HP Deskjet 920c und MS DOS

Hallo www-Gemeinde,

ich bin immer wieder dazu gezwungen mit einem alten DOS-Programm zu arbeiten. Die Ergebnisse sollen selbstverständlich auch ausgedruckt werden. Für diese Fälle habe mir eigens meinen Uralt-Traktor HP Deskjet 500 :smile: bewahrt. Leider hat dieser jetzt entgültig den Geist aufgegeben und ich stehe vor einem Problem.

Die neuen oder neueren Drucker sind nicht mehr DOS-fähig. Einige Drucker werden zwar als DOS-fähig bezeichnet, sind allerdings nur „bedingt“ DOS-fähig. D.h., die Drucker laufen eigentlich unter WINDOWS. In WIN wird ein Druckfenster eröffnet und die Daten aus der DOS-Anwendung müssen erst in dieses WIN-Druckfenster kopiert werden, bevor sie dann unter WIN ausgedruckt werden können.
Dieser ständige Wechsel WIN/DOS ist lästig und umständlich. Ausserdem sind „DOS-Anwendungen“ nur bis WIN98 hinterlegt.

Bei der suche nach einem „neuen“ alten DOS-Drucker bin ich auf den HP Deskjet 920c gestossen. Nach der Beschreibung soll er mit Betriebssystem …, MS-DOS ab Version 3.3, … funktionieren.

Wer-weiss-was? Ist der HP Deskjet 920c ein richtiger DOS-Drucker oder auch nur ein „bedingt“ DOS-fähiger Drucker???
Vielleicht könnt ihr auch andere Drucker empfehlen? Für die DOS-Ausdrucke benötige ich nur s/w. Die Kosten der Druckerpatronen (bei HP, Canon, Epson) sind mir eigentlich egal.
Ich dachte nur, dass der HP 920c eine für mich vernünftige Auflösung hat und somit bei mir unter DOS und WINDOWS einsetzbar ist.

Ich danke schon jetzt allen die brauchbare Tipps oder Hinweise geben können!!!

Denen, denen nichts Besseres einfällt als zu schreiben, ich soll auf die WIN-Version meines DOS-Programmes umsteigen, danke ich von ganzem Herzen für’s Lesen, aber bitte erspart mir eure Antwort.

Allen anderen sage ich,
vielen Dank für eure Hilfe!

Viele Grüsse,
Emmelie.

Hallo,

ich verstehe das Problem nicht. Prinzipiell ist jeder Drucker auch im DOS-Fenster unter Windows verwendbar (egal welche Version). Der hierzu notwendige Kniff ist einfach nur die Installation der Netzwerkunterstützung mit Druckerfreigabe, und die Zuordnung der klassischen LPT1-Schnittstelle an den zuvor unter Windows freigegebenen Drucker mittels NET USE LPT1: \. Dazu sollte dann im Programm unter DOS ein passender Druckertreiber verwendet werden, der eine der Emulationen des Druckers (HP LJ, HP DJ, IBM Proprinter, NEC P6, Epson FX, PS, …) unterstützt. Die Treiber sind abwärtskompatibel, d.h. wenn Du einen Drucker hast, der auch noch eine dieser Emulationen mitbringt, dann kann er hierüber natürlich nicht seine aktuellen Fähigkeiten voll ausspielen, bringt aber im Rahmen der Emulation alles raus, was der Programmanbieter sich damals mit dem entsprechenden Originaldrucker so vorgestellt hat.

Gruß vom Wiz

Danke WIZ,

du hast mir indirekt bei anderen Problemen mit DOS, WINDOWS und Netzwerk sehr weiter geholfen. Vielen Dank.

Doch mein Problem ist ganz einfach, kann ich aus einer DOS-Anwendung direkt auf einen HP Deskjet 920c ausdrucken ??? Ohne Umwege über WINDOWS, Druckfenster, etc. !!!

Noch einfacher formuliert. Mein PC ist ein reiner DOS-Rechner, der mit WINDOWS noch nie was zu tun hatte. Kann dieser PC auf den HP Deskjet 920c drucken ???

Vielen Dank WIZ,

Grüsse,
Emmelie

Hallo,

dann haben wir uns missverstanden, ich bin davon ausgegangen, das das DOS-Programm in einer DOS-Box innerhalb von Windows läuft. Dies würde die Sache also deutlich vereinfachen. Auf einem reinen DOS-Rechner bleiben zwei Möglichkeiten: Entweder einen richtigen Drucker mit paralleler oder serieller Schnittstelle kaufen, oder den DOS-Rechner an ein Netzwerk hängen, in dem dann der Drucker über eine Umleitung der LPT- oder COM-Schnittstelle verfügbar gemacht wird. Ein DOS-Client für Windows-Netze lag zumindest noch auf der NT4-CD vor, danach habe ich ihn nie wieder gebraucht, weiß also nicht, wo man ihn bekommen kann.

Was DOS-fähige Drucker angeht, so gibt es sie durchaus noch, allerdings inzwischen im eher hochpreisigen Profi-Segment. Bei Heim-Geräte sind parallele und serielle Schnittstellen inzwischen so gut wie ausgestorben, und auch die klassischen Emulationen. Lexmark hat z.B. den T642 mit klassischen Schnittstellen und PCL-Emulation sowie PS im Angebot.

Gruß vom Wiz

Danke WIZ,

schon wieder etwas dazu gelernt.

Bei meiner letzten Antwort habe ich etwas geschwindelt :wink:. Ich wollte dich nicht auf den falschen Pfad führen. Der PC hängt an einem WIN-Netzwerk und die DOS-Anwendung läuft auch unter „WINDOWS - DOS-Eingabeaufforderung“ oder so ähnlich.

Doch letztendlich ist die Frage, ist der HP 920c ein vollwertiger DOS-Drucker?

Die Frage ist nicht „wie“ ich die Ergebnisse aus der DOS-Anwendung drucken kann, sondern wie ich sie „direkt“ aus der DOS-Anwendung drucken kann.

Da ich für eine 2.Berechnung die Ergebnisse der 1.Berechnung benötige ist es umständlich und zeitaufwändig immer zwischen WIN und DOS zu wechseln. Mit meinem alten HP Deskjet 500 konnte ich die Ergebnisse direkt aus der DOS-Anwendung drucken und damit weiterarbeiten „ohne“ die DOS-Anwendung zu verlassen.

Kann der HP Deskjet 920c das auch??? Der Drucker hat eine LPT-Centronixs-Schnittstelle und als erforderliches Betriebssystem wird u.a. auch MS-DOS ab Version 3.3 aufgeführt.

Grüsse,
Emmelie

Hallo,

wenn ein Drucker ganz normal über LPT1: angeschlossen ist, dann kannst Du darauf auch innerhalb der DOS-Box zugreifen, und brauchst keine Verrenkungen über Druckerfreigabe mit net use, …

Auf einem anderen Blatt steht die Umsetzung der Ausgabe in das passende Format des Druckers. Alle Deskjets sind soweit abwärtskompatibel, dass sie auch mit einem DJ500-Treiber grundsätzlich klar kommen. Sie können dann natürlich nur die Funktionen nutzen, die auch der DJ500 bereits kannte. Spannend wird es aber bei Funktionen, die man damals direkt im Drucker per DIP-Schalter (heute per Menü) eingestellt hat, die dann ggf. dafür sorgen, dass das Ding dann zwar für die eine DOS-Anwendung sauber läuft, aber ggf. unter Windows dann komische Sachen macht.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

alles funktioniert wunderbar !!! Vielen Dank für deine Hilfe und Geduld.

Dass die Deskjets „abwärtskompatibel“ sind wusste ich nicht. Aber genau das war das Zauberwort.

Ich habe den HP DJ 920c angeschlossen und WIN gestartet. Im WIN wurde der neue Drucker auch erkannt und von CD neu installiert. Funktioniert alles Bestens.

Danach startete ich meine DOS-Anwendung und druckte eine Position ohne Änderung der alten Druckereinstellungen für den HP DJ 500 aus. Alles einwandfrei, sogar Umlaute und „SZ“ werden korrekt gedruckt. Lediglich die Seitenlänge (Anzahl der Druckzeilen) musste ich etwas verändern. Das war eine kleine Spielerei mit Zeilenanzahl und Leerzeilen bis es passte.

Aber jetzt ist alles wie ich es wollte !!! Sogar besser. Endlich habe ich einen Drucker den ich in meinen DOS-Anwendungen s/w verwenden kann und ebenfalls unter WIN akzeptable Farbdrucke erstellen kann, ohne hin und her wechseln zu müssen.

Letztendlich kann man also sagen, dass die „HP Deskjet“ vollwertige DOS-Drucker sind, wenn in der DOS-Anwendung ein Druckformat „HP Deskjet“ vorgesehen ist.

Fazit: Der HP Deskjet 920c ist sowohl WIN- wie auch DOS-fähig. Bei ebay ist der Drucker meisst für einen EURO zu erhalten. Mit einer Druckqualität von 600 x 600 dpi s/w und 2400 x 2400 dpi farbig ist er auch mit neuen Druckern konkurenzfähig. Es kursiert die Meinung, dass der Drucker im Unterhalt (Druckpatronen) sehr teuer wäre. Im Internet sind sehr gute Refill- oder kompatible Patronen ab EUR 16,99 (2x schwarz/1x farbig) zu erhalten. Also warum das gute Stück wegwerfen !?

Nochmals vielen, vielen Dank an Wiz !!!

Viele Grüsse,
Emmelie