Homosexuelle Paare und Kinder

Hallo Gemeinde,

das Thema kocht momentan wieder hoch und ich möchte Eure Meinung dazu lesen.

Vorab und ganz wichtig! Ich habe nichts gegen homosexuelle Menschen (ein guter Freund ist gay und ich kenne einige Frauen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen), auch sollen sie in einer gesetzlichen Lebensgemeinschaft leben können. Auch lebe ich zuweilen gleichgeschlechtlichen Kontakte.

Dennoch vertrete ich die Meinung, daß gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder haben sollten, wie auch immer - Adoption, Samenspende etc.

Ich bin überzeugt, daß ein Kind beide Seiten zur Entwicklung benötigt. Die weibliche, die Kommunikation und soziales und die männliche, die Fakten, Reiben aneinander vermittelt. Diese Mischung macht es.

Nun kann argumentiert werden, daß in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung auch eine Aufteilung in die weibliche und männliche Rolle erfolgt. Habe das erlebt und dennoch ist das nicht das selbe wie in einer „normalen“ Familie.

Ich finde, daß dem Kind immer ein Part vorenthalten wird.

Wie denkt Ihr darüber?

Gruß vom Raben

Hallo,

was machen wir mit alleinerziehenden Eltern? Da fehlt den Kindern auch der Gegenpart. oder?

Nein, deiner Argumentation kann ich mich ganz und gar nicht anschließen. Kinder brauchen Menschen , die ihnen Liebe, Geborgenheit und Beständigkeit geben. Die Vorbilder sind, an denen sich Kinder aber auch reiben können, um ihre eigenen Perspektiven zu entdecken. Das Geschlecht der Eltern ist in meinen Augen zweitrangig.

Wenn sie es dürfen, suchen sich Kinder auch andere Rollenbilder in den Familien ihrer Freunde, bei ihren Großeltern … Die Kernfamilie muss das nicht alles leisten. Kann sie auch nicht, meine ich.

Barbara

Hallo Rabe,

Studien haben gezeigt, dass Kinder in Regenbogenfamilien genauso gut - tendenziell sogar besser - aufwachsen als in traditionellen Familien:

http://www.zeit.de/gesellschaft/2013-06/homosexuelle…

http://edoc.ub.uni-muenchen.de/9868/1/Carapacchio_In…

http://www.biomedcentral.com/1471-2458/14/635/abstract

Grüße

=^…^=

versteckte Homophobie
Hi CC!

Was, bitte, ist denn eine „normale“ Familie?

Alleinerziehende Frauen mit Kind und Zahlvater?
Das ist okay, da hat sich in Deutschland noch nie jemand drüber aufgeregt.

Oder Eltern à la RTLII, die sich nicht vernünftig um die Kinder kümmern, die aber wenigstens aus Mann und Frau bestehen?

Oder Eltern, wo die Frau quasi alleinerziehend ist, weil der Vater der klassische Geldverdiener ist und bei einer 80 Stunden-Woche seine Kinder nur am Wochenende sieht (mit der vermeintlichen „Qualitytime“, die eine Lüge ist, weil Kinder die Zeit nicht dehnen können und ihren Vater jeden Tag brauchen)…

Es gibt keine „Normalität“. Liebe ist vielleicht diese Normalität, aber doch nicht das Geschlecht an sich!

Für mich spricht aus deinen Worten eine Abwertung gleichgeschlechtlicher Paare, denn du willst ihnen etwas Wichtiges vorenthalten mit einer Argumentation, die so weit weg ist vom Alltag wie nur irgendwas.

Schade, dass derlei Kritik nie am Verhalten von Männern geübt wird, die ne Frau sitzen lassen, wenn sie schwanger ist. Die sind die Helden, die sich dann arm rechnen, um keinen Unterhalt zahlen zu müssen, und sie ist die Dumme, die sich ein Kind anhängen lässt. Darüber hat doch noch nie jemand (insbesondere kein Mann) aufgeschrien in diesem unserem Lande.

just my 2 cents

Fo

Hallo Fogari,

ich möchte mich dir vollumfänglich anschließen und ergänzen, dass sich mir häufig der Verdacht aufdrängt, dass bei dem einen oder der anderen im Hinterkopf die Vorstellung durch die Synapsen geistert, dass Homosexuelle die Kinder sexuell missbrauchen könnten.

Beste Grüße

=^…^=

Hallo.

Wo es einem Kind gut geht, da ist es gut, Kind zu sein.
Und das kann bei einem homosexuellen Paar genauso oder auch besser als bei einem Heteropaar sein.

Homosexuelle Paare bekommen ihre Kinder bewusst und normalerweis mit der guten Absicht, alles richtig zu machen, was man bei Heterosexuellen nicht immer behaupten kann.

Gruß, Nemo.

Schade, dass derlei Kritik nie am Verhalten von Männern geübt
wird, die ne Frau sitzen lassen, wenn sie schwanger ist. Die
sind die Helden, die sich dann arm rechnen, um keinen
Unterhalt zahlen zu müssen, und sie ist die Dumme, die sich
ein Kind anhängen lässt. Darüber hat doch noch nie jemand
(insbesondere kein Mann) aufgeschrien in diesem unserem Lande.

Wie kommst du denn darauf?
Ein Mann, der eine Frau mit Kind sitzen ließ, hatte schon immer einen schlechten Ruf.

Denke ich wenigstens.

Das mit dem Unterhalt ist allerdings wieder eine ganz andere Sache.

Gruß, Nemo.

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Hallo Gemeinde,

. Die weibliche, die Kommunikation und soziales und
die männliche, die Fakten, Reiben aneinander vermittelt.

daraus spricht ein ziemllich eingeschränktes Männer- und Frauenbild!

wie in einer „normalen“

Familie.

Daraus spricht ein ebenso eingeschränktes Bild von „Familie“. Was ist denn „normal“ in Zeiten der Patchworkfamilien und Alleinerziehenden?

Ein Kind gedeiht da gut, wo es Liebe und Aufmerksamkeit bekommt. Und ich halte es für wichtiger, einem Kind Toleranz mit Anderslebenden zu vermitteln als ein stereotypes, alleinseligmachendes Rollenbild.
Du solltest deinen Horizont erweitern.

Wo es einem Kind gut geht, da ist es gut, Kind zu sein!
Yes.

Mehr ist nicht dazu zu sagen. Das können heterosexuelle und homosexuelle Paar ebenso gut bzw. schlecht. Die sexuelle Ausrichtung ist da nicht wichtig, auch nicht diese immer wieder herbeizitierte „geschlechtsspezifische Mischung“ (Mama = Gefühl, Papa = Logik) oder sonstwas sich Erziehungsexperten so ausdenken.

Wer (s)ein Kund liebt, fördert, schützt und zu einem mutigen, selbstbewußten Menschen erzieht, ist ein guter Mensch, Vorbild und idealerweise auch Erziehungsberechtigter.

Egal welches Geschlecht die Erziehungsberechtigten oder welche sexuelle Ausrichtung sie haben.

Es sind alles Menschen, keine Aliens.

Und die Fälle in denen Kinder wegen Krieg, Seuche, Katastrophe, Tod, oder weils eben einfach so war, in Erzeihungsgemeinschaften gleichen Geschlechts aufwuchsen, sind so alt wie die Menschheitsgeschichte und es gibt keine Untersuchung die beweisen würden dass Kinder aus gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften alle zu irren Psychos mutieren.

Vor was wird da also Angst gemacht?

Angst das schwule Paare es evtl. viel besser machen könnten als Mama & Papa im Heterohimmel?

Gruß
Helena

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Hi,
es wurde ja schon einiges zu dem Thema geschrieben und den meisten Argumenten kann ich nur zustimmen.
Ich finde aber vor all diesen Argumenten stellt sich eine grundsätzlichere Frage: Was geht dich das überhaupt an?
Du darfst natürlich deine Meinung haben, ihre Relevanz bewegt sich meiner Meinung aber auf dem gleichen Niveau wie meine Meinung über die neue Haarfarbe meiner Kollegin.

Gruß

rantanplan

was machen wir mit alleinerziehenden Eltern? Da fehlt den
Kindern auch der Gegenpart. oder?

Ja, aber man kann eine Mutter (oder ggf. auch einen Vater) nicht zwingen, mit jemandem zusammen zu sein. Wenn die Leute sich trennen oder einer stirbt, dann ist das eben so. Bei der Frage des TE ging es darum, eine solche Adoption unmittelbar zuzulassen. Das ist etwas anderes.

Im Übrigen: Wie sieht es denn mit den Kindern alleinerziehender Eltern aus (zB im Hinblick auf Jugenddelinquenz)? Warum bekommen alleinstehende Personen idR kein Kind zur Adoption?

Nein, deiner Argumentation kann ich mich ganz und gar nicht
anschließen. Kinder brauchen Menschen , die ihnen Liebe,
Geborgenheit und Beständigkeit geben. Die Vorbilder sind, an
denen sich Kinder aber auch reiben können, um ihre eigenen
Perspektiven zu entdecken. Das Geschlecht der Eltern ist in
meinen Augen zweitrangig.

Ja, die aktuelle politkorrekte Meinung sieht das so. Das muss in entwicklungspsychologischer Hinsicht allerdings nichts heißen.

Wenn sie es dürfen, suchen sich Kinder auch andere
Rollenbilder in den Familien ihrer Freunde, bei ihren
Großeltern … Die Kernfamilie muss das nicht alles leisten.
Kann sie auch nicht, meine ich.

Überspitzt ausgedrückt: Da könnte man sein Kind auch in den Wald stellen, gucken, wer sich drum kümmert und achtzehn Jahre später mal nachschauen.

@ TE: Deine Frage in allen Ehren, aber die „korrekte“ Antwort steht - wie du siehst - schon fest.

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Hallo,

wer ist TE?

Barbara

Moin Barb,

der TE ist der T hread e rsteller.

Gruß
Ultra

Hallo,

Das muss in entwicklungspsychologischer Hinsicht allerdings nichts heißen.

Kinder wachsen auf der ganzen Welt in den unterschiedichsten Kulturen mit ihren Gebräuchen und Familienkonstellationen gesund heran. Da sollen ausgerechnet homosexuelle Paare scheitern?

Barbara

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Kinder wachsen auf der ganzen Welt in den unterschiedichsten
Kulturen mit ihren Gebräuchen und Familienkonstellationen
gesund heran.

Ich weiß nicht, inwieweit jetzt regionalspezifische Aspekte in der Frage eine Rolle spielen. Das müsstest du also genauer erläutern.

Da sollen ausgerechnet homosexuelle Paare scheitern?

Auch hier ist mir nicht ganz klar, was du meinst. Ist eine alleinerziehende Mutter gescheitert, wenn das Kind Defizite an den Tag legt?

Bei einer Adoption geht es um das Kindeswohl als entscheidendes Kriterium. Die Aussicht, dass in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft eine der beiden Personen versucht, die Männerrolle zu übernehmen, und die andere Person die Frauenrolle, würde ich persönlich nicht von vornherein als gleichbedeutend mit der tatsächlichen Existenz eines Vaters und einer Mutter ansehen.

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Hallo Ultra,

Warum bekommen alleinstehende Personen idR
kein Kind zur Adoption?

Alleinstehende können in Deutschland durchaus Kinder adoptieren. Sogar, wenn sie homosexuell sind. Oder noch schlimmer: Schlagersänger.

Es ist übrigens auch möglich, dass Homosexuelle die leiblichen Kinder ihres Partners/ihrer Partnerin adoptieren.

Einzig und alleine die gemeinsame Adoption eines nicht blutsverwandten Kindes durch homosexuelle Paare ist bislang unmöglich.

Gruß

=^…^=

Hallo Ultra,

dazu:

Auch hier ist mir nicht ganz klar, was du meinst. Ist eine alleinerziehende Mutter gescheitert, wenn das Kind Defizite an den Tag legt?

ist die von dir so hochgelobte vollständige Familie (ich will nicht intakt schreiben, da beileibe nicht jede Familie aus Vater/Mutter/Kind(ern) auch intakt ist) gescheitert, wenn die Kinder Defizite an den Tag legen?

Bei einer Adoption geht es um das Kindeswohl als entscheidendes Kriterium.

Wieso eigentlich nicht schon dann, wenn sich ein Mann und eine Frau zusammenlegen und keine Empfängnisverhütung betreiben?

Gruß, Karin
heute polemisch drauf

Naiver Liberalismus auf Kosten des Kindes
Hi.

Ich bin überzeugt, daß ein Kind beide Seiten zur Entwicklung
benötigt. Die weibliche, die Kommunikation und soziales und
die männliche, die Fakten, Reiben aneinander vermittelt. Diese
Mischung macht es.

Deine Charakterisierung der weiblichen und der männlichen Rolle bei der Erziehung erscheint mir zu sehr auf stereotype Rollenbilder festgelegt. Im Prinzip stimme ich dir aber zu: Optimalerweise sollte ein Kind bei einem heterosexuellen Paar aufwachsen. Für den Fall, dass entschieden werden muss, ob ein Kind bei der Mutter oder bei dem Vater aufwächst, gilt in meinen Augen die Regel: Ein Kind gehört zur Mutter.

Damit habe ich auch schon die Überleitung zur gestellten Frage. Pro forma beeile ich mich zu versichern - und zwar aufrichtig -, dass ich nichts gegen Gays habe. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass ich einen lästigen schwulen Stalker am Hals habe, dem einfach nicht beizukommen ist - aber egal. Nun, wie gesagt, ein Kind gehört zur Mutter. Falls keine Mutter vorhanden ist - sowie kein Vater -, dann tritt Plan B in Kraft: Eine Ersatzmutter mit einem männlichen Partner. Sollte diese Frau nicht mit einem Mann zusammenleben, ist Plan C zu erwägen: Ein lesbisches Paar. Hauptsache, das Kind erfährt ´mütterliche´, d.h. weibliche Zuwendung.

Ein Plan D - ein Schwulenpaar - ist aus meiner Sicht absolut inakzeptabel.

Begründung:

  1. Ein Kind gehört - wie gesagt - zu einer (Ersatz-)Mutter.

  2. Zu beachten ist unbedingt, dass das Kind einen großen Teil seiner Zeit in der Schule bzw. unter Freunden und Bekannten verbringt. Besonders im schulischen Ambiente ist mit 200prozentiger Sicherheit davon auszugehen, dass das Kind unter übler Häme bzw. Mobbing leiden wird. Seltsamerweise wird dieses Problem in der öffentlichen Diskussion (und auch in diesem Thread) nicht berücksichtigt. Ist der juristische Begriff des „Kindeswohls“ denn so unbekannt? Zum Kindeswohl gehört es auch, das Kind nicht fahrlässig einer Situation auszuliefern (schulischem Mobbing), in der es schweren psychischen Schaden nehmen kann. Genau diese fahrlässig herbeigeführte Situation entstünde aber, wenn das Kind durch ein Schwulenpaar adoptiert würde. Man mag sich gar nicht vorstellen, welcher Häme es im Schulalltag ausgesetzt wäre.

Beispiel Fußballsport: Warum wohl outen sich so wenige Fußballer als gay? Das Problem ist doch bekannt - weil viele Fans den Spieler übel mobben würden. Dementsprechend hat jeder Verständnis für die Zurückhaltung der (unbekannten) Fußball-Gays. In einer Schule aber ginge es noch viel krasser zu, wenn bekannt wäre, dass ein Mitschüler schwule ´Eltern´ hat. Das Kind würde, falls männlich, nicht nur ständig damit aufgezogen, sondern auch selbst als gay behandelt werden. Ist doch wohl klar. Eine zu erwartende Spielart des Mobbings wäre natürlich das Internet-Mobbing.

Ich halte es daher schon aus diesem Grund für unverantwortlich, Kinder als Versuchskaninchen für ein völlig überzogenes Liberalitätsideal zu missbrauchen. Diejenigen, die das befürworten, waren nie selber einer solchen Situation ausgesetzt. Sie kommen sich moralisch hochstehend vor, wenn sie das beklatschen, bedenken aber zu wenig oder gar nicht die mit Sicherheit daraus resultierenden Beeinträchtigungen des Kindeswohls.

Hinzu kommt - ein ganz wesentlicher Punkt -, dass durch eine Adoption durch ein Schwulenpaar dem Kind vorsätzlich (nicht einfach nur fahrlässig) die Möglichkeit genommen wird, von einem Paar mit einer Mutterfigur adoptiert zu werden. Kurz: Dem Kind wird die Chance einer Beziehung zu einer Ersatzmutter (im Falle einer später erfolgenden Adoption durch ein Heteropaar) bewusst vorenthalten.

Referenzliteratur:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing_in_der_Schule

(allgemein über Mobbing an der Schule)

In einer 2007 vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau durchgeführten Online-Befragung, an der 1997 Schüler aller Klassenstufen teilnahmen, äußerten 54,3 Prozent, dass sie von direktem Mobbing betroffen seien. 19,9 Prozent fühlten sich von Cyber-Mobbing betroffen. Direktes Mobbing kommt häufiger in den unteren Klassenstufen vor, während in den höheren Klassenstufen der Anteil des Cyber-Mobbing ansteigt. Sowohl bei direktem Mobbing als auch bei Cyber-Mobbing sind männliche Schüler häufiger Opfer als weibliche.[5]

http://www.schueler-gegen-mobbing.de/mobbing-in-der-…

http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-erzieh…

Der Text in folgendem Link betrifft zwar Kinder, die selbst gay sind, könnte aber - mit geringfügiger Einschränkung - auch auf Kinder von Gays übertragen werden.

http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmi…

Viele Schwule und Lesben berichten, dass sie in ihrer
Schulzeit gemobbt wurden. Lesbische und schwule
Jugendliche versuchen häufiger als andere
Jugendliche im gleichen Alter Selbstmord zu begehen.

Darüber hinaus braucht ein Bub eine weibliche Bezugsperson als Grundlage für seine Beziehung zum weiblichen Geschlecht. Falls er bei seinem Vater aufwächst, ist der Mangel einer Mutter schon suboptimal, das wird aber tendenziell kompensiert durch das als ´Vorbild´ dienende heterosexuell orientierte Verhalten des Vaters, wenn auch natürlich nur unzureichend. Was aber lernt der Bub bei einem Schwulenpaar? Natürlich, schwul zu sein. Was denn sonst? Erziehungspersonen fungieren nun einmal als Leitbilder für Kinder. Der Bub darf sich also täglich ansehen, wie seine männlichen ´Eltern´ knutschen, sich küssen und allnächtlich im Schlafzimmer abtauchen, und darf sich nachts möglicherweise auch das Luststöhnen anhören.

Natürlich wird man mir jetzt - völlig kontrafaktisch - Schwulenfeindlichkeit vorwerfen, aber das riskiere ich locker, denn ich buche solche Vorwürfe auf das Konto einer naiven Möchtgern-Liberalität, der es um alles mögliche geht, nur nicht um das Wohl des Kindes.

Chan

Hallo,

ich werfe dir nicht Schwulenfeindlichkeit vor, wohl aber eine völlig übersteigerte Idealisierung der Rolle der Mutter im Leben eines Kindes. Mir erschließt sich nicht, wie du darauf kommst.

Barbara

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Warum bekommen alleinstehende Personen idR
kein Kind zur Adoption?

Alleinstehende können in Deutschland durchaus Kinder
adoptieren.

Wie oft kommt das denn tatsächlich vor? Bitte beachte, dass ich Einschübe wie idR (= in der Regel ) nicht aus Spaß anbringe.

Sogar, wenn sie homosexuell sind. Oder noch
schlimmer: Schlagersänger.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, vor allem dann nicht, wenn es um Prominente geht.

Es ist übrigens auch möglich, dass Homosexuelle die leiblichen
Kinder ihres Partners/ihrer Partnerin adoptieren.

Das ist aber etwas vollkommen anderes, da der Staat nicht so weit in das Privatleben eingreift, dass das Liebesverhalten von erwachsenen Menschen kontrolliert wird. Im vorliegenden Fall hat eine homosexuelle Person auf natürlichem Wege ein Kind bekommen.

Einzig und alleine die gemeinsame Adoption eines nicht
blutsverwandten Kindes durch homosexuelle Paare ist bislang
unmöglich.

Zunächst mal: Wer sagt das und woraus ergibt sich das?

Daneben stören mich Aussagen wie „einzig und alleine“. Eine erfolgreiche Adoption ist auch für heterosexuelle Paare eher die Ausnahme. Allein die Möglichkeit, dass das Kindeswohl nicht ausreichend gewährleistet ist, reicht für eine Ablehnung. Wenn nun bei homosexuellen Paaren diese Möglichkeit automatisch schon von der Konstellation her gegeben ist, da nun mal vieles darauf hindeutet, dass sowohl Mutter als auch Vater eine eigenständige, wichtige Rolle in der Erziehung/Sozialisation spielen, dann ist das zwar bitter für solche Paare. Es stellt aber keine Diskriminierung dar, da das Elternwohl im Gegensatz zum Kindeswohl gar kein relevanter Faktor bei einer möglichen Adoption ist. Es gibt zudem keinen Anspruch drauf, das, was auf natürlichem Wege nicht geschehen kann, ersatzweise durch den Staat sicherstellen zu lassen.

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