Homestay new york

Hallo,

im Juni bin ich in New York und habe dort 4 Wochen Homestay gebucht – Unterkunft direkt bei einer Familie/Ehepaar (bekomme erst 2-3 Wochen vorher Bescheid bei wem genau ich unterkomme). Ich würde gern wissen, was mich da ungefähr erwarten könnte. Sicher kommt das auf die Leute dort an – ich meine also eher so allgemein.
Hat vielleicht schon jemand mit homestay Erfahrungen gemacht und wenn ja, welche?
Würde mich über ein paar (Kurz-)Berichte freuen.

Viele Grüße
Sandra

Hallo Sandra,

meinst du HomestayNY.com von Helayne Wagner? Habe da vor ein paar Jahren mal mein zweitbestes B&B gebucht. Abwicklung war zunächst etwas problematisch, da Helayne unbedingt eine Vorab-Überweisung haben wollte und, zumindest damals keine Kreditkarten akzeptierte. Hat mich dann etwas Aufwand gekostet das Geld wenigstens noch akzeptabel schnell und kostengünstig per TIPA-Net zu überweisen, aber das gebuchte B&B war schon eine Wucht.

Wir waren damals bei Paula und Gail Monroe in der Dekoven Ave. in Brooklyn und müssen zugeben, dass wir bald lieber noch dort Paulas Geschichten gelaucht hätten, als uns dann tatsächlich mal Richtung Manhattan zu begeben. Paula und Gail scheinen nicht mehr zu vermieten (jedenfalls bekamen Freunde von uns auf ein direktes Mail an sie keine Antwort und Helayne äußerte sich auch nicht zum Thema, aber ich habe das Haus mal auf einer anderen B&B-Seite neulich entdeckt, allerdings unter anderem Namen, Paula und Gail waren aber auch nicht mehr die Jüngsten.

Natürlich kommt es immer sehr auf den Host an, bei dem man wohnt, aber wenn Helayne mit allen Gastgebern so ein gutes Händchen hat wie mit Paula und Gail, kannst du dich glücklich schätzen. Paula und Gail vermieteten damals immer nur an eine Partei und so hatten wir zu zweit die ganze Etage für uns, inkl. Küche mit gut ausgestattetem Kühl- und Vorratsschrank (all incl.). Am ersten Abend gab es ein phänomenales Essen auf handgetöpfertem Geschirr mit diversen Gängen (Paula hatte nebenbei einen Cateringservice) mit ordentlichem deutschen Wein (nicht dieses Liebfrauenmilchgesöff, was man sonst in den Staaten so als dt. Wein kennt), ebenfalls im Preis enthalten. Und jedes Frühstück war wieder eine neue Sensation mit frisch gepressten Säften, eigenen Marmeladen, selbst gebackenen Blinis, Cremecheese/Salmon-Bagles, …

Wenn du noch keine B&B-Erfahrung hast, würde ich vorsichtig antesten, wie familiär die Verhältnisse sind und es hängt natürlich auch von dir ab, wie familiär du sie haben möchtest. Wir lieben diese Art von Urlaub und können sie nur wärmstens empfehlen und ein guter B&B-Host ist mehr wert als alle teueren Reiseführer zusammen. Von daher würde ich immer den engen Kontakt suchen, dann legen die Hosts üblicherweise von sich aus los und du kannst wunderbar abchecken, ob die Dinge die du dir so vorgenommen hast wirklich empfehlenswert sind, und wo es evtl. bessere und günstigere Alternativen gibt. Wir wollten damals unbedingt zum „Lightning of the Tree“ am Rockefeller Centre und verpassten dies dummerweise wegen eines verspäteten Flugs. Ein anderer B&B-Host empfahl uns dann das Anzünden vor der Met einige Tage später, was ohnehin viel schöner und familiärer wäre, und hatte recht. Wir wollten auch unbedingt zu Peter Lugar Steaks essen und wurden dann ins Pampa in der Amsterdam Ave. umgeleitet. Zahlten dort die Hälfte und waren besser bedient (Freunde haben später geweint, dass sie bis dahin immer zu P.L. gegangen waren), …

Gruß vom Wiz, der unbedingt auch mal wieder nach NYC muss und auf jeden Fall wieder bei Helayne buchen würde

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Hallo Wiz,

danke für deinen tollen Bericht (leider kann ich dir kein Sternchen geben, da ich noch keine 2 Monate Mitglied bin). Du hattest anscheinend wirklich eine super Zeit. Jetzt habe ich erst recht so richtig Lust auf den Urlaub bekommen. Wenn mein Homestay nur halb so gut wird wie deiner kann ich mich glücklich schätzen.

Ich habe bei „sara´s homestay“ (http://www.sarahomestay.com ) gebucht. Das hatte vor allem finanzielle Gründe. HomestayNY hört sich auch sehr gut an – ich war auf der Seite und die hat mir sehr gut gefallen, vor allem, dass man dort auch gleich sieht, welche Familien/Wohngelegenheiten zur Auswahl stehen. Aber für 4 Wochen würde das doch etwas teuer kommen. 28 Tage x 100 USD/130 USD = 2800 USD/3640 USD.
Zuerst wollte ich ein Appartement mieten – das günstigste kostete 1100 USD/Monat (weiß die Seite nicht mehr – newyork habitat oder so ähnlich) und als ich anrief um es zu mieten hieß es dann: Im Juni kostet es aber 2200 - na toll (wäre nicht schlecht wenn die das gleich auf der webside vermerken würden).
Bei Sara´s Homestay zahle ich pro Woche 212,50 USD für Brooklyn (Manhattan würde 312,50 USD kosten) + 100 USD Vermittlungsgebühr. Macht in meinem Fall 950 USD. Ich glaube günstiger geht’s nicht! Extra Tage (wenn man nicht monatsweise mietet) kosten übrigens 65 USD.

Die Sache ist schließlich die: Je mehr Flocken ich für die Unterkunft ausgebe, desto weniger bleibt übrig für Mahlzeiten/Vergnügungen/Museen/Musical/Klamotten etc. etc. Nachdem du schon in NY warst, weißt du sicher, was es da alles zu erleben gibt. Z. B. interessiert mich dieser Hubschrauberflug über Manhattan, auch wenn er nur 10 bzw. 15 Minuten dauert, dann möchte ich einmal mit einer Stretch-Limo fahren, Stadtführungen mitmachen usw.

Glücklicherweise werde ich abends nicht in Restaurants gehen, das mache ich lieber, wenn ich mit meinem Mann später noch einmal nach NY fliege, allerdings dann „nur“ für 4 oder 5 Tage (dann wäre auch homestayNY interessant). Leider konnten wir dieses Jahr nicht zur selben Zeit Urlaub nehmen und so mache ich zum ersten Mal einen Urlaub allein – bin mal gespannt wie das wird. Allerdings in Cafés oder Kneipen werde ich schon mal gehen. Naja, wahrscheinlich gehe ich hin und wieder auch mal „richtig“ essen (nicht nur Deli etc.), dann werde ich auf jeden Fall bei diesem Pampa vorbeisehen, das du erwähnt hast. Wenn es das noch gibt – man hört ja immer wieder, dass in New York Lokale/Geschäfte von heute auf morgen verschwinden können.

Ich habe mir jetzt schon mehrmals anhören dürfen: „Was willst du 4 Wochen in New York? Ist doch viel zu lang.“ Also, das glaube ich nicht. Auf einer webside habe ich gelesen, dass jemand der lange in NY gelebt hat schrieb: >Man kann 1 Jahr in NY leben und noch nicht einmal an der Oberfläche kratzen.

Hallo nochmal,

ich habe mir mal die genannte Seite angesehen. Klingt für mich weniger nach B&B als mehr nach Studentenzimmern, was aber nicht nachteilig sein muss. Würde mich trotzdem aber auf ein etwas geringeres Niveau einstellen. Aber du willst ja auch nicht nur auf der Bude sitzen, und natürlich gibt es in NYC auch für mehrere Wochen genug zu sehen und zu erleben. Alleine mit dem Shopping durch die diversen Läden für Küchen- und Haushaltswaren könnten meine Frau und ich Wochen verbringen: Pier 51, Fish-Eddy, … und auch die Kaufhäuser (mein Tipp: Takashimaya an der 5th, Japan pur weniger zum Einkaufen als zum Genießen), …

Und wenn du wissen willst, was ein richtig guter Burger ist (der nichts mit MCDoof, Würgerking, … zu tun hat), dann besuche mal einen Laden vom Jackson Hole (gibt eine Handvoll), und trinke dazu ein Bud aus einem geeisten Krug (so kalt schmeckt das Zeug nach einem langen Tag auf den Beinen sogar).

Ansonsten viel Spaß!

Gruß vom Wiz

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