Hallo,
Ich bin jemand der normalerweise viele schläft, also rund 12
Stunden am Tag.
Nun bin ich aber Student und im Semester selbst schlafe ich
meistens nur 9 Stunden am Tag.
Das wird wohl auf Dauer nicht gutgehen. Es mag ungerecht sein, aber manche Menschen haben einfach ein höheres Schlafbedürfnis als andere. Viel dagegen machen kann man so viel ich weiß nicht - außer eben sein Leben danach auszurichten.
Weiss jemand von euch, wie man morgens besser aus dem Bett
kommt?
Ein sanfter Wecker und ein angenehmes „Morgenritual“ hilft. Ich lasse mich mit der Stereoanlage (also von CD) wecken, erst nach etwa einer Viertelstunde kommt der Piepswecker zur Unterstützung dazu. Es gibt auch so Lichtwecker, die einen Sonnenaufgang simulieren sollen - vielleicht probiere ich das auch mal aus.
Außerdem stehe ich wesentlich eher auf, als ich eigentlich müsste. Dadurch habe ich die Zeit, langsam und in Ruhe zu frühstücken, und beim Frühstück etwa eine Stunde lang zu lesen. Wenn ich nun herumtrödle und mich noch dreimal im Bett umdrehe, fehlt mir diese Zeit nachher beim Lesen, und das versuche ich natürlich zu vermeiden.
Und was dann gegen diese Müdigkeit am Tag hilft?
Eigentlich gar nichts, außer eben genug schlafen. Ok, Kaffee ist eine Notlösung, aber die Müdigkeit hat die unangenehme Eigenschaft, schnell wiederzukommen, und man kann ja nicht ständig Kaffee trinken.
Ich habe auch schon mal BTM-pflichtige Medikamente ausprobiert, nämlich Vigil. Das Zeug wirkt auch nicht viel besser als Kaffee, aber man bekommt es nur gegen Rezept wenn es einen besonderen Grund gibt, und jede Tablette kostet EUR 3,-. Außerdem habe ich von dem Kram Depressionen bekommen. Dann doch lieber Kaffee …
Ich habe im Semester einfach nicht die Zeit so viel zu
schlafen und wenn ich mit dem Studium fertig bin, wird es ja
auch nicht besser.
Die einzige Lösung, die ich sehe, ist ein noch besseres Zeitmanagement. Da ich mal davon ausgehe, dass du deine Zeit nicht vertrödelst, kann das nur so aussehen, dass du zwei Tätigkeiten kombinierst, wann immer das möglich ist. So kann ich z.B. in der Bahn ganz gut Vokabeln lernen. Auch während der Vorlesungen, die nicht ganz so spannend waren, habe ich schon oft hebräische Vokabeln gelernt. Aber ich weiß nicht, ob so etwas bei dir klappt, d.h. ob du multitasking-fähig bist.
Du kannst dir auch etwas zu lernen auf den MP3-Player sprechen und dir dann diese „Lerndateien“ oder einen guten Podcast beim Bügeln oder Putzen anhören. Wenn es finanziell machbar ist, denk ruhig auch mal über eine Putzfrau nach - nicht nur jetzt, auch später.
Vielleicht hilft es auch, einen Laptop mit in die Uni zu nehmen. Dann könntest du damit mitschreiben und würdest viel leichter etwas wiederfinden, weil Word für dich sucht. Natürlich eignet sich das nicht für jedes Fach, aber eine Überlegung ist es wert. Auch E-Mails schreiben etc. könntest du während den langweiligen Momenten der Vorlesung (z.B. Anwesenheitskontrolle oder so etwas) bzw. während einer Freistunde.
Was auch hilft, Zeit zu gewinnen, ist ein anderes Einkaufsverhalten. Wenn ich z.B. noch schnell Milch und etwas Obst brauche, dann nehme ich das oft schnell bei Kaufhof mit, auch wenn ich da teils mehr als einen Euro pro Liter Milch zahle. Der Punkt ist, dass ich ca. eine halbe Stunde gegenüber dem Einkauf im Supermarkt spare. … Ich bin auch nicht Krösus, aber meine Zeit hat einen gewissen Preis, und wenn ich diesen Preis mit einrechne, ist die Milch bei Kaufhof günstig, weil Kaufhof genau am Weg liegt.
HTH
Schöne Grüße
Petra