Mit sogenannten „Anlageberatern“ hab ich schlechte Erfahrungen gemacht: Hohe Gebühren und unterm Strich wird das ohnehin kleine Vermögen immer weniger statt mehr! Klar, der Anlageberater ist in erster Linie seiner Bank oder seinem Unternehmen verpflichtet und dann erst dem Kunden.
Jetzt hab ich gehört, ein neuer Ansatz bei der Anlageberatung ist die Honorarberatung. Da bekommt der Anlageberater (und seine Bank) vom Kunden nur dann ein Honorar, wenn die Anlage auch wirklich erfolgreich war. Ist das Investment nicht aufgegangen kriegt er keinen Cent!
Im deutschsprachigen Raum ist die Honorarberatung leider noch in den Kinderschuhen. Die Idee gefällt mir grundsetzlich gut, denn der Berater wird sich ordentlich Mühe geben, denn sonst bekommt er keine Provision.
In Deutschland bietet das - so viel ich weiß - die Quirin Bank an. Weiß jemand, ob es Honorarberatung auch in Österreich gibt? Vielleicht schon selbst Erfahrungen gemacht?
Danke!
Guten Tag gitarristin,
stelle dir bitte einmal folgendes Szenario vor:
Du läßt dich von einem Berater/In zu einer Geldanlage beraten und tätigst diese auch.Die Geldanlage ist beispielsweise auf eine Laufzeit von 10 Jahren ausgelegt.Nach diesen 10 Jahren vereinbarst du mit deinem Berater/In einen Termin um die Geldanlage zu beurteilen anhand eines Kontoauszuges.Je nach Ergebnis wird der/die Berater/In bedacht.
Frage: Was stimmt an dieser Szene nicht?
Grüße
Wader Hans
Hallo gitarristin,
auf Erfolgshonorarbasis wird kein Dienstleister arbeiten können und wollen. Honorarberater lassen sich nach Aufwand pro Stunde alternativ nach festem Prozentsatz des anzulegenden Vermögens bezahlen.
Google doch mal unter den Stichpunkten: Honorarberater Vermögen Österreich. Da gibt es unter den tausenden Treffern einige ganz Gute.
Viel Vergnügen
Bernd
Guten Tag,
also so was gibt’s in Österreich durchaus, wenn auch nicht sehr häufig! Die Capital Bank macht das zum Beispiel und hat dazu auch alle möglichen Informationen auf ihrer Homepage. Einfach mal suchn und informieren. Grundsätzlich finde ich die Honorarberatung wirklich ein sehr gutes und auch sehr optimales Instrument zur Geldanlage - man braucht dafür aber schon ein gewisses Vermögen.
lg
Danke für den konkreten Tipp! Schau ich mir gleich mal an.
Klar, ohne ein gewisses Vermögen macht die Veranlagung auch keinen Sinn. Werd dazu auf der Homepage noch Infos suchen. Denn was man unter „vermögend“ verstehen kann, ist ja sehr relativ…
Bin wirklich gespannt, ob das Thema „Honorarberatung“ in Zukunft noch mehr kommt in Deutschland und Österreich. Die Schweiz ist da wahrscheinlich wieder ein eigenes Thema… Im moment ist das jedenfalls noch ein ziemliches Nischenprodukt.
Google-Suche
danke, hab mich schon ein wenig eingegoogelt. material findet man über google ja wirklich genug. fast schon zu viel… wenn jemand noch einen guten link hat, freu ich mich auch. die überblicksseiten und allgemeinen infoseiten zum thema hab ich mal durch. es lebe die wikipedia!
Zehn Jahre ist zu lang?
Naja, zehn Jahre auf die Prämie warten, ist dem Honorarberater vielleicht ein wenig lang 
Es spricht aber nichts dagegen, die Performance schon nach einem Jahr zu evaluieren, oder?
Na ja, gitarristin,
ich vergleiche den Berater in Gelddingen immer mit anderen Berufen.
Warum zahlt man denn den Steuerberater immer gleich und nicht erst nach „erfolgreicher Steuererklärung“ oder gar erst nach geraumer Zeit?
Warum zahlt man den Arzt gleich und nicht erst wenn man wieder gesund ist, er also eine posotive Performance erbracht hat?Oder verlngt sein Geld zurück, weil man nicht gesund wurde?
Warum nicht nach erfolgter Beratung bezahlen?
???
Gruß
Wader Hans
Auf Erfolgsbasis wär mir als Kundin natürlich lieber, aber nach erfolgter Beratung ist auch ok.
Was mir an der Honorarberatung aber insgesamt gefällt ist, dass hier transparent gemacht wird, dass die Beratung auch einen Preis hat. Bei der Beratung durch einen Bankberater ist die Beratung ja meistens „gratis“, aber irgenwie muss die Bank natürlich auch zu ihrem Geld kommen. Das versteh ich schon. Wahrscheinlich tut es die Bank dann halt über versteckte Gebühen oder indem sie den Berater anweist, bestimmte Produkte den Kunden besonders ans Herz zu legen. Und das sind dann natürlich die Produkte, deren Verkauf für die Bank am lukrativsten ist.
Der Bankberater wird immer in erster Linie seinem Arbeitgeber verpflichtet sein. Und das ist nun einmal die Bank. Und in zweiter Linie ist er natürlich auch dem Kunden verpflichtet…aber erst in zweiter Linie.
Wer zahlt schafft an, heißt es so schön und wenn ich den Honorarberater zahle, kann ich mir einigermaßen sicher sein, dass er mir und nur mir verpflichtet ist.