Holzterrasse

Hallo,

ich möchte eine Terrasse aus Betonsteinfliesen (40x40) mit einer Holzterrasse „verkleiden“. Der bestehende Boden, leicht vom Gebäude weg geneigt, soll bestehen bleiben, die max. Aufbauhöhe beträgt 65mm wegen Anschluss an das Gebäude. Folgende Ausführung ist angedacht, und eine Frage habe ich hierzu:

a) Lattung HxB = 30x60mm auf Kunststoffscheiben/-distanzplatten (zum ausnivellieren von Unebenheiten und als Distanz zu Betonsteinen wegen Feuchtigkeit). Abwechselnd einseitig im Betonstein verankert, um konstante Höhe und gleichzeitig Bewegungsmöglichkeit in Längsrichtung zu gewährleisten.

b) Kies zwischen und unter die Lattung.

c) Holzbekleidung mittels Edelstahl-Teilgewindeschrauben.

Frage:

  1. Die Fugen zwischen den Betonsteinen mit Sand ausfüllen? Welche Schutzmaßnahmen gegen Pflanzenwuchs? Oder
  2. Betonsteine evtl. mit Teichfolie abdecken?

Gruß
nasziv

Moin auch,

ich möchte eine Terrasse aus Betonsteinfliesen (40x40) mit
einer Holzterrasse „verkleiden“. Der bestehende Boden, leicht
vom Gebäude weg geneigt, soll bestehen bleiben, die max.
Aufbauhöhe beträgt 65mm wegen Anschluss an das Gebäude.
Folgende Ausführung ist angedacht, und eine Frage habe ich
hierzu:

a) Lattung HxB = 30x60mm auf
Kunststoffscheiben/-distanzplatten (zum ausnivellieren von
Unebenheiten und als Distanz zu Betonsteinen wegen
Feuchtigkeit). Abwechselnd einseitig im Betonstein verankert,
um konstante Höhe und gleichzeitig Bewegungsmöglichkeit in
Längsrichtung zu gewährleisten.

soweit - so gut!

b) Kies zwischen und unter die Lattung.

Wozu? Bestenfalls förderst Du damit den Gammelprozess des Holzes, indem Du Feuchtigkeit, die Du von unten vermeidest, jetzt seitlich aufträgst . . .

c) Holzbekleidung mittels Edelstahl-Teilgewindeschrauben.

Gut

Frage:

  1. Die Fugen zwischen den Betonsteinen mit Sand ausfüllen?

und einschlämmen (also mit viel Wasser einfegen bis die Fugen gut voll gelaufen sind.

Welche Schutzmaßnahmen gegen Pflanzenwuchs?

m. E. ist das in der Dunkelheit unter dem Holzboden nicht nötig.

Oder
2. Betonsteine evtl. mit Teichfolie abdecken?

Im Grunde genommen könntest Du dann statt der Pflasterung gleich eine Sohlplatte aus Beton gießen . . . M. E. ist die Folienabdeckung unnötig.

Hallo,

Frage

  1. Die Fugen zwischen den Betonsteinen mit Sand ausfüllen?
    Welche Schutzmaßnahmen gegen Pflanzenwuchs? Oder
  2. Betonsteine evtl. mit Teichfolie abdecken?

Auf das verfüllen der Fugen sollte komplett verzichtet werden.
Somit haben mögl. Samen kaum eine Möglichkeit sich zu verbreiten.

Grüße
Markus

ich möchte eine Terrasse aus Betonsteinfliesen (40x40) mit
einer Holzterrasse „verkleiden“. Der bestehende Boden, leicht
vom Gebäude weg geneigt, soll bestehen bleiben, die max.
Aufbauhöhe beträgt 65mm wegen Anschluss an das Gebäude.
Folgende Ausführung ist angedacht, und eine Frage habe ich
hierzu:

Der Untergrund „betonfliesen“ ist ideal

a) Lattung HxB = 30x60mm auf
Kunststoffscheiben/-distanzplatten (zum ausnivellieren von
Unebenheiten und als Distanz zu Betonsteinen wegen
Feuchtigkeit). Abwechselnd einseitig im Betonstein verankert,
um konstante Höhe und gleichzeitig Bewegungsmöglichkeit in
Längsrichtung zu gewährleisten.

Das Durchbiegen der Terrasse hängt von der Stärke der Latten ab. Entsprechend eng muß die Unterstützung erfolgen. Notfalls die Abstände und Aufbau für die Verkehrsbelastung ausrechnen. Es macht keinen Sinn wenn man über die Terrasse läuft und die knarrt und arbeitet bei jedem Schritt. Die Statik bzw. die Unterkonstruktion ist wichtig! Damit man nicht so eng unterlegen muß nimmt man die Hölzer hochkant also h=60!!
Die dünne Hölzer würde ich dann eher mit Granulatstreifen vollflächig unterlegen wegen der Durchbiegung.

b) Kies zwischen und unter die Lattung.

Nein, wegen der Feuchtigkeit die sich im Kies speichert und diese nur langsam entweichen kann. Das gibt dann ein feuchtes Millieu welches das Holz vergammeln läßt. Der Unterbau sollte aus dem gleichen Material sein wie das Deck sonst gibt es unterschiedliche Ausdehnung was dann Probleme macht…

c) Holzbekleidung mittels Edelstahl-Teilgewindeschrauben.

Diese Schrauben sind die erste Wahl

Frage:

  1. Die Fugen zwischen den Betonsteinen mit Sand ausfüllen?

Ausfugen mit Sand ist OK

Welche Schutzmaßnahmen gegen Pflanzenwuchs? Oder
2. Betonsteine evtl. mit Teichfolie abdecken?

Teichfolie ist schwarz, saubere Oberfläche und UV beständig. Man kann auch Noppenfolie oder Wurzelflies legen (das ist weiss). Beim Wurzelfließ auf eine gute Dichte achten, mindestens 100g/m². Wasser fließt in jedem Fall ab oder versickert beim Wurzelfließ in den Betonplatten.

Das Deck in Gefällerichtung verlegen damit in den Rillen das Wasser auf den Hölzern ablaufen kann.

mfg NIrmer

Guten Morgen,

der Tipp Wurzelvlies gefällt mir sehr gut. Ich kann dann die Fugen mit Sand verfüllen (die beiden Antwortenden vorher hatten unterschiedliche Aussagen zum Inhalt). Und das Vlies ist mir sympathischer, weil Folie evtl. Falten aufweist (verrutscht beim Verlegen der Unterkonstruktion) und sich dann Staunässe bilden könnte.

a) Lattung HxB = 30x60mm auf

Das Durchbiegen der Terrasse hängt von der Stärke der Latten ab. Damit man nicht so eng unterlegen muß nimmt man die Hölzer hochkant also h=60!!

Leider nicht möglich wegen Höhe des Gesamtaufbaus.

Die dünne Hölzer würde ich dann eher mit Granulatstreifen vollflächig unterlegen wegen der Durchbiegung.

Klasse Idee, Danke.

b) Kies zwischen und unter die Lattung.

Nein, wegen der Feuchtigkeit die sich im Kies speichert und diese nur langsam entweichen kann.

Ich lass den Kies weg. Spart auch Arbeit und Transporte :smile:

Das Deck in Gefällerichtung verlegen damit in den Rillen das Wasser auf den Hölzern ablaufen kann.

Technisch betrachtet in Ordnung, mit der Optik habe ich momentan ein Problem. Das vorhandene Gefälle liegt vom Haus in Richtung Garten weg auf eine Länge von ca. 3,50 m. Die Breite der Terrasse beträgt ca. 5,50m. Da verlegt man aus optischen Gründen normalerweise die Hölzer parallel zum Gebäude. Mal sehen, ob ich mich an den Umkehrfall gewöhnen könnte.
Die parallel verlegte Unterkonstruktion mit Gummigranulatunterlage würde auch das Abfließen von Regenwasser, welches zwischen den Brettern eintritt, verhindern (ob die wenigen Fugen zwischen den Betonsteinen das Wasser versickern lassen?).

Danke auch an die anderen Antwortenden.

nasziv

Das Deck in Gefällerichtung verlegen damit in den Rillen das Wasser auf den Hölzern ablaufen kann.

Technisch betrachtet in Ordnung, mit der Optik habe ich
momentan ein Problem. Das vorhandene Gefälle liegt vom Haus in
Richtung Garten weg auf eine Länge von ca. 3,50 m. Die Breite
der Terrasse beträgt ca. 5,50m. Da verlegt man aus optischen
Gründen normalerweise die Hölzer parallel zum Gebäude. Mal
sehen, ob ich mich an den Umkehrfall gewöhnen könnte.

Es geht vorrangig um den Holzschutz. Wassereinwirkung schädigt das Holz, deshalb soll es diesem nur so kurz wie möglich ausgesetzt werden. Der konstruktive Holzschutz (Wasser kann in Gefällerichtung abfließen) ist einem chemischen Schutz immer den Vorzug zu geben.
Auch die Rillen würden sich mit Schmutz füllen der nicht auf natürliche Weise abgespült wird, Moosbildung usw…
Man kann auch ungeriffelte Bretter nehmen die dieses Problem nicht aufzeigen, event. Rutschgefahr beachten!

Die parallel verlegte Unterkonstruktion mit
Gummigranulatunterlage würde auch das Abfließen von
Regenwasser, welches zwischen den Brettern eintritt,
verhindern

Deshalb 2cm breite Lücken im Granulatstreifen lassen damit das Wasser abfließen kann
mfg NIrmer