Holzbienen im Haus

Hallo
Seid mindestens letzten Jahr haben wir Probleme mit Holzbienen. Leider stehen diese unter Naturschutz somit könnte uns der Kammerjäger nicht weiter helfen.
Das Problem ist, das die sich scheinbar in unserer Dachkonstruktion ihr Nest bauen.
Zur Mittagszeit fliegen auf der Terrasse immer mindestens 5 bis 10 von ihnen umher.
Aber das größte Problem ist das sich täglich mindestens zwei in mein Zimmer (und vermutlich noch mehr auf den Dachboden, denn da lagen letzten Herbst 6 Tote Holzbienen) verirren, man hört sie dann meist schon ne Viertel Stunde vorher wie sie unter der Deckenpaneele rum Summen.
Hat jemand von euch evtl eine Idee wie man sie vertreiben oder evtl. umsiedeln kann?

Dann könnte man doch herausfinden, wo sie ins Dach kommen und diese Stelle mit einem Netz verschließen ?
Udo Becker

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Hi @jojo_finchen,

frag einfach bei dem für euch zuständigen Landesimkerverband nach: https://deutscherimkerbund.de/171-Die_Imker_Landesverbaende
Die schicken einen Experten vorbei, der sich die Sache mal ansieht und euch berät, ob eine Umsiedlung möglich ist, was dafür nötig ist und unternommen werden kann.

Schöne Grüße
Stefanie

Hallo Stefanie,

warum sollten ausgerechnet Imker sich mit Holzbienen auskennen?

Schöne Grüße

MM

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Holzbienen, also Xylocopa sind solitäre Bienen, die in Totholz nisten. Wenn ihr irgendwo mehr morsches Holz habt, dann kann das schon sein. In einem gut erhaltenen Dachstuhl aber wohl eher nicht. Es sei denn, ihr habt ein altes Holzhaus.
Dass sie irgendwann mal statisch bedenklich werden, ist eher unwahrscheinlich.
Warum man jetzt an gewissen Stellen vermehrt tote Insekten einer Art findet, kann verschiedene Gründe haben.

Servus,

das hier

scheint mir für @jojo_finchen ein ganz wichtiger Punkt zu sein: Sie hat offenbar nicht Probleme mit Holzbienen, sondern Probleme mit einem Dachstuhl, der an irgendeiner nicht so offen sichtbaren Stelle dabei ist, ihr über dem Kopf wegzugammeln, und wird den Tieren unter Umständen dankbar sein, dass sie sie rechtzeitig gewarnt haben, dass da was im Argen ist.

Es ist jetzt dringend geboten, den gesamten Dachstuhl und den Dachboden, soweit aus Holz, einschließlich schwer zugänglicher oder durch Täfer verdeckter Teile sorgfältig zu inspizieren. Holz in einem für Holzbienen attraktiven Zustand wird für das Dach schneller, als man es gerne hätte, zu einem Riesenproblem.

Schöne Grüße

MM

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Danke für den Tipp. Dem werde ich auf jeden Fall mal nachgehen.
Allerdings sollte es nach gerade mal 25 Jahren noch keine Probleme mit dem Holz geben. Der Kammerjäger meinte auch, dass sich die Holzbienen vermutlich eher die Dämmung zum Überwintern herausgesucht haben, da das Holz gegen Insekten geschützt sein sollte.

Hallo Aprilfisch,

ich habe geschrieben, dass sie sich bei einem Imker-Landesverband melden soll, der dann einen Experten vorbeischickt. Ob das dann tatsächlich ein IMKER ist, der sich mit Holzbienen auskennt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich kann Dir also Deine Frage nicht beantworten …

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Servus,

wäre dann ungefähr genauso sinnvoll, wie wenn sie das täte, wenn der Goldfisch auf der Seite schwimmt - Imker-Landesverbände machen ja auch „irgendwas mit Tieren oder so“.

Schöne Grüße

MM

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Servus,

falls das Dach nicht an irgendeiner Stelle undicht ist. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, die nicht so ins Auge fallen.

Wenn

gibt es kein Problem. Da seid Ihr nämlich in kurzer Zeit wieder alleine, wenn die Überwinterer sich morsches Totholz zum Nisten gesucht haben werden,

Schöne Grüße

MM

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Ob bei Baumhummeln dann auch der Imker-Landesverband kontaktiert werden würde :wink:

Mal schauen, ob die Holzbienen, die bei uns manchmal auftauchen, die beiden Baumstümpfe, die wir für sie extra besorgt und im Garten plaziert haben, auch annehmen.

Der Totholzhaufen, die Benjeshhecke und das Sandarium sind in den letzten beiden Jahren schon mal gut angekommen :smiley:

Das ist aber erfreulich!

Dass bei Tieren das ästhetische Empfinden vergleichsweise gering entwickelt ist und sie für menschliche Begriffe teils eigenartige Vorlieben zeigen, hab ich vor einigen Jahren ziemlich deutlich gesehen: Der Vorpächter hinterließ mir in meinem Kleingarten eine Menge Beton, u.a. auch an der zentralen Wasserstelle eine Art Brunnentrog, einen Betonkasten von vielleicht 60 cm Breite * 80 cm Tiefe * 120 cm Länge, zur Hälfte in den Boden eingelassen, innen in einem gruseligen Swimmingpool-Hellblau und außen in einem noch schlimmeren „Buntsandstein nachempfundenen“ Rotbraun gestrichen. Den hab ich von außen mit angeschüttetem Boden und einem direkt daneben gesetzten Haselbusch kaschiert, das Innere ist mir nicht besonders wichtig, man sieht unter dem Hasel ja nicht mehr viel davon. Als ich mal in Vorbereitung einer mittelgroßen Feier diesen Trog ausräumte, weil ich ihn zum Wasserkühlen von Getränken nutzen wollte, kam mir aus dem Hasellaub in allen Stufen von Mull bis gänzlicher Verrottung ein offenbar noch nicht sehr lange Zeit geschlüpfter, kleiner junger Hirschkäfer entgegengekrabbelt, dem dieser grausig hässliche Betontrog offenbar gut gefallen hatte, um dort die Vorstufen seiner Jugend zu verbringen…

Schöne Grüße

MM