Hallo nochmal,
ist in diesem Falle mit „bestehender Markt“ der bereits
existente Biokaffeemarkt gemeint oder der Markt, in dem das
Unternhmen bereits agiert?
Die Ansoff-Matrix beschreibt generische Strategien für das Wachstum eines Unternehmens. Der Ausgangspunkt ist dabei das Unternehmen, also dessen Produkte und dessen bearbeiteter Markt, schließlich soll ja auch dessen Wachstum entwickelt werden.
Das Produkt ist neu, der Markt ist
bereis existent (schon in Wachstumsphase), jedoch für das
Unternhemen neu (da es vor dem Biokaffeelaunch nur den
konventionellen Kaffeemarkt bearbeitet hat).
Die Frage ist nicht, ob ein Markt existiert oder nicht, sondern ob es ein vom Unternehmen bearbeiteter Markt ist. Streng nach Ansoff ist der Biokaffee-Markt also ein neuer Markt, da das Unternehmen wie du schreibst, bisher nur im Bereich des konventionellen Kaffees unterwegs ist.
Übrigens wäre es auch nachlässig, ausschließlich nach existierenden Märkten zu suchen, da viele Märkte erst durch ein Angebot begründet werden. Hätte Sony den Walkman nicht erfunden, gäbe es auch keinen Markt für portable Musikspieler. Was Sony erkannt hat ist aber ein Bedürfnis, welches nicht befriedigt war. Und Bedürfnisse sind die Grundlage für Märkte.
(„Untere Produktentwicklung versteht man die Erweiterung der
Produktpalette für den bestehenden Markt.“)
Handelt es sich (trotzdem) um eine Produktentwicklung? Ich bin
der Meinung ja. Und das es eine Schrittinnovation ist, da der
Biomarkt ein Nachbarmarkt des konventionellen Kaffeemarktes
ist. Was meinst du?
Du gibst dir oben die Antwort selbst:
Das Produkt ist neu, der Markt ist
bereis existent (schon in Wachstumsphase), jedoch für das
Unternhemen neu (da es vor dem Biokaffeelaunch nur den
konventionellen Kaffeemarkt bearbeitet hat).
Streng nach Ansoff also neues Produkt, neuer Markt (immer aus Unternehmenssicht), demnach handelt es sich um eine Diversifikation. Ich würde das nicht Schrittinnovation nennen, da es bereits Biokaffee gibt, also ist der Launch eines weiteren Biokaffees nicht innovativ. Ich würde es „weiche Diversifikation“ nennnen, schließlich bleibt dein Unternehmen bei Kaffee und fängt nicht an Stühle zu bauen.
Ist das eine Fallstudie die bearbeitest oder schriebst du für ein Unternehmen? Es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, nochmal über die Marktdefinition nachzudenken. Denn diese beschreibt den bearbeiteten Markt, der ja Ausgangspunkt deiner Betrachtung ist.
Grüße,
Konstantin.