Ja, da hast Du sicherlich recht. Das Problem sind nicht zwangsläufig immer die Ärzte, sondern z.B. auch unser Gesundheitssystem, das kaum Vorsorgemaßnahmen fördert, die mit Lebensstil etc. zu tun haben. In unserem Fall ging es ja nur um die Hormonfrage. Ich sehe Hormone auch nicht als Ersatz für Sport, gesunde Ernährung und Lebensstil, sondern als eventuell notwendige und sinnvolle Ergänzung.
Der zweite Punkt ist aus meiner Sicht noch schwieriger: Die Pharmaindustrie ist ein Wirtschaftszweig, der so stark ist, weil er an Krankheit verdient. So ist mittlerweile auch das Gesundheitssystem aufgebaut. Ärzte, Professoren etc. werden von diesen Unternehmen durch Fortbildungen, Referentenbesuchen, usw. geprägt und eingenordet. Die Ärzte verdienen an diesem System sicherlich am wenigsten.
Die DGE ist auch pharmagesteuert und will Beweise sehen. Diese bekommt sie durch zielgerichtete Forschungsarbeit der Pharmaindustrie zu Genüge, da dor auch genügend Gelder fließen können.
Drittens: an nichtpatentierbaren Substanzen (z.B. naturidentische Hormone) kann man kaum verdienen. Warum sollte so was dann protegiert und beforscht werden? Was anderes war es mit der Pille. Die enthält kein naturidentisches Hormon für den Mensch, höchstens für trächtige Stuten. Das das auf Dauer nicht gut gehen konnte ist erst nach Jahrzehnten herausgekommen, weil Studien gelenkt werden können.
Viertens: Folgekrankheiten der Hormonschwächen sind richtige Goldgruben für die Pharmaindustrie!
Fünftens: Auch HP und alternative Ärzte sind keine Engel! Ich weiß von wirklich vielen Fällen daß die Anschaffung von teuren Geräten amortisiert werden muss, das Behandlungsverfahren gemacht werden, die Geld bringen, auch wenn der Erfolg zweifelhaft ist… so einige haben gerade bei Alternativmedizinern und HP`s finanziell echt geblutet. Die Bremse der Krankenkassen ist dort nicht gegeben und der Leidensdruck bei den meiste Patienten enorm. Aber ich kenne auch recht viele seriöse Ärzte und HP!!
Mit zunehmendem Alter produziert der Körper zum Beispiel weniger Hormone und kommt somit in eine andere Stoffwechsellage, die Krankheiten wie Diabetes oder Herzkrankheiten begünstigen. Gesunde Ernährung und optimaler Lebensstil (was immer das heißt) verzögern das Altern und krank werden erheblich, aber die Lebensqualität kann trotzdem darunter leiden. Wir leben heute im Durchschnitt wesentlich länger aber nicht zwangsläufig gesünder und das liegt nicht nur am Lebensstil.
Warum sollte man nicht anstreben, die Qualität des Lebens zu steigern? Wer gesund stirbt hat doch eindeutig mehr vom Leben. Wobei ich hier keine Schicksalskrankheiten und Unfälle meine, sondern beeinflussbare Befindlichkeiten!
In „saskias“ Fall sehe ich es tatsächlich als Fortschritt an, dass der Arzt überhaupt so ganzheitlich denkt und Hormone in Erwägung zieht, falls er an Hand der Blutwerte ein Eingreifen für nötig hält. Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte sehr oft nicht mal bereit sind solche Werte zu messen,weil sie keinen Sinn darin sehen.
Ich wünsche „saskia“ und ihrem Mann alles Gute und den anderen sei Mut gemacht, sich von NIEMANDEM über den Tisch ziehen zu lassen und alles selbst zu prüfen. Dank Internet ist vieles möglich.
Gruß Ilsabe
P.S.Ich bitte um Nachsicht, dass dieses Thema in diesem Thread mit diesem Beitrag für mich beendet ist. Falls jemand einen neuen Thread, der um dieses Thema kreist eröffnet, habe ich nichts dagegen. (siehe auch meine Antwort weiter oben an schuckschuck)