Ich habe dieses Buch soeben zu Ende gelesen und fand es richtig gut, nur der letzte Satz gibt mir Rätsel auf. Was hat er zu bedeuten? Was bedeutet „genau im falschen Augenblick fällt mein Blick auf den Nachthimmel“?
Vielleicht hat das Buch jemand gelesen und kann mir weiter helfen oder weiß woher ich eine gute Interpretation bekommen kann.
hab das Buch selber nicht gelesen, aber folgende Rezension für Dich gefunden:
A final thought on a final thought: The absolute weirdest moment in this book is its very last sentence. If you come to delight in this book for its un-cheesy love for humanity and near-religious embrace of hope and faith, its final moment might leave you scratching your head, or even tossing and turning that night. Then again, maybe that’s the idea.http://flakmag.com/books/howtobe.html
es ist schon eine Weile her, dass ich Hornby’s „How to be good“ in den Fingern hatte, aber ich weiß noch, dass mich der Schluss auch ein wenig merkwürdig hat in der Luft hängen lassen. Ich versuch trotzdem mal ein ganz persönliche Deutung ;o) Meiner Ansicht nach stellt dieser Satz noch einmal klar, dass sich an der Zerissenheit der Heldin nicht wirklich etwas geändert hat, sie schwangt noch immer zwischen dem eigenen inneren Anspruch, ihrer Familie zugetan zu sein, den Erwartungen der Welt an sich selbst gerecht zu werden und der anderen Hälfte, die das ganze manchmal mit so viel Abstand betrachten kann, dass es beinahe schon wieder total absurd ist und die sich viel lieber mit den ganz profanen Sachen, wie shoppen und Spaß haben befassen will. Meiner Meinung nahc ist genau diese Zerrisenheit das Grundthema des Buches: Wie schwer es ist, über den eigenen Schatten zu springen und wirklich und wahrhaftig etwas zu verändern im eigenen Leben - und dabei auch noch ein guter Mensch zu sein, zu werden oder zu bleiben.
Keine Ahnung, ob Dir das so weiter hilft. War eine spontane Reaktion und ist wie gesagt, schon ein Weilchen her ;o)
So hätte ich das auch verstanden, aber was bedeutet dann „im falschen Augenblick“? Etwa, dass ein sonniger Augenblick besser gewesen wäre, nicht so „leer“?
Außerdem -klingt pessimistisch und weit hergeholt- könnte es nicht auch sein, dass David stirbt? Er ist übergewichtig, das Fensterbrett ist verrottet, die Stimmung, dass etwas schreckliches geschieht, wird eingeleitet durch den trostlosen Regen… und vielleicht ist Katie durch ihre Gedanken „im falschen Moment“ abgelenkt, und David fällt…
Ich weiß nicht genau… man müsste Hornby wahrscheinlich selbst fragen.
so hatte ich das noch gar nicht gesehen, dass David möglicherweise sterben könnte … mmh, schwierige Frage, dummerweise geben Autoren, sofern man sie überhaupt je selbst fragen kann, nur äußerst ungern Antwort auf so „letzte Fragen“ … ist wahrscheinlich ja auch Sinnund Zweck von so Literatur, dass man was zum Grübeln haben soll. Sollte ich je ein Buch schreiben, lasse ich mir bestimmt auch einen super-cliffhanger-letzten-satz einfallen ;o)
Meine Deutung bezog sich halt wie gesagt darauf, dass Katie sich gerade entschlossen hatte, bei ihrer Familie zu bleiben und sich bemühte ihr Leben, so wie es nun einmal geworden war, zu lieben. Als ihr Blick dann auf den leeren Himmel fällt, da hat sie entweder in dieser Leere all die Möglichkeiten im Blick, quais wie ein weißes Blatt Papier, die es da draußen noch gäbe - und dann wäre dieser Blick die Sehnsucht nach all dem, was ihre Entscheidung nun ausgeschlossen hat. Andererseits könnte die erblickte Leere natürlich auch genau jene sein, die das Leben, für das sie sich entschieden hat, ihr bieten wird. Beides lässt uns deprimiert zurück. Ich fand sowieso, dass das ganze Buch sehr ambivalent ist, es fällt einem schwer, sich symphatiemäßig für eine der Figuren zu entscheiden, verstehen kann man sie irgendwie alle, so richtig leiden aber auch nicht … vor allem Katie wollte ich mögen, von wegen Identifikation der Frauenfigur und so … aber wie gesagt, das war schwierig ;o)
LG, Kate
PS: Hast Du noch mehr von Hornby gelesen? Wie hat Dir „About a boy“ gefallen?
Am Anfang fand ich auch nur Katie symphatisch, und fand David unmöglich, als sie ins Theater gingen mochte ich beide (weil ich dachte David möchte sich bemühen die Ehe zu retten)… am Schluss fand ich nur noch Tom symphatisch
Wie du schon sagtest man kann ihre Taten zwar verstehen, aber man selbst hätte es ganz anders gemacht.
About A Boy hab ich nur als Film gesehen, ich wähle meine Bücher meistens nicht nach dem Autor, sondern nach dem Inhalt, der am Buchrücken steht