Homöopathie aufgedröselt

Hallo Yps,

erst man Danke, dass Du Dich an der Diskussion beteiligst.

Oh, danke für die Blumen! Ist doch Ehrensache!

Ich hoffe, Du kannst feststellen, dass es mir nicht um Polemik
oder Beleidigungen, Diffamierungen der Homopathie geht.

Oh ja, man merkt, ob das Gegenüber trotz eigener Meinung um der Sache Willen diskutiert oder nicht. Und in so fern danke ich dir auch.

Müsste es aber nicht auch für Homöopathen interessant sein zu
wissen, wie denn die Potenzierung mechanistisch(?) wirken
könnte? Oder muss man das, bzw. daran glauben?

Müßte es nicht nur, sondern wäre es auch. Wir Homöopathen wären froh darüber es zu wissen.
Aber mechanisch? Sicher nicht. Vielleicht auf irgendeine Weise energetisch oder biochemisch.
Man muß nicht daran glauben. Man sollte es nur nicht für unmöglich halten, daß es später einmal beweisbar sein könnte, wie man z.B. erst in „jüngerer“ Zeit nachgewiesen hat wie unsere Gehirnzellen untereinander kommunizieren. Vorher wußte man nur, daß sie es tun und mit welcher Wirkung.

Gruß Steffi

Jeder haelt das Ende seines Horizonts
fuer das Ende der Welt, und das ist
im Intellektuellen so unvermeidlich,
wie im physischen Sehen der Schein,
dass am Horizont der Himmel die Erde
beruehrt.

Schopenhauer.

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Jeder haelt das Ende seines Horizonts
fuer das Ende der Welt, und das ist
im Intellektuellen so unvermeidlich,
wie im physischen Sehen der Schein,
dass am Horizont der Himmel die Erde
beruehrt.

Wissenschaft ist eben genau das Gegenteil. Deshalb werden Theorien ja auch nicht
„bewiesen“, sondern „überprüft“. Der Wissenschaftler zeichnet sich durch die
Sisyphus-Arbeit aus, immer nach dem nächsten Fehler in seiner Theorie zu suchen,
um eine bessere zu finden.

Der Homöopath meint hingegen, Hahnemann habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und sucht verzweifelt nach Anhaltspunkten dafür, dass das stimmt - und findet leider keine.

.m

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Ich wollte mich mal beschweren (leicht ot)
Hallo,

ich habe jahrelang gegen meinen Heuschnupfen (nicht sehr stark) homeopathische Tropfen genommen und die Symptome wurden tatsächlich gelindert.
Nachdem ich diese ganzen Diskussionen heir gelesen habe, brav die Links angeklickt und vieles auch gelesen habe, werde ich dieses Jahr wohl mehr leiden als in früheren Jahren - denn die Argumente, die gegen Homeopathie vorgebracht werden, sind einfach nicht dazu angetan bei mir den Placeboeffekt auszulösen.
Mit anderen Worten: die homeopathische Fraktion überzeugt einfach nicht.
Was ich - in Anbetracht meines kommenenden Heuschnupfens - sehr bedauerlich finde.

Gruß
Elke

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Hallo Elke,

ich finde es sehr vernünftig, dass Du von diesem ganzen Homöopathie-
Hokus-Pokus endlich Abstand nimmst.
So einen Aberglauben hätte ich Dir wirklich nicht zugetraut.
Du bist doch sonst eine vernünftige Frau, die mitten im Leben steht!
Das Zeug hat zwar bei Dir gewirkt, aber das sagt überhaupt nichts (ohne
die passende Studie) aus.
Dagegen gibt es jede Menge Medikamente mit Kortison ( und präzisen
Blind- und Doppelblind Studien dazu).

Das „funzt“ richtig! (um den beliebten Ausdruck zu gebrauchen)

Also: jetzt bloss nicht weich werden und heimlich Globuli einwerfen!

Ich zähle auf Dich!
Esther

beweist was hier?
Dabei sind wir doch oder?
Die Hömöopathen versuchen zu belegen, dass ihre Therapie wirkt. Sie wirkt hin und wieder, das bezweifelt ja fast keiner - nur biochemisch ist das bisher noch nicht bewiesen worden und nun?

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Blöde Polemik
Ach Esther,

Dagegen gibt es jede Menge Medikamente mit Kortison ( und
präzisen Blind- und Doppelblind Studien dazu).

warum denn der Vergleich mit Cortison? Warum immer gleich in diese billige Schublade greifen? BÖSES, schlimmes Cortison, man kommt sich ja fast wie ein schlechter Mensch vor, wenn man es wagt, Cortison einznehmen … meine Güte, dieses Medikament rettet Leben!

Ich wünsche Dir, dass Du niemals in die Situation kommst, Cortison zu brauchen.

Gruß,
Iris

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Hallo Iris,

warum denn der Vergleich mit Cortison?

Weil Kortison nun einmal in vielen Medikamenten
gegen Heuschnupfen enthalten ist.

http://www.astrazeneca.ch/pdf_pneu_kortison_light.pdf

Gruss
Esther

Hallo Esther,

Weil Kortison nun einmal in vielen Medikamenten
gegen Heuschnupfen enthalten ist.

ich glaube, ich verstehe Dich nicht. Was willst Du Elke sagen? Dass sie gerade dabei ist, eine Dummheit zu begehen, weil sie evtl. von der Homöopathie Abstand nimmt?

Zum Cortison: Ich gehe mal davon aus, dass ein Heuschnupfenmittel, das Cortison enthält verschreibungspflichtig ist. Es gibt ganz großartige andere Medikamente, die keins enthalten - die Antihistaminika. Und ich glaube nicht, dass ein Artz Cortison bei Heuschnupfen verordnet, wenn dies nicht dringend erforderlich ist. Und es kann erforderlich sein - bei Leuten mit massiven Problemen z. B. mit den Atemwegen. Für die ist Cortison ein Segen und manchmal überlebenswichtig.

Reden wir aneinander vorbei?

Gruß,
Iris

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Hi,

Die Hömöopathen versuchen zu belegen, dass ihre Therapie
wirkt. Sie wirkt hin und wieder, das bezweifelt ja fast keiner

nu ja, das bezweifeln doch einige. Tatsache ist, dass irgendwas wirkt, aber ob das nun die Zeit ist oder der PLaceboeffekt oder Gottes heilende Hand, darüber sind wir uns eben nicht einig und das kann niemand sagen.

Gruß
Cess

Hi,

Ich wünsche Dir, dass Du niemals in die Situation kommst,
Cortison zu brauchen.

das kann ich nur unterstreichen. Kortison ist ein Sauzeug, aber manchmal eben lebensnotwendig. Ich muss da nur an meinen Kater denken, der ohne Kortison nicht mehr leben würde, um ein Beispiel aus der Tierwelt zu nennen.

Gruß
Cess

Konsequenz
Hallo Iris

ich glaube, ich verstehe Dich nicht. Was willst Du Elke sagen?
Dass sie gerade dabei ist, eine Dummheit zu begehen, weil sie
evtl. von der Homöopathie Abstand nimmt?

Das kann man eigentlich „zwischen den Zeilen lesen.“
Sie nimmt ein homöopathisches Präparat gegen Heuschnupfen.
Es hat bislang gewirkt.
Sie studiert aufmerksam die Argumente der „Homöopathie-Fraktion.“
Sie überzeugen sie aber nicht
Nun befürchtet sie, der „Placebo-Effekt“ wie sie es zu nennen
beliebt - denn darauf führt sie den bisherigen Heilungserfolg zurück -
werde in Zukunft ausbleiben.
Mit Heuschnupfen möchte sie aber auch nicht leben.

Also: was ist die Konsequenz…?

Gruss
Esther

Das sind aber alles verschiedene Baustellen.
Cortison musst Du unterscheiden zwischen lokaler und systemischer (wenns in größeren Mengen geschluckt wird) Anwendung.
Topische (wie in Nasensprays) Cortisone gegen Antihistaminika hält sich wohl in etwa die Waage - da is nichts besser oder schlechter.
Ferner ist es letztlich der Patient der entscheidet wie stark er unter Heuschnupfen leidet und ob er damit leben kann/will. Heuschnupfen ist nicht gleich Heuschnupfen.
Ich habe nur Probleme damit, dass jemand 3 Tropfen irgendeines Stoffes in eine Schiffsschleuse tropfen lässt und dann 600 m weiter ein Teelöffelchen abschöpft und dies als eine biochemisch aktive Substanz anpreist.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo,
du machst hier genau den gleichen Fehler, den Cess den blind-homeopathie-Gläubigen vorwirft: warum unterstellt ihr Menschen wie mir, die Homeopathie kritisch bis ungläubig gegenüberstehen, denn immer wieder, dass wir nur mit der chemischen Keule arbeiten?
Nirgendwo habe ich gesagt, dass ich mit Cortison gegen meinen Heuschnupfen angehen werde. Das ist eine Unterstellung, aber darauf verstehst du dich gut, die Erfahrung habe ich mit Antworten von dir gemacht.

Im Übrigen interessiert es mich schon, warum du auf der einen Seite so vehement gegen Homeopathiekritiker vorgehst ,aber in einem anderen - inzwischen gelöschten Fred - die Hormonkeule gegen unerwünschte Schwangerschaft auch wiederum so vehement verteidigt hast.

Elke

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Ich sagte doch: du bist gut im Unterstellen.
Ich bin überzeugt davon, dass Homeopathie auf Placeboeffekt basiert - bis jetzt hat niemand hier auch nur einen Hauch Zweifels erzeugen können, mit keinem der Links und Artikel.
Vor dem Placeboeffekt habe ich viel Respekt -->
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
und befürchte nur, dass er durch meine Zweifel abgeschwächt wird.

Elke

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Hallo friieda,

ich reite so auf der Sache mit dem Cortison rum, weil immer wieder behauptet wird, Cortison sei so böse. Kaum ein Medikament ernet so viel Missachtung wie Cortison. Und das treibt u. a. solche Blüten wie, dass Eltern ihren schwerst Neurodermitis kranken Kindern eine Erleichterung ihrer Symptome vorenthalten, weil sie der Meinung sind, Cortison sei ein unverzeihliches Teufelszeug. Das ist es mitunter auch, aber das darf man nicht pauschalisieren.

Diese Pauschalisierungen sind es, die mich nerven.

Ich habe nur Probleme damit, dass jemand 3 Tropfen irgendeines
Stoffes in eine Schiffsschleuse tropfen lässt und dann 600 m
weiter ein Teelöffelchen abschöpft und dies als eine
biochemisch aktive Substanz anpreist.

Da sind wir uns ja einig :wink:

Gruß,
Iris

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Z usatz
Ich möchte aber darauf hinweisen, dass der Ton meines Postings nicht davon abhalten soll, was meine Intention war:
Ich hatte wirklich gehofft, durch die Links und Artikel Argumente für Homeopathie zu finden. Mir neue „sanfte“ Heilungsmethoden zu öffnen. Oder wenigestens mich weiterhin in einem nicht-schädlichen Schwegezustand zu belassen. Aber die Artikel, die ich in den letzten Tagen und Wochen zu dem Thema gelesen habe, haben eben das genaue Gegenteil erreicht - die Argumente der Homeopathen überzeugen einfach nicht und halten keiner kritischen Hinterfragung stand. Insofern bin ich schon enttäuscht.
Elke

oder genau andersrum
Hi Cess,

das kann ich nur unterstreichen. Kortison ist ein Sauzeug,
aber manchmal eben lebensnotwendig.

Oder auch lebensverkürzend! Mein Vater musste Cortison nehmen und es hat den PSA Wert (Prostataspezifisches Antigen) unterdrückt und so wurde sein Krebs erst entdeckt als es bereits zu spät war. Nur um ein Beispiel aus der Menschenwelt zu bringen …

Es gibt eben kein ja oder nein, sondern immer nur ein „es kommt darauf an“. Manchmal hilft es manchmal killt es.

Gruß
C.

Hallo Elke,

wie stark verdünnt waren denn Deine Tropfen??
Denn wenn sie nicht so stark verdünnt sind (D6 und weniger), dann ist ja noch was an Wirkstoff drin und der KANN doch dann wirken…
grüsse von einem Leidensgenossen
yps

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Naja,

Oder auch lebensverkürzend! Mein Vater musste Cortison nehmen
und es hat den PSA Wert (Prostataspezifisches Antigen)
unterdrückt und so wurde sein Krebs erst entdeckt als es
bereits zu spät war. Nur um ein Beispiel aus der Menschenwelt
zu bringen …

das ist nicht schön, kann aber mit vielen Medikamenten passieren.

Bei meinem Kater wirkt es sich auch lebensverkürzend, weil er es dauerhaft bekommen muss. Ist aber die Frage, wie lange er ohne leben würde - bzw. keine Frage, dann hätte er es schon seit etwa zwei Jahren hinter sich. So geht es im jetzt richtig gut, nur wird er wohl nicht das Greisenalter erreichen.

Gruß
Cess