Hallo
Ich bin 39 und hatte vor 2 MOnaten eine Lungenembolie mit Lungeninfarkt und Rippenfellentzüdung.
Da ich keinesfalls eine Risiko-patientin bin (Nichtraucher, keine Thrombosen, kein Übergewicht…) wurde ich gründlich untersucht. Als URsache für die Embolie hielt man zu Anfang den Nuvaring fest.
Doch nun hat man im Thromopholie-Test herausgefunden dass ich unter einer homozygoten MTHFR-Mutation leide.
Ich bin mit diesem Resultat etwas überfordert. Ab jetzt gehöre ich zu den Risikoptienten für HErzinfarkte oder Hirninfarkte.
Meine Blutwerte sind zudem erstaunlicherweise ganz ok:
Homocystein, B12, Cholesterol sind in den Normen.
Aber wie kann das denn sein?
Die Mutation lässt den Homocystein-spiegel erhöhen, jedoch nicht bei mir? Bis jetzt war ich immer gesund und hatte nie irgendwelchen ähnlichen Probleme.
Ich frage mich ob diese Mutation wirklich derart gefählich ist dass ich ein Lebenlang Medikammente nehmen soll oder auf die Ernärung achten muss.
Zur Zeit nehme ich noch Sintrom bis Februar und Folavit. Danach müsste ich ein Aspirin nehmen, und je nachdem wie die Vitamine oder das Cholesterol im Blut sind, kämen da noch Medikammente dazu.
Wer hat Erfahrung mit dieser Genmutation?
Wer kann mir erzählen wie man damit lebt? (eigentlich lebe ich ja schon immer damit, bloss dass ich es nicht wusste…)
Danke
Liebe Grüsse
Sylvie
Hallo,
das ist ein komplexes Gebiet. Du hast ja eigentlich nach Erfahrungsberichten gefragt, aber da erstmal keiner kam, doch meine medizinischen Anmerkungen:
Es gibt mehrere MTHFR-Mutationen, von denen eine (Mutation an Position 1298) nur in unglücklicher Kombination mit anderen Umständen zu einem erhöhten Risiko führt. Da solltest du nochmal nachhaken. Normales Homocystein passt nämlich zu dieser Art der Mutation und geht allein für sich nicht mit einem erhöhten Thromboserisiko einher.
Außerdem erhöhter der Novaring NATÜRLICH Dein Thromboserisiko, vor allem mit zunehmendem Alter!
Manticor
Hallo
Danke für deine Antwort.
Die Internistin hat noch etwas von 677t gesagt, könnte das die Position sein die du beschreibst?
Ich bin ehrlich gesagt einfach nur überfordert mit dieser Diagnose.
Alle Blutwerte scheinen ok zu sein (Homocystein, Cholesterol, B12…) und als Kind hatte ich ständig Eisenmangel. Wie kann das denn zu meiner Dianose passen?
Den Nuvarin nehm ich jetzt natürlich nicht mehr.
Ich frag mich ob es was bringt wenn ich nach dem Sintrom im Februar erst mal meine Blutgerinnung testen lasse einfach damit ich etwas mehr einschätzen kann was dieser Gendefekt bedeutet?
Ich war bisher immer gesund, hatte nie Probleme, nie Thrombosen… Dann sagt mir der der Arzt dass ich ja JETZT diese Embolie hatte…
Ich überlege ständig was ich denn an der Ernährung ändern könnte oder sollte. Aber da die Werte ja ok sind…??!
Wie kann es denn sein dass man einen Gendefekt hat und nie Probleme hat und dann auf einmal ist alles anders?
Liebe Grüsse
Sylvie