Hallo!
Du weichst mit Informationsgeschwurbel aus, für das es keine Hinweise gibt. Nenn mal bitte peer reviewed Publikationen einer Arbeitsgruppe, die dafür irgendeinen experimentellen Anhaltspunkt gefunden hat.
Da die Homöopathie nur für jeden einzelnen Menschen das für
ihn speziell das alleinig passende Mittel sucht, kann es keine
breit angelegte Feldstudien auf materialistischer Basis geben.
Es ist ungefähr so, wie wenn ich in meine Tastatur ein paar
Buchstaben eintippe und losschicke.
Das ist nicht der Punkt und das schreibe ich hier bestimmt schon zum zehnten Mal. Es wird nicht gefordert, die Wirkung eines bestimmten Homöopathikums bei einer bestimmten Erkrankung nachzuweisen, sondern die Wirksamkeit von Hochpotenzen an sich. Also nochmal kurzer Abriss einer proskriptiv placebokontrollierten (eventuell cross-over) Doppelblindstudie:
In einer (unter Homöopathieanhängern) angesehenen Homöopathieklinik oder in einem Verband von Praxen werden 200 Patienten in eine Placebogruppe gesteckt und 200 Patienten in eine Homöopathikagruppe. Wenn der Arzt/Homöopath jetzt ein Mittel in Hochpotenz (so ab D28 oder so) verschreibt, dann bekommt die eine Gruppe immer nur Placebos, egal was verschrieben wurde und die Medikamentgruppe bekommt Homöopathika. Damit wird NUR geschaut, ob es insgesamt für Therapieerfolge insgesamt einen Unterschied macht, Placebos oder Homöopathika in Hochpotenz einzunehmen, also ob hochpotenzierte Stoffe irgendeine Wirkung über einen Placebo hinaus haben können.
Und um die Studie noch sensitiver zu machen kann nach der halben Testphase für jeden Patient die Gruppe gewechselt werden. Dann haben wir eine cross-over Studie. Wer vorher in der Placebogruppe war, kommt er jetzt in die Homöopathikagruppe und umgekehrt. Geht es den Teilnehmern in den unterschiedlichen Gruppen signifikant anders (besser/schlechter/gestreuter) oder geht es denen, die die Gruppen wechseln in spezifischer Weise anders, weist das insgesamt eine grundsätzliche Wirkung nach. Wenn da nichts gezeigt werden kann, dann gibt es vermutlich keine therapeutische Wirkung.
Wenn Du dem widersprechen willst, dann begründe es. Und zwar GANZ NAH am Text. Es geht jetzt um statistische Methodik. Was genau soll an einer solchen Studie nicht funktionieren im Vergleich zur sog. Schulmedizin?
Nachdem weltweit fähige und gut ausgebildete Ärzte bei
chronischen Krankheiten immer mehr zur Homöopathie wechseln,
scheint eine Information bei homöopathien Mitteln da zu sein,
die von etwas in unserem Körper (nenne es auch Seele) gelesen
werden kann, das den heutigen üblichen Meßmethoden
vorenthalten ist.
Allein, dass Ärzte das machen, ist kein besonders gutes Indiz für irgendwas. Gerade nicht bei Ärzten, denn die sind Dienstleister und neigen dazu, den Therapiewünschen von Leuten zu folgen, besonders natürlich wenn sie privat abrechnen können. Aber auch ohne Ärzte speziell kritisieren zu wollen: Das sind auch nur Menschen. Es geht nicht um den Nachweis einer WirkungsWEISE, sondern um das Aufzeigen von Wirkung der Hochpotenzhomöopathie an sich. Ärzte sind keine Götter und ein Arzt kann auch nur mit Methoden eine Wirkung nachweisen, wenn diese in Studien nachweisbar ist. (Und wenn ich mir manche Medizinstudenten in Biochemie ansehe… Da ist oft so wenig Mechanismenverständnis vorhanden, dass einem Angst und Bange wird bei dem Gedanken, später von denen Medikamente verordnet zu bekommen!)
Man will zur Akzeptanz nur evidente Wirkung nachgewiesen bekommen. Mechanismen sind unwichtig. Das ist wie in der Biologie. Da macht man auch manche Sachen und weiß nicht was dadurch passiert, kann aber nachweisen, dass es nachher ein besseres Ergebnis bringt.
Ich denke da z.B. an den sogenannten
‚Zensor‘. Er scheint eine Art Scanner-Funktion im Bezug auf
Informationen und feinstoffliche Kräfte zu sein.
Das sind alles unbewiesene Hypothesen. Darüber kannst Du ruhig nachdenken. Das beweist aber nichts und ist deshalb an dieser Stelle irrelevant. Theorien haben als Grundbedingung die Widerlegbarkeit. Einsteins spezielle Relativitätstheorie beispielsweise basierte auf zwei experimentell prinzipiell falsifizierbaren Annahmen aus und daraus leitete er Folgerungen ab. Wären Folgerungen falsch gewesen oder Annahmen wäre die Theorie hinfällig gewesen. Wenn Du jedoch für die Homöopathie annimmst, da ist irgendetwas seelisch-feinstofflich-informationstechnisches und das hat zu Folge, dass Effekte der Homöopathie nicht nachweisbar sind, dann ist die Theorie bisher inhaltsleer, denn sie ist beliebig. Dann hat sie auch keinen Therapiewert, denn Heilung ist ein messbarer Parameter. Am Ende steht auch die Frage, wie denn irgendwer irgendwann mal richtige Maßgaben aufgestellt hat, wenn von nicht auf Experimentdaten basierenden Prinzipien ausgegangen wird.
Wenn Effekte nicht nachweisbar sind, wie hat dann Hahnemann rausgefunden, dass Hömopathie ach so super ist? Hahnemann war doch auch nur ein Mensch und ist doch durch Beobachtung und Deutung zu seinen Ideen gekommen. Er hat dann Grundannahmen getroffen und Folgerungen vorausgesagt. Also nichts viel anderes als Einstein. Aber die Versuchsergebnisse zu Einsteins Zeiten deckten sich mit seinen Annahmen. Deshalb hat er sie ja auch aufgestellt die Theorie. Und jede Verfeinerung der Messmethoden hat seine Voraussagen genau bestätigt. Das macht den Unterschied zur Homöopathie aus. Schon damals war die Indizienlage klein, heute widerspricht die „Theorie“ dem modernen Weltbild und empirisch lassen sich Effekte auch nicht zeigen. Ich frage also: Woraus schöpft die Homöopathietheorie eine nachweisbare Existenzberechtigung?
Grüße, Stefan