Hallo!
Ich bin vielleicht nicht sooooo der Fachmann, da ich aber das Tischlerhandwerk gelernt habe, interessiert dich meine Meinung ja vielleicht?!
Man muss da ganz klar zwischen Handwerk und Industrie differenzieren.
Das Handwerk wird es in Zukunft nach wie vor sehr schwer haben, eben weil die Industrie immer stärker im Nacken sitzt.
Früher gingst du zum Tischler, wenn du zum Beispiel einen Schrank brauchtest der nicht den „Normmaßen“ entsprach, heute kannst du dir in jedem guten Einrichtungshaus einen Schrank so zusammenstellen lassen wie du in benötigst. Und das zu einem Preis, den der Handwerksbetrieb dir wahrscheinlich nicht bieten kann.
Die Individualität für die das Tischlerhandwerk einmal stand, kann die Industrie dir heute immer mehr bieten. Richtig guter handwerklicher Möbelbau ist heute kaum noch bezahlbar ( aber ich bin froh, das ich ihn erlernen konnte).
Lohnt es sich noch zu investieren oder gehts der Branche so
wie der Mode- und Textilfertigung?
Dem Tischlerhandwerk wird es so ergehen, aber die Industrie wird davon provitieren.
ein Zentrum der europ. Möbelindustrie ist ja Ostwestfalen. (Ein Beispiel eines vom Namen her sicher nicht allzu bekannten Marktführers aus der Gegend: http://www.schieder.com/)
In der Region sind auch viele Beschlaghersteller aus der Zulieferkette etc. zu finden (z.B. http://www.hettich.com/).
Dort ging meines Erachtens die Pleitewelle schon ab Ende der 90er unter hohen Arbeitsplatzverlusten massiv drüber.
Das Grundproblem war hausgemacht:
Falsche Produktstrategie: Viele, gerade der großen Firmen hatten auf Massengeschäft gesetzt und konnten dem Preiskampf mit Osteuropa nicht standhalten.
Zwei Strategien waren auch hier recht erfolgreich:
a) Eigene Verlagerungen in Billiglohnländer
b) Spezialisierung auf hochwertige Produkte.
Das ist aber natürlich nichts neues für den Standort D, weshalb es sich in meinen Augen lohnt, auch hier jedes Unternehmen einzeln nach seiner Strategie zu analysieren. Es gibt auch heute sehr erfolgreiche Möbelhersteller in D…