Homöopathie aufgedröselt

Naja,

Du schilderst das Vorgehen im Bereich des physikalisch
Faßbaren. Will man die Homöopathie ernst nehmen und mit den
üblichen Meßwerkzeugen arbeiten, gerät man an ein Problem mit
philosophischen Fragestellungen: gibt es verschiedene Nichtse?

ich versuche die Studie auf der Behauptung des Erinnerungsvermögens von Wasser aufzustellen. Aber ich will auch gar nicht dafür plädieren, ich halte das Ganze ohnehin für Unsinn. Nur falls man es mal endlich wissenschaftlich belegen wollte, wäre das vielleicht ein Ansatzpunkt.

Gruß
Cess

Hallo Kai,

für eine mögliche homöopathische Doppelblindstudie könnte man IMHO schon ein andere Definiton von Placebo verwenden. Eben die beiden verschiedene „Nichtse“, wie Du es (sehr treffend) ausdrückst.
Als zu testende Substanz eben eine Hochpotenzierte Verdünnung, die nach dem Potenzierungsverfahren hergestellt wurde und als Kontrolle eben eine Substanz, die phyikalisch identisch verdünnt ist, nur eben nicht potenziert wurde. (Die Potenzierung erfolgt ja AFAIK durch eine spezielle Schütteltechnik).
Somit würde man schon den „Vorgang messen“ und „nicht den Wirkstoff“, wie Du schreibst. Aber darum würde es doch gehen, oder??

gruessli
yps

Servus Cess,

Du schilderst das Vorgehen im Bereich des physikalisch
Faßbaren. Will man die Homöopathie ernst nehmen und mit den
üblichen Meßwerkzeugen arbeiten, gerät man an ein Problem mit
philosophischen Fragestellungen: gibt es verschiedene Nichtse?
Ein Placebo ist so definiert, daß der zu messende Wirkstoff
NICHT enthalten ist. Es trifft ja nicht zu, daß man die
Wirkung von z.B. Traubenzucker messen will. Die Annahme ist,
daß von einer Null-Menge auch eine Null-Wirkung ausgehen wird.
Wenn ein homöopathischer „Stoff“ aus der ‚Sicht‘ des
Meßwerkzeuges nicht vorhanden ist (das ist, glaube ich, die
Geschichte mit der Lochschmidtschen Zahl) vergleiche ich zwei
verschiedene ‚Nichtse‘, die nur aus verschiedenen Gründen
Nichtse sind. Einmal, weil ich sicher sein muß, daß der zu
prüfende Stoff nicht enthalten-, also NULL, ist, zum anderen
weil die Wirkung von einer nicht-stofflichen ‚Information‘
ausgehen soll, die ich nicht messen kann. Für die Bedingungen
der Blindstudie ist in beiden Fällen der Wirkstoff NICHT
vorhanden - basta. Und nu?

Du hast den VORGANG gemessen, nicht den Wirkstoff!

Kai

Hallo Ulrich,

Bin mal gespannt, was ich bei dieser Aufzählung alles
vergessen habe.

Du hast vergessen, daß der Placebo Effekt eigentlich erst am
Anfang seiner Erforschung steht:
http://www.quarks.de/dyn/22014.phtml
http://www.quarks.de/dyn/13233.phtml
http://www.daserste.de/wwiewissen/thema_dyn~id,kdayd…

merci für die interessanten links!

In diesem Punkt muss man sich entscheiden: entweder pro
Naturwissenschaft oder pro Homöopathie.

Nein, muß man IMHO nicht. Man sollte nur im Hinterkopf
behalten, daß der Placebo Effekt eine mächtige Einrichtung
ist, die von beiden „Lagern“ eingesetzt wird.

mir ging es bei dieser „Pro-Contra-Entscheidung“ eben nicht um den Placebo-Effekt, sondern um die von der Homöopathie postulierte Wirkung von Hochpotenzen (=Substanzen, die keine Wirkstoffmoleküle aufgrund der extremen Verdünnung mehr haben können) auf den Organismus. Und diese Wirkung soll sich eben auf den Körper in naturwissenschaftlicher Sicht beziehen. Also im Prinzip auf die biochemischen Vorgänge. Oder liege ich da falsch?? (Wenn ja, möge mich bitte jemand der Höompathie-Kundigen korrigieren).
Ich hätte kein Problem damit, wenn die Homöopathie erklären würde, die Hochpotenzen würden auf so etwas wie eine „Aura“ wirken. Dann würden wir uns in zwei separaten Weltanschauungen bewegen. Aber wenn es eine naturwissenschaftliche Wirkung geben soll, dann muss sie auch einer naturwissenschafltlichen Überprüfung/Theorie standhalten. Selbstverständlich ist aber in der Naturwissenschaft noch nicht alles bekannt! Aber es gibt Grenzen: z.B. wird auf der Erde ein Apfel immer nach unten fallen und ein Mensch wird nie aufgrund von Gedankenanstrengung schweben können…

Bester Gruss
Ulrich

mfg Ulrich

Hallo Cess,

Es gibt ernsthafte Krankheiten, bei denen
es fahrlässig ist, sich auf Homöopathie & Co. zu verlassen,

Es ist fahrlässig, sich auf Medizin oder Homöopathie zu verlassen ohne sich über alle Aspekte zu informieren.
Und es ist fahrlässig dauerhaft Medikamente zu nehmen, oder operieren zu lassen, wenn eine andere Möglichkeit helfen könnte.
Natürlich würde ich meinem Kind bei Leukämie die Knochenmarktransplantation nicht vorenthalten, aber ich würde auch dem Siechtum nicht zuschauen ohne die Homöopathie versucht zu haben.

Gruß Steffi

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Hallo,

es kommt auch auf die verwendete Potenz an, denn die Wirkungsweisen unterscheiden sich durchaus deutlich, ob ich eine D30, eine C30, oder eine LM30 verwende. Außerdem ist der zeitliche Abstand von Wiederholungen von großer Bedeutung.
Fragt sich, ob diese Aspekte, die Grundlage der homöopathischen Wirkung sind berücksichtigt wurden.
Wer hat denn die Studie geleitet?

Gruß Steffi

Potenzierung
Hallo Steffi,

erst man Danke, dass Du Dich an der Diskussion beteiligst.
Ich hoffe, Du kannst feststellen, dass es mir nicht um Polemik oder Beleidigungen, Diffamierungen der Homopathie geht.

Die Homöopathie hat ein breites Spektrum, nämlich an Potenzen.
Von ganz gering (z.B. D2) bis stark durchgreifend (z.B. 10M,
LM30)

Und da liegen halt Welten für mich dazwischen. In D2 sind sicherlich noch Wirkstoffmoleküle vorhanden. Und ich halte es auch für möglich, dass eine geringere Wirkstoffkonzentration eine bessere Wirkung erzielen kann (z.B. D4. Aber eine Zubereitung ohne Wirkstoff kann keine biochemische Wirkung erzielen.
(info zur Potenzierung: http://de.wikipedia.org/wiki/Potenzieren_%28Hom%C3%B…)

Müsste es aber nicht auch für Homöopathen interessant sein zu wissen, wie denn die Potenzierung mechanistisch(?) wirken könnte? Oder muss man das, bzw. daran glauben?

bester gruss
yps

Hi Namensvetter,

merci für die interessanten links!

Einen hätt ich noch: http://www.handrick-net.de/homoeopathie/homoeopathie…

Ich hätte kein Problem damit, wenn die Homöopathie erklären
würde, die Hochpotenzen würden auf so etwas wie eine „Aura“
wirken. Dann würden wir uns in zwei separaten Weltanschauungen
bewegen. Aber wenn es eine naturwissenschaftliche Wirkung
geben soll, dann muss sie auch einer naturwissenschafltlichen
Überprüfung/Theorie standhalten.

Dazu findet sich im obigen Link die Passage:
Daß „potenzierte“ Arzneimittel im Vergleich zu nur im selben Grad verdünnten Mitteln im Doppelblindversuch besser abschneiden, wurde bisher noch nie glaubhaft bewiesen. 1988 aber schien der Durchbruch gelungen. Jaques Benveniste behauptete in der internationalen Wissenschaftszeitschrift Nature, daß hochpotenzierte (anti-IgE-) Lösungen, die keine Wirkstoffmoleküle mehr enthielten, wirksam waren: der erste Beweis der homöopathischen Theorie! Die Publikation führte aber zu einem Wissenschaftsskandal (35). Eine neutrale Untersuchungskommission deckte auf, daß die Ergebnisse entgegen den Aussagen von Benveniste nicht doppelblind gewesen waren, und daß man gefälschte, nämlich selektierte Daten verwendet hatte. 1993 wiederholte ein britisches Forscherteam die Versuche, unterstützt von homöopathischen Arzneifirmen und Homöopathie-Forschungseinrichtungen. Ergebnis: negativ.

Selbstverständlich ist aber in der Naturwissenschaft noch
nicht alles bekannt!

Selbstmurmelnd: ja! Unser Nachwuchs soll ja auch noch was zu forschen haben.

Aber daraus immer gleich eine Existenz einzufordern, weil „Die Wissenschaft“ nichts belegen kann, ist doch mehr als fragwürdig.

Mal ganz nebenbei:
Besonders interessant finde ich (auch aus obiger Quelle)
Die „Theorien“ der Parawissenschaften sind äußerst bildhaft und erscheinen deshalb dem Laien so glaubwürdig. Wie eingängig ist doch der Slogan der Außenseitermedizin, daß wir „der ganzheitlichen Natur mehr vertrauen sollten als der bruchstückhaften Wissenschaft“! Aber „Erfahrungsheilkunde“ ist kein Merkmal der Außenseitermedizin; auf ihr beruht die gesamte wissenschaftliche Medizin. Und wie steht es mit „Ganzheitlichkeit“? Die wissenschaftliche Medizin ist mit ihrem Bemühen, den ganzen Menschen zu sehen, viel weiter. Wenn bei Ohr-Akupunktur, Akupunktur nach Voll, Handlinien-Lesen, Irisdiagnostik und Fuß-Reflexzonenmassage anhand eng begrenzter Körperteile diagnostiziert und therapiert wird, dann wird die Ganzheit zur leeren Phrase. Denn die Behauptung, man könne damit kranke Organe spezifisch beinflussen, ist wissenschaftlich schwer nachvollziehbar und nicht belegt. Die Vorstellung, durch Drücken eines speziellen Punktes am Fuß Darm oder Magen beeinflussen zu können, zeugt von mechanistischer Schalttafel-Mentalität, was grotesk ist angesichts der Kritik an der angeblich mechanistischen Wissenschaft (45).

mfg Ulrich

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Hallo,
es könnte das Problem entstehen, dass aus homöopathischer Sicht, das Placebo Wirkstoffhaltig ist. Entweder weil es selbst eine unbeabsichtigte Potenz darstellt oder eben winzige Rückstände von irgendwas enthalten sind. die Doppelblindstudie wäre also ein Vergleich zweier wirksamer Substanzen.
Gruß
Werner

Hallo Steffi,

im letzten Zweig dieses Astes der Diskussion ging es THEORETISCH darum, wie man eine Studie durchführen KÖNNTE.
Natürlich müsste dabei ein Homöopath die Dosis für jeden Patienen einzeln festlegen und dann bekommt der Patient das Medikament (=mit korrekter Potenzierung verdünnt) oder eben das Placebo (in diesem Falle die gleiche Verdünnung ohne Potenzierung).

gruss
yps

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hallo yps,

es geht bei der ganzen sache nicht um medizin. es geht vielemehr um eine dimension der bildungsfeindlichkeit.
es ist der derjenigen, die vor jahrhunderten jene nach wissen strebenden auf scheiterhaufen brachten, es ist der geist derjenigen, welche vor jahrzehnten zu bücherverbrennungen führte, es ist der geist derjenigen, der vor jahren buddhastatuen sprengen liess. es ist die auferstehung jener, welche glauben, täuschereien, trickserien und betrug zu einem großen geschäftsmodell zu machen.
all dies gescheiterten existenzen, ehemalige sekretärinnen, umgeschulte gärtnerinnen usw. versprechen heilung umd daraus profit zu ziehen. sie verdienen genauso wie ein arzt ihr brot dadurch, nur geben sie es im unterschied zu ebensolchen nicht zu, schieben höhere ziele vor.
es sind diejenigen, welche früher als wahrsager, quacksalber und hexer durch land gezogen wären, nur daß sie in einer demokratischen gesellschaft auch mit esoterik ein einkommen haben dürfen.
aber mit medizin hat es überhaupt nichts zu tun, eine mischung aus esoterik und angewandter psychologie, mehr nicht.
es ist nunmal das gesetz des kapitalismius, daß ein jeder danach streben muss, möglichst profit zu erwirtschaften, darum geht es.

strubbel

Hallo Tommy,

Danke für Deinen Beitrag,
wenn es Dich nicht stört, möchte ich nur ganz kurz antworten:

  1. „Wer heilt hat recht“
    Insofern spricht nichts gegen die Behandlung des Homöopathen, wenn es denn hilft.

  2. Akupunktur ist keine Homöopathie
    Mir ging es eben um die Unterscheidung der Homöopathie zu den anderen „Alternativ-Medizinen“, wozu ich z.B. Akupunktur und TCM rechne. Leider habe ich es scheinbar nicht geschafft, meine Gedanken so „zu Papier“ zu bringen, dass dieser Unterschied klar wird. Sorry.

  3. Wenn Du Dich über Homöopathie/Potenzierung/„Wassergedächtnis“ informieren möchtest, dann ist http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie
    ein guter link.

  4. mir geht es wirklich nicht um Polemik.

bester Gruss
yps

hallo strubbel,

erst mal eine Veständnisfrage:

beziehst Du Dich bei „denjenigen, welche früher als Wahrsager (…) durch die Lande gezogen wären“
nun auf:
-nur Homöopathen ?
-alle „Alternativmediziner“?
-alle Mediziner und in der Gesundheitsbranche Tätigen überhaupt?
oder was?

grüezi
yps

ps: für Deine ausdrucksstarke, mit Stilmitteln gespickte Sprache gebe ich Dir ein Sternchen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Hi,

Mein Sohn wurde mit Homöopathie von seiner Neurodermitis
weitgehend befreit (er war gut ein Jahr als die Behandlung
begann),

Neugeborene entwickeln häufig eine Neurodermitis, die im Lauf
des ersten Lebensjahrs verschwindet.

Nö dauerte gut 2 Jahre.

meine Tochter ist ihre Warzen los (mit 15 Jahren).

Ich hatte mit ca. zwölf Jahren Warzen an den Füßen, bei denen
auch alles mögliche versucht wurde, die kamen immer wieder.
Als ich etwa 16 war, waren sie weg - ohne Behandlung, aber
auch ohne Homöopathie.

Nach mehreren (!!!) OPs bei denen jedesmal die Warzen ausgeschält wurden und in schöner Regelmäßigkeit wiederkamen empfahl mir eine Bekannte Globuli. Nach 3 Monaten waren alle Warzen weg, bereits nach ein paar Tagen hörten alle zu wachsen auf.

Und alles bei beiden Kindern ohne Nebenwirkungen!

Stimmt, keine Wirkung, keine Nebenwirkung, daher kein Schaden.
Ich bin der Meinung, erstmal sollte jeder für sich selbst
entscheiden, welcher Behandlung er sich aussetzt. Kritisch
sehe ich es erst, wenn es darum geht, Schutzbefohlene
behandeln zu lassen. Es gibt ernsthafte Krankheiten, bei denen
es fahrlässig ist, sich auf Homöopathie & Co. zu verlassen,
anstatt die Schulmedizin hinzuzuziehen.

Wer sagt dass ich die Schulmedizin nicht zu rate gezogen habe? Der Kinderarzt war super, erst sagt er es ist keine Neurodermitis (bei der U2), nach 2 Monaten korrigiert er sich es ist doch ND und gab mir ein Rezept für 500 g (!) Kortisonsalbe.

Was solls jedem das seine, wer nicht dran glaubt muss es ja

nicht ausprobieren und vertraut weiter auf die chemische Keule

Mich ärgert es so unglaublich, dass viele Homöopathie-Anhänger
gleich mit der chemischen Keule argumentieren. Ich halte
null von Homöopathie, aber ich dröhne mich nicht gleich
mit Chemie zu, wenn ich mal was habe. Gegen diverse Zipperlein
vertraue ich sogar ganz gerne auf meinen Kräutergarten, bei
schwereren Zipperlein erkundige ich mich erstmal, welche
natürlichen Präparate in Frage kommen. Gegen meine dauerhaften
Kopfschmerzen setze ich mein Dinkelkissen ein, außer, es geht
gar nicht mehr anders.

Womit ich nicht sagen will, dass ich keine
Kopfschmerztabletten, Antibiotika o.ä. nehme, aber das ist
eben nicht der erste Griff.

(ja ich weiß auch die muss ab und zu sein)
Wenns denn möglich ist vertrau ich der Homöopathie.

Das wäre mir nicht möglich - aber wie gesagt, soll erstmal
jeder selbst entscheiden. Die Frage ist nur, wo man die Grenze
zieht und in welchem Ausmaß andere davon betroffen sind.

Richtig soll jeder selbst entscheiden.

Gruß
Cess

Gruß

Katl

vielemehr um eine dimension der bildungsfeindlichkeit.
es ist der derjenigen, die vor jahrhunderten jene nach wissen
strebenden auf scheiterhaufen brachten, es ist der geist
derjenigen, welche vor jahrzehnten zu bücherverbrennungen
führte, es ist der geist derjenigen, der vor jahren
buddhastatuen sprengen liess. es ist die auferstehung jener,
welche glauben, täuschereien, trickserien und betrug zu einem
großen geschäftsmodell zu machen.
all dies gescheiterten existenzen - genau dies sind in meinen augen diejenigen, die sich weigern, die fähigkeiten und leistungen der homöopathie anzuerkennen.(oder die anderen, die durchaus um diese a heute jedes individuum frei ist kannst du leider nicht verhindern, daß es leute gibt, fähigkeiten wissen und ungeliebte konkurrenz ausschalten möchten.)

umgeschulte gärtnerinnen usw. versprechen heilung umd daraus
profit zu ziehen. sie verdienen genauso wie ein arzt ihr brot
dadurch, nur geben sie es im unterschied zu ebensolchen nicht
zu, schieben höhere ziele vor.
es sind diejenigen, welche früher als wahrsager, quacksalber
und hexer durch land gezogen wären, nur daß sie in einer
demokratischen gesellschaft auch mit esoterik ein einkommen
haben dürfen.
aber mit medizin hat es überhaupt nichts zu tun, eine mischung
aus esoterik und angewandter psychologie, mehr nicht.
es ist nunmal das gesetz des kapitalismius, daß ein jeder
danach streben muss, möglichst profit zu erwirtschaften, darum
geht es.

hp und thp dürfen nach dem deutschen arzneimittelrecht keine heilung versprechen. sie dürfen nur therapieren. versprechen sie heilung machen sie sich mit allen rechtlichen konsequenzen strafbar.

human hp besitzen - je nach ausbildungsträger - eine fundierte medizinische grundlagenausbildung. sie müssen eine prüfung vor der ärztekammer absolvieren. diese prüfung ist standartisiert, streng und die ergebnisse glaubwürdig. scharlatane haben keine chance, sich durchzumogeln.
mangelndes wissen = keine zulassung.

thp unterliegen sogar weit strengeren auflagen, weil sie keine lobby besitzen, die sie (zähneknirschend) akzeptiert. selbst thp`s - wieder je nach bildungsträger - unterliegen einem fast normalen tierärztlichen grundlagenstudium. allein, um physiologische, anatomische oder pathologische zusammenhänge zu verstehen.
aber: in der homöopathie geht es nicht um krankheiten. es geht i.d.r. nicht um isolierte symptome - das tut es nur in akuten notfällen. behandelt wird die gesamtheit der symptome. das individuum mit all seinen vorlieben, abneigungen, symptomen, die mit der grunderkrankung scheinbar nicht in verbindung stehen. wer was anderes behauptet, hat hahnemanns ideen nicht verstanden.

leider gottes gibt es genug hp´s wie thp´s, die ihren job als heilkräftige finanzielle sanierung betrachten. scharlatane und möchte-gern-therapeuten findet man überall und leider gottes viel zu viele. esotherisch angehauchte, bis schwer durchleuchtete „therpeuten“, die der gesamten sparte den ruf versauen.

da aber jedes individuum frei ist und einen freien willen besitzt, steht es jedem individuum auch frei, eine ihm genehme behandlungsmöglichkeit zu wählen. lg am.

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strubbel

Leider kann ich Dir nur einen Stern geben, aber den hast Du Dir wahrhaftig verdient.

Hallo,

meine Tochter ist ihre Warzen los (mit 15 Jahren).

Ich hatte mit ca. zwölf Jahren Warzen an den Füßen, bei denen
auch alles mögliche versucht wurde, die kamen immer wieder.
Als ich etwa 16 war, waren sie weg - ohne Behandlung, aber
auch ohne Homöopathie.

Nach mehreren (!!!) OPs bei denen jedesmal die Warzen
ausgeschält wurden und in schöner Regelmäßigkeit wiederkamen
empfahl mir eine Bekannte Globuli. Nach 3 Monaten waren alle
Warzen weg, bereits nach ein paar Tagen hörten alle zu wachsen
auf.

Nach ein paar Tagen konntest du erkennen, dass sie nicht mehr wachsen?
Was waren das denn für Turbowarzen, dass man da tageweise das Wachstum sehen konnte?

Einer Schulfreundin/Nachbarin von mir wuchsen in der Pubertät die Hände mit Warzen zu. Wurde 2 mal mit OPs entfernt. Die ganzen Hände für Wochen im Verband. Sah dann aus als hätte sie die Hände verbrannt.
Als sie dann wieder kamen hat eine alte Bäuerin ihr die Hände mit den Schalen von Pferdebohnen eingerieben und die im Garten vergraben. Mit der Aussage durch die Verrottung der Schalen würde nun die Krankheit mit verrotten.
Die Warzen verschwanden und als die letzte Weg war, haben die Nachbarn nach den Bohnenschalen gegraben … die waren auch weg.
Was soll uns das nun sagen? Magie? Homöopatie? Naturheilkunde?
Ich hatte selbst jahrelang Warzen unter den Füßen, die kamen und gingen. Einige waren sehr hartnäckig. Der Hautarzt wollte sie nicht wegschneiden, meinte an den Füßen kommen sie dann doch wieder. Ich sollte also mit Salizylaten immer schön abtragen bis auf’s Fleisch. Hab ich mit wenig erfolg mehrmals gemacht.
Eines schönen Sommers bin ich dann eine Woche lang barfuß an der Nordsee rumgelaufen. Und, oh Wunder, ihr ahnt es, die Warzen waren weg und kamen nicht wieder. Homöopatie? Schlicktherapie?

Gruß
Werner

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Hi,

Eines schönen Sommers bin ich dann eine Woche lang barfuß an
der Nordsee rumgelaufen. Und, oh Wunder, ihr ahnt es, die
Warzen waren weg und kamen nicht wieder. Homöopatie?
Schlicktherapie?

meine Rede, bei mir lief es damals ähnlich. Und die Sache mit der Neurodermitis gibts wie gesagt häufig bei Neugeborenen, bei den einen verschwindet sie früher, bei anderen später, bei noch anderen gar nicht …

Gruß
Cess

Im Krankenhaus sterben die Leut’
Hallo auch,

War gerade mal in Wien, und direkt neben dem Krankenhaus der Friedhof . Na sowas.

Es stimmt, die kranken Menschen sterben alle im Krankenhaus und nie beim Heilpraktiker oder Homöopathen. Interessanterweise passiert das sogar Menschen, die der klassischen Medizin sehr kritisch gegenüber stehen.

Gruß
Carlos

Der obige Text kann Spuren von Ironie enthalten.

Warzen weglabern
Hallo Werner,

Homöopatie?
Schlicktherapie?

Warzen (verschwundene) scheinen ein Paradebeispiel für den Placebo-Effekt zu sein. Und sie haben ein stures Eigenleben. Und nicht umsonst gibt es ja sogar im Sprachgebrauch den Begriff „Warzen besprechen“. Wenn ich mal eine hab, nehm ich mir zehn Minuten Zeit um das Ding wegzuquatschen. Das funktioniert immer :smile:

Meine Neurodermitis bin ich übrigens mit schulmedizinischer Hilfe losgeworden. Ich denke, das sollte hier auch mal erwähnt werden, dass das geht.

Gruß,
Iris

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Es gibt die exakten und die
empirischen Wissenschaften - die Medizin ist eine
empirische…

Es geht doch um Medizin!
Ob nun Medizin oder Homöopathie - beide arbeiten empirisch.

Bei Therapieempfehlungen sollte es aber um evidenzbasierte Medizin gehen. Die Standards 1 oder 2 des Centre for Evidence-Based Medicine,Oxford, sollten erfüllt sein. Ein einfacher Fallbericht oder die Wunschträumerei von Hahnemann reicht da nicht!

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