Hi !!
Die Holzmann AG ist Pleite ! Ob durch
betrügerische Methoden oder
Misswirtschaft oder wie auch immer.
Tatsache ist, dass das Angebot der
Belegschaft auf 6% Lohn zu verzichten
sowie die Ausweitung der wö. auf 43!
Stunden nichts gebracht hat!
Wenn ein solches Angebot nichts nützt,
dann muss man sich doch ernsthaft endlich
mal die Frage stellen, ob die Höhe der
Löhne bzw die Wochenarbeitszeit wirklich
ein Kriterium für sichere Arbeitsplätze
ist. Offensichtlich nicht !
Für mich ergibt sich daraus wieder einmal
die Bestätigung: Niedrige Löhne und lange
Arbeitszeiten haben nichts mit der Anzahl
und mit der Sicherheit von Arbeitsplätzen
an einem Standort zu tun !
Der Standort D wird (was ich sowieso
bezweifle) höchstens durch Missmanagement
ruiniert.
Die Holzmann AG hatte dreiviererungen und
Sozialabgaben in D.
ja
2.) Preisdumping europäischer Mitbewerber
bei Ausschreibungen
stimmt auch
3.) schlechte Konjunktur der Baubranche
allgemein
auch war. leidet nicht als einziger.
4.) Abhängigkeit von fremden Geldgebern
wie Banken
Das ist aber normal und kann den fremden Geldgebern nicht zum Vorwurf gemacht werden. Schließlich haben Sie dem Unternehmen Geld gegeben als die es nötig hatten.
Einfach nur Mißwirtschaft zu unterstellen
ist ja wohl mehr als platt.
nur misswirschaft ja, punkt 4 auf dem du so rumreitest nicht.
Die Arbeiter und Angestellten der H AG
hatten sich mehr als anständig verhalten
und wurden dafür noch bestraft.
Sehr anständig, schließlich gehts aber auch um 60.000 Jobs.
Aber von wem ??
Nicht die Firmenleitung der H AG hat das
Angebot abgelehnt, sondern die
Gläubigerbanken.
Die müssen allerdings auch das Recht haben mal nein zu sagen wenn Sie keine Chance mehr sehen. Ist ja Ihr Geld, bzw. das Geld Ihrer Kunden daß Sie da verliehen haben.
Verluste zu machen um Arbeitsplätze zu rette ist nicht deren Job.
Womit wir bei der eigentlichen Misere
unseres Landes wären: die Banken. Sie
bereichern sich auf Kosten der
Allgemeinheit, pumpen Geld in marode
Firmen nur weil sie z.B. einem Freund des
Vorstandsvorsitzenden gehören.
Gerüchte! Die 6. KWG Novelle verhindert dies.
Anderen Unternehmen geben sie bei bester
Bonität keine Erweiterung des
Kreditrahmens zur Finantzierung eines
seriösen Projekts, weil KMUs nicht der
Großindustrie und somit der ehrenwerten
Familie deutscher Industrie- und
Politikmagnaten angehören.
Daß KMUs mehr oder weniger die einzigen
sind, die in D noch Steuern bezahlen, ist
den Banken dabei ziemlich egal. Die tun
das schon längst nicht mehr.
Auch nicht wahr. Wer schon Geld hat (beste Bonität) bekommts ohne Probleme.
Hier liegt das Problem: Banken scheuen die Risiken immer mehr.
Im Gegensatz zu Daimler zahlt der Hauptaktionär der H AG (die Deutsche Bank) noch Steuern.
Der Niedergang der Holzmann AG ist zu 90%
der Unflexibilität der deutschen Banker
zuzuschreiben. Die restlichen 10% gehen
auf das Konto der deutschen
Steuerpolitik.
Falsch
Gruß ivo