Horomonpflaster

Hallo meine Mutter ist schon 64 und hat die Wechseljahre schon hinter sich und musste aber zu der Zeit als die Wechseljahre angefangen haben „Estramon 25“ (Hormonpflaster) nehmen. Nun hat Ihre neue Ärztin empfohlen die Horomonpflaster abzusetzten. Das hat sie dann auch gemacht indem Sie die Plaster LANGSAM abgesetzt hat. Zu Ihrer Verblüffung kamen die Depressionen und schlechten Symtome von damals wieder… Ihr ist auch klar dass es schlecht ist die Pflaster weit ins hohe Alter zu benutzen da das Krebsrisiko steigt… Nun ist die Frage welches ist denn das besser Übel? Oder gibt es noch eine Alternative?

Im vorraus: Vielen lieben Dank für die Antworten!

Guten Tag Alex,

in der Tat hat die behandelnde Ärztin Recht.

Auf Grund der Zunahme der Brustkrebshäufigkeit,aber auch der Zunahme von Blutgerinnungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen gynäkologischen hormon-empfindlichen Tumoren) ist die Behandlung der (post) Menopause-beschwerden mit Hormonen nicht mehr tragbar. Entscheidend ist der BEGINN der Hormontherapie: beginnt man sofort, d.h. mit Beginn der Menopause, sind die (zum Teil tödlichen) Nebenwirkungen geriner. Fängt man später an, können diese Nebenwirkungen sehr ernst sein. Sicher spielen viele Faktoren eine Rolle: Vor-Erkrankungen, familiäre Disposition, Körpergewicht, Raucherstatus, life-style (Sport?).

Generell würde man aber eine solche Therapie einer Frau mit 64 Jahren nicht mehr empfehlen.

Natürlich gibt es Alternativen (wir sind ja nicht in der Politik :wink:):
Cimicifuga z.B.

Die Behandlung einer Depression bedarf zunächst einer Klärung (endogene D. oder reaktive D., vielleicht „nur“ eine Anpassungsstörung). Hier sind moderne Anti-depressiva auf dem Markt. M. E. ist deren Nebenwirkungspotential bei Weitem nicht so negativ wie das der Hormonbehandlung im oben genannten Zusammenhang.

Ich hoffe, die Antwort reicht für eine erste Orientierung. Bei Bedarf gern mehr.

Alles Gute für die Mutter.

Freundliche Grüße

Corinna

Hallo Alex,
Ja, es gibt Alternativen zum Hormonpflaster, wie z.B.
sogenannte Phytoöstrogene in verschiedenen Präparaten.
Die wirken aber nicht bei allen Frauen gleich gut.
Phytoöstrogene sind östrogenähnliche pflanzliche
Substanzen, bei denen die gefürchteten Nebenwirkungen nicht auftreten.
Hat die neue Ärztin denn keine Alternative angeboten?

Gruß
KH