Homöopathische Antidepressiva vor Regelblutung

Hallöchen,

ich habe folgendes Problem. Seit ca. 1 Jahr leide ich an Angst & Panikattacken, die ich seit ca. 3 Monaten mit einer Verhaltenstherapie behandeln lasse. Die Attacken haben sich gebessert, wir arbeiten fest daran.
Ich nehme in Absprache mit meiner Psychologin keine Anti - Depressiva ein, da diese wohl kontraproduktiv gegenüber der V-Therapie wären.

Nun habe ich jedoch das Problem, das ich jeden Monat ca. 8 Tage vor meiner Regelblutung in ein depressives Loch falle.

Ich bin launisch, zickig, zu tiefst traurig auch ohne Grund, könnte den ganzen Tag heulen, meine Gedanken spielen mir ständig einen Streich, ich sorge mich um Sachen / Situationen, die nicht vorhanden sind…gut, man nennt es PMS…laut meiner Psychologin ist dieses PMS bei mir sehr ausgeprägt - so ausgeprägt, das Sie mir empfohlen hat, bei einem Neurologen Anti Depressiva verschreiben zu lassen, aber eben nur für den Zeitraum von 8 - 10 Tagen vor meiner Regelblutung. Ich glaube SSRI oder so ähnlich…

Nun möchte ich nicht wirklich Tabletten nehmen. Wenn ich in diesen 8 Tagen stecke, ist es mir fast wurst, was ich nehme Hauptsache ich komme aus dem Loch wieder raus…bis jetzt konnte ich mich jedoch stets zusammen reißen, um nicht zum Neurologen zu fahen (Gott sei Dank sitzt der etwas weiter weg)
Bin eigentlich auch stolz das ich soweit gekommen bin, ohne Tabletten.

Gibt es nicht etwas homöopatisches was meine Stimmung in diesen 8 - 10 tagen vor der Regelblutung anhebt ?

Ich kann mit meinen Angst & Panikattacken umgehen, bzw, ich lerne es ja gerade, ich kann auch mit meiner Regelblutung sowie den Schmerzen und den Launen in diesen 5 Tagen der RBlutung leben. Am schlimmsten sind eben die Tage vor den Tagen, die mir die letzte Kraft rauben…

Ich bin für jeden noch so kleinsten Tip so DANKBAR !!!

lieben Gruß

die Lilofee

(es wird hier viell. die Pille empfohlen…die Pille kann ich jedoch nicht nehmen, da ich zu hohen Blutdruck habe. Momentane regelmäßige Medikamente sind meine Blutdrucktabletten sowie Asperin)

Hallo,

Ich nehme in Absprache mit meiner Psychologin keine Anti -
Depressiva ein, da diese wohl kontraproduktiv gegenüber der
V-Therapie wären.

Diese Aussage ist äußerst merkwürdig. In fast allen mir bekannten Studien zu dem Thema (und das sind einige) ist für Depressionen, sobald sie mindestens mittelgradig sind, eine Kombination aus Pharmakotherapie und Verhaltenstherapie als die wirksamste Therapieform empfohlen. Es stimmt nicht, dass Medikamente die Wirkung einer VT beeinträchtigen. Solange der Patient weiß, dass er selbst natürlich auch daran beteiligt ist, dass er mehr Aktivitäten aufbaut und seine Gedanken unter Kontrolle bringt, und das nicht nur auf die Medis schiebt, ist eine Kombination von beidem sogar recht sinnvoll. Bei schweren Depressionen gilt es sogar als Kunstfehler, keine Medikamennte zu verschreiben. Sprich noch mal mit deiner Psychologin, oder nimm dir gleich einen Termin bei einem Psychiater, informiere die Therapeutin aber auch darüber.
Du kannst dir natürlich auch vom Hausarzt Johanniskraut verschreiben lassen, aber das ist auch ein Antidepressivum, nur eben ein pflanzliches.

Chintin

Hallo,

war gerade beim letzten Artikel über Sonnenbrand, wobei wir beim Thema wären.

Ich glaube Johanniskraut fördert den Sonnenbrand.

Hallo Lilofee,

aufgrund von Panikattacken sollte ich Psychopharmaka nehmen bzw. es wurd mir vor einigen Monaten geraten. Da ich nach negativen Erfahrungen vor vielen Jahren dagegen große Abneigungen habe, lehnte ich dies ab bzw. mich haben die Nebenwirkungen des empfohlenen Mittels abgeschreckt.

Einige Zeit danach berichtete mir eine Freundin, die sich depressiv in einer schwierigen Ehekrise befand von dem homöopathischen Mittel Neurexan. Ich hab’s mir gekauft und bei Bedarf nehme ich die Zuckerpillen und siehe da, in schwierigen Phasen bekomme ich mich damit gut zur Ruhe.

Ob das Einbildung ist oder nicht, ist mir dabei relativ gleichgültig. Google einfach mal danach und bilde Dir ein Urteil. Du bekommst es ohne Rezept.

Gute Besserung
A.A.

Hi

Ich würde in so einem Falle einen erfahrenen Frauenarzt aufsuchen, der was von Hormonen versteht, eventuell sogar einen Endokrinologen. Wer sehr starke Hormonschwankungen während des Zyklus hat, sollte in Betracht ziehen, dass sich Depressionen nur allein aus einem Hormonungleichgewicht entwickeln.

Soetwas ist ja z.B. während der natürlichen Hormonwechselphasen in der Pubertät und der Menopause zu beobachten. Wenn ein Hormon fehlt oder dazukommt, kann der ganze Körper aus dem Takt geraten.

Da Östrogene und Co auch Schilddrüsenhormone beeinflussen (die wiederum auch unter anderem für unsere Laune verantwortlich sind) würd ich mal einen gesamten Hormoncheck machen lassen. Da kommt schnell eins zum anderen.

Vielleicht reicht es am Ende schon aus, eine Pille zu nehmen, damit die Hormonschwankungen im Zyklus flacher laufen.

Grüße und gute Besserung

Karana

Vielleicht reicht es am Ende schon aus, eine Pille zu nehmen,
damit die Hormonschwankungen im Zyklus flacher laufen.

Welche „Pille“ könntest Du damit konkret empfehlen?

Denn:

(es wird hier viell. die Pille empfohlen…die Pille kann ich jedoch nicht nehmen, da ich zu hohen Blutdruck habe.

Gruß Motorradmieze

…überlesen

Welche „Pille“ könntest Du damit konkret empfehlen?

Bin kein Arzt und habe folgendes auch überlesen *ooops*

(es wird hier viell. die Pille empfohlen…die Pille kann ich jedoch nicht nehmen, da ich zu hohen Blutdruck habe.

Es könnte aber dennoch sein, dass es vielleicht ein Präparat gibt, welches den Blutdruck nicht beeinflusst bzw in Absprache mit dem Hausarzt könnte ein Blutdrucksenker genommen werden (ist vielleicht sowieso in dem Falle angebracht).

Das ist natürlich rein spekulativ. Fakt ist aber, dass man die Ärzte wirklich manchmal auf eine Lösung drängen muss, weil sie oftmals selbst nicht aktiv werden und nach 0815 behandeln.

Grüße

Karana

Vielen Dank für Eure Antworten & Mails ! :o)
o.T.

Hallo,

Ich glaube Johanniskraut fördert den Sonnenbrand.

Ja, das stimmt, man wird sonnenempfindlicher (über diesen Mechanismus wirkt Johanniskraut auch gegen Depressionen). Es kann übrigens auch die Wirkung der Pille abschwächen. Wobei es ein Johanniskrautöl gibt, das diese Nebenwirkungen nicht haben soll, aber trotzdem eine gute antidepressive Wirkung erzielen soll.

Chintin

Erst mal find ich’s toll, dass du deine Paikattacken ohne Psychopharmaka in den Griff kriegen willst. Davor Hut ab. Was ich dir an pflanzlichen Antidepressiva raten kann, sind Johanniskraut-Produkte. Die gibt’s recht günstig, manche auch als Import, dann noch günstiger. Ich habe ganz gute Erfahrungen mit Sedariston gemacht. Allerdings weiss ich nicht, ob’s was bringt die nur in den Tagen vor den Tagen zu nehmen. Meines Wissens nach haben ALLE Antidepressiva eine gewissen Vorlaufzeit bis sie ihre Wirkung richtig entfalten können. Von daher müsstest du sie wohl durchgängig nehmen.