Homepage verkaufen

Hallo Forumianer,
da habe ich einen Artikel gefunden, aber leider nicht mit Ergebnis:
/t/homepage-verkaufen/3234110
Deswegen möchte ich nochmals um eure Meinung bitten.
Was tun bei der Anfrage „Könnten sie ihre homepage verkaufen?“
Wann darf ich dies ablehnen?
Hintergrund: es ist der Ortsname des Dorfes in dem ich aufgewachsen bin.
Jahrelang hat sich niemand darum gekümmert, so dass ich meine Erinnerungen der Kindheit mit alten Fotos in einer Retroperspektive aufgebaut habe. Im Gegensatz dazu habe ich aktuelle Bilder eingestellt, um den Fortgang zu dokumentieren.
Das ist eine reine private homepage ohne ein Geschäft damit zu betreiben.
Habe ich eine Möglichkeit, die Anfrage abzulehnen wenn es sich dabei um die Gemeinde/Bürgermeister handelt?
Auf eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen

Habe ich eine Möglichkeit, die Anfrage abzulehnen wenn es sich
dabei um die Gemeinde/Bürgermeister handelt?

und wenn das die bundeskanzlerin persönlich ist, die Domain gehört dir und nur du entscheidest, was mit ihr passiert.
Allerdings wäre es halt interesant, was sie dir bieten würden.
Wenn deine HP also kaum einer besucht, die Gemeinde dir aber guten Preis zahlt, warum nicht verkaufen?
Musst du wie gesagt selber entscheiden.

Auf eine Antwort würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Matis, der Junge aus Norwegen

Hallo,

und wenn das die bundeskanzlerin persönlich ist, die Domain
gehört dir und nur du entscheidest, was mit ihr passiert.

Woher kommt diese Erkenntnis? Wie ist sie z.B. mit unzähligen gerichtlichen Entscheidungen in Einklang zu bringen, in denen genau gegenteilig entschieden worden ist?

Sorry, aber Du erzählst hier leider vollkommenen Blödsinn. Das Namensrecht der Gebietskörperschaften, etc. an den gleichnamigen Domains ist längst anerkannt. Ausnahmen gibt es nur dort, wo der aktuelle Inhaber selbst ein besseres Namensrecht hat, also z.B. zufällig so heißt wie die Stadt (Otto Wolfsburg oder Egon Hamburg), oder der Name gleichzeitig auch als Begriff mit anderer Bedeutung existiert (die Orte Amerika und Russland hätten gegen einen Portalbetreiber eines auf Amerika oder Russland spezialisierten Reiseportals keine so gute Karten). Interessant sind auch Domains unter abweichenden TLDs, also Berlin.com oder berlin.ch.

Daher sollte man es sich gut überlegen, es tatsächlich hier auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen. Ein Verkauf zu für beiden Seiten angemessenen Konditionen ist sicher lukrativer.

Gruß vom Wiz

2 „Gefällt mir“

hier die domain-recht homapage

Sorry, aber Du erzählst hier leider vollkommenen Blödsinn.

Da hast du leider recht.

Durch forschen fand ich im Inet folgendes heraus: http://www.domain-recht.de/recht/regel4.php

ich finds trotzdem total unfair…
es gibt solche gemeinden wie: Salz und da können die doch net herkommen und sagen: ja wir heissen salz, wir bekommen die domaine…

Hallo Leser,
ja das sieht nicht gut aus für meine Domäne.
Woher erfahre ich, wer da angefragt hat?
Mein Domainverwalter gab nur Bescheid, dass ich innerhalb von drei Tagen mich entscheiden muss.
Bei einer anderen Privatperson würde ich ablehnen, auch beim Tourismusverein würde ich ablehnen.
Wenn der Bürgermeister oder die Gemeinde an mich herantritt, dann würde ich leider einen Verkauf anstreben müssen.
Wie bekommt man den Namen des Antragstellers?
Auf eine Antwort würde ich mich freuen.
Vielen Dank im voraus für eure Unterstützung - hoffentlich hilft es.
Matis, der Junge aus Norwegen

Hallo,

Wie bekommt man den Namen des Antragstellers?

Naja, wenn du etwas verkaufst musst du doch auch einen Vertrag darueber aufsetzen. Spaetestens da musst du den Namen einsetzen.

Irgendwie glaube ich, die Problematik liegt vollkommen woanders. Will da jemand anonym deine Homepage kaufen und das auch noch mit Frist?

Schleichen soll der sich!

Ciao! Bjoern

Hallo,

ich finds trotzdem total unfair…

Was ist daran ungerecht? Das Namensrecht ist ein Recht was es schon aus römischer Zeit gibt. Du darfst auch IRL nicht den Namen eines anderen ausnutzen. Und machen wir uns doch nichts vor: Genau darum geht es doch. Aufgrund eines anderweitig bekannten Begriffs erhofft man sich viele Besucher, und darüber ggf. auch noch Erlöse aus Werbung, … wenn man sich im vollen Bewusstsein dieses Hintergrundes eine Domain registriert, an deren Name jemand anderes ganz objektiv ein besseres Namensrecht hat.

Im Internet kommt zudem aber auch noch ein weiterer Effekt dazu: Die Durchsetzung des Namensrechts dient der Qualitätssicherung. Denn auch da wollen wir uns nichts vormachen: Wer www.hamburg.de aufruft, der will auf die Seite der Stadt Hamburg und nicht auf die private Homepage von Otto Müller. Und die ganzen ausgenutzen fremden Namen frustrieren mehr und mehr Internet-Nutzer (mich eingeschlossen). Ich kann nichts schützenswertes daran erkennen, wenn täglich tausende Nutzer mit Absicht in die Irre geführt werden, damit jemand nur aufgrund der Tatsache, dass er schneller mit einer Domainreservierung war, sich jetzt die Taschen mit Werbung für irgendwelchen Blödsinn füllen lässt.

Gruß vom Wiz