ich kenne ein kind das wiegt sich jede nacht in den schlaf und macht es auch im schlaf.
er war als kleinkind längere zeit im krankenhaus und danach fing das an.
ich glaube das das kind nie richtig ausgeruht ist, weil in der nacht der schlaf sehr oft sehr leicht ist, wegen dem hin und hergewiege.
wie kann man das kind dazu bringen, das nicht mehr zu tun???
Hallo Sonja!
So ein Kind war ich auch, nachdem ich mit 4 Jahre 1/2 Jahr im Krankenhaus war. Meine Mutter war fertig und voller Selbstvorwürfe, hatten doch in der Regel vernachlässigte Heimkinder diese Störung ! Der Kinderarzt weiss Rat, es dauert lange und erfordert viel Geduld und Liebe. Diese Kinder wiegen sich quasi selbst in den Schlaf weil sie so die Abendrituale mit der Mutter imitieren konnten. Ist die Mutter wieder da, setzt sich das angewhönte noch eine Weile fort.
„Richtiger“ Hospitalismus geht soweit das die Kinder sich ständig „wiegen“ anstatt sich zu beschäftigen.
Kopf hoch!
Claudia
schön, daß Du Dich für andere erkundigst, aber erstmal scheint es mir, daß die eigentlichen Bezugspersonen da deutlich nicht agieren, wenn die vermutete Ursache für die Störung schon Jahre zurückliegt.
Ich finde es grundsätzlich schwierig, mit so wenig Informationen etwas zu sagen. Diese Thematik ist zu komplex und Ferndiagnosen???
Trotzdem ein Gedankenansatz:
Wie alt ist das Kind jetzt? Mit professioneller Unterstützung kann es eine Möglichkeit sein, dem Kind zu helfen, es für eine bestimmte, vorher festgelegte und therapeutisch begleitete Zeit retardieren zu lassen. Das heißt, das Kind wird zu bestimmten Zeiten am Tag wie ein Kleinstkind behandelt - extrem fürsorglich, gefüttert etc. ABER VORSICHT: Die Person, die das macht, also vermutlich die Mutter, muß unbedingt supervidiert werden und Anleitung bekommen. Und es ist nur eine Möglichkeit!!! Sicher ist eine gezielte Therapie hier angemessen, in der auch die (vermutlich vorhandenen) Schuld- und Hilflosigkeitsgefühle der Bezugsperson aufgearbeitet werden. Besten Rat erteilt hier sicher eine familientherapeutische Einrichtung, wo dann auch eine angemessene Anamnese erstellt wird.