Hormonersatztherapie

Hallo,

ein Mann war bei der Krebsvorsorge. Dabei bekam er einen Fragebogen, wo es um Altersbeschwerden des Mannes ging. dabei wurde nach einigen Dingen gefragt, die er bei sich tatsächlich festgestellt hat. Bei den Fragen, die er mit ja beantwortet hat ging es um nachlassende Potenz (er ist 58), Müdigkeit, Schlafbedürfnis, Schwächegefühl und nachlassende Muskelkraft. Wenn jetzt noch die Testosteronwerte zu niedrig sind (die Laborwerte dauern noch etwas), will der Urologe eine Hormon-Ersatztherapie machen.

Er ist davon nicht begeistert,wegen der Nebenwirkungen und der zu erwartenden Kosten.

Deswegen interessiert es ihn, ob jemand mit diesen Symptomen so einen Therapie gemacht hat und ob sich dadurch etwas gebessert hat. Es würde die Entscheidung erleichtern, wenn hier Erfahrungen von anderen lesen wären.

Viele Grüße

Saskia

Guten Tag saskia,
wenn die Hormontherapie mit naturidentischen Hormonen erfolgt und die Dosis genau abgestimmt wird, sind keine negativen Nebenwirkungen zu erwarten. Eher im Gegenteil!! Es wirk sich auf alle Stoffwechselvorgänge sehr positiv aus, wenn der Sexualhormonhaushalt auf einem Niveau ist der etwa 30-35jährigen entspricht und schützt vor Prostataproblemen.
Macht euch da auch mal bei Herrn Google schlau. Am besten sind Crems und Gels, weil sie direkt in den Blutkreislauf wandern und nicht erst über den Verdauungstrakt. Da geht viel verlorn und dadurch ist es dann auch teurer.
Toll, wenn der Urologe sowas überhaupt in Betracht zieht, das ist nicht selbstverständlich!
LG Ilsabe

Hallo Ilsabe,

zunächst danke für deine Infos. Kennst du jemand, der unter der Behandlung eine spürbare Verbesserung erreicht hat?

Gruß
saskia28

Hallo Saskia,

ein Mann hat keine Probleme und geht wegen eines Handlungsauftrags, Krebsvorsorge, zum Arzt. Herauskommt er mit einer Empfehlung für die vermeintliche Behebung von Problemen, die ihm bis dahin gar nicht als Probleme bewusst waren und zufälligerweise liegt die Problemlösung nicht in einer Kassenleistung, sondern einer Leistung, die extra Geld in die Kasse des Arztes spült.

Rein zufälligerweise findet die Erhebung der Probleme noch nicht einmal in einem Beratungsgespräch statt, sondern mit Hilfe eines Fragebogens. Geht schneller, kostet den Arzt weniger Zeit, bringt noch mehr Geld.

Obwohl die Wirksamkeit der Hormontherapie überhaupt nicht belegt ist und wenn überhaupt nur dann angezeigt sein könnte, wenn ein deutlicher Mangel und die deutlichen Beschwerden vorliegen, weiß der Arzt schon vor dem Vorliegen der Laborwerte, dass das mit der Hormonersatztherapie eine gute Idee ist. Was ein Zufall.

Außerdem sollte der Arzt, bevor er eine solche Therapie empfiehlt, das Prostatakrebsrisiko angucken, weil das durch Testosteron steigen kann, das hat der Arzt hier wohl auch rein zufällig vergessen.

Das sind ziemlich viele Zufälle, oder nicht?

Im Gegensatz zu Frauen, deren Wechseljahresbeschwerden oft darin begründet sind, dass der Hormonspiegel abrupt sinkt, und bei denen manchmal eine Ersatztherapie sinnvoll ist, um diesen Prozess zu verlangsamen und damit abzumildern, ist das bei Männern ganz normaler Alterungsprozess, der sowieso schleichend verläuft. Der Mann, von dem du sprichst, scheint bisher ganz gut so klar gekommen zu sein, warum will er sich dann dauerhaft, sonst macht es keinen Sinn, Hormone einschmeißen, deren Nutzen nur in Bezug auf den Geldbeutel des Arztes gesichert ist, ansonsten nur das Risiko auf Nebenwirkung sicher ist?

Viele Grüße

Marina

Hallo saskia,

ja, ich kenne mehrere Personen und auch mein Mann hat davon nur Vorteile erlebt.
Übrigens,die Behauptung, dass Testosteron Prostatakrebs fördert, ist mittlerweile nicht mehr haltbar! Dann müßten ja außerdem alle jungen Männer mit hohen Testosteronwerten Prostataprobleme haben. Da kenne ich aber niemanden.
Bitte bei dem Testosteronwert auch den freien Wert messen lassen, weil der anzeigt, wieviel Testosteron der Körper wirklich zur Verfügung hat. Gesamttestosteron ist dafür nicht geeignet.
Im Alter von 58 Jahren kann da noch viel mit kleinem Aufwandt reguliert werden. Aber es stimmt, da muß man dann dran bleiben, weil keiner jünger wird und die Hormonproduktion nicht zu- sondern abnimmt. Der gesundheitliche Gewinn ist allerdings enorm! Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Forscht da auch selbst und verlasst Euch nicht auf die Meinung anderer! Das ist ein großes Thema und auch für Dich als Frau extrem wichtig.
Der Begriff „Hormonersatztherapie“ meint normalerweise keine naturidentischen Hormone!! Bitte darauf sehr genau achten und nachfragen.
LG Ilsabe

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Meine Empfehlung - LESEN:

http://www.spitzbarts-gesundheitspraxis.de/vitalstof…

Es ist sicherlich etwas aufwändiger als Pillen oder Pflaster - dafür besser für die allgemeine Gesundheit und ohne Nebenwirkungen!

Und wo ist deine medizinische Ausbildung, dass du derartige Empfehlungen aussprichst?

Auch für dich zum Lesen:

http://www.spitzbarts-gesundheitspraxis.de/vitalstof…

Hallo Maren, falls Du mich meinst, bin ich durchaus vom Fach. Aber ich wollte keine Empfehlungen im eigentlichen Sinn geben, sondern Gedanken und Erfahrungen mitteilen. Ich bin hier ja nicht beruflich unterwegs, sondern im Austausch. Es muß sowieso jeder das machen, was er nach eigener Prüfung für richtig empfindet.
Sorry, wenn ich Dich verärgert habe!
Ilsabe

Hallo Maren, falls Du mich meinst, bin ich durchaus vom Fach.
Aber ich wollte keine Empfehlungen im eigentlichen Sinn geben,

Nicht? Bei deinem Beitrag bekommt man ja schon hysterische Schnappatmung, so unreflektiert ist deine Begeisterung! Dabei ist dir offenbar völlig entgangen, dass der Mann überhaupt keinen echten Leidensdruck hat und der Arzt das alles offenbar ohne vorherige Untersuchung und Beratung angeboten hat! Das ist ganz eindeutig unseriös!
Testosteronzufuhr hat ganz eindeutig Nebenwirkung. Jeder, der etwas anderes behauptet, lügt.

Viele Grüße

Marina

Seriöser Umgang
Ein wenig zur aktuellen Studienlage:
http://www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_222_an…

Und wie seriöse Ärzte mit dem Thema umgehen!
http://www.endokrinologiemuenchen.de/index.php?optio…

Vergleich mal die entsprechende Passage mit deinen unreflektierten Begeisterungsstürmen.

Viele Grüße

Marina

Hallo zusammen,

Auf Grund von Eurer Aufregung über meine Beiträge, möchte ich doch noch mal Stellung dazu nehmen.

Der Mann von Saskia ging wegen einer Krebsvorsorge zum Arzt. Das ist durchaus ein wichtiges Anliegen. Der Arzt bot darauf hin Hormonersatztherapie an. (was er darunter versteht, weiß ich nicht)

Saskias Fragen waren, ob jemand schon mal so was gemacht hat und mit welchem Ergebnis.
Diese Fragen habe ich beantwortet und dazu auch deutlich geschrieben, dass sich jeder selbst eine Meinung bilden muss. Außerdem sagte ich klar, dass HET und naturidentische Hormontherapie nicht das gleiche sind.

An keiner Stelle habe ich von Testosteronsubstitution oder Folgen davon gesprochen, lediglich von einem Testosteronspiegel und Messwerten. Was dann gegeben wird, geht mich nichts an, das liegt allein in der Hand des Patienten und des Arztes.

Den Link kenne ich und auch dort wird nicht zwischen den verschiedenen Hormontherapien unterschieden. Saskia hat außerdem nicht nach Lebensstil, Essgewohnheiten oder Nahrungsergänzungen gefragt. Mit welchem Recht sollte ich ihr da was schreiben?

Woher wollt ihr wissen, dass ich unreflektiert antworte? Keiner von Euch kennt mich und wenn doch, wäre das sicherlich das letzte, was ihr von mir behaupten würdet.

Ich wäre dankbar, wenn der Ton hier sachlicher wäre. So finde ich die Diskussion unfruchtbar und ich werde mich daran nicht mehr beteiligen. Scheinbar ist das Thema sehr heikel für manche warum auch immer.

Gruß Ilsabe

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Zum ersten Link:
Es steht doch garnicht zur Debatte, dass der Mann von Saskia Testosteron braucht. Keiner von uns weiß das. Ich habe nur auf die Behauptung von einem von Euch geantwortet, dass Testosteron Prostatakrebs fördert.
Zum zweiten Link:
Auch auf dieser Webseite wird nicht zwischen HET(HormonEratzTherapie) und der Behandlung mit naturidentischen Hormonen unterschieden.
Ganz ohne Zweifel muß eine Hormontherapie immer vom Arzt begleitet sein und nie!! ohne Wertemessung erfolgen. Mit Hormonen therapiert man nicht einfach drauf los.

Es gibt zu allem Pro und Contra und deshalb sollte sich da jeder selbst seine Meinung bilden, Google machts möglich.
Ilsabe

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Hi,

und der Arzt das alles offenbar ohne vorherige Untersuchung und Beratung angeboten hat!

Soweit ich es gelesen hab, steht da was von „wenn der Testosteronwert jetzt auch noch zu niedrig ist, will der Arzt eine Hormonersatztherapie machen“.
Er hat eine Erstanamnese gemacht, die ist immer eine Checkliste, ob da nun der Arzt fragt und abhakt oder der Patient die Liste in die Hand bekommt ist da erstmal wurscht. Und was soll er denn dann bitteschön machen, außer die Blutwerte nehmen und auf das Ergebnis warten?
Wenige Artikel weiter unten regt sich eine Frau auf, dass der Arzt zu ihren Beschwerden gesagt hat „Nehmen sie erstmal ab, dann sehen wir weiter.“ Und Leidensdruck hin oder her - wäre es verantwortungsvoll vom Arzt, die leichten Anfangssymptome zwar zu sehen, aber kein Wort drüber zu verlieren bis es schlimmer ist?
Und niemandem wurde hier irgendeine Behandlung aufs Auge gedrückt. Die UP schreibt doch ganz deutlich, dass die Therapie nur gemacht wird, wenn die WErte zu niedrig sind.
Außerdem wissen wir gar nichts über den Leidensdruck des Mannes - die UP hat einfach ncihts darüber geschrieben. Das bedeutet nicht, dass keiner da ist - auch nicht unbedingt, dass welcher da ist. Wir können einfach nichts darüber sagen.

die Franzi

Guten Abend,

Soweit ich es gelesen hab, steht da was von „wenn der
Testosteronwert jetzt auch noch zu niedrig ist, will der Arzt
eine Hormonersatztherapie machen“.
Er hat eine Erstanamnese gemacht, die ist immer eine
Checkliste, ob da nun der Arzt fragt und abhakt oder der
Patient die Liste in die Hand bekommt ist da erstmal wurscht.

Das ist nicht wurscht! Der Patient hat bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht den Bedarf geäußert.

Und was soll er denn dann bitteschön machen, außer die
Blutwerte nehmen und auf das Ergebnis warten?

Er sollte den Patienten überhaupt erst einmal kennenlernen?! Er könnte möglicherweise auch erst einmal abklopfen, ob der Patient überhaupt ein Problem HAT! Er sollte mit dem Patienten seriös abwägen, welche Alternativen es gibt? Er sollte nachfragen, wie die Lebensumstände sind.

Und niemandem wurde hier irgendeine Behandlung aufs Auge
gedrückt. Die UP schreibt doch ganz deutlich, dass die
Therapie nur gemacht wird, wenn die WErte zu niedrig sind.

Das reicht alleine aber als Indikation nicht aus!

Außerdem wissen wir gar nichts über den Leidensdruck des
Mannes - die UP hat einfach ncihts darüber geschrieben. Das
bedeutet nicht, dass keiner da ist - auch nicht unbedingt,
dass welcher da ist. Wir können einfach nichts darüber sagen.

Doch, die UP hat sehr wohl etwas darüber geschrieben. Das was sie geschrieben hat, deutet darauf hin, dass ein vernünftiges Beratungsgespräch mehr als angemessen ist. Zumal das Angebot einer Hormonersatztherapie erfolgt ist, bevor vernünftige weitere Untersuchungen angestrengt wurden.

Es ist schon sehr auffällig, dass dies ausgerechnet bei einer Selbstzahlerleistung so passiert. Diese Form der „Anamnese“ per Fragebogen in Bezug auf Selbstzahlerleistungen wird übrigens von der Ärztekammer in dieser Form abgelehnt!

Viele Grüße

Marina

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Hallo,

Der Mann von Saskia ging wegen einer Krebsvorsorge zum Arzt.
Das ist durchaus ein wichtiges Anliegen.

Hat irgendwer das Gegenteil behauptet?

Der Arzt bot darauf hin Hormonersatztherapie an.

Du schreibst schon ganz richtig: darauf hin. Die Hormonersatzherapie hat mit dem Anliegen des Patienten aber rein gar nichts zu tun. Der Arzt hat sie offenbar schon angeboten, noch bevor er sich dem eigentlichen Anliegen des Patienten, das du als wichtig bezeichnet hast, gewidmet hat.
Außerdem verstößt die Art, wie der Arzt das gemacht hat, gegen den Codex der Ärztekammer.

http://www.aekno.de/page.asp?pageId=8809&noredir=True

Seriöse Beratung ohne Verunsicherung des Patienten? Danach klingt die Beschreibung nicht. Ohne Wecken falscher Erwartungen? Wenn der Arzt gesagt hat, dass die geschilderten Beschwerden verschwinden, wurden falsche Erwartungen geweckt. Aufklärung über Alternativen? Scheint nicht erfolgt zu sein. Koppelungsverbot mit anderen Leistungen? Scheint den Arzt auch nicht interessiert zu haben.

Woher wollt ihr wissen, dass ich unreflektiert antworte?

Weil du unreflektiert schreibst?

Ich wäre dankbar, wenn der Ton hier sachlicher wäre.

Und warum bist du unsachlich?

Ich zitiere aus deiner ersten Antwort:

wenn die Hormontherapie mit naturidentischen Hormonen erfolgt
und die Dosis genau abgestimmt wird, sind keine negativen
Nebenwirkungen zu erwarten.

Die Aussage, dass keine Nebenwirkungen zu erwarten ist, ist falsch, unseriös und ist durch keine seriöse Studie zu halten!

Es wirk sich auf alle Stoffwechselvorgänge sehr positiv aus, wenn der
Sexualhormonhaushalt auf einem Niveau ist der etwa
30-35jährigen entspricht und schützt vor Prostataproblemen.

Für diese Vermutung gibt es bisher keine seriöse Studie, die das ausreichend belegen würde.

Macht euch da auch mal bei Herrn Google schlau.

Herr Google sagt genau das: es gibt keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntisse.

Toll, wenn der Urologe sowas überhaupt in Betracht zieht, das
ist nicht selbstverständlich!

Mit diesem Satz suggerierst du, dass es gut ist, wenn ein Urologe so etwas anbietet und nicht gut, wenn er es nicht tut. Das ist schon ganz schön dreist. Damit machst du alle Ärzte schlecht, die wesentlich vorsichtiger und seriöser damit umgehen, besser aufklären und vor allen Dingen ihren Patienten vernünftige Alternativen aufzeigen.

An welcher Stelle empfindest du deine Antwort da noch als sachlich oder reflektiert?

Viele Grüße

Marina

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Aber - sollte ein (gewissenhafter) Arzt nicht erstmal auf natürliche Methoden verweisen (wie Ernährung und Sport) - bevor er Hormone empfiehlt?

Wäre super - aber leider … die Ärzte wollen verdienen und das tun sie an besserer Ernährung und mehr Bewegung für die Patienten nicht. Deswegen werden auch bei erhöhtem Zucker oder Blutfetten eher Pillen verordnet anstatt auf die Wichtigkeit von Ernährung und Bewegung verwiesen. Sicherlich auch, weil die meisten Ärzte in diesen Bereich eher weniger fundierte Kenntnisse haben (die über die unbelegten Behauptungen der DGE hinausgehen).

Und da ist den meisten (nicht allen - aber der Mehrheit) der eigene Verdienst nun mal wichtiger als die wirkliche Gesundheit der Patienten.

Ich glaube, dieser Inhalt der Diskussion ist nicht mit saskias Frage kompatibel! Ich möchte ihren Thread nicht damit durcheinander bringen, dass wir hier grundsätzliche Fragen des Gesundheitssystems diskutieren. Das Ganze wäre durchaus interessant, aber vielleicht sollte man dafür ein neues Thema eröffnen.
Ich fände es bereichernd, wenn zu der gestellten Frage noch was kommt und saskia einen Nutzen hat. Aber ich glaube, im Moment hat da vielleicht keiner Lust zu, weil wir nicht mehr beim Thema sind und der Ton teilweise zu aggressiv ist. Das Ganze soll ja auch noch ein wenig Spass machen und nicht im Schlagabtausch münden. Entschuldigt bitte die harten Worte,aber ein Forum ist für mich keine Kampfarena.
In diesem Thread werde ich auch nicht mehr auf diese Themen antworten, aber gern in einem anderen, wo es dann um so ein Thema geht.

Gruß Ilsabe

Ja, da hast Du sicherlich recht. Das Problem sind nicht zwangsläufig immer die Ärzte, sondern z.B. auch unser Gesundheitssystem, das kaum Vorsorgemaßnahmen fördert, die mit Lebensstil etc. zu tun haben. In unserem Fall ging es ja nur um die Hormonfrage. Ich sehe Hormone auch nicht als Ersatz für Sport, gesunde Ernährung und Lebensstil, sondern als eventuell notwendige und sinnvolle Ergänzung.

Der zweite Punkt ist aus meiner Sicht noch schwieriger: Die Pharmaindustrie ist ein Wirtschaftszweig, der so stark ist, weil er an Krankheit verdient. So ist mittlerweile auch das Gesundheitssystem aufgebaut. Ärzte, Professoren etc. werden von diesen Unternehmen durch Fortbildungen, Referentenbesuchen, usw. geprägt und eingenordet. Die Ärzte verdienen an diesem System sicherlich am wenigsten.
Die DGE ist auch pharmagesteuert und will Beweise sehen. Diese bekommt sie durch zielgerichtete Forschungsarbeit der Pharmaindustrie zu Genüge, da dor auch genügend Gelder fließen können.

Drittens: an nichtpatentierbaren Substanzen (z.B. naturidentische Hormone) kann man kaum verdienen. Warum sollte so was dann protegiert und beforscht werden? Was anderes war es mit der Pille. Die enthält kein naturidentisches Hormon für den Mensch, höchstens für trächtige Stuten. Das das auf Dauer nicht gut gehen konnte ist erst nach Jahrzehnten herausgekommen, weil Studien gelenkt werden können.

Viertens: Folgekrankheiten der Hormonschwächen sind richtige Goldgruben für die Pharmaindustrie!

Fünftens: Auch HP und alternative Ärzte sind keine Engel! Ich weiß von wirklich vielen Fällen daß die Anschaffung von teuren Geräten amortisiert werden muss, das Behandlungsverfahren gemacht werden, die Geld bringen, auch wenn der Erfolg zweifelhaft ist… so einige haben gerade bei Alternativmedizinern und HP`s finanziell echt geblutet. Die Bremse der Krankenkassen ist dort nicht gegeben und der Leidensdruck bei den meiste Patienten enorm. Aber ich kenne auch recht viele seriöse Ärzte und HP!!

Mit zunehmendem Alter produziert der Körper zum Beispiel weniger Hormone und kommt somit in eine andere Stoffwechsellage, die Krankheiten wie Diabetes oder Herzkrankheiten begünstigen. Gesunde Ernährung und optimaler Lebensstil (was immer das heißt) verzögern das Altern und krank werden erheblich, aber die Lebensqualität kann trotzdem darunter leiden. Wir leben heute im Durchschnitt wesentlich länger aber nicht zwangsläufig gesünder und das liegt nicht nur am Lebensstil.
Warum sollte man nicht anstreben, die Qualität des Lebens zu steigern? Wer gesund stirbt hat doch eindeutig mehr vom Leben. Wobei ich hier keine Schicksalskrankheiten und Unfälle meine, sondern beeinflussbare Befindlichkeiten!

In „saskias“ Fall sehe ich es tatsächlich als Fortschritt an, dass der Arzt überhaupt so ganzheitlich denkt und Hormone in Erwägung zieht, falls er an Hand der Blutwerte ein Eingreifen für nötig hält. Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte sehr oft nicht mal bereit sind solche Werte zu messen,weil sie keinen Sinn darin sehen.

Ich wünsche „saskia“ und ihrem Mann alles Gute und den anderen sei Mut gemacht, sich von NIEMANDEM über den Tisch ziehen zu lassen und alles selbst zu prüfen. Dank Internet ist vieles möglich.

Gruß Ilsabe

P.S.Ich bitte um Nachsicht, dass dieses Thema in diesem Thread mit diesem Beitrag für mich beendet ist. Falls jemand einen neuen Thread, der um dieses Thema kreist eröffnet, habe ich nichts dagegen. (siehe auch meine Antwort weiter oben an schuckschuck)

Hi,

Anamnese = Kennenlernen. Oder soll er fragen: „Haben Sie irgendwelche gesundheitlichen Beschwerden? Nein? Super. Wie geht’s dem Hund?“ Im Rahmen einer Vorsorge nicht allgemein häufige Wehwechen auf Verdacht abzufragen und auch andere Verdachtsdiagnosen zu überprüfen, gehört m.E. auch zu verantwortungsvoller ärztlicher Tätigkeit. Auch wen der PAtient eigentlich nur zur Krebsvorsorge da war.

Oder soll ich mich jetzt beschweren, dass mir der Arzt in er Notaufnahme vor ein paar Wochen nicht nur stärkere Schmerzmittel verschrieben hat, sondern eine OP empfohlen hat? Schmerzmittel, auf Dauer genommen, hätten mir auch gehofen. Die OP sorgte nun zwar dafür, dass ich keine Schmerzmittel brauche, aber ich habe nicht um eine OP gebeten, ich wollte nur die Schmerzen loswerden. An der OP und dem damit verbundenen stationären Aufenthalt verdient das KH sehr viel mehr - ich bin privatverichert.

die Franzi

Hi,

was ich noch vergaß: Aus der Tatsache, dass noch keine weitere Diagnostik und noch kein Beratungsgespräch zu Nebenwirkungen und alternativen stattgefunden hat, läßt sich noch gar ncihts schließen. M.E. ist es vernünftig, erst die Hormonwete abzuwarten, dann weiter zu diagnostizieren und dann Behandlungsmöglichkeiten und Alterntaiven und Nebenwirkungen im Detail zu besprechen, anstatt de Patienten mit so viel Information zu überschütten und ihm Sorgen zu machen, die er sich nicht zu machen braucht.

die Franzi

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