Hallo,
also erstmal unterscheiden wir 2 Fälle: Du gehst in eine Reisebüro und sagst: ich will für 2 Tage Ins Hotel Hollerbeck nach Friedensbeck. Da ist es vermutlich so, daß das Reisebüro (wenn es gut ist) die Telefonnummer von Hotel hollerbeck raussucht, dort anruft und ein Zimmer bucht. Du bezahlst das dann vor Ort.
Wenn Du nun ganz viel Glück hast, sagt das Reisebüro: Service und verlangt gar nichts. Dann bekommst es wahrscheinlich auch keine Provision vom Hotel (die vergessen das nämlich sehr sehr gerne, die zu bezahlen), für 2 Nächte à 8 % vom Übernachtungspreis von 50 € lohnt sich die Hinterherrennerei nicht (die 8 € - dafür 3 Briefe schreiben um an das Geld zu kommen). Das Reisebüro hat Zeit und Geld aufgewendet für Dich und absolut NICHTS verdient. Manchmal nimmt man auch ne Servicegebühr von Dir und das ist absolut legitim 8siehe den Aufwand oben)
Dann gibt es den Fall: Du kommst mit einem Katalog Städtereisen ins Büro (den man Dir vorige Woche gegeben hat) und willst aus dem Hotel Hollerbeck haben. Das Reisebüro guckt in den PC (denn es ist ein Katalog von einem Reiseveranstalter abc und der stellt sein Buchungsprogramm zur Verfügung) und sieht: da sind nocht 5 Zimmer frei, man bucht da für Dich, Du bekommst ne Rechnung, ne Bestätigung, einen Reisepreissicherungsschein, bezahlst gleich. Da bekommt das Reisebüro seine 8 bis 10 % Provision vom Veranstalter abc bzw. der holt sich Deine Zahlung abzüglich der Provision. Die Provision ist noch kein Verdienst, den davon gehen ja noch die Unkosten ab (PC, Miete, Personal etc.)
Woher hat Veranstalter abc nun die Zimmer: Der verhandelt wirklich mit dem Hotel und macht aus: Ihr reserviert übers ganze Jahr für uns mal vorsorglich 15 Zimmer – jeden Tag. Das nennt man Kontingent. Über die können wir in unserem Computerprogramm frei verfügen und die verkauft Ihr uns – wenn’s denn gebucht wird – immer für 35 €. Das Hotel sagt OK, denn das sind zwar 15 € weniger, als sie selbst verlangen – aber dafür sind sie in nem Katalog und werden damit bundesweit beworben. Und damit generell eher mehr Umsatz. Aber wenn nun niemand ins Hotel Hollerbeck will – oder nur 10 Zimmer verkauft werden.
Dafür gibt es den Begriff: Option oder Deadline. Das heißt: Man macht jeweils einen Termin aus – meist sind das 30 Tage. Und nur so lange vor Anreise kann Veranstalter abc frei über 15 Zimmer verfügen – danach geht die Verfügung wieder ans Hotel (oder die Fluggesellschaft– die können selbst verkaufen. Wenn Du also kurzfristig ein Zimmer willst, muß man das auf Anfrage buchen – und das heißt genau das, was das Wort sagt: Das Zimmer wird einzeln im Hotel angefragt, nämlich ob noch eins frei ist. So lange stehst Du auf einer Warteliste.
Und das wird weltweit so gemacht – es gibt immer so eine Frist, nach der wirklich jede Leistung einzeln angefragt werden muß und nicht mehr automatisch verfügbar ist. Daher werden auch einige Zeit vor Abreise auf einmal wieder Plätze in Flugzeugen oder Hotels frei, die vorher schon als ausgebucht galten – denn da gehen Optionsbuchungen zurück, die vielleicht nicht vollständig benötigt werden. Und man kann vielleicht ein Last Minute-Schnäppchen machen.
Viele Grüße
Wendy