Holzschutz in Eigenleistung ..was hilft?

Hallo zusammen,
ich muss Holzschädlinge bekämpfen. In der Scheune unseres Bauernhofes machen sich Holzwürmer zu schaffen. Es ist vorwiegend die kleine Variante die Spuren hinterlässt, aber in einer Ecke habe ich auch schon große Löcher und angefressene Balken gefunden.
Da ich das meiste Geld in die Sanierung des Wohnhauses stecke, bleibt für die Scheune nicht so viel übrig. Damit es jedoch nicht noch schlimmer wird dachte ich daran die Holzteile mit eine Gartenspritze zu spritzen. Kann mir jemand ein geprüftes Spritzmittel empfehlen.

Grüsse m.l.

Hallo!
Es gibt diverse Mittel zum Schutz von Holz im Außenbereich, sollten da aber Tragende Teile von Belastet sein sollte sich das ein Fachmann ansehen ob das noch mit einem „Schutzimprägnierung“ getan ist.

Sepp.

Guten Abend!

ich muss Holzschädlinge bekämpfen. In der Scheune unseres
Bauernhofes machen sich Holzwürmer zu schaffen.
… Holzteile mit eine Gartenspritze zu spritzen.
Kann mir jemand ein geprüftes Spritzmittel empfehlen.

Man muß die Sache beim Namen nennen: Es geht um Gift. Gift ist aber dumm. Es kann nicht zwischen Holzschädlingen, Menschen, Nutz- und Haustieren unterscheiden. Werden in der Scheune nur Maschinen und Gerätschaften gelagert, sind Gifte bei ausreichendem Schutz während der Verarbeitung vertretbar. Anders liegt der Fall, wenn die Scheune zur Lagerung von Streu und Futtermitteln dient oder wenn sich dort Menschen oder Tiere längere Zeit aufhalten.

Die wirklich wirksamen Gifte und deren Anwendung gehören ausschließlich in die Hände von Fachleuten. Was man frei kaufen kann, kommt über Spielkram nicht hinaus.

Es gibt wirksame Methoden, die aber voraussetzen, daß man bei bester Beleuchtung Balken für Balken, Brett für Brett auf Schädlingsbefall kontrolliert. Sodann muß unterschieden werden. Durchgängig befallene und für die Statik wichtige Teile müssen ausgetauscht werden. Befallenes Holz auf keinen Fall lagern, sondern verbrennen. Einzelne befallene Stellen lassen sich abbeilen. Befallene Bretter, die nur irgendwas abteilen oder die Außenhaut bilden, werden am besten ausgetauscht.

Es kann natürlich sein, daß die ganze Scheune mehr oder weniger betroffen ist. Außerdem ist nie auszuschließen, daß man befallene Stellen übersieht und auch beim Abklopfen mit Hammer und Beil nicht bemerkt. Dann hilft die thermische Methode. Dabei wird das gesamte Bauwerk eingepackt und für einige Stunden, bis alles durchgewärmt ist, mit Warmluftgebläsen auf etwa 60°C geheizt. Das macht man tunlichst im Sommer bei ohnehin warmem Wetter. Das Verfahren stößt nur bei Riesenbauwerken an Grenzen. Bei uns im Dorf gibt es eine Scheune, 1.000 m² Grundfläche und geschätzte 10 m hoch. Das würde natürlich kostspielig. Bei nicht gar so großen Holzbauwerken führt aber die thermische Methode zum sicheren Ergebnis, ohne daß man sich üble Gifte antut.

Gruß
Wolfgang

Hausbock?
Hallo,
wegen der kleinen Holzwürmer braucht man sich meistens keine Sorgen zu machen.
Falls aber die „größeren“ Spuren nach Hausbock ( nicht Holzbock ) aussehen, ist fachmännische Hilfe angesagt. Diese Schädlinge gehen sehr agressiv vor.
Freundliche Grüße
Thomas

> wegen der kleinen Holzwürmer braucht man sich meistens keine
Sorgen zu machen.

Na, erst´mal größere und dann wieder Käfer, siehe

http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Nagek%C3%A4fer

Diese sind leichter zu bekämpfen als der Hausbock und man hat auch mehr Zeit dazu.
Irgendwann ist natürlich auch bei einem Befall mit Holzwürmern Ende mit der Tragfähigkeit.