Holzdetektor

Hallo zusammen.

Ich habe mir einen 3 in 1 Detektor gekauft,

wie das Gerät Metall und Stromleitungen aufspührt ist mir klar. Allerdings kann ich mir nicht erklären, wie das Gerät Holz detektieren kann.

Kann mir da einer weiterhelfen?

Liebe Grüße,
Lea

Hallo Lea,

wie das Gerät Metall und Stromleitungen aufspührt ist mir
klar. Allerdings kann ich mir nicht erklären, wie das Gerät
Holz detektieren kann.

Kann mir da einer weiterhelfen?

ja, und zwar mit den Stichworten induktive bzw. kapazitive Messung.

Du wolltest ja keine ausführliche Erklärung haben.

Schönen Gruß
John

Hallo Lea.

Ich habe mir einen 3 in 1 Detektor gekauft. Wie das Gerät Metall und Stromleitungen aufspürt, ist mir klar. Allerdings kann ich mir nicht erklären, wie das Gerät Holz detektieren kann.

Kann mir da einer weiterhelfen?

Falls Du – anders als unser allseits geschätzter Kollege John behauptet – es doch etwas genauer wissen willst, und falls Du überdies des Neudeutschen ausreichend mächtig bist, kannst Du mal hier nachlesen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Stud_finder

Falls Dir diese Sprache nicht so geläufig ist:
Es gibt drei gebräuchliche Systeme, von denen ich das Erste, das Entdecken der Nägel, die ins Holz eingeschlagen sind, eher für einen Sonderfall für englische Handwerker halte.

Das gebräuchlichste System dürfte das kapazitive System sein, bei dem über eine in den Detektor eingebaute „Kondensatorplatte“ ein Hochfrequenzfeld in das darunter liegende Mauerwerk gesandt wird. Der Strom, der zur Erzeugung des HF-Feldes aufgewandt wird, ist u.a. von der Dielektrizitätskonstante des Materials abhängig, welches sich gerade unter der Kondensatorplatte befindet. Holz hat eine andere Dielektrizitätskonstante als Mauerwerk, so dass man aus einer Veränderung dieses Stromes ableiten kann, an welcher Stelle der Übergang von Mauerwerk zu Holz liegt.

Gruß merimies

Vielen Dank für die schnelle, und besonders für die umfangreiche^^ Hilfe!!

LG,
Lea

Vielen Dank für die schnelle, und besonders für die
umfangreiche^^ Hilfe!!

Du kannst diesen im Inhalt ähnlichen Artikel wie er von merimies zum Nachlesen vorgeschlagen wurde aber unkomplizierter auf der „altdeutschen“ Sprache von wikipedia.de nachlesen.

Was du wissen musst und wonach du suchen solltest um die ureigene Eigenschaft der kapaziven Messsung zu erforschen erfordert ein umfangreiches Vorwissen.

Ich halte absolut nichts von diesen „Schätzeisen“, die es in Baumärkten oder manchmal auch bei Discountern zu kaufen gibt.

Wenn du noch lesen möchtest, dann hier: http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCllstandmessung#K…

Schönen Gruß
John

Holzdetektor (Antwort auf Deine Mail)
Hallo John

Du hast mir in dieser Angelegenheit eine E-Mail geschrieben. Leider bin ich meine Antwort an Dich nicht als E-Mail losgeworden, da Dein Eingangspostfach überfüllt ist. Also sende ich Dir meine Antwort auf diesem Wege - mit dem Rat, dein Eingangspostfach aufzuräumen.

meine Antwortmail

Hallo John

Ich finde deine Beiträge sehr gut, sie sind aufschlussreich und auch für Laien sehr gut zu verstehen.

Danke für die Lorbeeren. Du siehst - und ich mache auch gar kein Hehl daraus - ich bin für Lob sehr empfänglich.

Aber man muß auch ein wenig Spaß in die Antworten mit einbauen können, was dir leider total fehlt.

Stimmt, ist mir auch schon aufgefallen.

Aber erlaube mir, meine Haltung zu erklären.

Wir sind bei WWW nun einmal in einem Forum, in dem „Unwissende“ Fragen an „Wissende“ bzw. solche, die sich dafür halten, stellen.

Es macht keinen Spaß mehr hier im Forum immer wieder die gleichen Fragen zu hören.
-meine Batterie ist leer, warum
-meien WaMa läuft nicht mehr
-meine Sicherung löst aus

Schön - bei uns, die wir täglich (freiwillig) diese Fragen lesen, wird da schon öfter mal gewaltig am Geduldsfaden gezerrt und selbst ich, dem ja der Sinn für so was offensichtlich zu fehlen scheint, gerate in die Versuchung, eine flapsige Antwort zu geben (was ich dann auch manchmal tue), aber ich halte mir immer zwei Punkte vor Augen:

  1. Das WWW ist kein Chat, bei dem es weniger auf den Inhalt als auf den Unterhaltungswert einer Antwort ankommt, sondern wir „Antwortenden“ haben eher die Aufgabe, Wissen zu vermitteln, und das sollten wir schon ein wenig ernsthaft betreiben.

  2. Ich bin mir vollkommen darüber im Klaren, dass nicht jeder meine Ausdrucksfähigkeit hat und sich auch nicht bewusst ist, dass die eben gestellte Frage erstens unpräzise formuliert wurde und zweitens in ähnlicher Form etwa alle drei Wochen gestellt wird. Oder dass die Beantwortung der gestellten Frage kein Fachwissen, sondern nur logisches Denken erfordert - ist auch nicht jedem gegeben.

Bei manchen der Fragen nach dem Motto „Meine Maschine läuft nicht mehr, was soll ich tun?“ habe ich auch den Eindruck, dass der Fragende schon weiß, dass er sich an den Kundendienst wenden muss, dass er aber irgend eine Art seelischen Beistand benötigt. Wer bin ich, dass ich ihn dann durch eine „spaßige“ Bemerkung verletzen dürfte?

Wenn also jemand fragt ob man weiterhelfen kann, warum soll dann die Antwort „ja“ nicht angemessen sein?

Sie ist es, aber als alleinige Antwort, ohne einen „Hilfetext“, gerät sie leicht in die Gefahr, überheblich zu wirken - so nach dem Motto „ich bin in der Lage, Dir zu helfen, aber ich mache nur eine Andeutung - sieh doch zu, wie Du klar kommst“.

Und in dem vorliegenden Fall des Holzdetektors war ja wohl wirklich Nichtwissen der Auslöser. Und die Beseitigung von Nichtwissen ist ja wohl der Sinn dieses Forums, unabhängig davon, ob es Nichtwissen auf niedrigem oder hohem Niveau ist.

Du verstehst mich.

Aber sicher! Jedoch nehme ich mir die Freiheit (die ich Dir selbstverständlich auch zugestehe), eine andere Meinung zu haben.

Schönen Gruß
und Danke für Deine Zuschrift.

merimies

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OK,
ich denke, dass in meinem Messgerät das kapazitive System genutzt wird. Am MG-Boden befindet sich, meines Erachtens, eine Kondensatorplatte. Aber brauche ich nicht noch einen Gegenpol? Oder wie wird der Stromkreis geschlossen?

Und wei wirkt die DK der Plaste des MG-Gehäuses, sowie die Luft zischen Plaste und Holz, auf die Messung? Die Kondensatorplatte liegt ja nicht direkt auf dem Holz auf. Ist das nicht ein erheblicher Fehler?

LG & Danke,
Lea

Hallo Lea

OK, ich denke, dass in meinem Messgerät das kapazitive System genutzt wird. Am MG-Boden befindet sich, meines Erachtens, eine Kondensatorplatte. Aber brauche ich nicht noch einen Gegenpol? Oder wie wird der Stromkreis geschlossen?

Als „Gegenpol“, also als 2. Kondensatorplatte, dürfte der Rest der Schaltung fungieren. Und da in diesem Fall der Abstand zwischen den beiden „Platten“ ziemlich groß ist und daher das elektrische (Wechsel-)Feld ziemlich streut, wird die Kapazität des so entstandenen Kondensators nicht nur von dem Dielektrikum unmittelbar zwischen der „Bodenplatte“ und dem Rest der Schaltung beeinflusst, sondern auch von der DK der Materialien in der Umgebung des „Mess“-Gerätes,.

Und wie wirkt die DK der Plaste des MG-Gehäuses, sowie die Luft zwischen Plaste und Holz, auf die Messung? Die Kondensatorplatte liegt ja nicht direkt auf dem Holz auf. Ist das nicht ein erheblicher Fehler?

Das Messprinzip beruht ja nicht darauf, die absolute Kapazität des „Kondensators“ auszuwerten, sondern die Differenz seines Wertes über Holz (welches sich unter Putz befindet) und Mauerwerk.

Wenn Du das MG mit der Hand über die Wand führst, bleiben alle Dielektrika konstant (die Materialien des MG) oder weitgehend konstant (deine Hand, der Putz sowie die Luftschicht zwischen der Wand und dem MG – solange Du das MG nicht von der Wand abhebst) , die Differenz beruht hauptsächlich auf dem Unterschied der DK von Mauerwerk / Putz und Holz. Sollten sich allerdings unter dem Putz statt eines Balkens eine offene Lücke zwischen zwei Mauersteinen befinden, könnte diese auch als „Holz“ detektiert werden. Ich weiß auch nicht, wie das Gerät auf Hohlblocksteine reagiert – aber meine Vorredner haben ja schon darauf hingewiesen, dass Du eine absolut verlässliche Aussage von diesem Gerätetyp nicht erwarten kannst

ebenfalls LG,
merimies