Verschiedene niederländische Wassermühlen haben früher (besonders in den Krisenjahren und während des Krieges) dazu gedient, Elektrizität zu gewinnen.
An den großen niederländischen Flüssen wurde 1958 zum ersten Mal ein Wasserkraftwerk gebaut. Das war der Staukomplex bei Hagestein in Lek. In den achtziger Jahren folgten Marik am Niederrhein und Linne sowie Lith an der Maas. Diese Kraftwerke wurden im Zusammenhang mit Stauwerken genutzt. Wobei das verfügbare Wasser für die Schifffahrt maßgeblich für die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks ist. Dadurch kann es geschehen, dass die Staudämme geöffnet werden, um den Wasserstand stromaufwärts fallen zu lassen, ohne dass das Wasser durch das Kraftwerk läuft. Oder dass das Kraftwerk außer Betrieb gesetzt wird, um die richtige Menge Wasser für die Schifffahrt zur Verfügung zu stellen. So ist bspw. das Kraftwerk beim Stausee von Lith infolge von Überschuss oder Mangel an Wasser 11 Tage im Jahr außer Betrieb.
Neben diesen vergleichsweise großen Kraftwerken wurde 1987 an der Oberijsseler Vecht bei Gramsbergen ein viel kleineres Kraftwerk gebaut. Dessen Kapazität beträgt gerade mal 100 kW bei einem maximalen Höhenunterschied von 2 Metern. Dieses Kraftwerk wurde vor allem als Demonstrationsobjekt für Turbinen gebaut, die speziell für den Gebrauch in Entwicklungsländern entworfen worden waren. Daneben ist im limburgischen Nederweert seit kurzem wieder ein altes Wasserkraftwerk von 1917 in Betrieb.
Hat Wasserenergie Zukunft in den Niederlanden?
Da die Niederlande ein flaches Land sind, wird Wasserenergie nie eine große Rolle in den Elektrizitätsanlagen unseres Landes spielen. Selbst wenn wir alle Flüsse stauen würden und deren Wasser durch Wasserkraftwerke leiten würden, so könnten doch höchstens ungefähr 5% des nationalen Energiebedarfs hierdurch gedeckt werden. Es ist technisch auf immer weniger eingreifende Weise möglich, an einer Reihe von Staudämmen an Rhein und Maas Wasserkraftwerke zu bauen. Bis vor kurzem sorgten die aktuellen Gas- und Ölpreise allerdings dafür, dass diese Kraftwerke nicht rentabel wären. Die Einführung von Ökostrom (auch grüner Strom genannt) und der Wegfall der Ökosteuern darauf seit dem 1. Januar 1998 verändern dieses Bild allerdings. Die Nord-Brabantse Energiegesellschaft (Noord-Brabantse Energie Maatschappij (PNEM)) hat nämlich vor, bei den Staudämmen Sambeek und Grave zwei neue Wasserkraftwerke zu bauen. Die neuen Kraftwerke werden zusammen 47 Mio. kWh grünen Strom liefern, ausreichend für 15.000 Haushalte. Der Bau erfordert eine Investition von 99 Mio. Gulden und bringt eine Reduzierung an CO2-Emissionen im Umfang von 29.000 Tonnen.
Zudem gibt es auch noch weit fortgeschrittene Pläne für den Import von Wasserkraft-Elektrizität aus Norwegen und sogar aus Island.
Für mehr Informationen über Wasserenergie siehe
(Links)