Homöopathie? Medizin, Naturheilkunde

Hallo!
Ich würde gern wissen wie effektiv wirklich Homöopathie ist.Die Prinzipien der Homöopathie kann man ja vielleicht noch als plausibel titulieren, aber das sie noch helfen soll wenn der Wirkstoff zig tausend mal verdünnt wird leuchtet mir nicht ein.Das die Wirkstoffe zum großen Teil toxisch sind, und man die dann nicht unverdünnt geben kann ist mir klar, aber bei millionenfacher Verdünnug kann doch da nichts mehr wirken??
Außerdem würde ich gern wissen was es für spezielle formen der Homöopathie gibt.Ich habe von Komplexhomöopathie, Nosoden,Antihomotoxische Medizin, und irgendwas mit „R“ gehört. Wie sinnvoll sind diese? Welche Formen gibt es noch??

Hallo!
Ich würde gern wissen wie effektiv wirklich Homöopathie
ist.

In mehr als 200 Jahren Homöopathie ist ein Wirksamkeitsnachweis bislang nicht gelungen.

Du kennst den Artikelbaum zu den Globuli ein paar Zeilen weiter unten?

Die Prinzipien der Homöopathie kann man ja vielleicht noch
als plausibel titulieren,

Das gerade nicht. Wenn ich Fieber habe, dann ist es mir nicht ersichtlich, warum ich einen Fieber auslösenden Wirkstoff dagegen nehmen soll.

aber das sie noch helfen soll wenn
der Wirkstoff zig tausend mal verdünnt wird leuchtet mir nicht
ein.

Angeblich nehme die Trägersubstanz (z.B. Wasser) „Informationen“ des Wirkstoffs auf. Die Idee, das Wasser „Informationen“ oder „Prägungen“ speichern kann, liegt auch anderen Erfindungen zu Grunde, wurde aber auch dort bislang noch nie bewiesen und steht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Siehe z.B. „belebtes“ oder „levitiertes“ Wasser („Granderwasser“ und anderer Unsinn).

Das die Wirkstoffe zum großen Teil toxisch sind, und man
die dann nicht unverdünnt geben kann ist mir klar, aber bei
millionenfacher Verdünnug kann doch da nichts mehr wirken??

Der Wirkstoff als solcher eben nicht.
Aber durch das rhythmische Schütteln beziehungsweise Verreiben sollen „Informationen“ weitergegeben werden.
Warum dabei nur die Information des vermeintlichen Wirkstoffs sich überträgt, nicht aber die Information der zahlreich vorhandenen Verunreinigungen der Ausgangssubstanz, lässt sich nicht begründen.

Sofern man also glauben sollte, die Trägersubstanz können Informationen speichern, so stellt sich immer noch die Frage, woher denn die Trägersubstanz eigentlich wissen soll, welche Information denn nun die gewünschte ist und welche Information von der Kuh stammt, die vor zwei Wochen neben dem Grundwasserbrunnen uriniert hat.

Außerdem würde ich gern wissen was es für spezielle formen der
Homöopathie gibt.Ich habe von Komplexhomöopathie,
Nosoden,Antihomotoxische Medizin, und irgendwas mit „R“
gehört. Wie sinnvoll sind diese? Welche Formen gibt es noch??

Für mich ist auch interessant, dass heute manche Leute gleichzeitig Schüßler und Hahnemann anwenden/verschreiben, wo diese doch sich damals auf das Schärfste gegenseitig bekämpft haben.

nix - wie in Globuli!

Hallo,

tja, da kann man nun hin und her reden und erklären, aber ein Ergebnis kommt nicht dabei heraus.

Homöopathie ist sehr vielschichtig und man muß schon weit in die Materie einsteigen um alle Bereiche zu verstehen.

Aber wer will das?

Brauche ich den chemisch/biologischen Nachweis mit genauer Analytik und Forschungsergebnissen,
um die Wirksamkeit von Aspirin zu akzeptieren?

Normalerweise nimmt man doch das Medikament und wenns hilft freut man sich und findet es gut.
Und wenn mir dann der Nachbar sagt:„Mir hilft es nicht“ - dann hat er eben Pech und braucht was anderes.

So ist es doch.

Die meisten homöopathischen Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen.
Man kann sie ausprobieren und wenns nicht hilft, dann greift man eben wieder zur Schulmedizin.

Schön zum Probieren sind z.B.normale Kopfweh, Halsweh, Bauchweh, Sonnenbrand, Insektenstiche, Prellungen, kleine Entzündungen usw.

Stellt sich innerhalb von 24 Stunden keine deutliche Besserung ein, dann eben was anderes (schulmedizinisches) nehmen.

Wer heilt hat recht - so lautet der Merksatz…

Ob es sich mir logisch erschließt???

Wozu? Es erschließt sich mir auch nicht logisch wieso der Mensch nur zwei Augen hat und nicht drei?
Als Mutter fehlt mir da besonders das Auge im Hinterkopf ;o)

Ich hab vor vielen Jahren bei einer schlimmen Entzündung von meinem Hausarzt eine homöopathische Salbe bekommen.
Und wusste nicht das sie homöopathisch war.
Geholfen hat sie aber hervorragend - das hätte mit Bepanthen oder Nivea nicht funktioniert!

Da bin ich das erste mal neugierig geworden auf Homöopathie.

Nach vielen (erfolgreichen) Einsätzen verwende ich heute kaum noch Schulmedizin und empfehle sie auch nur selten.
Verteufeln tue ich sie aber nicht.
Die große Chemiekeule der Schulmedizin ist ja häufig sehr wirksam (und sehr Nebenwirkungsreich ;o))

Skeptiker gibts immer und auch Enttäuschte und Neunmalkluge - na bitte, jedem das seine!

Mein Tipp: probier die Wirsamkeit mal aus.

Und wenns dich dann neugierig macht, dann gibts schöne Ratgeber (z.B. von GU) die einen Schritt für Schritt in die Thematik einführen.

Es grüßt
Yvisa

P.S. Ich bitte von Zerhackstückelungen und Steinigungen meines Textes abzusehen. Macht ja gar keinen Sinn! Schreibt doch lieber was eigenes… Danke

Hallo,

P.S. Ich bitte von Zerhackstückelungen und Steinigungen meines
Textes abzusehen. Macht ja gar keinen Sinn! Schreibt doch
lieber was eigenes… Danke

ganz unabhängig von der Titelfrage: Warum fürchtest du dich vor der kritischen Betrachtung deines Textes (Steinigung) oder einzelner Passagen deines Artikels (Zerhackstückelung)? Wieso ist es sinnlos, wenn man sich mit deinen Behauptungen partiell auseinandersetzt?

Montanus

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Hallo,

so eine liebe Anfrage will ich gern erläutern ;o)

Bei Thema Homöopathie gibt es hier extrem geteilte Meinungen. Wenn du dir mal ein paar Artikel raussuchst, wirst du feststellen das viele Kommentare da wirklich einfach nur „zerhackstückelt“ werden.

Da gehts dann nicht im kritische Betrachtung oder partieller Auseinandersetzung,
sondern lediglich ums durchboxen der eigenen Meinung und dem Niedermachen des Ursprungsbeitrags.

Ich bin sehr dafür, das hier jeder Rat und Meinung kundtut, der möchte.
Allerdings nicht auf der Basis eines fremden Textes und nur nach der Devise „ich bin dagegen“.

Davor fürchte ich mich keineswegs, aber ich finde es wirklich sinnlos;
und ich habe auch absolut kein Interesse mich in solch ein Geplänkel verwickeln zu lassen.(Zumal es beim Thema Homöopathie schon hunderte zerhackter Beiträge gibt…)

Daher mein Hinweis auf die ganz persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema (eigenen Text verfassen)
und die Bitte von etwaigen Kommentaren in dieser Richtung abzusehen…(nicht zerhacken…)

Es grüßt
Yvisa

2 „Gefällt mir“

Da meine Vorrednerin eine irre Angst vor fundierter Kritik hat, machen wir es also kurz

Ich würde gern wissen wie effektiv wirklich Homöopathie
ist.

Gar nicht. Das einzige, was wirkt, ist der Placeboeffekt.

Die Prinzipien der Homöopathie kann man ja vielleicht noch
als plausibel titulieren,

Kann man nicht.

aber das sie noch helfen soll wenn
der Wirkstoff zig tausend mal verdünnt wird leuchtet mir nicht
ein.

Mir auch nicht. Aber das obligate Schütteln nicht vergessen!

Hallo Yvisa,

so eine liebe Anfrage will ich gern erläutern ;o)

auch wenn dieser Satz ironisch gemeint ist, freut es mich, dass du meinen Einwand offensichtlich nicht krummm genommen hast.

Bei Thema Homöopathie gibt es hier extrem geteilte Meinungen.
Wenn du dir mal ein paar Artikel raussuchst, wirst du
feststellen das viele Kommentare da wirklich einfach nur
„zerhackstückelt“ werden.

Das ist sicherlich richtig, aber bei umstrittenen Themen nicht gerade ungewöhnlich.

Da gehts dann nicht im kritische Betrachtung oder partieller
Auseinandersetzung,
sondern lediglich ums durchboxen der eigenen Meinung und dem
Niedermachen des Ursprungsbeitrags.

Ich stimme dir zu, dass die Diskussion über Homöopathie von schulmedizinischer Seite manchmal recht hochnäsig geführt wird.
Das kommt daher, dass für einen rationalen Mediziner die Grundlagen der H. rein spekulativ und unbewiesen sind. Selbst Hahnemann ist über Einzelerfahrungen nicht hinaus gekommen. Man braucht dabei nicht zu vergessen, dass er zu seiner Zeit sicherlich einen beachtlichen Beitrag zur Entwicklung der Medizin geleistet hat.

Ich bin sehr dafür, das hier jeder Rat und Meinung kundtut,
der möchte.

Asolut korrekt und entspricht den Richtlinien des Bretts.

Allerdings nicht auf der Basis eines fremden Textes und nur
nach der Devise „ich bin dagegen“.

Solche Texte sind vielleicht nicht sehr produktiv; aber sie lassen sich nicht beanstanden, denke ich.

Davor fürchte ich mich keineswegs, aber ich finde es wirklich
sinnlos;
und ich habe auch absolut kein Interesse mich in solch ein
Geplänkel verwickeln zu lassen.(Zumal es beim Thema
Homöopathie schon hunderte zerhackter Beiträge gibt…)

Die gibt es tatsächlich. Andere medizinische Foren haben daher eigene abgetrennte threads oder Unterforen ausschließlich für die fundamentale Auseinandersetzung mit den komplementären Methoden eingerichtet, wo man sich bedenkenlos in die Haare kriegen kann.

Daher mein Hinweis auf die ganz persönliche Auseinandersetzung
mit dem Thema (eigenen Text verfassen)
und die Bitte von etwaigen Kommentaren in dieser Richtung
abzusehen…(nicht zerhacken…)

Ja, nun habe ich deinen Artikel dennoch zerhackt; aber es erleichtert die Beantwortung ganz ungemein; und wer es liest, hat es leichter, den Bezug zum UP herzustellen. Ich hoffe, dass du mir das deshalb nachsiehst.

Viele Grüße
Montanus

Zur Homöopathie, dem eigentlichen Thema des Fadens, gäbe es noch allerlei zu sagen. Aber das würde hier zu weit führen. Deshalb unterlasse ich es lieber, ehe der ganze Faden gelöscht wird.

Montanus

tja, da kann man nun hin und her reden und erklären, aber ein
Ergebnis kommt nicht dabei heraus.

Ich sehe das so:

Wer Produkte oder Dienstleistungen gegen Geld anbietet, der soll gefälligst auch beweisen, dass sie helfen.

Homöopathie ist sehr vielschichtig und man muß schon weit in
die Materie einsteigen um alle Bereiche zu verstehen.

Das Problem:
Man muss sich den m.E. kruden Theorien eines Mannes überlassen.
Nach allem, was wir heute wissen, gibt es da nichts zu verstehen!

Aber wer will das?

ICH!

Brauche ich den chemisch/biologischen Nachweis mit genauer
Analytik und Forschungsergebnissen,
um die Wirksamkeit von Aspirin zu akzeptieren?

Nein, ebenso wenig bei Homöopathie.
Ein paar Doppelblindstudien würden mir reichen.

Es ist klar, dass ein Präparat mit sagen wir mal D30 keinen Wirkstoff enthält. Würde es wirken, dann wäre es ein Fall für den RANDI Award.
Die 1.000.000$ Preisgeld sollten doch locker die Kosten für eine Doppelblindstudie decken!
Und immerhin verdienen die Konzerne der Homöopathie ja auch nicht schlecht.

Also: Wenn die SO sicher sind, dass die Theorie „Homöopathie“ wirkt (besser als ein Placebo), warum investiert dann keiner der Konzerne mal Geld in eine Studie, reicht das Ergebniss ein und kassiert das Preisgeld?

Ich persönlich sage mir: Weil sie wissen, dass ein Wirksamkeitsbeweis scheitern wird.

Die meisten homöopathischen Arzneimittel haben keine
Nebenwirkungen.

Doch, zwar außerhalb der eigentlichen Definition, aber es gibt zwei Nebenwirkungen:
Verlorene Zeit, eine wirksame Therapie früh genug zu beginnen.
Verlorenes Geld.

Man kann sie ausprobieren und wenns nicht hilft, dann greift
man eben wieder zur Schulmedizin.

Hoffentlich nicht zu spät.

Schön zum Probieren sind z.B.normale Kopfweh, Halsweh,
Bauchweh, Sonnenbrand, Insektenstiche, Prellungen, kleine
Entzündungen usw.

Das wären auch schöne Beispiele, wo man doppelblind schön feststellen könnte, ob etwas wirkt.

Stellt sich innerhalb von 24 Stunden keine deutliche Besserung
ein, dann eben was anderes (schulmedizinisches) nehmen.

Bei 24h bist du wohl bei vielen Fällen auf der sicheren Seite, aber eben nicht bei allen.
Problem: Nach 24h kann es ja noch die sog. Erstverschlimmerung sein - so sagt die Hahnemann’sche Theorie.

Wer heilt hat recht - so lautet der Merksatz…

Hat aber die Homöopathie geheilt oder der Körper sich selber geheilt oder half der Placebo-Effekt?
Erst wenn das _endlich_ mal geklärt würde, dürfte man den obigen Spruch anwenden!

Ich hab vor vielen Jahren bei einer schlimmen Entzündung von
meinem Hausarzt eine homöopathische Salbe bekommen.
Und wusste nicht das sie homöopathisch war.
Geholfen hat sie aber hervorragend - das hätte mit Bepanthen
oder Nivea nicht funktioniert!

  1. Ob es mit einer anderen Salbe nicht funktioniert hätte, weißt du nicht.
  2. Ob nicht alleine die Salbengrundlage und das Einreiben half, weißt du nicht.

Auch hier heißt das Zauberwort:
Liefert uns doch nach 200 Jahren endlich mal ein paar Studien!
Bitte!

Ich habe es einfach SATT, dass wir uns mit dieser Theorie immer noch auseinander setzen müssen.
Die Begründung der Wirksamkeit ist absurd.

Mach dir mal eins klar:
Nicht die empfindlichste chemische Analyse kann ein D50 Präparat von reinem Trägerstoff unterscheiden. Würde man zwei Fläschchen befüllen, eines 50fach geschüttelt und verdünnt, das andere ganz ohne jemals Kontakt mit dem Wirkstoff gehabt zu haben:
Keine Technik, kein Mensch auf der ganzen Welt könnte herausfinden, was nun das Präparat und was das Fake ist.

Für Selbstversuche stelle ich mich nach wie vor zur Verfügung.
Was soll ich nehmen?

2 „Gefällt mir“

Der menschliche Körper kann Stoffe produzieren, neben denen viele Medikamente blaß werden würden.

Die Kunst liegt darin, den Körper, wenn er es nicht schon selber tut, dazu zu bringen, diese Stoffe zu produzieren.

Wenn man das mit offensichtlich wirkungslosen „Medikamenten“ erreicht, nennt man das Placebo-Effekt.

Das ist aber keine Schande. Wer heilt ( und das ist ja das Ziel jeder Medikation oder auch jeden Körpers ) hat immer recht.

Grüßle

Eric

Guten Tag,

die wichtigsten Dinge wurde bereits gesagt. Homöopathie ist Humbug.

„Wer heilt hat Recht“ hört sich toll an, ist aber Unsinn, bzw. ist der Zusammenhang zwischen Heilung und Behandlung gar nicht so einfach zu herzustellen, überall in der Medizin, darum braucht man Studien. Ansonsten biete ich mich gerne an, jeden in sieben Tagen von seinem Schnupfen zu heilen. Per Handauflegen.

Die Anwender von „Homöopathie nach Körbler“ halten ihre Methode übrigens auch für wirksam. Einfach mal googlen…