Homöopathie aufgedröselt

in ein Fettnäpfchen nach dem anderen trampelst

Kriegst du zu viel Spritzer ab? :wink:
Gut, ich muß mich sowieso wieder mehr meinen Patienten widmen. Ist wohl jetzt auch genug gesagt und das mit der empirischen Wissenschaft kannst du selbst in seriösen Quellen nachlesen.

Halt Dich doch mal an Dieter Nuhr…

Tut mir leid. Der Herr Nuhr ist mir noch nicht vorgestellt worden.

Vorerst letzten Gruß
von Steffi

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Ein guter erfahrener Homöopath kann dir so manches an
Reaktionen vorher sagen.

Du begibst Dich damit auf das Nievau von Regentänzern.

Sagt ein Arzt nicht auch vorher, wie sich dies oder das entwickelt?
Auch Regentänzer?

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Hallo,
am Ende kommt in Diskussionen über Homöopathie oft eine Serie von eindrucksvollen Erlebnisberichten von Heilungserfolgen.
Da will ich auch noch eine beitragen.

Eine Freundin, medizinisch gebildet und beliebte Hobby-Homöopathin, hatte eine Nachbarin mit rasenden Korfschmerzen zu besuch. Besagte Freundin fühlte sich natürlich aufgerufen zu helfen, und identifzierte auch sicher ein Mittel.
Gefunden und gegeben - nach 10 Minuten war das Leiden kuriert, der Nachmittagsplausch ein voller Erfolg. Dankbar ging die vom Kopfschmerz befreite nach Hause.
Beim Aufräumen dann die Überraschnung, die Hobby-Homöopathin entdeckte, dass sie im Schränkchen daneben gegriffen hatte und der Dame gegen die Kopfschmerzen aus versehen ein Mittel gegen Verdauungsbeschwerden gab.
Wenn sie es nicht ausposaunt, wird sie wohl weiterhin den Ruf haben mit Homöopathie tolle Erfolge zu haben.

Außerdem sollte man auch nie vergessen, dass Krankheiten ohne jede Behandlung dazu neigen endlich zu sein oder in der Symptomstärke zu schwanken. Mancher positive Effekt tritt also auch nur zufällig nach einer Behandlung auf (auch in der Allopathie).

Gruß
Werner

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in ein Fettnäpfchen nach dem anderen trampelst

Kriegst du zu viel Spritzer ab? :wink:

Deutlich.

Ist wohl jetzt auch genug gesagt und das mit der empirischen
Wissenschaft kannst du selbst in seriösen Quellen nachlesen.

*seufz* Leider, leider nicht. Dann wäre das alles hier nicht nötig.

Halt Dich doch mal an Dieter Nuhr…

Tut mir leid. Der Herr Nuhr ist mir noch nicht vorgestellt worden.

Eine seiner Weisheiten findest Du sinngemäß aus anderem Munde auf dieser Website: http://www.einfach-mal-die-fresse-halten.net/

*PLONK*

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Ein guter erfahrener Homöopath kann dir so manches an
Reaktionen vorher sagen.

Du begibst Dich damit auf das Nievau von Regentänzern.

Sagt ein Arzt nicht auch vorher, wie sich dies oder das entwickelt?

Nein, ein seriöser Arzt tut genau das nicht.
Und ich glaube, auch ein seriöser Heilpraktiker trifft keine Vorhersagen.

.m

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Hallo auch,

Ein Homöopath verschreibt einer depressiven Frau ein
homöopathisches Medikament mit Johanniskraut in der
Konzentration D100.
nun versuche ich diese Behandlung aufzudröseln. Vermutlich
wird dies unvollständig sein, daher habe ich auch nichts gegen
Ergänzungen…

  1. Der Homöopath erstellt eine Diagnose
    Eine Diagnose erstellen ist sicherlich nichts
    Homöopathie-Spezifisches.

Was spricht gegen die Behandlung des Homöopathen ?

  1. Er verschreibt eine pflanzliche Medizin…
    auch das ist nichts Homöopathie-Spezifisches. Die Chinesen und
    auch unsere Vorfahren haben das seit Jahrtausenden gemacht.

Was spricht gegen die Behandlung des Homöopathen ?

  1. …und zwar nach dem Grundsatz „Similia similibus curentur“
    (Ähnliches mit Ähnlichem).

Auch bei TCM ??? Grundsätzlich ??? Oder hab ich da was verpasst ???

auch dies entbehrt nicht einer gewissen Logik. Als ehemaliger
Hitzeschockforscher weiss ich, dass ein milder Hitzestress die
Menge der Hitzeschutzproteine erhöht und somit vor Hitze
schützt. Auch wenn zwar Hahnemann das Prinzip „Similia
similibus curentur“ entdeckt/erfunden/verbreitet hat (oder
haben sollte), dann wird dieses Prinzip mittlerweile nicht nur
von der Homöopathie -bewusst oder unbewusst- angewendet.

Was spricht gegen die Behandlung des Homöopathen ?

  1. Der Homöopath sucht die richtige Konzentration,…
    Auch dass „viel hilft viel“ nicht immer richtig ist, ist
    vermutlich von allen medizinischen Richtungen anerkannt;
    insofern auch nichts Homöopathie-Spezifisches.

Was spricht gegen die Behandlung des Homöopathen ?

  1. …, die in diesem Beispiel D100 ist
    (AFAIK heisst dass 100x nacheinander jeweils 1:100 verdünnen
    und zwar nach einem bestimmten Verfahren, dass sich
    Potenzieren nennt)
    und JETZT sind wir bei DEM Unterschied der Homöopathie zu
    allen anderen medizinischen Richtungen: Ein Mittel wird
    stärker, je stärker es verdünnt ist, auch wenn kein einziges
    Wirkstoffmolekül mehr in dem Präparat ist.

Was spricht gegen die Behandlung des Homöopathen ? Ein Mittel in Überdosierung verursacht den Tod.

  1. Das Medikament wirkt.

Na also, der erste Schritt zur Einsicht.

Dies geschieht durch eine der beiden Möglichkeiten (oder durch
die Kombination beider):
a. Placebo-Effekt, bzw. Mobilisierung der Selbstheilkräfte
Dieser Effekt ist gut dokumentiert; deswegen werden ja
Doppel-Blind-Studien durchgeführt. Der Placebo-Effekt ist
ebenfalls nichts Homöopathie-Spezifisches.

Was spricht gegen die Behandlung des Homöopathen ?

b. Zufall
kann es ja auch bei Heilungen geben („Wer heilt hat Recht“
genauso wie beim Fussball: wer die Tore schiesst ist der
Held); sicher nichts Homöopathie-Spezifisches

Was spricht gegen die Behandlung des Homöopathen ?

ES KANN NICHT SEIN:
c. Ein Wunder/ bzw. ein metaphyischer Effekt
Denn die Homöopathie hält sich ja nicht für Hokuspokus sondern
für eine seriöse Wissenschaft

OK, das macht die „klassische Medizin“ auch. War gerade mal in Wien, und direkt neben dem Krankenhaus der Friedhof . Na sowas.

d. eine biochemische Wirkung
Dies kann auch nicht sein, weil sich bei der D100-Verdünnung
kein Wirkstoffmolekül in dem homöopathischen Präparat befunden
hat. Bei einer geringen Verdünnng von z.B. D4 könnte man
sicher überlegen, ob es eine biochemische Wirkung auf z.B.
einen Rezeptor (wo?) geben könnte.

Das solltest du mal nicht so einfach hinwerfen, sondern wissenschaftlich und empirisch nachweisen.

Bin mal gespannt, was ich bei dieser Aufzählung alles
vergessen habe.

Nicht vergessen, übersehen. Vielleicht mal über den eigenen Tellerrand rausschauen.

Wie man der „Aufdröselung“ entnehmen kann, sehe ich die
„Potenzierung“ als das „Wesentliche der Homöopathie“ an
(obiger Pkt.5) Alle anderen Punkte sind IMHO mit den anderen
medizinischen Richtungen mehr oder weniger weitgehend
vereinbar.

IMHO macht der Homöopath doch nichts anderes als der naturwissenschaftliche Mediziner oder der Chinese. Wobei letztere natürlich zugeben, daß Grenzen gesetzt sind oder auch zu anderen Maßnahmen (hier Naturwissenschaftliche Medizin) gelegentlich geraten wird (ein Homöopath operiert sehr ungerne).

Aber die „Potenzierung“ steht in völligem Widerspruch zu dem
naturwissenschaftlichen Weltbild.

Oh Gott, das ist natürlich schrecklich. Welche Partei muss ich demnächst wählen ?

Wie Cess (10.04.2007 12:44)
richtig bemerkte, hat Wasser nun mal kein Gedächtnis.

Gut, habe den Zusammenhang nicht nachgelesen. Aber wenn ich bedenke, zu wieviel % ich aus Wasser bestehe und mein Gedächtnis irgendwie vom Wasser abhängig ist,…
In welchen Bezug muss ich dein Argument jetzt nochmal verstehen ???

Die
scheinbaren Ergebnisse von J. Benviste von 1988 sind eindeutig
widerlegt worden.

Hab jetzt nicht mehr den Nerv, das nachzulesen, scheint wohl auch etwas dahingeworfen.

In diesem Punkt muss man sich entscheiden: entweder pro
Naturwissenschaft oder pro Homöopathie.

Warum ??? Ich habe allerbeste Erfahrungen mit Akupunktur gemacht, wo die Naturwissenschaft bereits aufgegeben hat.

Ich hätte nichts dagegen, wenn die Hochpotenzierungs-Homöopathie
behaupten würde, dass Ihre angeblichen Erfolge auf Wundern
(mit Wundern könnte ich leben…) beruhen und deswegen nur
dann und wann auftreten.

Klaro, würde deinem Weltbild so richtig entgegenkommen.

Aber genau das will die Homöopathie
ja nicht, da sie ja einen wissenschaftlichen Anspruch erhebt.

Der Erfolg zählt. Und dies gilt für Homöopathie, traditioneller westlicher Medizin, TCM, usw.
Und nicht jeder Mensch ist empfänglich für alles.

so far
yps

so fair
BW

Eine seiner Weisheiten findest Du sinngemäß aus anderem Munde
auf dieser Website:
http://www.einfach-mal-die-fresse-halten.net/

Warum pöbelst du hier eigentlich so herum ?

Grüße
BW

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Eine seiner Weisheiten findest Du sinngemäß aus anderem Munde
auf dieser Website:
http://www.einfach-mal-die-fresse-halten.net/

Warum pöbelst du hier eigentlich so herum ?

Was kann ich dafür, wie jemand anderes seine Website nennt, auf der er
Ruhrbischof Dr. Hengsbach zitiert?

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Mir haben Ärzte schon sehr häufig gesagt:
Ich mache jetzt… / ich gebe Ihnen jetzt… und dann wird es besser.

Mir ist es lieber, ich „falle“ auf ein Placebo herein, fühle
mich gut, als dass ich ein „Hammerpräperat“ nehme, das
Nebenwirkungen hat.

Heilen durch Lügen (was es im Endeffekt ja ist). Wenn es schon so weit gekommen ist, na dann Gute Nacht moderne Medizin.

Benni

Mir haben Ärzte schon sehr häufig gesagt:
Ich mache jetzt… / ich gebe Ihnen jetzt… und dann wird es
besser.

Mein Nachbar litt ständig unter Durchfällen und wie durch ein Wunder seit er sich ein grünes Auto zugelegt hat, sind die Durchfälle weg.
Jetzt ist er nur etwas ratlos, da seine Frau auch ein Auto braucht - welche Farbe darf es sein. Was würdest Du ihm raten???

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Hallo Steffi,

Ich vermute, dass…
das Auftreten der Warze auch zufällig

Hat man keine Antwort, muß wieder Vermutung und Zufall her.
Grad das versuchen wir ja eben hier außen vor zu lassen.

das Beispiel mit der Warze ist ja auch nicht gerade ein Fakt. Hingegen ist es Fakt, dass es in der Homöopathie an Doppelblindstudien erheblich mangelt und die wenigen, die es gibt, keinen Unterschied zu Placebos gezeigt haben.

Gruß,
Anja

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lila-pink-türkis kariert mit gelben Punkten (owT)
.

.

Danke ! Ich werde es weiter geben ^^

Hallo,

Heilen durch Lügen (was es im Endeffekt ja ist). Wenn es schon
so weit gekommen ist, na dann Gute Nacht moderne Medizin.

Wie du es auch nennst, der Mensch ist nicht vollkommen rational und liegt oft im Widerstreit mit sich selbst. Um seine Seele zu erreichen, muss man manchmal die Ration täuschen.
Wäre schön wenn Einsicht und Verständnis in Fakten heilungsfördernd wären, oft sind es aber eher Vertrauen, Zuversicht und Hoffnung. Oft auch kontrafaktisch.
Gruß
Werner

Hi,

Mein Sohn wurde mit Homöopathie von seiner Neurodermitis
weitgehend befreit (er war gut ein Jahr als die Behandlung
begann),

Neugeborene entwickeln häufig eine Neurodermitis, die im Lauf des ersten Lebensjahrs verschwindet.

meine Tochter ist ihre Warzen los (mit 15 Jahren).

Ich hatte mit ca. zwölf Jahren Warzen an den Füßen, bei denen auch alles mögliche versucht wurde, die kamen immer wieder. Als ich etwa 16 war, waren sie weg - ohne Behandlung, aber auch ohne Homöopathie.

Und alles bei beiden Kindern ohne Nebenwirkungen!

Stimmt, keine Wirkung, keine Nebenwirkung, daher kein Schaden. Ich bin der Meinung, erstmal sollte jeder für sich selbst entscheiden, welcher Behandlung er sich aussetzt. Kritisch sehe ich es erst, wenn es darum geht, Schutzbefohlene behandeln zu lassen. Es gibt ernsthafte Krankheiten, bei denen es fahrlässig ist, sich auf Homöopathie & Co. zu verlassen, anstatt die Schulmedizin hinzuzuziehen.

Was solls jedem das seine, wer nicht dran glaubt muss es ja
nicht ausprobieren und vertraut weiter auf die chemische Keule

Mich ärgert es so unglaublich, dass viele Homöopathie-Anhänger gleich mit der chemischen Keule argumentieren. Ich halte null von Homöopathie, aber ich dröhne mich nicht gleich mit Chemie zu, wenn ich mal was habe. Gegen diverse Zipperlein vertraue ich sogar ganz gerne auf meinen Kräutergarten, bei schwereren Zipperlein erkundige ich mich erstmal, welche natürlichen Präparate in Frage kommen. Gegen meine dauerhaften Kopfschmerzen setze ich mein Dinkelkissen ein, außer, es geht gar nicht mehr anders.

Womit ich nicht sagen will, dass ich keine Kopfschmerztabletten, Antibiotika o.ä. nehme, aber das ist eben nicht der erste Griff.

(ja ich weiß auch die muss ab und zu sein)
Wenns denn möglich ist vertrau ich der Homöopathie.

Das wäre mir nicht möglich - aber wie gesagt, soll erstmal jeder selbst entscheiden. Die Frage ist nur, wo man die Grenze zieht und in welchem Ausmaß andere davon betroffen sind.

Gruß
Cess

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das Beispiel mit der Warze ist ja auch nicht gerade ein Fakt.
Hingegen ist es Fakt, dass es in der Homöopathie an
Doppelblindstudien erheblich mangelt und die wenigen, die es
gibt, keinen Unterschied zu Placebos gezeigt haben.

Servus Anja,

das könnte auch an einem methodischen Problem liegen: wie definiere ich für homöopathische Doppelblindstudien, was ein Placebo ist? Der Ausgangsbeitrag dieser Homöopathiediskussion erläuterte ja, daß die Wirkung des homöopathischen Mittels beginnt, wenn in der Trägersubstanz kein physischer Wirkstoff mehr vorhanden ist. Wie macht man eine Kontrollsubstanz unter einer solchen Grundannahme?

Kai

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Hallo,

das könnte auch an einem methodischen Problem liegen: wie
definiere ich für homöopathische Doppelblindstudien, was ein
Placebo ist? Der Ausgangsbeitrag dieser Homöopathiediskussion
erläuterte ja, daß die Wirkung des homöopathischen Mittels
beginnt, wenn in der Trägersubstanz kein physischer Wirkstoff
mehr vorhanden ist. Wie macht man eine Kontrollsubstanz unter
einer solchen Grundannahme?

das spielt keine Rolle. Auf der einen Seite verwendest du das homöopathische Mittel, auf der anderen Seite einen definierten Plazebo (Traubenzucker o.Ä.). Wenn die Beschwerden in der Homöopathie-Gruppe signifikant häufiger gelindert werden / verschwinden als in der Plazebo-Gruppe, dann kannst du eine Aussage über die Wirkung genau dieses homöopathischen Mittels treffen. Das war die Kurzfassung. Natürlich spielen noch zig andere Dinge mit in die Studie wie Anzahl der Teilnehmer, Alter, andere Erkrankungen etc. pp.

Gruß
Cess

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Außerdem sollte man auch nie vergessen, dass Krankheiten ohne
jede Behandlung dazu neigen endlich zu sein oder in der
Symptomstärke zu schwanken. Mancher positive Effekt tritt also
auch nur zufällig nach einer Behandlung auf (auch in der
Allopathie).

Servus Werner,
eines der Hauptprobleme der ‚Nicht-Homöopathie‘ besteht darin, daß heute der weit überwiegende Teil der kranken Patienten während-, oder in zeitlicher Folge einer nicht-homöopathischen Behandlung stirbt. Das liegt daran, daß die meisten, wenn’s ernst wird, in die Arme der Schulmedizin flüchten - und daß es meist ‚ernst‘ war, bevor man gestorben ist. Diesen andauernden Negativ-Erfolg muß sich halt die Hahnemann-Fraktion nicht zurechnen lassen :smile:

Kai

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das spielt keine Rolle. Auf der einen Seite verwendest du das
homöopathische Mittel, auf der anderen Seite einen definierten
Plazebo (Traubenzucker o.Ä.). Wenn die Beschwerden in der
Homöopathie-Gruppe signifikant häufiger gelindert werden /
verschwinden als in der Plazebo-Gruppe, dann kannst du eine
Aussage über die Wirkung genau dieses homöopathischen Mittels
treffen. Das war die Kurzfassung. Natürlich spielen noch zig
andere Dinge mit in die Studie wie Anzahl der Teilnehmer,
Alter, andere Erkrankungen etc. pp.

Gruß
Cess

Servus Cess,

Du schilderst das Vorgehen im Bereich des physikalisch Faßbaren. Will man die Homöopathie ernst nehmen und mit den üblichen Meßwerkzeugen arbeiten, gerät man an ein Problem mit philosophischen Fragestellungen: gibt es verschiedene Nichtse? Ein Placebo ist so definiert, daß der zu messende Wirkstoff NICHT enthalten ist. Es trifft ja nicht zu, daß man die Wirkung von z.B. Traubenzucker messen will. Die Annahme ist, daß von einer Null-Menge auch eine Null-Wirkung ausgehen wird. Wenn ein homöopathischer „Stoff“ aus der ‚Sicht‘ des Meßwerkzeuges nicht vorhanden ist (das ist, glaube ich, die Geschichte mit der Lochschmidtschen Zahl) vergleiche ich zwei verschiedene ‚Nichtse‘, die nur aus verschiedenen Gründen Nichtse sind. Einmal, weil ich sicher sein muß, daß der zu prüfende Stoff nicht enthalten-, also NULL, ist, zum anderen weil die Wirkung von einer nicht-stofflichen ‚Information‘ ausgehen soll, die ich nicht messen kann. Für die Bedingungen der Blindstudie ist in beiden Fällen der Wirkstoff NICHT vorhanden - basta. Und nu?

Du hast den VORGANG gemessen, nicht den Wirkstoff!

Kai

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