Holzbekleidung hinterlüften?

Hallo!

In meinem neuen Bad möchte ich keine Fliesen und habe deshalb beschlossen, auch die Duschkabinen-Rückwände mit demselben Bambusparkett zu verkleiden, wie auf dem Boden (Stabparkett 15mm dick, massiv). Dafür möchte ich die Stäbe zu einer großen genau passenden Platte zusammenleimen (Nut&Feder) und dann kräftig ölen (ggf. erst nach den Silikonabdichtungen). Mit BioPin Bootsöl. Es gibt von BioPin auch einen passenden Bootslack, den man auf die erste Ölschicht noch drübermachen könnte.
Da ich keinen zusätzlichen Platz habe, soll diese 1,5cm dicke massive Platte direkt - oder mit 2mm Kunststoffdämmung (Trittschall o.ä.) drunter - auf die Wand geschraubt/gehängt werden. Also so, dass man es mit wenig Aufwand wieder abnehmen könnte.
Wandaufbau drunter: Zementputz, „flüssige Folie“ zum kompletten Abdichten im Duschbereich.
Ich denke, eine 1,5cm starke Platte, die nur gut geölt ist, wird bei einer Dusche nie soviel Wasser aufnehmen können, dass es hinten runtersifft. Und danach kann die Sache ja wieder trocknen, da die Oberfläche ja nicht lackiert/versiegelt ist.

Bambus hat übrigens ein geringeres Quell/Schwind usw. Verhalten als z.B. Eiche.

Jetzt meine Fragen:

  • Hat jemand Erfahrung mit sowas? Also Holz direkt auf einer Wand, egal ob in Feuchtraum oder woanders?

  • Ist Lackieren dann „gefährlicher“ weil die Feuchte schlechter raus kann?

  • Wie gesundheitsverträglich wäre alternativ eine Epoxidharz-Beschichtung? Gibt ja sogar Holzbadewannen mit so 'ner Beschichtung. Wäre halt 'ne mords Sauerei. Würde aber schön glänzen…

Hab auch mit dem Gedanken gespielt, eine Plexiglas/Polycarbonatplatte zu nehmen, die hintendrauf schön (mit Motiv?) zu lackieren und mit kleinem Spalt auf eine Trägeplatte montiert zu verwenden.
Was wäre da besser: Bambus oder das ganz dichte Plexi?

Bitte keine Vorschläge für Fliesen (Holzoptik etc.) Ich will sowas definitiv nicht!! Tadellakt oder ähnliches „fest an die Wand gebappte“ kommt auch nicht in Frage. Ist zwar EG-Whg., aber wer einmal Fliesen runtergeschlagen hat… *neeeeniewieder*

Gruß
Andrea

Das alles hört sich recht konfus an - der Fragesteller möge es mir nicht nachtragen!

In meinem neuen Bad … keine Fliesen … die Duschkabinen-Rückwände mit Bambusparkett zu verkleiden, wie auf dem Boden (Stabparkett 15mm dick, massiv)… die Stäbe zu einer großen genau passenden Platte zusammenleimen (Nut&Feder) .

Parkettmaterialien werden grundsätzlich nicht in Nassbereichen eingesetzt. Schon garnicht in nassbelasteten Wandbereichen!

… und dann kräftig ölen (ggf. erst nach den Silikonabdichtungen)

Eine geölte Oberfläche von Parkettholz und auch Gräsern (wie Bambus) kann keinesfalls den Feuchteaustausch (Stichwort: Sorptionsisotherme) über die feuchte Raumluft verhindern!

Da ich keinen zusätzlichen Platz habe, soll diese 1,5cm dicke massive Platte direkt - oder mit 2mm Kunststoffdämmung (Trittschall o.ä.) drunter - auf die Wand geschraubt/gehängt werden.

Trittschall-Dämmplatten sind meist federnde Unterlagen und haben daher eine nicht allzu große Eigen- oder Reißfestigkeit. Das ist auch nicht ihre „klassische“ Belastungsart.
Keine derartige Unterlage ist in der Lage, das feuchtebedingte Verformungsbestreben von Parkett, auch nicht Bambus, nur annähernd aufzuhalten! Die Spannungen werden bei Feuchtebeanspruchung des Bambus derartig groß werden und die Unterlage verbiegen, dass es „eine Freude ist“.

Also so, dass man es mit wenig Aufwand wieder abnehmen könnte.

Das wird auch notwendig sein. Bereits nach wenigen Wochen. Ganz sicher!

Ich denke, eine 1,5cm starke Platte, die nur gut geölt ist, wird bei einer Dusche nie soviel Wasser aufnehmen können, dass es hinten runtersifft.

Darum geht es hier auch nicht.
Stichwort hierzu: Wasserdampfabsorption in das Material selbst, und zwar über die Oberfläche.

Und danach kann die Sache ja wieder trocknen, da die Oberfläche ja nicht lackiert/versiegelt ist.

Aha! Wenn Feuchtigkeit von innen nach außen kann (trocknen), dann kann sie auch umgekehrt von außen nach innen dringen! (Und das wird sie auch tun).

Bambus hat übrigens ein geringeres Quell/Schwind usw. Verhalten als z.B. Eiche.

Stimmt, ist aber hier eher unbedeutend. Hier wird ein Parkettwerkstoff zweckentfremdet eingesetzt! Das funktioniert mit großer Wahrscheinlichkeit weder so noch anders herum.

Jetzt meine Fragen:

  • Hat jemand Erfahrung mit sowas? Also Holz direkt auf einer Wand, egal ob in Feuchtraum oder woanders?

Mehrere hunderttausend m² Echtholz und Paneele-Elemente hängen in deutschen Stuben und schmücken Wände wie auch Decken. Es gibt da sicher ausreichendes feedback. In Nassräumen dagegen können nur Verbundwerkstoffe mit feuchteunempfindlichem Aufbau schadensfrei eingesetzt werden.

  • Ist Lackieren dann „gefährlicher“ weil die Feuchte schlechter raus kann?

Lacke haben einen geschätzten sD-Wert von 20m Luft. Feuchtigkeit wird schneller hindurchdiffundieren, als man einen Apfel zu schälen in der Lage ist …

  • Wie gesundheitsverträglich wäre alternativ eine Epoxidharz-Beschichtung?

EP-Materialien sind bekanntermaßen für (dauer)nassbelastete Bereiche nicht geeignet (Stichwort: Keimbildung)

Gibt ja sogar Holzbadewannen mit so 'ner Beschichtung.

Falsch! Das ist Acryl, also Polymethylmethacrylat!

Hab auch mit dem Gedanken gespielt, eine Plexiglas/Polycarbonatplatte zu nehmen, die hintendrauf schön (mit Motiv?) zu lackieren und mit kleinem Spalt auf eine Trägeplatte montiert zu verwenden.

Plexiglas (Acrylglas) ist kein Polycarbonat.
Ersteres wird sich wahrscheinlich nur widerwillig im Nachhinein lackieren lassen, der Werkstoff wird meist im Zuge der Extrusion durchgefärbt. Zweiteres ist mir nicht bekannt.

Was wäre da besser - Bambus oder das ganz dichte Plexi?

Ob der Charme einer monokolorierten oder farblos-transparenten Plexiglasplatte mit einer Bambusoberfläche nur annähernd verglichen werden kann, mag dahingestellt bleiben. Rein technisch gesehen wäre eine Kunststoffscheibe aber eine der sicheren Entscheidungen, wenn -doch das hatten Sie beschrieben- der Wandbereich zuvor gegen Feuchtigkeit entsprechend der Beanspruchungsklasse abgedichtet wurde.
-.-.-.-.
mfg - Klaus -

Lieber Klaus,
wir sollten noch nachfragen, wo die Duschkabine steht.
Steht sie an einer Außenwand,
wird die Hinterlüftung nichts nützen,
weil sich der Taupunkt nach innen verschiebt.
Ansonsten hast Du ja schon alles erklärt.

Hi!

Parkettmaterialien werden grundsätzlich nicht in Nassbereichen
eingesetzt. Schon garnicht in nassbelasteten Wandbereichen!

Stimmt nicht. Es kommt immer auf das Holz drauf an. Schon mal Segelboote genauer betrachtet? Wenn Holzaufbauten auf Booten nicht wegschimmeln, dann tut es ein Parkettboden aus geeignetem Holz (und das ist Bambus) im Bad erst recht nicht.

Ich weiß nicht, was andere Leute in ihren Bädern für Wasserschlachten veranstalten. Aber bei mir steigt die Feuchtigkeit höchstens dann kurzfristig an, wenn geduscht oder gebadet wird. Ansonsten 50-60% lt. Hygrometer. Aber selbst diese Spitzen lassen sich mit ‚nicht alles zukacheln, sondern tapezieren‘ bzw. Baumwollputz in den Griff kriegen. Beschlagene Spiegel kenne ich jedenfalls von meinem bisherigen Bad kaum noch. Außerdem bin ich durchaus in der Lage, beim Duschen einen Vorleger zu benutzen und am Waschtisch ein paar stehende Tropfen schnell mal wegzuwischen.

Eine geölte Oberfläche von Parkettholz und auch Gräsern (wie
Bambus) kann keinesfalls den Feuchteaustausch (Stichwort:
Sorptionsisotherme) über die feuchte Raumluft verhindern!

Das soll sie auch gar nicht, im Gegenteil. Feuchtigkeit kurzfristig aufnehmen und danach wieder genausoschnell trocknen können. Darum geht es. Vielleicht war das ja aus dem ‚konfusen‘ Posting auch nicht lesbar.

Trittschall-Dämmplatten sind meist federnde Unterlagen und
haben daher eine nicht allzu große Eigen- oder Reißfestigkeit.

Na und? Wo steht, dass ich das brauche? Es ginge hier lediglich um eine Dämpfung zur harten Wand, da die Sache ja geschraubt und nicht festgeklebt werden soll. Also eher zur Schalloptimierung… Müßte man austesten…

Ich denke, eine 1,5cm starke Platte, die nur gut geölt ist, wird bei einer Dusche nie soviel Wasser aufnehmen können, dass es hinten runtersifft.

Darum geht es hier auch nicht.

Doch, genau darum geht es mir. Aber ich denke, Du hast hier mein Posting komplett mißverstanden. Ich will nicht verhindern, dass Feuchte eindringt (Öl behindert zwar, aber verhindert nicht), sondern ich will wissen, ob z.B. bei einer 10-minütigen Dusche soviel Wasser ins Holz dringen/durchdringen könnte, dass es dahinter an einer etwas kühleren Wand mords den ‚Niederschlag‘ gäbe. Kondenswasser welches über nicht 100% dichte Anschlüsse rundherum eindringt mal abgesehen. Aber das sollte ja auch wieder ‚rauskommen‘.

Bambus hat übrigens ein geringeres Quell/Schwind usw. Verhalten als z.B. Eiche.

Stimmt, ist aber hier eher unbedeutend. Hier wird ein
Parkettwerkstoff zweckentfremdet eingesetzt!

Was spielt es für eine Rolle, ob die Platte schon in einem Stück geliefert oder erst aus Einzelstäben zusammengeleimt wird? Bambus (und auch Teak etc.) sind ja keine expliziten Parkettwerkstoffe, nur weil sie auch dafür verwendet werden können.

Mehrere hunderttausend m² Echtholz und Paneele-Elemente hängen
in deutschen Stuben und schmücken Wände wie auch Decken.

Danke, das war mir natürlich nicht bewußt. Und ich denke, dass diese 100.000 m² auch alle auf eine Unterkonstruktion genagelt sind…

Plexiglas (Acrylglas) ist kein Polycarbonat.

Das weiß ich, deswegen auch Plexiglas ‚Schrägstrich‘ (gleichzusetzen mit oder) Polycarbonat. PC wird z.B. für Brillengläser benutzt und ist kratzunempfindlicher als Acryl…

Ersteres wird sich wahrscheinlich nur widerwillig im
Nachhinein lackieren lassen, der Werkstoff wird meist im Zuge
der Extrusion durchgefärbt.

Hä? Schon mal die durchaus durchsichtigen Platten im Baumarkt stehen sehen???

Zweiteres ist mir nicht bekannt.

PC nicht bekannt??? Siehe oben.

Ob der Charme einer monokolorierten oder farblos-transparenten
Plexiglasplatte mit einer Bambusoberfläche…

Übrigens kann man z.B. Modellautos aus Lexan (ist glaub ein Markenname für PC?) sehr schön von innen mit geeigneten Farben lackieren. Kommt durch die durchsichtige Schicht darüber dann sehr schön. Und ja: es ist sogar möglich da schöne Blumenaufkleber oder sonstige Motive draufzumachen. Oder Airbrush… oder oder oder… nix monocoloriert…

PS: Es handelt sich um drei Wände: 1 Trennmäuerchen im Raum aus Porenbeton, eine dicke Treppenhauswand und eine zum Flur.

Gruß
Andrea

Andere Lösungsmöglichkeit

Hallo!

Servus,

In meinem neuen Bad möchte ich keine Fliesen und habe deshalb
beschlossen, auch die Duschkabinen-Rückwände mit demselben
Bambusparkett zu verkleiden, wie auf dem Boden (Stabparkett
15mm dick, massiv)

Frage: 920x92x15mm? 3-schichtig horizontal (wenn ja - mittlere Schicht um 90° versetzt oder gleiche Richtung wie die Deckschicht) oder 1-sch. vertikal (Industrie Hochkantlamelle)?

Falls du ein mehrschichtiges Produkt hast ist der Weg kurz und schmerzvoll für dich, da beendet. Es liegt an der unterschiedlichen Ausdehnung der Schichten. Ein Abreißen der Klebstoffschichten innerhalb des Parketts ist mehr als wahrscheinlich. Mehrschichtiges Parkett in Bädern zu verarbeiten ist finanzieller Selbstmord. Dagegen kannst du beruhigt massives Holz (meistens Teak) mit speziellen Dichtungsmassen an allen Fugen verklebt verlegen da die Quellung einheitlich in einer Richtung vonstatten geht.
http://www.meinparkett.at/index.php?zone=b&e=2&i=45
Nicht von der Werbung irritieren lassen :smile:)

Du könntest jetzt - wenn massiv - die verleimte Platte mit Gratleisten am verbiegen hindern und gleichzeitig damit an der Wand einhängen. Nachteil: Der gesamte Aufbau wird ca. 6 cm.

An die Experten Ole und Klaus,
könnt Ihr mit dieser Lösung konform gehen oder habe ich irgend etwas übersehen - außer dem handwerkliche Geschick von Andrea?
Martin

ist schon lustig–ich bin gerade dabei,die fichte/tanne holzverkleidung im bad komplett wieder ab zu bauen,war seit 1981 montiert.
wir hatten damals mehrere wasserschäden im bad und deshalb die holzverkleidung gewählt,weil man da dann wieder dran kam,um ne neue leitung zu legen.
das holz war auf einer lattenkonstruktion genagelt mit öffnungen unten und oben und ich kann keinerlei fäulnis oder anderes feststellen,der untere teil der dusche(wanne)war mit silikon ab gespritzt,zwar etwas schwarz verfärbt,aber nicht vergammelt.
das holz war nicht behandelt,weder mit öl,noch mit wachs.

@ Martin
Hier gerne meine Antwort:
Die Fragestellerin „Andrea“ beschrieb die Ausgangssituation wie folgt:

„…und habe deshalb beschlossen, auch die Duschkabinen-Rückwände mit demselben Bambusparkett zu verkleiden, wie auf dem Boden (Stabparkett 15mm dick, massiv).“

Das heißt: geplant war/ist die Verwendung eines für den Fußbodenbereich herstellerseitig ausgelobten Bambus-Massivparketts im spritzwasserbelasteten Wandbereich. Bei einer regelmäßigen Badnutzung kann zudem eine stetige Auffeuchtung des Werkstoffs über die nutzungsbedingt immer etwas höhere Luftfeuchtigkeit nicht ausgeschlossen werden.

Dass nun in einer der letzten Berichte Bezug genommen wurde auf eine eher übliche Holz-Wandvertäfelung in nicht spritzwasserbelasteten Bereichen, verändert die Situation nur marginal.

Dafür möchte ich die Stäbe zu einer großen genau passenden Platte zusammenleimen (Nut&Feder) und dann kräftig ölen…"

Bambus-Massivparkett besteht -ähnlich wie Hochkant-Lamellenparkett- aus miteinander verleimten Holz- (hier: Gras-)Schichten.
Insofern ist der neue Warn-Hinweis auf ein „mehrschichtiges Parkett“ und die möglichen Auswirkungen, welche durch Feuchtigkeit in Verbindung mit dem Verformungsbestreben des Bambus bis hin zur ungünstigen Beeinflussung der Leimverbindung zwischen den Grasstäben auftreten können, durchaus berechtigt!

Falls du ein mehrschichtiges Produkt hast, ist der Weg kurz und schmerzvoll für dich, da beendet.

So ähnlich beschrieb ich es bereits.
Doch wir Experten können in diesem Forum nur unsere fachlichen Hinweise geben.
Wir haben keine missionarischen Aufgaben zu erfüllen.
Insofern vermögen wir in diesem Fall auch nicht zu verhindern, dass die flächige Fügung einiger Bambus-Massivelemente, fixiert auf einer elastischen Trittschall-Dämmunterlage, auch Anwendung in spritzwasserbelasteten Bereichen einer Dusche finden kann.
Wir Sachverständige bezeichnen Derartiges als „Sonderkonstruktion“, dessen Funktion sich in der Praxis bisher noch nicht bewährt hat…

mfg - Klaus -

Hi!

Danke für die rege Beteiligung.
Also es handelt sich um Stäbe 960 x 96 x 15mm, hochkant/vertikal, also einschichtig. Im Prinzip sowas wie Leimholz. Mit Nut&Feder. Auf der Rückseite sind diese Vertiefungen längs eingefräst.

@Klaus
der Hersteller bietet auch Platten in dieser Bauweise an, die dann nicht herstellerseitig als Parkett ausgelobt sind. Verwendungszweck u.a. Küchenfronten…
Und nein, wie bereits geschrieben, in meinem Bad gibt es KEINE dauerhaft erhöhte Luftfeuchtigkeit! Es sind riesen Fenster vorhanden und auch sonst wird die Wandbekleidung (Baumwollputz) Feuchtespitzen gut abfangen können… Jedenfalls wird die Belastung - bis auf Duschen - auch nicht höher sein als in der Küche.
Und von einer „Fixierung“ auf Trittschalldämmung war auch nie die Rede. Die sollte lediglich den Spalt ausfüllen, der entsteht, wenn man die Platte auf Schienen an die Wand hängt (dachte an Kork). Ginge aber auch ohne.

Das Beispiel mit der Fichte zeigt ja, dass es geht…

Habe dieses Vorhaben auch gegenüber dem Parkettleger erwähnt und von dem kamen keinerlei Einwände. Wenn Holz/Gras im Bad wirklich so schlimm wäre, hätte der doch sofort was gesagt…

Naja, dann werd ich jetzt einfach mal ein paar Stäbe zusammenkleben, ölen, diese auf den Balkon in den Regen stellen, wieder rein an die Heizung holen und gucken was passiert… Wenn es sich nach wiederholter Prozedur nicht oder nur minimal verzieht, ist die Sache ja wohl auch für weniger Belastung geeignet… :smile:

Gruß
Andrea

Hallo Klaus,

wenn Andrea die Bambusstäbe verleimt (D4) und mittels einer Gratleiste am Werfen hindert müsste die Sache in der Fläche eigentlich klappen. Mein gedankliches Problem sind die Ecken. Die Gratleiste soll ja das Quellen und Schwinden zu lassen (da es - wie Du, Ole und ich wissen - passiert). Bei der Rückseite der Dusche kann dann aber die mittlere Platte zwar schwinden aber nicht quellen (da ist ja dann die Seitenplatte li + re). Die Ecken müssen aber auch noch dicht gemacht werden. Das Silikon wird aber beim Schwinden abreißen. Hast Du da noch eine Idee?
@ Andrea
Wie Du merkst viele Probleme - aber wir arbeiten daran. Allein die Hoffnung stirbt zuletzt.
Martin
dem langsam doch die Ideen ausgehen.

Das grundsätzliche Problem ist: hier betritt man „Neuland“. Ich hatte es mit anderen Worten als „Sonderkonstruktion“ beschrieben.
Parkettwerkstoffe gehören nun einmal nicht an die Wand einer Dusche.
Und wenn die Fragestellerin mit einem unüberhörbaren Unterton ausführte, dass Holzwerkstoffe auch im Bootsbau schadensfreien Einsatz finden, dann wird hierdurch nur verdeutlicht, dass die Unterschiede zwischen mehrschichtig wasserfest verleimten und abgesperrten (Sperrholz)Schichten mit dekorativem Furnier einerseits und Massivholz (oder hier: Bambus) andererseits ignoriert wurden.

Nun kennen wir nicht die tatsächliche Feuchtigkeitsbelastung über Wasser in Tropfenform und auch nicht jene in Dampfform.
Auch kennen wir nicht die tatsächliche Quellung und Ausdehnung bei massivem (aus Einzelstäben zusammengeleimtem) Bambus!
Das Ganze ist und bleibt bei diesen Ausgangsbedingungen Spekulation und ein Spiel mit einem gewissen Risiko.
Nur eines an dieser Stelle:
Dass sich die mittlere von mehreren Platten, Stäbe oder Elementen quellungsbedingt nicht ausdehen soll, nur weil die „Nachbarstäbe“ sie daran hindern würden - dass kann ich bei aller mir nachgesagten Phantasie nicht vorstellen. Physikalisch jedenfalls dürfte diese Vermutung nicht zu untermauern sein.

Die Ecken müssen aber auch noch dicht gemacht werden. Das Silikon wird aber beim Schwinden abreißen.

Also bei Parkett und Laminatböden habe ich da andere Erfahrungen gemacht. Teilweise war die Adhäsion zwischen der elastischen Fugmasse und Belagoberfläche (Parkett/Laminat) dermaßen groß, dass die Adhäsion zu einer Behinderung des Ausdehnungsverhaltens der Oberbeläge führte. Die in ihrem Längenänderungsbestreben behinderten Elemente bauten ihre Spannung als riesige Beule notgedrungenermaßen in der Fläche ab.
In diesem hier diskutierten Fall sind die Längen/Strecken jedoch gering. Und damit auch die absolute Längenänderung. Zugegeben.

@ Andrea
Wie Du merkst viele Probleme - aber wir arbeiten daran. Allein die Hoffnung stirbt zuletzt.

Nur am Rande aus meiner eigenen Gutachterpraxis:
bei einer selbstverlegten Massivparkettfläche wurde durch den Bauherrn (als DIY-er) auf die Ausbildung einer Randfuge verzichtet. Die braucht man halt nicht, und so siehts ja auch schöner aus…
Das Parkett hatte letztlich den Außenwandgiebel um 5cm eingedrückt. Berechtigt große Aufregung, Evakuierung des Hauses wegen Einsturzgefahr, Einsatz eines Statikers und umfangreichste Sanierungsmaßnahmen.
Das bitte nur zum Thema: ach, das kann ich doch auch…

Mit diesem letzten „Unkenruf“ grüßt: - Klaus -

Hallo Martin,

wenigstens einer, der dran glaubt :smile: Danke.

wenn Andrea die Bambusstäbe verleimt (D4)

So war das geplant. Könnte alternativ auch eine fertige Platte nehmen und zusägen. Die Stäbe kann ich aber vorher versuchshalber zusammenstecken, an die Wand stellen und bei „Fehlsägung“ noch austauschen. Ne ganze Platte wäre futsch…

Gratleiste am Werfen hindert müsste die Sache in der Fläche
eigentlich klappen.

Die größte Fläche (Mitte vom U) wären 140cm x 210cm. Mittendrin Unterputzarmatur und Duschstange. Da müßte man gucken, ob man das „fixierend“ nutzen kann, weil in der Mitte oder möglichst viel abgedichteten Abstand um die Schrauben läßt… Die anderen Seiten je 90cm x 210cm. Allerdings müßte man da auch prüfen, ob man das durch die Glastürprofile/Scharniere fest mit der Wand verschraubt oder zb. mit Silikonfuge zwischen Ecke und Türe frei beweglich lässt…

Wie muss ich mir diese Gratleiste vorstellen? Dachte eigentlich an Aluleisten, die entweder durchgängig oder kurz unterbrochen quer an drei oder vier Stellen der Platte rückseitig aufgeschraubt sind. Gegenstücke dann auch Aluleisten an die Wand gedübelt zum Einhängen. So könnte sich das Ganze rel. frei bewegen.

Was das Quellen angeht: Da die Platten 1,5cm dick sind, habe ich in jeder Ecke auch fast soviel Platz zum freilassen. Der würde zumindest bei der breiteren Rückwand rechts und links durch die davorgesetzten schmalen Platten verdeckt (U-förmig das Ganze, Mitte breit… verständlich?) Die schmalen Platten hätten dann halt nur noch die Silikonfugenbreite in die eine Richtung (oder ggf. auch zur Türe hin) . Die insg. ca. 2cm Hohlräume würd ich evtl. mit diesen Schaumstoffstreifen ausstopfen und erst obendrüber die Silikonfugen. Dürfte die Ausdehnung nicht so gravierend behindern.

Und wenn man bei einer Parkettbreite von 4-6m außenrum nur 1,5cm Dehnfuge läßt - dann dürfte das bei nur 1,4m ja wohl dicke reichen, oder?

Außerdem bin ich ja noch frei in der Entscheidung ob ich die „Maserung“ senkrecht oder waagerecht verbaue. Das macht bei den Ausdehnungs-Dimensionen auch noch einen Unterschied. Muss nochmal nachlesen, da stand mal irgendwo was, dass sich Bambus anders als Holz dehnt (glaub mehr in die Breite)…

Falls noch Tipps hast, immer gern. Danke! :smile:

Gruß
Andrea

Hi!

Das grundsätzliche Problem ist: hier betritt man „Neuland“.

Schon klar. Bin aber durchaus experimentierfreudig. :wink:

Parkettwerkstoffe gehören nun einmal nicht an die Wand einer
Dusche.

Ich würd mich mal nicht so an dem „Parkett“ aufhängen. Es ist nichts anderes als eine große (Möbelbau)Platte, die in kleine Teile zersägt wurde und jetzt wieder zusammengeleimt wird…

Unterschiede zwischen mehrschichtig wasserfest verleimten und
abgesperrten (Sperrholz)Schichten mit dekorativem Furnier…

Ist mir neu, dass die Teakböden auf Booten oder die Gartenmöbel mehrschichtig sind… Kenne das eher von Holzbooten, die mit mehreren Schichten Glasfaser und Epoxy überzogen sind…
Aber man lernt ja nie aus :wink:

Nun kennen wir nicht die tatsächliche Feuchtigkeitsbelastung

Naja, wie schon gesagt: durchschnittlich wie eine Küche.

Auch kennen wir nicht die tatsächliche Quellung und Ausdehnung
bei massivem (aus Einzelstäben zusammengeleimtem) Bambus!

Kann man in den Datenblättern des Herstellers (Bambeau, Moso…) nachlesen.

Das Ganze ist und bleibt bei diesen Ausgangsbedingungen
Spekulation und ein Spiel mit einem gewissen Risiko.

No Risk, no Fun…

Dass sich die mittlere von mehreren Platten, Stäbe oder
Elementen quellungsbedingt nicht ausdehen soll,

Davon war eigentlich nie die Rede, hab ich etwa vergessen, die geplanten Dehnungsfugen zu erwähnen? Mir ist durchaus bewußt, welche Gewalt Holz haben kann.

bei einer selbstverlegten Massivparkettfläche wurde durch den
Bauherrn (als DIY-er) auf die Ausbildung einer Randfuge
verzichtet. Die braucht man halt nicht, und so siehts ja auch
schöner aus…

Da stimme ich gern zu: wer sowas macht, ist schlichweg zu bemitleiden… :smile:
Wenn man einmal gesehen hat, wie sich sogar die mit „Fototapete beklebte Pressspanplatte“ (Laminat) auf 6-7m Länge im Jahreszeitlichen Wechsel verhält, der ist froh, wenn da beim Verlegen eine ausreichende Fuge eingehalten wurde…
…und würde nie auf die Idee kommen, echtes Holz irgendwo einquetschen zu wollen…

Grüßle
Andrea

Hallo Martin,

Servus,

wenigstens einer, der dran glaubt :smile: Danke.

Schau´mer mal dann seng´mas scho.

wenn Andrea die Bambusstäbe verleimt (D4)

So war das geplant. Könnte alternativ auch eine fertige Platte
nehmen und zusägen. Die Stäbe kann ich aber vorher
versuchshalber zusammenstecken, an die Wand stellen und bei
„Fehlsägung“ noch austauschen. Ne ganze Platte wäre futsch…

OK - das mit den Stäben. :smile:)

Die größte Fläche (Mitte vom U) wären 140cm x 210cm.
Mittendrin Unterputzarmatur und Duschstange. Da müßte man
gucken, ob man das „fixierend“ nutzen kann, weil in der Mitte
oder möglichst viel abgedichteten Abstand um die Schrauben
läßt… Die anderen Seiten je 90cm x 210cm. Allerdings müßte
man da auch prüfen, ob man das durch die
Glastürprofile/Scharniere fest mit der Wand verschraubt oder
zb. mit Silikonfuge zwischen Ecke und Türe frei beweglich
lässt…

Grundsätzliches: Du hast ja inzwischen mitbekommen wie das mit dem Quellen und Schwinden beim Holz ist. Wenn Du die Mitte der Platte (Wasseranschluß) fixierst müssen die Ränder frei beweglich bleiben. Für diesen Zweck haben die Altvorderen die Gratleiste erfunden.
http://www.holz-technik.de/html/praxis/body_grat01.html
Wenn Du diese Leiste etwas anpasst in dem Du von beiden Seiten konisch zur Mitte hin"auffädelst" kann die Mitte fixiert werden und gleichzeitig die Ränder arbeiten. Ich pers. würde die Mauer abdichten und die Bambusplatten ohne Dichtung vorsetzen. Damit kann die Platte sich auch hinten anfeuchten und den Verzug gleichmäßiger ablaufen lassen. An der Gratleiste kannst Du die Platten auch an der Wand aufhängen.

Wie muss ich mir diese Gratleiste vorstellen? Dachte
eigentlich an Aluleisten, die entweder durchgängig oder kurz
unterbrochen quer an drei oder vier Stellen der Platte
rückseitig aufgeschraubt sind. Gegenstücke dann auch
Aluleisten an die Wand gedübelt zum Einhängen. So könnte sich
das Ganze rel. frei bewegen.

Um Gottes Willen ja nicht!!!
Wenn Du die Platten an mehreren Stellen fixierst (Aluleiste mit 3 od. 4 Schrauben) wird die Platten reißen.

Was das Quellen angeht: Da die Platten 1,5cm dick sind, habe
ich in jeder Ecke auch fast soviel Platz zum freilassen. Der
würde zumindest bei der breiteren Rückwand rechts und links
durch die davorgesetzten schmalen Platten verdeckt (U-förmig
das Ganze, Mitte breit… verständlich?) Die schmalen Platten
hätten dann halt nur noch die Silikonfugenbreite in die eine
Richtung (oder ggf. auch zur Türe hin) . Die insg. ca. 2cm
Hohlräume würd ich evtl. mit diesen Schaumstoffstreifen
ausstopfen und erst obendrüber die Silikonfugen. Dürfte die
Ausdehnung nicht so gravierend behindern.

Und wenn man bei einer Parkettbreite von 4-6m außenrum nur
1,5cm Dehnfuge läßt - dann dürfte das bei nur 1,4m ja wohl
dicke reichen, oder?

Parkett - wenn massiv - wird auch mit Parkettklebstoff auf den Estrich geklebt. Nur mehrschichtige Aufbauten können schwimmend verlegt werden. Auch da reduziert sich das Schwundverhalten.

Außerdem bin ich ja noch frei in der Entscheidung ob ich die
„Maserung“ senkrecht oder waagerecht verbaue. Das macht bei
den Ausdehnungs-Dimensionen auch noch einen Unterschied. Muss
nochmal nachlesen, da stand mal irgendwo was, dass sich Bambus
anders als Holz dehnt (glaub mehr in die Breite)…

Das wäre mir neu - bin aber für jede Info dankbar.

Gruß
Andrea

Hut ab vor dem Mut.
Martin

Hi nochmal,

Schau´mer mal dann seng´mas scho.

Aha, ein Bajuware :smile:

Danke für die Beschreibung der Gratleiste, wieder was dazugelernt! Das müßte ich aber glaub dann zum Schreiner bringen. Hab zwar seit mind. 10 Jahren 'ne Oberfräse aber das gute Stück noch nie benutzt *schäm* OK, vielleicht sollte ich doch mal damit anfangen. :wink:

Das mit der durchgehenden Aluschiene hab ich so gar nicht bedacht: Klar, dass die natürlich auf dem Holz nicht an einem Stück sein dürfte, an der Wand dagegen schon („Laufschiene“)!! Also immer nur ein max. 5-10cm langes Stück auf die Platte und davon halt mehrere…
Oder die Gratleiste…

Danke!

Schöne Grüße vom Bodensee,
Andrea