Holzterrasse aus Garapaholz

Hallo zusammen.
Wir planen unsre Holzterrasse, ca. 40m² aus Garapa Holz. Breite der Terrasse am Haus:8 mtr, in der Tiefe 5 mtr. In dieser Richtung wollen wir auch das Holz verlegen. Die Dielen sind etwas über 5 mtr lang und würden so genau in die Tiefe reinpassen. Die Dielen an sich haben eine Stärke von 25mm und sind 90mm breit.

Meine Fragen nun:

  • Wie hoch ist die Gefahr das sich das Holz verwindet da ich ja ganze Bretter von 5 mtr Länge nehmen möchte? Geplant habe ich die Verschraubung im Abstand von 50 cm.
  • Ich dachte auch daran jeweils 2 Schrauben nebeneinander zu verwenden. Meint ihr das wird bei nur 90 mm Breite ein Problem?
  • Desweiteren was für ein Unterkonstruktionholz? Auf jedenfall Hartholz?

Danke schonmal für eure Antworten, vielleicht fallen mir ja noch ein paar Fragen ein :smile:
Lg Anne und Jörg

Hallo Anne und Jörg,

sehr gute Fragen! Siehe direkt unter der jeweiligen Frage die Antworten.

  • Wie hoch ist die Gefahr das sich das Holz verwindet da ich ja ganze Bretter von 5 mtr Länge nehmen möchte? Geplant habe ich die Verschraubung im Abstand von 50 cm.
    Antw: Das hängt stark von der Qualität des Holzes ab. Das heisst, wenn das Holz beispielsweise nicht richtig (oder zu schnell) vom Hersteller getrocknet wurde, dann ist die Gefahr gross, dass es sich verzieht. Gerade auch bei der relativ schwachen Stärke von 25mm kann das schnell passieren.

  • Ich dachte auch daran jeweils 2 Schrauben nebeneinander zu verwenden. Meint ihr das wird bei nur 90 mm Breite ein Problem?
    Antw.: Ich denke das ist ok. Habt ihr auch mal an unsichtbare Verschraubung gedacht? Sprich mit speziellen Clips, die von unten an die einzelnen Dielen angebracht werden? Das gibt eine tolle Oberfläche.

  • Desweiteren was für ein Unterkonstruktionholz? Auf jedenfall Hartholz?
    Hmm, es sollte in jedem Fall resistentes Holz sein - da gibt es viele Moeglichkeiten. Wir empfehlen meist, die gleiche Holzart wie die Terrassendielen zu verwenden.

Herzliche Gruesse,
Steffen von Pur Natur

Hallo.
Danke für die schnelle Antwort. Hab noch was:smile:

  • Wie ürde es aussehen, die Verwindungsgefahr betreffend, wenn ich die Bretter nicht 5 mtr. sondern 2 und 3 mtr teile? bei gleicher Holzqualität. Könnte ich so das Risiko einer Verwindung minimieren? Und wenn ich den Schraubabstand auf 40 cm reduzieren würde? Die Bretter sind vor dem Hobeln Kammergetrocknet.
  • An unsichtbare Verschraubung habe ich schon einmal gedacht, habe mir jedoch den Preis dafür durchgerechnet. Normale Verschraubung ca. 200 Euro Schrauben. Unsichtbar lt. Berechnungsprogramm auf irgendner Internetseite ca. 1000 Euro. Das ist mir zuviel. Ausserdem habe ich in dem ein oder andren Forum gelesen das es passieren kann das die Bretter klappern. Desweiteren muß ich sagen das mir der Anblick der Schrauben gefällt.
  • Bekomme ich Garapa Unterkonstr-Holz überhaupt? oder tut es ein evtl günstigeres andres Hartholz auch?

Und nun schaue ich mal ob ich, im übrigen, glatt gehobelten Dielen auch in einer anderen Stärke bekomme. Dachte nämlich das diese schon recht dick seien.
Danke und Gruß:smile:

Hallo Anne und Jörg,
wie sicher bekannt, ist die Standardbreite bei Terrassendielen 14,5 cm. Diese Dielen werden normalerweise im Abstand zwischen 40-60 cm mit jeweils 2 Schrauben auf dem Kantholz der Unterkonstruktion befestigt. Bei 9 cm Dielenbreite sollte es insofern überhaupt keine Verwindungs-Probleme geben. Probleme gibt es aber eigentlich immer „vor“ dem Verlegen, da bei langen Dielen häufig auch krumme dabei sind. Hier muss man ggf. mit Spanngurten und entsprechenden Abstandshaltern die Dielen „gerade“ ziehen, was auch ganz gut funktioniert.
Die Kanthölzer sollten bezüglich Härte immer die gleichen Eigenschaften wie die Dielen haben, d.h. aber nicht, dass sie aus genau dem gleichen Holz sein müssen (Kostenfrage); hier kann der Lieferant sicher helfen od. „googeln“. Lange, richtig gerade Std.-Kanthölzer (7x4,5 cm) hat man oft auch nicht. Evtl. kann man durch kürzen und geschicktes aneinander legen, Kurven „begradigen“. 9x9 cm Kanthölzer sind auf jeden Fall maßhaltiger (leider aber auch deutlich teurer).
Für den optischen Eindruck ist es ganz wichtig, dass die Schrauben auf exakt einer Linie verlaufen und nicht „wackeln“, was bei krummen Kanthölzern zu einem Problem werden kann, wohl aber nicht bei 9x9 cm.
Ich baue z.Zt. eine Terrasse mit seitlich genuteten 7 cm breiten Dielen, die mit Stahl-Clips befestigt werden, bei denen man die Schrauben nicht sieht. Evtl. gibt es für 9 cm Dielen so etwas auch?
Mit freundlichen Grüßen.
Wolfgang

  • Wie hoch ist die Gefahr das sich das Holz verwindet da ich
    ja ganze Bretter von 5 mtr Länge nehmen möchte? Geplant habe
    ich die Verschraubung im Abstand von 50 cm.
  • Ich dachte auch daran jeweils 2 Schrauben nebeneinander zu
    verwenden. Meint ihr das wird bei nur 90 mm Breite ein
    Problem?
  • Desweiteren was für ein Unterkonstruktionholz? Auf jedenfall
    Hartholz?

Hallo Ihr fixen Forumsbeantworter:smile:Danke!
Ich hab meine Unterkonstruktion noch nicht berechnet, werd mich aber nun auf jedenfall auch mit den 9er Hölzern beschäftigen.
Hab nun aber noch ne Frage wg. der unsichtbaren Verschraubung. Ist meine eingangs erwähnte, durch eine Internetseite berechnete Summe von rd. 1000 Euro realistisch? Soviel ich weiß haben die Dielen welche ich meine keine seitlichen Rillen.
Lg

1000 Euro wofür? Den Clip in V2A- mit Schraube in V4A-Edelstahl, den ich verwende kostet pro St. je nach Menge 1,00 bis 0,65 Euro. Es gibt verschiedene Syteme, die unterschiedlich gut bis schlecht sind - teuer sind sie leider alle.
Gruß Wolfgang

Hab nun aber noch ne Frage wg. der unsichtbaren Verschraubung.
Ist meine eingangs erwähnte, durch eine Internetseite
berechnete Summe von rd. 1000 Euro realistisch? Soviel ich
weiß haben die Dielen welche ich meine keine seitlichen
Rillen.
Lg

Ich weiß nicht wofür:smile: Wie gesagt, ich gab auf ner I-net seite die Größe der geplanten Terrasse an und die berechneten dann die Kosten für verdeckte Verschraubung mit rd. 1000€. Da meine Dielen keine Nut haben kann ich das von dir erwähnte Clip-System nicht nutzen schätze ich.

  • Gibts wirklich verdeckte Systeme die nicht klappern oder andere Nachteile bieten?Also richtig, richtig gut sind?
    Aber, man verzeihe mir, deine Antwort hat eine weitere Frage in mir wieder zum Vorschein kommen lassen.
    -Du verwendest V4A-Schrauben. Ich dachte auch schon daran wg. der geringeren Neigung zum Abreissen. Ist es wirklich ratsam 4er Schrauben zu verarbeiten?
    Danke vielmals schonmal für die Antwort!!
  1. Clips und klappern: richtig, einige der bisher verlegten Dielen bei mir klappern. Das soll sich aber geben (und hat es nach ca. 2 Wochen teilweise auch schon), sobald die Dielen die „Umgebungsfeuchtigkeit“ aufgenommen haben. Dielen werden ja „fabrikmäßig getrocknet“ verkauft (Energiekosten!), um sich dann beim Käufer wieder „vollzusaugen“ (kostenlos) - irgendwie seltsames Verfahren, machen aber wohl alle Hersteller so. Ob die Clips wirklich gut sind, kann ich frühestens in 2-3 Jahren fundiert beurteilen; bisher hat mich das Clip/Nut-System überzeugt.
  2. Bei V4A-Schrauben und Tropenholz gibt es ganz klar 2 unterschiedliche Meinungen. Tatsache ist aber, dass tropisches Hartholz Säure beinhaltet, die V2A-Stahl angreifen kann. Tatsache ist auch, dass es bei uns große Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede gibt (Sommer-Winter), was regelmäßig ein entsprechendes Dehnen und Schrumpfen bei den Dielen bewirkt (soweit mir bekannt, bei 14,5 cm Dielen bis zu 4 mm Unterschied). Die damit verbundenen ständig wechselnden Belastungen müssen von den Schrauben „ausgeglichen“ werden. Da V4A-Schrauben deutlich säureresistenter (und teurer!) sind als V2A, ergibt sich auch eine deutlich längere Lebensdauer und die Dielen sollen ja min. 20 Jahre halten.
    Gruß Wolfgang
  • Gibts wirklich verdeckte Systeme die nicht klappern oder
    andere Nachteile bieten?Also richtig, richtig gut sind?
    Aber, man verzeihe mir, deine Antwort hat eine weitere Frage
    in mir wieder zum Vorschein kommen lassen.
    -Du verwendest V4A-Schrauben. Ich dachte auch schon daran wg.
    der geringeren Neigung zum Abreissen. Ist es wirklich ratsam
    4er Schrauben zu verarbeiten?
    Danke vielmals schonmal für die Antwort!!

Hallo,

es ist auf jeden Fall ratsam die Unterkonstruktion aus demselben Holz zu nehmen, wie die Terrasse selbst, da beide Hölzer gleich arbeiten.

Wir haben auch eine Holzterrasse, aber aus Douglasie, diese alle 60 cm verschraubt und auch immer zwei Schrauben nebeneinander, damit sich das Brett nicht verwringen kann. Das ist kein Problem.

Bei Hartholz empfiehlt es sich die Löcher vorzubohren.
Viel Spaß beim Handwerkern.

Hallo wiedermal.
Danke schonmal für die vielen Antworten, werd hier über einiges nachdenken. Hab aber noch ne Frage. Wie ich schon schrieb möchte ich 90 mm Dielen haben, habe aber, bitte nicht lachen, noch keines „in vito“, sprich verlegt gesehen! Hat jemand vielleicht das ein oder andere Foto von solchen verlegten Dielen?
Danke und ein schönes Wochenende :smile: