Horror Zahnarzt

Hallo,

Anfang nächster Woche steht mir wieder ein Zahnarztbesuch bevor, an zwei Zähnen tut es weh - wird also wohl gebohrt werden müssen.

Obwohl ich das schon einige Male in meinem Leben hinter mir hab, kann ich mich einfach nicht dran „gewöhnen“ - im Gegenteil, es wird immer schlimmer und wüsste gerne, was ich dagegen machen könnte.

Das artet nämlich schon soweit aus, dass ich beim letzten Zahnarztbesuch so dermaßen von Panik gepackt war, dass ich im Zahnarztstuhl vor Angst so hyperventiliert habe, dass ich ohnmächtig geworden bin.

Er hat dann erstmal mich eine halbe Stunde mich beruhigen lassen und eine Arzthelferin bei mir gelassen, dann gings irgendwie schon wieder - er hat dann auch noch bohren können, aber ich hab geflennt wie eine 10jährige vor Panik.

Keine Ahnung, was da mit mir abgeht - kein anderer Arzt macht mir soviel Angst wie der Zahnarzt, obwohl der eigentlich total nett und einfühlsam ist.

Nein, Entspannungsübungen helfen NICHT. Die hab ich nämlich regelmäßig zuhause gemacht - die wirken genau so lange vor, bis der Arzt mit seinen Werkzeugen mir vorm Mund rumfuchtelt - dann ists aus, dann gerate ich in helle Panik, da kann ich machen, was ich will, ich kann mich selbst nicht beruhigen, „zusammenreißen“, da „verselbständigt“ sich was, keine Ahnung …

Was macht man denn da am besten?

Wenn ich an nächste Woche denke, wird mir jetzt schon schlecht - wenn ich dann wieder im Stuhl kollabiere …

Chris

Hallo,

Auch Hallo

Es gibt meines Wissens Zahnärzte, die sich der Hypnose bedienen. Vielleicht wäre das was für dich…

Gruß vom Igel

Hallo Chris

Ich kann natuerlich nur von theoretischer Seite an dein Problem
gehen, aber vielleicht ist mein Ratschlag zufaellig gut.

Versuche fest daran zu glauben, dass die Angst dich nicht umbringen
wird, du wirst nicht wahnsinnig und auch nicht ohnmaechtig. Dein
Koerper spielt zwar verrueckt (Schweissausbruch, trockener Mund,
Herzpochen, Kreislaufprobleme) aber du verlierst nicht die Kontrolle,
sondern bleibst eingschraenkt denk- und handlungsfaehig.
Freue dich auf dein Erlebnis: Du wirst intensive Gefuehle haben, du
erlebst deinen Koerper in einem ganz ungewoehnlichen Zustand. Lass
die Angst nur kommen! Du weisst ja, dass sie nur ein wuetender Hund
ist, der aber nicht beisst, d.h. sie kann dich nicht wirklich
bedrohen, selbst wenn alles danach aussieht, als wuerde sie dich
umbringen wollen. Aber sie kann es nicht. Mach den Zahnarzt fertig!
Der kriegt einen Haufen Geld, zeig ihm, was ein schwieriger Patient
ist! Schwitz ihm ordentlich was vor! Eigentlich beneide ich dich um
deine Erfahrung. Wenn ich zum ZA gehe, dann sitze ich gelangweilt da,
er stochert in meinem Mund herum, bohrt hier und da und tut mir weh
und dann gehe ich wieder. Dich aber erwartet das Abenteuer deines
Lebens. Manche reisen um die halbe Welt um einen Bungeesprung von
einer ganz hohen Bruecke zu machen und du kriegst dein Adrenalin
gratis. Toll!

Ich will dich nicht auf den Arm nehmen, ich meine es ernst.
Sieh dich als faszinierter Beobachter eines furiosen Spektakels, das
in deinem Innern stattfindet. Und wenn du rausgehst aus dem
Behandlungszimmer denkst du: Mann, was fuer eine Show! Oder du bist
stolz wie Oskar, weil du die Mutprobe bestanden hast.

Viel Spass, Tychi

hallo chris,

ich kenne das problem sehr gut aus eigener erfahrung. gott sei dank ist es nun schon eine weile her, das ich zum zahnarzt mußte, und ich gehe natürlich nur dann, wenn ich wirklich muß! aber irgendwann wird es wohl doch wieder so weit sein und für diesen fall habe ich folgenden plan: da ich auch flugangst habe und eigentlich vor hatte, demnächst zu fliegen ( ist zum glück nix draus geworden ), habe ich von meinem hausarzt ein paar valium bekommen. die werde ich dann nehmen. da ich schonmal eine vor einer OP bekommen habe, weiß ich, das einem dann wirklich so ziemlich alles egal ist! weiters werde ich nach einem arzt suchen, der sich mit angstpatienten auskennt. man soll auch voher darauf hinweisen, das man zu solchen gehört. hypnose oder ähnliches kann ich mir für mich leider nicht vorstellen. aber das die valium im schrank liegen ( von denen ich im zweifelsfalle sogar gleich zwei nehmen würde ) beruhigt mich schon ungemein. da sie verschreibungspflichtig sind, müsstest du mit deinem hausarzt sprechen.

alles gute,
gruß susanne

Hi Chris,

von ähnlichen - wenn auch nicht ganz so extremen - Fällen habe ich vielfach gehört. Die menschen, denen es so oder ähnlich wie Dir ergeht, haben häufig auch wirklich Probleme mit ihren Zähnen, dem Mund, Hals usw. usf.

Ich will gar nicht vermuten, ob zuerst die „Angst vor dem Zahnarzt“ oder „Probleme mit den Zähnen“ da waren - ich meine allerdings feststellen zu können, dass da häufig ein Zusammenhang besteht.

Vielleciht hilft Dir i. S. v. beruhigt Dich, wenn Du ab sofort eine äußerst gründliche, beinahe penible Zahn- und Mundhygiene bewusst betreibst: Öl ziehen, häufig (mind. nach jeder Mahlzeit) Zähne putzen, Mundwasser nutzen, Munddusche und Zahnseide mind. 1 x tägl. anwenden, Zahnstocher gebrauchen udgl.

Das könnte Dir das beruhigende Gefühl vermitteln, dass Du alles getan hast, damit es nicht schlimm wird - Du gehst quasi mit „reinem Gewissen“ zum Zahnarzt und freust Dich ggf. auf sein Lob über Deine tolle Zahnpflege.

Hallo Chris,

so ein Problem hatte ich auch einmal.

Jahre lang war ich nicht zum Zahnarzt gegangen, vor lauter Angst. Schließlich mußte ich hin, weil ich starke Schmerzen bekam (ein Zahn war völlig kaputt geworden). Natürlich hatte ich immer noch Angst, aber der Zahnarzt war mittlerweile das kleinere Übel, ich mußte beim Essen total aufpassen, um diesen Zahn nicht zu reizen.

Es kam heraus, daß in den Jahren viele schadhafte Stellen entstanden sind, und es waren etliche Sitzungen notwendig, ich ging dafür auf die Universitätsklinik. Das war billiger; ich wurde von Zahnärzten in Ausbildung behandelt, was den Vorteil hatte, daß diese sehr bemüht waren und auch mehr Zeit zur Verfügung hatten: die Qualität der Arbeit war besser als bei vielen niedergelassenen Zahnärzten, dafür waren es mehr Sitzungen.

Anscheinend wirkte es wie eine systematische Densensibilisierung, denn am Ende dieser Sitzungen, die alle 3 -4 Wochen stattfanden, war es mir ziemlich egal geworden.

Nur vor einem fürchte ich mich immer noch: ein Schneidezahn müßte möglichst bald heraus, und durch ein Implantat ersetzt werden. Das schiebe ich vor mir her, zumal ich keine Beschwerden habe. Vernünftig ist das nicht, aber die Angst…

Als Notlösung wäre das Valium, das jemand empfohlen hat, okay. Bitte dann nur im konkreten Fall anwenden und sonst nicht, wegen der Gefahr der Abhängigkeit.

Ich hoffe, Du hast einen einfühlsamen Zahnarzt gefunden.

Liebe Grüße,

I.

Hallo Günther,

Ich will gar nicht vermuten, ob zuerst die „Angst vor dem
Zahnarzt“ oder „Probleme mit den Zähnen“ da waren - ich meine
allerdings feststellen zu können, dass da häufig ein
Zusammenhang besteht.

Ich weiss nicht, wie es bei anderen ist, bei mir war erst die Angst vorm Zahnarzt und dann die Konsequenzen.

Hintergrund:
bei mir laufen die Nervenbahnen der Zähne im Mund so merkwürdig, dass es quasi unmöglich ist, sie mit der Schmerzspritze zu treffen. Mit 12 war ich beim Dorfzahnarzt, bis dahin angstfrei, der mich gespritzt hatte, nicht getroffen, nicht gewirkt und der beim Bohren dann natürlich den Nerv getroffen hat.
Mein Jaulen hat er mit „Stell dich nicht so an, du hast ne Spritze, das KANN nicht mehr weh tun!“ und Extra-heftigem Bohren quittiert.
Es dauerte bis Ende 20, bis ich auf eine Zahnärztin traf, die mir glaubte (weil ihrem Mann es ähnlich ging) und die mich adäquat behandelt hat. Trotzdem sitzt die Angst tief.

@ Chris:
Mein Zahnarzt hat die letzte größere Sache mit Hypnose gemacht. Auch wenn das bei dir nicht wirken sollte, ich habe es als sehr hilfreich empfunden, dass wegen der Hypnose der Arzt und seine Herlferin nahezu wortlos oder mit sehr gedämpfter Stimme verständigt haben und sich sehr ruhig und vorsichtig bewegt haben. Dazu beruhigende Musik, das machte die Athmosphäre sehr viel entspannter, als normale Praxishektik.
Gib auf jeden Fall bereits bei der Terminvereinbarung zu erkennen, dass du Angstpatientin bist und dich entsprechend behandelt sehen willst (letzter Termin am Tag odere Sonnabends, keine Zeit allein im Wartezimmer, etc.)

Gruß
Burkh

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Hallo Chris,

auch ich kenne die Angst vor der Zahnbehandlung. Ich hatte durch schlechte Kindheitserlebnisse regelrecht Panik vor Zahnärzten gehabt. Nach Jahren bin ich zu einem sehr guten Arzt gegangen. Ich hatte Glück, dass ich auf Anhieb einen gefunden habe. Wir haben Gespräche geführt, er hat mir alles erklärt und gezeigt und er hat mich so beruhigt, sodass ich mich schliesslich behandeln lassen konnte. Da ich ja so einige Sitzungen über mich ergehen lassen musste und ich zu einem Termin mal wieder große Angst hatte, haben wir nur geredet und ich lies mir einen neuen Termin geben. Mein Zahnarzt sagte, wenn ich heute nicht behandelt werden will, dann lassen wir das und reden nur. - Mein Zahnarzt behandelt Angstpatienten auch mit Akupunktur, die Akupunktur dient dazu angstfrei zu sein, sie ersetzt nicht die Betäubungsspritze. Ich musste oft zur Zahnbehandlung, einmal hatte ich große Panik und mein Arzt empfahl mir eine Akupunktur doch zu zulassen, zuvor hatte ich keine Akupunktur nehmen wollen, also nahm ich das Angebot an obwohl ich erst nicht glaubte, dass mir das gegen die Angst helfen würde, aber da habe ich mich getäuscht. Ich war so ziemlich gelassen als mich mein Zahnarzt behandelte. Bis jetzt habe ich es sogar geschafft, dass man mir alle 4 Weisheitszähne ziehen konnte, zwar in Zusammenarbeit mit einem Anästhesiesten, aber auch das bietet mein Zahnarzt an. Er arbeitet mit einen Anästhesiesten zusammen, wenn man möchte kann man sich unter Vollnarkose oder auch nur mit Beruhigungsspritze behandeln lassen. Die Beruhigungspritze nahm ich gerne bei der Weisheitszahnbehandlung an.

Ich hoffe, dass Du wie ich auch so einen tollen Zahnarzt hast oder noch finden wirst.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du das gut überstehen wirst - Heike

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homöopathischer Tipp
Hallo Chris,
es gibt ein homöopathisches Mittel, das Todesangst in seinem Mittelbild hat und das immer wieder empfohlen wird bei einer so starken Zahnarzt-Angst wie von dir.
Ich selbst habe es nicht versucht, ich hab mit meiner Ärztin die Absprache, daß ich mich anstellen darf und atme und knurre und quitsche dann die ganze Zeit fleißig.
Ich hab es ein paar mal erfolgreich empfohlen.

Wenn du das versuchen möchtest:
Aconitum C30
am Abend vorher 2 mal 1 Globuli nehmen und wenn du ein gutes Gefühl damit hast direkt vorher nochmal 1 Globuli.

Ist natürlich nur ein Tipp und keine Verschreibung, weswegen ich für Wirksamkeit keine Garantien übernehmen kann.

Valium würde ich nicht empfehlen.
Ich schlafe entweder davon ein oder fange an alles viel direkter wahrzunehmen und betäubt wird nur meine Fähigkeit mich zusammenzureißen.

Eine weiterer Tipp wäre noch:
Bitte deinen Zahnarzt ein Betäubungsmittel ohne die Beimischung von Adrenalin zu nehmen. In den meisten ist es drin um den Kreislauf zu stabilisieren.
Allerdings kann es bei empfindlichen Patienten einen Zustand von Angst fördern.

Sei tapfer
Gruß
Kerstin

P.S. Solltest du das Aconitum probieren und es nutzt, wäre ich für eine kurze Rückmeldung dankbar. *lächel*

Hallo Chris,

ach wie vertraut ist mir dieses Thema! - Ich habe auch entsetzliche Angst vorm Zahnarzt - so sehr, dass „fiese Personen“ in meinen Träumen immer als Zahnärzte verkörpert sind… (denen kann ich nicht trauen, weil sie immer sagen es tut nicht weh, dann tuts aber doch weh…).
Nun ja, ich habe aber doch eine Zahnärztin gefunden, bei der ich den Zahnarztbesuch besser überstehe. - Vor allem hat dazu vermutlich die Hypnose beigetragen, die ich bei ihr ausprobiert habe: Du sagst Entspannungsübungen bringen nichts - ich konnte mir unter Hypnose erstmal nichts vorstellen, aber der Versuch war´s wert. - Vor allem war es so, dass die erste Sitzung eine „Leerhypnose“ war, d.h. da passiert gar nichts zahnarzttechnisches. - Man kann also mal in dem Raum auf dem Stuhl und in der Umgebung sein, ohne Befürchtungen zu haben, was da gleich Schlimmes passieren wird. - Es war wohl das erste Mal, dass ich mich auf diesem Stuhl entspannen konnte…
Dann konnte ich mich auch gut darauf einlassen. - Sollte es Dich genauer interessieren, wie das war, dann kannst Du mir gerne mailen.

  • Die nächsten Sitzungen habe ich mit Hypnose gemacht, und irgendwann konnte ich es ohne bewältigen - obwohl es doch mit viel schöner war (aber leider war es für mich ziemlich teuer…).
    Für mich war es ein guter Weg - auch wenn ich viel belächelt wurde in meiner Umgebung…

Wie auch immer Du es schaffst: viel Glück
wünscht Matuja

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Hallo, Chris
Mit Aconitum habe ich keine Erfahrung, ich empfehle idR die Paniktropfen veratrum album D6. 6 Tropfen auf die Zunge, wenn das Flattern beginnt. Kann man wiederholen nach einigen Minuten.
Guter Kalziumspiegel verhindert starke Hyper-Ventilation. Ein Arzt mit ner K.Spritze hätte den Kollaps verhindern können. In eine Tüte atmen ist die erste Notmaßnahme, wenn es zu Kribbeln anfängt.
Öfter eine Pause zu machen, wäre nett vom Doc.
Auch wenn es hier zur allgemeinen Heiterkeit beiträgt: Das Hineinfallen lassen in die Liebe und Fürsorge Gottes kann Wunder wirken. (23. Psalm zB). Auch eine dumpfe Ergebenheit in die Situation mit der Suggestion, dass dies nicht ewig dauert, sondern in spätestens einer Stunde rum und vorbei ist. Dann wartet eine große Belohnung! Man kann sich also etwas vornehmen, auf das man sich freut, denn es gibt auch ein Leben nach der Behandlung.

Es ist echt sch…, ja. Auch von mir Mitgefühl und alle guten Wünsche!
Geris

hi,

erster versuch: laute musik aus großen hifi-kopfhörern, so laut aufdrehen, daß die geräusche nicht mehr gehört werden (die machen am meisten angst, denn schmerz fühlst du ja keinen).

ansonsten: lachgas.

wenn es gar nicht geht: vollnarkose (bei zahn-OP). würd ich machen lassen. das wär es mir wert.

gruß
datafox

Von Spritzen und Krämpfen und Adrenalin
Hallo,

erstmal vielen DAnk für die vielen tollen Tips.

Hypnose hört sich gut an - ist aber gar nichts für mich, das würde bei mir nicht funktionieren und ich sträube mich auch gegen jede Art von „Kontrollaufgabe“. Und zu wissen, da hypnotisiert mich einer und ich weiß nicht genau, was da um mich rum sonst noch passiert … nee danke …

Eine Vollnarkose für zwei Löchlein bohren ist, glaube ich, nicht so doll - da sind ja die Risiken der Narkose höher als alles wert ist.

Das Verrückte daran ist, ich WEISS ja, dass es nicht lange dauert, dass es eigentlich kaum weh tut - außer der Spritze vielleicht. Die Einstichstelle vereist er zwar vorher auch noch - aber ich merke den Druck, und bis dann das Mittel erst drin ist und dann wieder warten, bis alles pelzig ist … das sind alles Minuten, wo ich am durchdrehen bin.

Gibt es tatsächlich Spritzen ohne Adrenalin? Und funktionierten die - betäubungstechnisch - dann genauso gut?

Ich hatte mir schon vor längerer Zeit ein Buch gekauft „Angst und Panikattacken erfolgreich meistern“, das sehr gut ist. Darin werden auch genau die körperlichen Reaktionen beschrieben und analysiert, was passiert, wenn man eine Attacke bekommt. Da spielt Adrenalin eine ganz große Rolle.

Könnte natürlich sein, dass die Spritze beim Zahnarzt dann das „Kraut noch fett macht“ - denn wenn mein Adrenalinspiegel eh schon auf 180 ist :wink:

Ich werde den Arzt mal fragen. Und ich werde gleich an der Anmeldung dann an dem Tag sagen, dass „es“ gleich wieder „los geht“ … dann können sie sich gleich mal drauf einstellen.

Sonst hab ich vorher immer nichts gesagt und der Zahnarzt hatte dann „aus heiterem Himmel“ die volle Breitseite meiner Panikattacke mitbekommen. Der Arme war irgendwie total überfordert :wink:

Das Perverse daran ist, man KANN sich selbst NICHT beruhigen! Da verselbständigt sich was, ich weiß nicht, was … und alles Gut-Zureden hilft im akuten Moment null, nix, niente …

Nachdem das eine Riesenpraxis mit zig Zahnärzten ist, wo ich immer hingehe, sollte ich vielleicht vorher mal anrufen, ob sie nicht in der Mannschaft einen haben, der auf Phobiker spezialisiert ist … das wäre doch eine Idee …

Ich hatte es sogar auch schon mal mit den Bachblüten-Notfalltropfen probiert … die helfen super, wenn die Panikattacke (wie z.B. bei mir in der U-Bahn) nicht so doll ist. Aber beim Zahnarzt ist Polen ganz weit offen - da hilft sowas auch nicht mehr.

Valium? Hm, müsste ich mal meinen Hausarzt fragen, was er davon hält …

Hinterher schäm ich mich immer in Grund und Boden, wenn der Zahnarzt fertig ist, weil es TATSÄCHLICH nicht schlimm ist. Ich hatte noch nie richtig dolle SChmerzen, noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Naja, manchmal hat es schon trotz Spritze weh getan, dann hatte er halt nochmal nachgespritzt, weil er sich dann sogar noch gewundert hat, dass mein Körper das Betäubungsmittel offenbar so schnell abbaut. Und wenn er dann ein bisserl länger zum Bohren hat …

Komisch, dass ich trotzdem so eine Panik hab - obwohl ich eigentlich gar nicht weiß, was richtige Schmerzen sind … aber die Phantasie tut ihr übriges …

Und dann das blöde Sitzen in dem Stuhl, Kopf nach hinten gestreckt … ich krieg regelmäßig einen Krampf links und rechts am Ohr, wo das Kiefergelenk „aufgehängt“ ist, von dem blöden Mund-offen-halten-müssen.

Kann man da nicht eine Schiene oder sowas legen, das der Mund „von selbst“ offen bleibt? Denn die Schmerzen aufgrund des Krampfes sind nämlich ziemlich doll - da nutzt auch die Spritze nichts.

Klar macht der Zahnarzt manchmal dann eine Pause, aber zumachen darf ich den Mund trotzdem nicht, sagt er, weil er sonst „von vorne“ anfangen müsste, also wenn er schon am Material reinmachen ist …

Chris

Hallo Chris,

Hypnose hört sich gut an - ist aber gar nichts für mich, das
würde bei mir nicht funktionieren und ich sträube mich auch
gegen jede Art von „Kontrollaufgabe“. Und zu wissen, da
hypnotisiert mich einer und ich weiß nicht genau, was da um
mich rum sonst noch passiert … nee danke …

So ist es gar nicht! Was Du beschreibst ist das, was man auf dem Jahrmarkt oder in irgendwelchen Shows sieht und dann für „die Hypnose“ hält. - Du bekommst alles mit, was passiert und gibst die Kontrolle nicht auf. (Um Himmels Willen, das wäre MIR schon gar nicht möglich bei meinem tiefen Misstrauen gegen Zahnärzte…). Du entspannst Dich nur und denkst in einer intensiven Art an etwas Angenehmes. Du bekommst alles mit, aber es nicht so wichtig, weil Du gedanklich auch noch woanders bist. - Schmerzempfinden und Aufregung sind herabgesetzt. -
Mag ja sein, dass dies nicht Dein Weg ist, aber vielleicht hast Du doch Lust, mehr über Hypnose zu erfahren. - Hypnose-Zahnärzte sind übrigens meistens sehr erfahren mit Angstpatienten… - Das war für mich ein wesentlicher Grund, es auszuprobieren…
Hier noch ein link, über den ich mich damals schlaugemacht hatte: http://www.dzgh.de
Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Erfolg und einfühlsame Betreuung!
Matuja

Hallo,

meine Zahnärztin hat dazu was entdeckt:
Nennt sich „MET“ (wird wohl auch MFT" genannt) und funktioniert durch Klopfen auf Akkupunktur-Punkte. Dazu gibt es im Interner einige Links. Das hilft!

viele Grüße
Sophia

G E N I A L
Hallo Sophia,

DAS klingt ja mal super!! Noch dazu, wo Akupunktur bei mir sonst bestens wirkt (Rückenschmerzen)!!

Hab auch hier einen super Beitrag gefunden:
http://www.verrueckt.de/?nachricht=1039

Das ich mir das Buch gleich kaufe, ist klar :wink:)

Und wenns net hilft, schaden kann’s net.

Aber wenn es z.B. bei meinen Panikattacken in der U-Bahn oder überall, wo viele Menschen sind, hilft … umso besser.

Danke für den Tip! Den finde ich genial!!!

Chris

meine Zahnärztin hat dazu was entdeckt:
Nennt sich „MET“ (wird wohl auch MFT" genannt) und
funktioniert durch Klopfen auf Akkupunktur-Punkte. Dazu gibt
es im Interner einige Links. Das hilft!

viele Grüße
Sophia

G E N I A L die Zweite
Wen es noch interessiert:

hab dazu noch diese Seiten gefunden:

http://www.eafet.com

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3920788591/qid…

http://www.energetischepsychologie.com

Chris

Anmerkung
In Sachen Akupunktur waren kürzlich im TV in „Visite“ Berichte dran über Akupunktur, wo man die Wirksamkeit untersuchte.
Drei Gruppen: Gruppe 1 bekam die trad. chines. Akupunktur gegen Schmerzen, Gruppe 2 bekam gegen Schmerzen eine Scheinakupunktur (!), Gruppe 3 bekam gegen Schmerzen (ich glaube, es ging um Rücken- oder Knieschmerzen) nur Physiotherapie und Schmerzmittel.

Und was fand man heraus?
Der Gruppe 3 ging es am wenigsten besser!

Und was fand man als - noch ungeklärtes - Phänomen heraus?

Die trad. chines. Akupunktur und die Scheinakupunktur hatten BEIDE denselben Erfolg: nämlich deutliche Schmerzlinderung.

Die Wissenschaftlicher begründeten es irgendwie damit, dass alleine der Reiz einer Nadel (siehe Scheinakupunktur) schon ausreiche, um irgendwelche Stoffe (weiß nicht mehr, wie sich das nannte) im Gehirn gegen die Schmerzen freizusetzen.

Also kann das „Klopfen“ der Akupunkturpunkte zumindest nichts falsch machen - ganz im Gegenteil.

Es versteht sich von selbst, dass dies nicht alleinige „Heilmethode“ sein kann und darf.

Für den Notfall „Panikattacke“ ist es ein weiteres probates Mittel.

Chris

So war’s
Hallo,

erstmal danke an alle für die tollen Tips.

Aber es war - wiedermal - alles halb so schlimm.
Ich hab mich fürchterlich reingesteigert - wiedermal, aber der Zahnarzt konnte kein Loch finden, sondern meinte nur, dass das die Zahnhälse wären (überempfindlich) und hat ein Medikament draufgetan und mit einem Lack versiegelt.

Naja, wers glaubt … der Schmerz kommt auf je einem (!) Zwischenraum oben und unten und ist da, egal ob beim essen oder nachts - aber nicht permanent, sondern nur sporadisch … so ganz trau ich dem „Frieden“ nicht, aber bis jetzt ists weg :smile:

Ich hab es aber jetzt so gemacht, dass ich ihm nochmal von meiner Panik erzählt hab und dass ich ungern möchte, dass er sich eine neue Praxiseinrichtung kaufen muss (*lach*), und dann hat er mir jeden noch so kleinsten Handgriff, den er macht, erläutert … das kann einem wirklich viel Angst nehmen, weil man sich dann nicht so „hilflos“, „ohne Kontrolle“ fühlt - ist, glaube ich, ein guter, wenn auch nur kleiner Tip an alle, denen es ähnlich wie mir geht.

Chris