Gerne, wenn du irgendwelche faszinierende Beweise für dein
pauschalisierende und undifferenzierte Bermerkung über die
Politik, die angeblich keine niedere Lebensform als den
Bankangestellten kennt, lieferst.
Kein Problem: Schröder sagte, daß die Banken im Fall Holzmann diesmal ran müssen. Nur daß sie nur aufgrund des (erfolgreichen) Schröder´schen Beeinflussungsversuches vor ein paar Jahren, wieder Geld in ein marodes Unternehmen gesteckt haben, weigert er sich wahrzunehmen. Volks- und betriebswirtschaftlich eine absolute Katastrophe. Soll er mal den Frankfurter Stadtkämmerer fragen, was er meint, was ihn die Gewerbesteuerausfälle dieses Jahr kosten.
Die geheimen Regeln deines Standes sind ganz einfach:
Technokratie und Bürokratie auf die Spitze treiben, Phantasie
und Engagement des Kunden als Betrugsversuch werten, lieber
Pleitegeier mit Milliarden füllen, als kleine Existenzgründer
mit 50Tsd. Mark finanzieren. Und sich dann beschweren, daß die
Risiken, die dieses Technokratiedenken erbringen, sooooo
schlecht sind. Also schnell neue Technik her: Basel II.
Nun lasse ich mich zu einer Bemerkung hinreißen, die ich normalerweise so nicht ablassen würde: Das ist absoluter Schwachsinn. Basel 2 haben sich nicht „die Banken“ ausgedacht und der Rest ist erst Recht hanebüchener Unsinn. Ich habe gelesen, daß Du als Gründungsberater (oder so ähnlich) tätig warst. Daß Du da negative Erfahrungen, gerade in der Bankenmetropole Gütersloh (falls Du damals auch schon dort gewohnt hast), gemacht hast, glaube ich ja noch.
Aber irgendwie fehlt mir die Energie, auf Deinen Text ausführlich einzugehen. Tatsächlich sollte es mir eigentlich egal sein, was Teile der Menschheit über meinen Berufsstand denkt (das mit den geheimen Regeln fand ich übrigens besonders Klasse), solange ich mir persönlich nichts vorzuwerfen habe.
Wenn Du meine Beiträge in der letzten Zeit verfolgt hättest, wüßtest Du, daß ich nicht der Ansicht bin, daß Banken wirklich alles richtig machen. Aber… (und hier riß ihm der Geduldsfaden).
Gruß
Christian