Honorararbeit - Vorteile?

Hallo!
Ich hoffe, ich poste im richtigen Themenbereich…?!
Welche Vorteile - oder auch Nachteile - habe ich bei Arbeit auf Honorarbasis bezüglich Einkommen, Rentenversicherung, Anspruch auf Arbeitslosengeld usw.?
Galli

Hi Galli,

Welche Vorteile - oder auch Nachteile - habe ich bei Arbeit
auf Honorarbasis bezüglich Einkommen, Rentenversicherung,
Anspruch auf Arbeitslosengeld usw.?

von Vor- oder Nachteilen ist hier nicht die Rede, das ist eine schlichte Rechenaufgabe. Wenn Du freiberuflich tätig bist, zahlst Du Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Berufsunfähigkeits- und Verdienstausfallversicherung selbst. Das (und noch einiges mehr) muss in die Kalkulation des Stundensatzes eingehen, und diesen Stundensatz musst Du am Markt erzielen.

Gruß Ralf

Aber wann komme ich besser dabei weg? Bei Honorararbeit oder Festanstellung? Wenn ich beispielsweise bei einer Festanstellung 8,88 Netto verdiene, bei Honorarbeit aber 10,50 Euro. Ist es dann sinnvoller, Honorararbeit zu machen? Sind die Abzüge, die ich selbst zahle, identisch mit denen, die bei einer Festanstellung gezahlt werden? Habe überhaupt keine Ahnung von dieser Materie…
Galli

Hi galli,

Habe überhaupt keine Ahnung von dieser Materie…

das ist offensichtlich, nur kann ich Dir aus der Ferne da nicht helfen. Geh mal zur Handels- oder Handwerkskammer, die rechnen Dir sowas vor.

Gruß Ralf

Holla.

Ich hoffe, ich poste im richtigen Themenbereich…?!

Na ja. Existenzgründung wäre auch nicht ganz falsch gewesen :wink:

Welche Vorteile - oder auch Nachteile - habe ich bei Arbeit
auf Honorarbasis bezüglich Einkommen, Rentenversicherung,
Anspruch auf Arbeitslosengeld usw.?

Einkommen : Der große Vorteil ist, dass Du Deinen Stundensatz so hoch schrauben kannst, wie Du willi - es wird Dir niemand diesbezüglich Vorschriften machen. Ob natürlich die Auftragslage für Dich bei einem Satz von 2500 €/h berauschend sein wird, ist eine andere Überlegung … Fazit : Du musst für Deine Dienstleistung einen marktgerechten Preis nehmen, sonst bekommst Du keine Aufträge und Dein Einkommen aus der Tätigkeit ist schlicht Null. Verkaufst Du Dich unter dem Marktpreis, trägst Du evtl. bares Geld hinter der Arbeit her, was auch nicht sinnvoll sein dürfte. Also heißt das Stichwort Kalkulation.

Produktivzeit : Das ist die Zeit, die Du beim Kunden mit der Erbringung von Dienstleistungen zubringst. Es ist natürlich notwendig, dass Du im Büro hockst und Fachliteratur wälzest, Rechnungen schreibst, evtl. wirst Du das eine oder andere Seminar besuchen. Das ist zwar Arbeitszeit - nur wird Dir der Kunde das i.a. nicht bezahlen (wenn doch, gibst Du mir bitte seine Adresse? Biddöh … *g*). Also ist die nächste Überlegung : Welcher Anteil meiner Gesamtarbeitszeit ist produktiv, sprich, wieviele Stunden meiner Arbeitszeit von x Stunden stelle ich meinen Kunden tatsächlich in Rechnung. Angenommen, Du möchtest 50 Stunden die Woche arbeiten (mit allem Zipp und Zapp, inklusive Fahrten, Behördengänge, bla und blä) und kannst 30 davon berechnen, dann beträgt Dein produktiver Anteil der Arbeitszeit 60%. Um auf Deine Kosten zu kommen, hast Du also schon einmal einen Aufschlag von 66,7% auf die Produktivzeit (angenommener Stundenlohn 15 € * 1,667 = 25 €).

Und so geht es dann weiter. Die Beiträge für die SV musst Du selbst aufbringen (es gibt keinen Arbeitgeber, der Dir die Hälfte zuschießt) … Deine betrieblichen Nebenkosten (Sachkosten, kalkulatorische Kosten etc. pp.) kommen noch hinzu … und so weiter und so volvo.

Üblerweise ist dies genau der Sektor, in dem ich selbst - als Berater für Kleinbetriebe - gewerblich unterwegs bin. Das heißt, weitere Auskünfte sind nicht mehr gratis. Wenn Du Dir zutraust, selbst eine Kalkulation durchzuführen : Ich hätte eine Excel- Arbeitsmappe anzubieten, mit deren Hilfe Du genau ausrechnen kannst, welchen Verrechnungssatz Du nehmen musst, um Deine Einkommensvorstellungen zu realisieren. Bei Interesse bitte Mail an mich; mehr kann ich hier nicht schreiben, sonst gibts Rumsmurmelmützenverweis vom MOD :wink:

Gruß kw

Hallo Galli,

oh je, also von 10,50 kann man als Freier nicht leben! Das ist bestenfalls Studenten-Honrar!!!
Zum Thema Kalkulation gucke einmal hier:
http://www.e-lancer-nrw.de/ratgeber_old/5-2.html#5-2…
Ist wahrscheinlich nicht Deine Branche, macht aber deutlich, was alles beachtet werden sollte!
Du mußt Dich z.B. sich selber krankenversichern, Mindestsatz ca. 250 Euro soweit ich weiß (fals Du freie Donzentin werden willst, auch rentenversichern), für Urlaub und Arbeitslosigkeit selber vorsorgen, Ziet für Aquuise und Buchhaltung einplanen usw.

Viele Grüße
Ayla

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