Wie lange braucht man pro Fenster um Holzfenster zu Streichen?
Wie hoch ist der Zeitaufwand für die Arbeiten ohne die Trockenzeiten zwischen den Anstrichen?
Es handelt sich um weiße Verbundfenster aus den 50er Jahren, ca. 60cm*100cm.
Die Farbe außen ist im Bereich des Wetterschenkels rissig, teilweise abgeplatzt, das Holz ist noch gut erhalten.
Folgende Arbeiten stehen an:
Anschleifen mit groben Schleifpapier von Hand
rohes Holz gegebenenfalls grundieren
3 Anstriche mit ‚ventilierender‘ Farbe, dazwischen 2* mit feinem Schleifpapier schleifen
Es sind insgesamt ‚4 Seiten‘, 1 * außen und 3 * innen
Von Handwerken wurde mir reine Arbeitszeit 1 Stunde als Richtwert pro Fenster genannt. Ist das realistisch?
Wie hoch sind die Kosten pro Fenster, wenn das ein Maler macht?
Gibt es Tabellen, nach denen ein Handwerker kalkuliert?
Die Holzfenster sollen erhalten bleiben - bitte daher keine Ratschläge zum Austauschen der Fenster.
Hallo,
ich bin Hobbyheimwerker und kann die Kosten leider nicht sagen, ich habe das schon mal bei 12 Fenstern gemacht und es war eine Wahnsinnsarbeit,deshalb eine Stunde für ein Fenster ist wenig gerechnet, auch wenn das ein Profi macht
MfG
das ist ohne die Fenster zu besichtigen, kaum abzuschätzen. Davon ausgehend, das die alte rissige Farbe komplett entfernt werden muß, dann die 3 Anstriche, halte ich eine Stunde schon fast für zu wenig.
Herzlichen Gruß
Sehr geehrter Herr Asche,
vielen Dank für die Rückmeldung. Angeblich muss dort, wo außen die Farbe noch hält, nur grob angeschliffen werden. Nach Grundierung des rohen Holzes reiche 3* überlackieren. Dennoch, eine Stunde erschien auch mir zu kurz.
Viele Grüße
50Jahre-Haus
da hätte ich noch eine Rückfrage: ‚Venti’-Lack oder Leinölfarbe?
Die Fenster wurden vor gut 10 Jahren das letzte Mal gestrichen. Unbekannt ist, welche Farbe verwendet wurde. Innen und zwischen den beiden Flügeln hat die Farbe gut gehalten. Nur außen unten (ca. 10- 15cm) und auf den Wetterschenkeln blättert die Farbe ab.
Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf Leinölfarben für alte Fenster gestoßen. Was man da liest, klingt für den Laien einleuchtend. Spätere Anstriche seien weniger arbeitsaufwändig.
Im Fachgeschäft, in dem auch Maler ihre Farben kaufen, riet man mir von Leinölfarben ab, ebenso ein Malermeister. Was meinen Sie?
In welchen Zeitabständen sollte man die Fenster bei Verwendung von ‚Venti’-Lack außen erneut streichen? Es sind Mansardenfenster und die Fassade geht nach Süden. Im Sommer knallt die Sonne auf Fenster und Rahmen. Gibt es da eine Faustregel?
da hätte ich noch eine Rückfrage: ‚Venti’-Lack oder Leinölfarbe?
Die Fenster wurden vor gut 10 Jahren das letzte Mal gestrichen. Unbekannt ist, welche Farbe verwendet wurde. Innen und zwischen den beiden Flügeln hat die Farbe gut gehalten. Nur außen unten (ca. 10- 15cm) und auf den Wetterschenkeln blättert die Farbe ab.
Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf Leinölfarben für alte Holzfenster gestoßen. Was man da liest, klingt für den Laien einleuchtend. Spätere Anstriche seien weniger arbeitsaufwändig.
Im Fachgeschäft, in dem auch Maler ihre Farben kaufen, riet man mir von Leinölfarben ab, ebenso ein Malermeister. Was meinen Sie?
In welchen Zeitabständen sollte man die Fenster bei Verwendung von ‚Venti’-Lack außen erneut streichen? Es sind Mansardenfenster und die Fassade geht nach Süden. Im Sommer knallt die Sonne auf Fenster und Rahmen. Gibt es da eine Faustregel?
Leinöl ist nicht falsch, aber es gibt jetzt besser Geeignetes: Mechanisch ordentlich säubern (Schleifpapier, Kupferdrahtbürsten, abwischen) VENTILATIONSGRUND, zwischenschleifen und dann Deckanstrich. Wichtig ist, dass Sie systemgleiche Materialien verwenden und die Verarbeitungsrichtlinien genau einhalten. Ich denke, dass Sie auch gute Beratung im Fachgeschäft erhalten können.
Im bewitterten Bereich ist es erforderlich HALBJÄHRLICH „ein Auge“ auf ei Außenoberflächen zu haben (ist auch normenkonform). Das Ziel ist, dass kein Wasser durch Risse oder Mikrorisse zum Holz vordringen kann.
ich kann eigentlich nur den sogenannten Venti-Lack, also eine dampfdurchlässige Dickschichtlasur empfehlen. Zum Einen bietet er Schutz vor UV und Umwelteinflüssen wie Regen und zum Anderen soll das Quell- und Schwindverhalten des Holzes verlangsamt werden. Das heißt, die Feuchtigkeit langsam aufnehmen und langsam wieder abgeben. Dadurch wird die Volumensveränderung des Holzes minimiert und die Rahmeneckverbindungen können in der Regel nicht aufgehen. Das kann das Öl nicht. Eine Fausformel für Renovierungsanstriche gibt es nicht, dass ist immer abhängig von der Belastung. Es sollte aber bei der Fensterreinigung immer geprüft werden, ob der Anstrich noch in Ordnung ist. Durch mechanische Belastung wie z.B. Hagel kann die Oberfläche beschädigt sein. Bei frühzeitiger Erkennung sind dann nur Ausbesserungsarbeiten notwendig und nicht ein kompletter Anstrich.
Je nach Qulität der Farbe sowie des Malers kann es beginngend nach 3 Jahren sein, aber vielleicht auch erst nach 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schabauer,
herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Wir werden uns daran halten. Das ist auf die Dauer sicher weniger Zeitaufwand.
Mit freundlichen Grüßen
50Jahre-Haus
Sehr geehrter Herr Asche,
herzlichen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Das ist eine gute Entscheidungsgrundlage.
Mit vielen Grüßen
50Jahre-Haus
Hallo,
es gibt schon Listen, aber diese sind gerade bei Fenstern oft unrealistisch, das muß der Ausführende selber bewerten.
Diese Fenster sind gerade im unteren Drittel der Außenseite am meisten von der Witterung beschädigt. Nicht mehr haftender Lack muß abgekratzt, bereits ergrautes Holz muß abgeschliffen werden. Alle scharfen Kanten und insbesondere die Vorderkante des Wetterschenkels muß rund geschliffen werden, so kann später der Lack besser darüber spannen. Nach einer dünnflüssigen Imprägnierung des rohen Holzes und einem Verschließen offener Stöße und Glasanschlüsse (Aryl nach genug Trockenzeit hat sich hier bewehrt) sollten auf die blanken Holzflächen mindestens drei Anstriche. Mit Ventilack, dieser ist gängige Praxis und Stand der Technik. Vermutlich ist in diesem auch noch Leinölfirnis enthalten, aber eben auch andere Zusätze, die das Holz dauerhafter schützen.
An wirklich gut erhaltenen Lackflächen reicht ein Anstrich zum Auffrischen den Schutzes.
Eine Stunde reicht für ein vierseitiges Fenster kaum. Wenn der Handwerker mit UV- resistentem Band die Scheiben abklebt und so schneller arbeiten kann (manche Kollegen „beschneiden“ frei Hand, ich steh aber auf die exakte Kante), wird es trotzdem knapp, auch wenn die folgenden Wetterschenkelanstriche nicht mehr viel Zeit brauchen.
Naja, ich wurde nicht gefragt, aber manchmal gebe ich gern meinen Senf zu Themen, die mich interessieren und wovon ich etwas verstehe. Alles nur für ein paar virtuelle Bewertungspunkte . Hat der Handwerker das echt bei diesem Wetter gemacht?
Wir haben unsere Holzfenster vom Fachmann streichen lassen - fürs schleifen, 3 fach lackieren bestimmt 2h pro Fenster. Hier eine sehr gute Adresse für alle die in Wien leben (…)