Hormonumstellung nach Hodenentfernung beim Basset

Hallo,

Ich habe ein Problem. Unser Basset (10 Jahre) ist vor knapp 6 Wochen ein ca. 300-400g schwerer Tumor aus der Bauchhöhle entfernt worden. Hierbei handelt es sich um einen tumorös gewordenen Hoden der in der Jugend bei ihm nicht mit in den Hodensack gewandert ist. Die Operation hat er soweit gut überstanden.Der Tumor hat wohl auch noch nicht gestreut gehabt, laut Befund. Desweiteren ist aber der Hoden, welcher im Hodensack war, drin gelassen worden. In der folgenden Zeit fing er an regelrechte Attacken von Kurzatmigkeit und Unruhe zu entwickeln. Desweiteren humpelt er stark. Dies wiederholt sich alle 3-4 Tage. Der Tierarzt hat ihn schon geröntgt und gemeint das die Wirbelsäule soweit in Ordnung ist. Die Organe seien auch in Ordnung, so das Röntgenbild. Er weißt auch keine organischen Anzeichen einer Krankheit auf. Also er frisst normal, trinkt normal, verrichtet sein Geschäft auch normal. Der Tierarzt machte einen Test auf Boreliose. Dies wurde ebenfalls ausgeschlossen. Er hat jetzt vom TA ein Präparat gegen Schmerzen bekommen und Canosan. Da man dennoch von den Knochen ausgeht. Desweiteren nimmt er Vasotop um den Kreislauf zu Unterstützen. Der TA ist sich absolut nicht sicher was er haben könnte .Wir sollen jetzt eine Woche abwarten. Was meint ihr ?Kann es durch die Infolge der Kastration eintretenden Hormonumstellung zu diesen Anzeichen kommen ?ist es Narbenschmerz ? Was kann das sein ?

mfg

Was ich vergessen habe, er weißt zu dem seid ca. 2 Wochen einen extremen Haarausfall auf. Das deutet für mich sehr stark auf ein Hormonproblem.

Guten Morgen
das hört sich ja nicht toll an. Wie war er vor der OP ? Auch schon kurzatmig ? Sind die Nierenwerte in Ordnung ? Lagert er vielleicht Wasser ein. Manchmal leiden die Nieren leider bei einer OP bzw. Narkose. Ich würde da zunächst das Blut untersuchen lassen und dann vielleicht mal entwässern, frag den Doc mal danach.
Das Hinken war vorher auch nicht ? Sicher können das Narbenschmerzen sein, die müßten dann eigentlich aber dauernd sein. Nachgewachsen ist nichts ? Wurde mal ein Ultraschall vom Bauchraum gemacht ? Ob da evtl. Flüssigkeit o.ä. drin ist ?
Was mir zu ab und an Humpeln einfällt, ist immer wieder die Kniescheibe. Könnte durch die Muskelerschlaffung ( Lagerung bei der OP ) evtl. die Kniescheibe rausgerutscht sein und springt nun hin und her ? Patella Luxation heißt das…Durch Hormonumstellung können sich auch die Bänder lockern und so eine PL auslösen, hat Dein Doc mal nach den Kniegelenken geguckt ? Sonst fällt mir auch nichts mehr ein…
Grüße
Margit

Hallo Margit,

Das ganze ist uns schon vor der OP aufgefallen. Er ist rumgelaufen und war kurzatmig. Dadurch ist ja quasi der Tumor entdeckt worden.

Die Nieren- und Leberwerte waren vor der OP im Normbereich, ausser dass er ziemlich hohe Entzündungswerte hatte. Dies führt der Arzt und die Tierklinik ,in der wir waren, auf den tumor zurück.

Wie gesagt laut Röntgenbild ist die Wirbelsäule in Ordnung. Es deutet absolut nix auf eine organische Sache hin. Das müßte doch der Tierarzt gesehen haben bzw. gemerkt haben wenn er ihn untersucht.

Ich habe auch fast das Gefühl der ist irgendwie depressiv oder so, woran erkennt man sowas ?Wenn meine Mutter neben ihm sitzt und ihn streichelt usw. ist er total lieb und bleibt liegen. Also er ist extrem anhänglich.

Nach den ganzen Untersuchungen bekommt er jetzt Phenpret. Das soll er eine Woche nehmen. Dazu wie gesagt noch Vasotop.

Lass mal einen Schilddrüsentest machen. Am besten den grossen Test mit allen T3 und T4s. Meistens geraten die Hormone aus den Fugen nach einer Kastration. Die Schilddrüse nimmt so was schnell übel. Ich habe so einen Fall auch schon erlebt. Nach der Kastration sind die Haare ausgefallen. Schilddrüsenwerte lagen im unteren Drittel!! Dann wurde mit Tyroxin behandelt und der Hund erholte sich schnell und sah auch wieder gut aus.

LG
Patricia