Holzspalter und Wippsäge

Hallo,

nach meinen Überlegungen um einen Kaminofen habe ich jetzt den Gedanken
die Beschaffung und Verarbeitung des Holzes selbst zu übernehmen.
Die Beschaffung ist das kleinste Problem und Motorsäge und Anhänger sind sowieso schon vorhanden.
Platz ist auch mehr als genug auf dem Grundstück.
Nun möchte ich mir gern einen Holzspalter und eine Wippsäge zulegen.
Das soll aber kein billiger Baumarktschrott sein sondern schon etwas vernünftiges.
Natürlich habe ich mir preislich einen Rahmen gesetzt:
Je Gerät sollten es möglichst nicht mehr als 600,- EUR sein.
Gibt es dafür was ordentliches? Habt Ihr da Empfehlungen?
Welche Marken taugen was? Welche nicht?
Einen Drehstromanschluss könnte ich mir legen, daran solls nicht scheitern. Bei 230V habe ich die Vermutung das die Leistung nicht ausreicht.
Schon jetzt Danke für alle Ratschläge und Tipps.

Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,
vor 6 Jahren habe ich mir eine Baukreissäge (Kraftstromanschluß war bereits vorhanden) gekauft. Dazu habe ich zwei verschiedene Sägeblätter (eins für Weichholz, eins für Hartholz). Zum Teilen von großen Balken oder Stämmen benutzen wir die Motorkettensäge, bei dünneren Bäumen reicht meist ein Elektrofuchsschwanz (vor A…i).
Ich sehe immer wieder Angebote von Holzspaltern und Wippsägen, ehrlich gesagt, erschließt sich mir deren Sinn nur noch, wenn ich ausschließlich mit Holz heizen würde und jedes Jahr mehrere Festmeter zerkleinern müsste. Aber auch da würde ich wahrscheinlich nur auf die Wippsäge zurückgreifen. Die handelsübliche Spaltaxt (Spalthammer) tut es für den Kaminbedarf alle Mal und ist preiswerter. Außerdem hast Du so ein kostenloses Training, für das Du im Fitnessstudio Geld zahlen müsstest.
MfG M.P.

Hallo,

erstmal Danke für Deine Antwort.
An Sägen mangelt es bei mir nicht. Von Fuchsschwanz bis Kappsäge ist alles vorhanden. Nur eignet sich eine Tischkreissäge nicht für Baumschnitt. Zum einen ist es sehr mühsam die schweren Teile auf den Sägetisch zu wuppen, zum anderen kann man das Holz nicht sauber führen und das Blatt klemmt ständig. Ungefährlich ist das auch nicht gerade.
Da ich auch im Freundes- und Bekanntenkreis Abnehmer hätte würde ich das ganze dann schon gern vernünftig aufziehen.
Die Wippsäge steht auch an zweiter Stelle, aber ein Holzspalter sollte es schon sein.
In meinem Alter lässt man derlei arbeiten schon gern von Maschinen machen :wink:
Nur was für ein Fabrikat taugt was?
Lieber Strom oder Verbrennungsmotor betrieben?
Wie lange hält der Spaltkeil?
Ich habe keine Lust dass der Spalter beim ersten grösseren Stück verbiegt und die Grätsche macht.
Kleinere Stücke spalte ich natürlich von Hand :wink:

Gruss Sebastian

Hallo Sebastian,
daß die Tischkreissäge für derartige Zwecke ungeeignet ist, durfte ich gleich zum Anfang meiner jetzigen Holzsäge-Karriere erfahren. Habe als erstes unsere kleine Tischkreissäge in die ewigen Jagdgründe (Motor durchgebrannt) geschickt. Deshalb war meine nächste Investition die in eine Baukreissäge: Was für Bauunternehmen gut ist, kann für den Laien-Holzsäger nicht schlecht sein.
Bezüglich der einzelnen Geräte und deren technischer Parameter würde ich am besten mal einen Tischlermeister fragen. Der kennt sich sicher mit den erforderlichen Mindestwerten aus.
Aber dass Du mit Deinem Alter kokettierst (stimmt Deine Vika noch?), finde ich richtig lustig. Leider musste ich feststellen, daß Du jünger bist als ich (passiert mir jetzt immer häufiger). Also nicht die Jugend vorschützen und frisch als körperliche Arbeitsvergnügen. MfG M.P.

Halo nochmal,

Deshalb war
meine nächste Investition die in eine Baukreissäge: Was für
Bauunternehmen gut ist, kann für den Laien-Holzsäger nicht
schlecht sein.

Nur sägen die darauf keine Baumstämme :wink:

Aber dass Du mit Deinem Alter kokettierst (stimmt Deine Vika
noch?), finde ich richtig lustig. Leider musste ich
feststellen, daß Du jünger bist als ich (passiert mir jetzt
immer häufiger). Also nicht die Jugend vorschützen und frisch
als körperliche Arbeitsvergnügen.

Leider habe ich mir meinen Rücken in meiner Jugend übelst ruiniert (Möbelträger). Und bei meinem jetzigen Dasein als Bürohengst bin ich arg aus der Übung.
Also das Sägen ist auch kein Problem, aber ein paar Raummeter Holz per Hand zu spalten muss nicht sein :wink:

Gruss Sebastian

Hallo,

Da ich auch im Freundes- und Bekanntenkreis Abnehmer hätte
würde ich das ganze dann schon gern vernünftig aufziehen.

Kommt doch noch drauf an, welches Holz du kleinmachen willst.
Falls Du an ganze Stämme rankommst, kann das Gerät gar nicht
groß genug sein.
Wenn ich so dran denke, wie ich als Stippi mit’m Vater
ganze Berge von Holz mit der Kreissäge zersägt haben
(so ca. 80cm-Stücke, die passten so in den großen Ofen :smile:
Das Blatt muß schon mind. 80cm Durchmesser haben.
Der dazugehörige E-Motor hatte 10KW und bei größeren Stämmen
oder Balken blieb das Ding dann doch noch oft genug stehen.
Leistungen unter 5KW scheinen mir da Spielerei oder du nimmst
dann doch bei jedem größeren Stück die Kettensäge.

Die Wippsäge steht auch an zweiter Stelle, aber ein
Holzspalter sollte es schon sein.

Denn kannst Du doch aber erst nehmen, wenn die Stücken
schon handlich gesägt sind, oder?

Ansonsten wird da die Spaltkraft in Tonnen angegeben.
Das billige Zeugs aus’m Baumarkt mit 5 Tonnen kann man
wohl als Spielzeug bezeichen.

In meinem Alter lässt man derlei arbeiten schon gern von
Maschinen machen :wink:
Nur was für ein Fabrikat taugt was?
Lieber Strom oder Verbrennungsmotor betrieben?

Benzinmotor brauchst Du nur, wenn Du kein Strom in der
Nähe hast (also wenn du z.B. gleich Holz im Wald kleinmachen
willst). Dann würde ich aber eher zu einem kleinen Traktor mit
mit Antriebswelle raten.
Verbrennungsmotor ist immer aufwendiger, anfälliger und
Wartungsintensiv.

Wie lange hält der Spaltkeil?

Ewig, solange Du keine Stahlteile spalten willst.
Gruß Uwi

Hallo Sebastian!

Ich hab nun erstmal bei Wiki. geschaut, was eine Wippsäge ist.
Als Leistungsbereich wird da bis 7 KW angegeben,
da wird also mit Lichtstrom nichts, ist klar.
Und mit 600 € bestimmt auch nicht.
Nachdem, was dort steht, ist auch der max. Stammdurchmesser 270 mm, also nicht wirklich viel.

Ich selbst habe vor Jahren auch immer Brennholz bereitet,
und zwar mit einer el. Kettensäge.
Ich meine mal, wenn Du irgendwas baust, z. B. paar Eisenbahnschienen, Kanthölzer
oder Zaunsäulen nebeneinander gelegt, in ca. 50cm Abstand,
wo man die Baumstämme hinaufrollen kann, um diese dann mit der Kettensäge in die gewünschte Länge zu zerkleinern,
wäre sicher die effektivere Lösung. Da braucht man die nicht zu heben.
So, dass man mit der Kettensäge problemlos von unten schneiden kann.
Bei einer el. Profi-Kettensäge dürften 600€ sicher auch reichen.
Die Ketten kann man selbst auch so 20 x nachfeilen. Wenn man darauf achtet, nicht im Dreck zu schneiden, oder mit einer Hartmetallkette arbeitet, sehe ich da keine Probleme.

Zum Spalten kann ich nichts sagen,
ich hab das immer mit der Axt gemacht, das ging super schnell.
(Damals war ich auch noch jung)
Ich kenne aber auch Leute, die sich Spalter aus einem Elektromotor, Hydraulikpumpe, Zylinder vom Gabelstapler oder Bagger und paar alten Eisenträgern selbst gebaut haben. Also sozusagen aus Schrott.
Incl. dem Hydraulikzeugs könnte man da mit viel Arbeit für 600€ ev.
etwas leistungsfähiges basteln.
Also zumindest ich würde das so machen.

Allerdings sei mir noch die Bemerkung gestattet, nachdem ich die anderen Beiträge von Dir gelesen habe:
Irgendwie hat sich bei uns in der Region bei den Leuten im Kopf eingebrannt: „Holz kostet nichts, also heizen wir damit“.
Das war zwar mal, ist aber nicht mehr so.
Inzwischen wird Brennholz richtig gehandelt und versteigert.
In unseren Wäldern hier liegt noch viel herum.
Aber wenn ich bedenke, was für LKW-Ladungen ich damals verfeuert habe,
meine ich, das viele Leute , welche jetzt auf Holz setzen, irgendwann mal ganz böse auf den Popo fallen.
Es gibt bei uns jetzt schon Fälle, wo Holz aus dem Wald gestohlen wird.

Grüße, Steffen!

Hi Steffen,

Ich hab nun erstmal bei Wiki. geschaut, was eine Wippsäge ist.
Als Leistungsbereich wird da bis 7 KW angegeben,
da wird also mit Lichtstrom nichts, ist klar.
Und mit 600 € bestimmt auch nicht.

Tja, die Dinger gehen so bei 600,- EUR los.

Nachdem, was dort steht, ist auch der max. Stammdurchmesser
270 mm, also nicht wirklich viel.

Hmm, da war ich schon bei 35cm :wink:

Ich selbst habe vor Jahren auch immer Brennholz bereitet,
und zwar mit einer el. Kettensäge.
Ich meine mal, wenn Du irgendwas baust, z. B. paar
Eisenbahnschienen, Kanthölzer
oder Zaunsäulen nebeneinander gelegt, in ca. 50cm Abstand,
wo man die Baumstämme hinaufrollen kann, um diese dann mit der
Kettensäge in die gewünschte Länge zu zerkleinern,
wäre sicher die effektivere Lösung. Da braucht man die nicht
zu heben.

Ja, so in der Art wird das wohl erstmal laufen.

So, dass man mit der Kettensäge problemlos von unten schneiden
kann.
Bei einer el. Profi-Kettensäge dürften 600€ sicher auch
reichen.

Eine gute Sachs-Dolmar Benzin Ketternsäge ist vorhanden.

Zum Spalten kann ich nichts sagen,
ich hab das immer mit der Axt gemacht, das ging super schnell.
(Damals war ich auch noch jung)
Ich kenne aber auch Leute, die sich Spalter aus einem
Elektromotor, Hydraulikpumpe, Zylinder vom Gabelstapler oder
Bagger und paar alten Eisenträgern selbst gebaut haben. Also
sozusagen aus Schrott.
Incl. dem Hydraulikzeugs könnte man da mit viel Arbeit für
600€ ev.
etwas leistungsfähiges basteln.
Also zumindest ich würde das so machen.

Tja, und da hatte ich mich mal erkundigt. So 7t Druck gibts um die 600-700 EUR.

Allerdings sei mir noch die Bemerkung gestattet, nachdem ich
die anderen Beiträge von Dir gelesen habe:
Irgendwie hat sich bei uns in der Region bei den Leuten im
Kopf eingebrannt: „Holz kostet nichts, also heizen wir damit“.
Das war zwar mal, ist aber nicht mehr so.
Inzwischen wird Brennholz richtig gehandelt und versteigert.
In unseren Wäldern hier liegt noch viel herum.
Aber wenn ich bedenke, was für LKW-Ladungen ich damals
verfeuert habe,
meine ich, das viele Leute , welche jetzt auf Holz setzen,
irgendwann mal ganz böse auf den Popo fallen.
Es gibt bei uns jetzt schon Fälle, wo Holz aus dem Wald
gestohlen wird.

Richtig. Aber ich kenne Leute aus Landschaftsbaufirmen die geradezu darum betteln das man ihnen das Holz abnimmt.
Ich habe schon jetzt 3 Firmen die mir das Zeug sogar kostenlos anliefern.
Da das aber mehr ist als ich selbst verfeuern kann kam mir die Idee das etwas grösser aufzuziehen. Wenns dann nicht mehr so läuft habe ich nach einiger Zeit die Werkzeuge wieder raus.

Gruss Sebastian

Hi Uwi,

Kommt doch noch drauf an, welches Holz du kleinmachen willst.
Falls Du an ganze Stämme rankommst, kann das Gerät gar nicht
groß genug sein.

Tja, das werden wohl ganze Stämme, zumindest ziemlich grosse Stücke.

Wenn ich so dran denke, wie ich als Stippi mit’m Vater
ganze Berge von Holz mit der Kreissäge zersägt haben
(so ca. 80cm-Stücke, die passten so in den großen Ofen :smile:
Das Blatt muß schon mind. 80cm Durchmesser haben.
Der dazugehörige E-Motor hatte 10KW und bei größeren Stämmen
oder Balken blieb das Ding dann doch noch oft genug stehen.
Leistungen unter 5KW scheinen mir da Spielerei oder du nimmst
dann doch bei jedem größeren Stück die Kettensäge.

Also in der ersten Zeit werde ich die vorhandene Sachs-Dolmar nehmen und mal sehen wie weit ich damit komme.
Wenn es denn wirklich einigermassen lohnt muss hat eine Wippsäge her.

Die Wippsäge steht auch an zweiter Stelle, aber ein
Holzspalter sollte es schon sein.

Denn kannst Du doch aber erst nehmen, wenn die Stücken
schon handlich gesägt sind, oder?

Richtig. Wie gesagt, zuerst noch mit der Motorsäge.

Ansonsten wird da die Spaltkraft in Tonnen angegeben.
Das billige Zeugs aus’m Baumarkt mit 5 Tonnen kann man
wohl als Spielzeug bezeichen.

Tja, da habe ich keine Erfahrungen. Im Preissegment 600-700 EUR gibts 7t-Geräte die bis zu 1m lange Stämme aufnehmen können.
Je kürzer die Stammlänge und je niedriger der Druck, desto billiger.
Ich hatte Geräte von Güde gesehen. Die hatte ich als qualitativ ganz ok in Erinnerung was Holzbearbeitungsgeräte angeht.

In meinem Alter lässt man derlei arbeiten schon gern von
Maschinen machen :wink:
Nur was für ein Fabrikat taugt was?
Lieber Strom oder Verbrennungsmotor betrieben?

Benzinmotor brauchst Du nur, wenn Du kein Strom in der
Nähe hast (also wenn du z.B. gleich Holz im Wald kleinmachen
willst). Dann würde ich aber eher zu einem kleinen Traktor mit
mit Antriebswelle raten.
Verbrennungsmotor ist immer aufwendiger, anfälliger und
Wartungsintensiv.

Tja, mit Benzinmotor wirds auch schon recht teuer.

Wie lange hält der Spaltkeil?

Ewig, solange Du keine Stahlteile spalten willst.

Hatte ich eigentlich nicht vor, nein :wink:
Danke Dir jedenfalls für Deinen Beitrag, ich komme langsam immer ein Stück weiter.

Gruss Sebastian