Wir haben eine Holzbalkendecke, die zwecks neuem Fubodenaufbau und besserer Träglast als Holz-Beton-Verbunddecke ausgeführt werden soll.
Auf der Suche nach einer Firma, die das für uns machen könnte, haben wir zwar einige „Hersteller“ dieser System gefunden, aber keinen Partner der diese auch verbaut.
Kann uns jemand eine Empfehlung für den berliner Raum geben oder einen Hinweis, wie wir einen Anbieter finden können?
Auf meine Anfrage per Mail hat bisher niemand geantwortet - von privat warscheinlich zu uninteressant. Werd vielleicht nochmal anrufen, obwohl das ja theoretisch auf das selbe Interesse stoßen müsste.
Hallo Grußloser.
Üblicherweise melde ich mich auf grußlose Anfragen, welche ich als äußerst unhöflich betrachte, nicht.
Auf eine Holzbalkendecke wird niemals im Verbund ein Beton aufgebracht! Dies schon aus Gründen der Statik nicht, da eine Betondecke, welche ihren Namen verdienen soll, mindestens 15cm dick sein muss, bei dieser Dicke zudem mit Bewehrung auszuführen ist und das Ganze dann mindestens 330kg/m² wiegen wird. Ein Novum für eine alte Holz-Tragkonstruktion.
Ein neuer Fußbodenaufbau bedient sich der vorhandenen Gegebenheiten. Diese bestehen bei der andeutungsweise von Dir beschriebenen Situation aus Holztragbalken (welche für die Tragfähigkeit stehen) und im Regelfall aus einem Blindboden, also einer alten Dielung.
Die alten Holzdielen, die können tatsächlich im Verbund mit einem Nassestrich aufgebaut werden. Hierzu bedient man sich allerdings eines Magnesiaestrichs, der im Volksmund unter „Steinholzestrich“ geführt wird. Hierbei sind Auflagegewicht, Festigkeit und Ausdehnungsverhalten in Bezug auf die Holzeigenschaften der alten Dielung weitgehend aufeinander abgestimmt.
Diese Bauart wird tatsächlich von nur wenigen Estrichlegern ausgeführt.
Allerdings ist sie nicht notwendig, wenn man entsprechend geformte Schwalbenschwanzprofile verbaut, welche mit einem Fließestrich auf Calciumsulfatbasis vergossen werden. Auch hierbei wird das Auflagegewicht des Estrichs problemlos von der Holztragbalkenkonstruktion aufgefangen. Aber es ist keine Verbundkonstruktion, welche nur wenige Vorteile, bei Häusern in Holzbauweise dagegen eine Menge Nachteile mit sich führt.
Außerdem wird man bei dieser Einbauvariante sicherlich auf ein größeres Feld von Anbietern (im Estrichgewerbe) stoßen als dem gegenüber bei Steinholzestrichen!
Bei den Metallprofilen handelt es sich um das System „Lewis-Schwalbenschwanzplatten“.
Der Vertrieb erfolgt über Spillner Consult GmbH, Hamburg.
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Mit einem freundlichen Gruß (damit Du den vielleicht bei zukünftigen Anfragen ebenfalls im Zuge des Anstandes übernimmst): Klaus