Hosennässer

Hallo liebe Leser/innen.

Meine Bekannte hat sich mir anvertraut mit einen Problem, auf das ich leider keinen genauen Rat wußte.

In letzter Zeit geht ihr fast 7 jähriger Sohn nicht mehr auf die Toilette zum urinieren.
Manchmal ist er so in seiner Spielerei vertieft, dass er es schlicht von einer Minute auf die nächste verschiebt, bis es dann zu spät ist.

„Kann ja mal passieren“.

Es ist aber auch so, dass er nun schon zwei mal mit einer nassen Hose aus der Schule kam, bzw. auf dem Weg nach Hause konnte er nicht mehr halten.
Da er den Schulweg mit zwei anderen Kindern geht, hat die Mutter bereits die anderen Kinder angegesprochen, dass sie doch nach der Schule noch warten möchten, so dass er noch ausreichend Zeit hat, zur Toilette zu gehen.

In einem ruhigen Gespräch bat sie ihn zu erklären, warum das passiert.
Ob er Kummer hat, ob es evtl. geschieht um mehr auf sich aufmerksam zu machen, fühlt er sich vernachlässigt, bedrückt ihn etwas… .

Er verneint alles und hat sich auch sonst in seiner verhaltensweise nicht geändert.

Nach diesem Gespräch ist es nun doch ein paar mal passiert und sie hat sich noch einmal mit ihm hingesetzt um darüber zu reden.
Sie sagte ihm, dass er vorab Fernseh- Compupter- und Playstationverbot hat, damit er sich mehr darauf konzentriert, wann er auf Toilette muß.
Nach zwei Wochen hat sie das Verbot aufgehoben, weil er es scheinbar wieder in den Griff bekommen hat.

Beim aufräumen des Kinderzimmers, findet sie hinter einem Karton einen riesigen Berg gestapelter Unterwäsche, die feucht war.
Ein drittes Gespräch fand statt…ohne Ergebnis.

Sie ist völlig verzweifelt, hat auch mit der Lehrerin gesprochen, ob denn in der Schule irgendetwas ungewöhnliches an ihm aufgefallen ist, o. ä.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Kind gemacht?

Für jeden Tipp danke ich im voraus.

Gruß …Melanie…

Hallo Melanie,

also bevor man in die Psychokiste greift , wäre am vernünftigsten zum Arzt zu gehen und die Blase und Urin untersuchen zu lassen.
Wenn das ohne Befund bleibt, dann kann sie immer noch einen Kinderpsychologen konsultieren.

Schönen Gruß,
Maja

Hallo Melanie,

In einem ruhigen Gespräch bat sie ihn zu erklären, warum das
passiert.
Ob er Kummer hat, ob es evtl. geschieht um mehr auf sich
aufmerksam zu machen, fühlt er sich vernachlässigt, bedrückt
ihn etwas… .

Das klingt nach einem Gespräcjh zwischen einem Jugendklichen und einem Erwachsenen. Ist das Kind nicht damit überfordert ?

Sie sagte ihm, dass er vorab Fernseh- Compupter- und
Playstationverbot hat, damit er sich mehr darauf konzentriert,
wann er auf Toilette muß.
Nach zwei Wochen hat sie das Verbot aufgehoben, weil er es
scheinbar wieder in den Griff bekommen hat.

Das konmmt eindeutig als Strafe an und bringt wohl nicht so viel.

Beim aufräumen des Kinderzimmers, findet sie hinter einem
Karton einen riesigen Berg gestapelter Unterwäsche, die feucht
war.

Ausweichreaktion, um Strafe zu umgehen.

Ein drittes Gespräch fand statt…ohne Ergebnis.

Sie ist völlig verzweifelt, hat auch mit der Lehrerin
gesprochen, ob denn in der Schule irgendetwas ungewöhnliches
an ihm aufgefallen ist, o. ä.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Kind gemacht?

Mein Bruder hat mit 5/6 Jahren, wieder angefangen ins Bett zu machen.
Bei einem notwendigem Krankenhausaufenthalt (Gehirnhautentzündung) hat meine Mutter abklären lassen, ob es organ. Ursachen dafür gibt. Ergebnis: Nein.
Das ganze hat sich mit der Zeit gegeben.
Also ohne Psychologe oder so.
Ich denke, das Kinder in der Zeit noch sehr sensibel sind. Sie wollen Mama unbedingt gefallen und werden durch Strafe/Sonderbehandlung (Warnung der Freunde, Psychologen) eher verunsichert -> die Sache stabilisiert sich im neg. Bereich.

Tschuess Marco.

Hallo Marco.

In einem ruhigen Gespräch bat sie ihn zu erklären, warum das
passiert.
Ob er Kummer hat, ob es evtl. geschieht um mehr auf sich
aufmerksam zu machen, fühlt er sich vernachlässigt, bedrückt
ihn etwas… .

Das klingt nach einem Gespräcjh zwischen einem Jugendklichen
und einem Erwachsenen. Ist das Kind nicht damit überfordert ?

Meine Bekannte hat vermutet, dass er Angst hat oder sich zu sehr schämt darüber zu reden…die Ursache zu erklären, demzufolge hat sie sich „ganz normal“ mit ihm unterhalten.
Einfach um zu hinterfragen, ob es denn irgendeinen äußere Einfluss (Schule, Kinder, Lehrer) gibt, die ihn dazu veranlassen.

Ist der Versuch, mit dem Kind darüber zu reden eine Überforderung?
Mag doch auch sein, dass ihr Sohn gehofft hat, dass die Mutter ihn einmal darauf anspricht, weil er sich nicht traut?!?

Sie sagte ihm, dass er vorab Fernseh- Compupter- und
Playstationverbot hat, damit er sich mehr darauf konzentriert,
wann er auf Toilette muß.
Nach zwei Wochen hat sie das Verbot aufgehoben, weil er es
scheinbar wieder in den Griff bekommen hat.

Das konmmt eindeutig als Strafe an und bringt wohl nicht so
viel.

Seine Aussage war, dass er „vergißt“ auf Toilette zu gehen.
Und da das meist beim Playstation oder Computerspielen passierte, hat sie das vermeintliche Problem an der Wurzel gepackt.

Beim aufräumen des Kinderzimmers, findet sie hinter einem
Karton einen riesigen Berg gestapelter Unterwäsche, die feucht
war.

Ausweichreaktion, um Strafe zu umgehen.

Während des „Auszeitsverbot“ für Spiele, etc. ist es doch trotzdem passiert.

Körperlich ist er gesund, sie waren mittlerweile beim Arzt um zu prüfen, ob es irgendwelche gesundheitlichen Gründe dafür gibt.
Es muß mehr dahinter stecken.

Da es kurz nach seiner Einschulung das erste Mal passiert ist, habe ich vermutet, dass es an der Schule liegt.
Meine Bekannte hat aber auch ein Gespräch mit der Lehrerin geführt und diese konnte nichts negatives feststellen.
Er versteht sich sehr gut mit seinen Mitschülern und auch mit den Lehrkräften.

Gruß Melanie…

Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Kind gemacht?

Mein Bruder hat mit 5/6 Jahren, wieder angefangen ins Bett zu
machen.
Bei einem notwendigem Krankenhausaufenthalt
(Gehirnhautentzündung) hat meine Mutter abklären lassen, ob es
organ. Ursachen dafür gibt. Ergebnis: Nein.
Das ganze hat sich mit der Zeit gegeben.
Also ohne Psychologe oder so.
Ich denke, das Kinder in der Zeit noch sehr sensibel sind. Sie
wollen Mama unbedingt gefallen und werden durch
Strafe/Sonderbehandlung (Warnung der Freunde, Psychologen)
eher verunsichert -> die Sache stabilisiert sich im neg.
Bereich.

Tschuess Marco.

Hi,

vielleicht ist das ja nur eine Phase, die wieder vorüber geht. Mein Sohn (5) hatte auch mal so eine Phase, als er schon längst trocken war. Ich finde, die Mutter des Kindes sollte das Problem nicht dramatisieren, sondern ihm sagen und zeigen, dass es nicht so schlimm ist. Wenn es passiert ist, kann er sich umziehen. Ansonsten sollte sie ihn ab und zu dran erinnern, auf Toilette zu gehen. Das muss ich bei meinem Sohn auch. Manchmal merke ich, dass er muss, weil er ganz „hippelig“ ist, aber er will oft nicht. Er wartet immer so lange, bis er es kaum noch aushalten kann, und dann sind manchmal schon ein paar Tropfen in der Hose. Wenn ich das rechtzeitig merke, schicke ich ihn zur Toilette.
Ich vermute, dass es bei dem Jungen deiner Freundin schon mit der Einschulung zusammenhängt, wahrscheinlich ist er etwas sensibel. Aber wie gesagt, ich würde die Sache nicht dramatisieren und ihm deutlich machen, dass es nicht so schlimm ist und (eigentlich selbstverständlich) dass Mami ihn trotzdem lieb hat, und ich bin sicher, diese Phase geht wieder vorbei.

Liebe Grüße
Magenta

das ist sicher eine komplexere geschichte, über die es viele psychologische theorien gibt. ich würde da auch kein zu großen theater drum machen.
meine frage: ist er grundsätzlich leicht verletzlich, sensibel, wie ist die sprachentwicklung, wie war die umstellung auf die schule etc. das einnässen ist ja nur ein symptom für einen umfassenderen zustand, der wahrscheinlich von selbst vergeht.

folgenden punkt fand ich aber bedeutsam:

Seine Aussage war, dass er „vergißt“ auf Toilette zu gehen.
Und da das meist beim Playstation oder Computerspielen
passierte, hat sie das vermeintliche Problem an der Wurzel
gepackt.

das sollte sie dann aber nicht als strafe, sondern als medizinische maßnahme. m.e. ist offensichtlich, dass der kleine was echtes spielen sollte, wo er sich und seinen körper erlebt, statt wie hypnotisiert vor der kiste zu sitzen. kein wunder, dass er sich dabei vergisst und in die hose macht. also: weg mit dem zeug!
ich halte dieses „spielzeug“ eh für eher bedenklich als förderlich. das hängt sicher vom maß und vom kind ab. der kleine, von dem du schreibst, scheint es offenbar nicht gut zu vertragen.