HP-Server

Hallo Netzwerk-Experten,
der Termin rückt näher. Das Netzwerk samt Hardware für den Neubau muss her. Nun habe ich ein Angebot vorliegen über eine Lösung mit HP-Server. Ist aber man ganz schön teuer :frowning:
Ist HP denn nun wirklich so gut oder tuts auch No-Name Hardware aus einer vernünftigen EDV-Schmiede? Hat jemand Alternativen?
Ich stelle mir momentan folgende Konfiguration vor:
Raid 10 (damit spare ich Hot-Swap, oder?), redundantes Netzteil, 1GB RAM, 4 Platten a 40GB, Prozessor (2?) ca. 1,5 GHz. Ist die Info korrekt, das ein SQL-Server mit Novell nicht so gut läuft wie mit Windoof? Bisher nutzen wir Novell. Nur möchte ich ungerne die teuren Lizenzen in die Tonne kloppen.
Die Anbieter verkaufen natürlich am liebsten ihre Hausmarke, von daher wären mir einige Hinweise von neutraler Seite (Euch) sehr hilfreich.
Gruss Sebastian

Hi,

Ist HP denn nun wirklich so gut oder tuts auch No-Name
Hardware aus einer vernünftigen EDV-Schmiede? Hat jemand
Alternativen?

Die Marken-Serverrechner sind deshalb so teuer, weil Komponenten verbaut werden, die speziell für die Belastungen in einem 24/7 System ausgelegt sind. Wir haben hier mal versucht, Geld zu sparen, indem wir „normale“ HD’s in einem Server nachgerüstet haben. War ein sauteures Sparen!

Ich stelle mir momentan folgende Konfiguration vor:
Raid 10 (damit spare ich Hot-Swap, oder?),

??? Wieso soll Raid 10 den Hot-Swap sparen?
Eigentlich würde ich für einen Server eine kleines Raid 1 Array als Bootpartition und ein großes Raid 5 Array als Workpartition empfehlen. Und auf jeden Fall Hot-Swap - oder willst Du jedesmal ausschalten, wenn mal eine Platte abwuppert?

redundantes Netzteil

kann man tun… wann ist Dir Dein letztes Netzteil kaputtgegangen?

1 GB RAM

Kommt drauf an, was man mit dem Server machen will.

4 Platten a 40GB

Davon bliebe bei Deinem RAID 10 grade mal 80GB übrig! Bei RAID 5 aber 120GB.

Prozessor (2?) ca. 1,5 GHz.

siehe RAM

Ist die Info korrekt, das ein SQL-Server mit Novell nicht
so gut läuft wie mit Windoof?

Ich persönlich habe immer etwas Bauchschmerzen dabei, einen Datenbankserver untern Novell laufen zu lassen. Lieber noch einen Linux-Server mit Oracle o.ä. daneben.

Gruß
Stefan

Hi,

der Termin rückt näher. Das Netzwerk samt Hardware für den
Neubau muss her. Nun habe ich ein Angebot vorliegen über eine
Lösung mit HP-Server. Ist aber man ganz schön teuer :frowning:
Ist HP denn nun wirklich so gut oder tuts auch No-Name
Hardware aus einer vernünftigen EDV-Schmiede? Hat jemand
Alternativen?

Kannst bei Compaq, IBM oder Dell dich ja auch noch erkundigen. Dell ist meistens etwas günstiger. Habe nur gute Erfahrungen mit ihnen gemacht. No-Name kommt in einem Server nicht in betracht. Da wirst Du nur Kopfschmerzen haben.

Ich stelle mir momentan folgende Konfiguration vor:
Raid 10 (damit spare ich Hot-Swap, oder?),

Nein! Hot-Swap ist, dass Du Festplatten im Betrieb auswechseln kannst. Ein Hot-Spare ist ein Reserve Laufwerk, das ein springt wenn ein LW in Deinem Raid-Verband „aufgibt“ -> geht nur bei den redundanten RAID-Levels, wie etwa Raid 1, 5 (oder Kombinationen wie Raid 10).
Ob RAID 10 für diesen Fall geraten ist, hängt vom Einsatz-Zwck ab. Im Normalfall würde ich aber immer Daten/OS Laufwerke trennen. Redundant sollten beide sein.

redundantes
Netzteil, 1GB RAM, 4 Platten a 40GB, Prozessor (2?) ca. 1,5
GHz.

Ob das sinnvoll ist hängt entscheidend ab vom Einsatzzweck (Grösse der DB, Anzahl Nutzer -> im Idealfall passt die DB komplett ins RAM)
40GB deutet auf IDE hin (wenn es noch so kleine gibt SCSI gibts mit 36GB). Lass das! Je nach Anforderung kann es zwar noch gut gehen, aber es bereitet deutlich mehr Kopfschmerzen.
Ob Du 2 oder 1 CPU willst hängt auch von der Grösse und vom Einsatzzweck ab.

Ansonste klingt das so, als ob Du SQL und File Dienste auf einem Server anbieten willst. Wenn möglich sein lassen!
Wobei das hier auch wieder von der Grösse abhängt. Bei kleinen Netzen mag es durchaus vertretbar sein. Wenn es etwas mehr User sind dann aber auf jeden Fall 2 CPUs.

Ist die Info korrekt, das ein SQL-Server mit Novell nicht
so gut läuft wie mit Windoof? Bisher nutzen wir Novell. Nur
möchte ich ungerne die teuren Lizenzen in die Tonne kloppen.

Lass Novell einfach weiter als File-Server laufen. Du kannst auch beide unter Linux betreiben. Hängt wieder von Deiner Situation ab.
Auch unter Novel gibt es SQL Server. Soweit ich weiss, ist aber Novell nicht so sehr als Applikationsserver konzipiert. Wie es mit den neueren Vers steht weiss ich nicht. Soll lieber wer antworten dersich da auskennt :wink:

Die Anbieter verkaufen natürlich am liebsten ihre Hausmarke,
von daher wären mir einige Hinweise von neutraler Seite (Euch)
sehr hilfreich.

Das ist klar. Aber ohne genauere Infos kannst Du kaum eine vernünftige Meinung bekommen.

ciao
ralf

Hi,

Wir haben hier mal
versucht, Geld zu sparen, indem wir „normale“ HD’s in einem
Server nachgerüstet haben. War ein sauteures Sparen!

Man sollte es auch nicht mit IDE Platten versuchen (vielleicht wirds ja jetzt dann mit den speziell zertifizierten besser).
Mit SCSI Platten ist das kein Problem. Das sind genau die, die auch Dell/HP/IBM etc verwenden. Genau diesselben, die auch in die normalen Distributionskanäle wandern

ciao
ralf

Platten
Auch hi,

Man sollte es auch nicht mit IDE Platten versuchen (vielleicht
wirds ja jetzt dann mit den speziell zertifizierten besser).

IDE? Im Server? Igitt!

Mit SCSI Platten ist das kein Problem. Das sind genau die, die
auch Dell/HP/IBM etc verwenden. Genau diesselben, die auch in
die normalen Distributionskanäle wandern

Würde ich so nicht mehr unterschreiben. Genau das war nämlich unser Fehler: wir haben IBM Platten aus dem „normalen“ Programm genommen - unterschieden sich von aussen nur durch ein unauffälliges „OEM“ auf dem Label von unseren normalen (erheblich teureren) Serverplatten. Die Dinger starben wie die Fliegen! Und zwar nicht so, dass wir sagen konnten „Naja, war 'ne kaputte Charge“, sondern querdurch. Aber vielleicht hat ja auch IBM bei den Servern eine verborgene BIOS-Funktion „if (hdibm) or (hdoriginalteil) then begin wait(randomnrofdays); delete(hd) end.“
Zuzutrauen wär es denen! :wink:

Gruß
Stefan

Hallo,

Mit SCSI Platten ist das kein Problem. Das sind genau die, die
auch Dell/HP/IBM etc verwenden. Genau diesselben, die auch in
die normalen Distributionskanäle wandern

Würde ich so nicht mehr unterschreiben. Genau das war nämlich
unser Fehler: wir haben IBM Platten aus dem „normalen“
Programm genommen - unterschieden sich von aussen nur durch
ein unauffälliges „OEM“ auf dem Label von unseren normalen
(erheblich teureren) Serverplatten. Die Dinger starben wie die
Fliegen! Und zwar nicht so, dass wir sagen konnten „Naja, war
'ne kaputte Charge“, sondern querdurch. Aber vielleicht hat ja
auch IBM bei den Servern eine verborgene BIOS-Funktion „if
(hdibm) or (hdoriginalteil) then begin
wait(randomnrofdays); delete(hd) end.“
Zuzutrauen wär es denen! :wink:

Das würde ich denen auch zutrauen :wink:
OEM Platten sind halt immer verlockend. Aber da weiss man nie.
Abermeistens sind auch die Retail-Versionen günstiger über Dritthändler zu bekommen, als über die Firmen, die den Server anbieten.
Aber mehr Ärger hat man immer. Am besten alles aus einer Hand.

ciao
ralf

Hi,

Ist HP denn nun wirklich so gut oder tuts auch No-Name
Hardware aus einer vernünftigen EDV-Schmiede? Hat jemand
Alternativen?

Die Marken-Serverrechner sind deshalb so teuer, weil
Komponenten verbaut werden, die speziell für die Belastungen
in einem 24/7 System ausgelegt sind. Wir haben hier mal
versucht, Geld zu sparen, indem wir „normale“ HD’s in einem
Server nachgerüstet haben. War ein sauteures Sparen!

Ich stelle mir momentan folgende Konfiguration vor:
Raid 10 (damit spare ich Hot-Swap, oder?),

??? Wieso soll Raid 10 den Hot-Swap sparen?
Eigentlich würde ich für einen Server eine kleines Raid 1
Array als Bootpartition und ein großes Raid 5 Array als
Workpartition empfehlen. Und auf jeden Fall Hot-Swap - oder
willst Du jedesmal ausschalten, wenn mal eine Platte
abwuppert?

Hmm. Die Anlage kurz runterzufahren bereitet mir weniger Kopfschmerzen. Nur war ich der Ansicht, mit 2 Platten im Stripe und 2 Platten gespiegelt gute Performance mit einem gesunden Mass an Sicherheit zu kombinieren. Hast Du da Einwände? Dann her damit :wink:

redundantes Netzteil

kann man tun… wann ist Dir Dein letztes Netzteil
kaputtgegangen?

Noch nie, nur wie lange hält eine USV bei Betrieb durch und was kostet dagegen ein zweites Netzteil? Sobald die USV schlapp macht häng ich am Turm oder?

1 GB RAM

Kommt drauf an, was man mit dem Server machen will.

Momentan sind 512MB drin, bei umfangreicheren Abfragen kommt grundsätzlich Kritik von den Usern, das die Kiste performancemässig in den Keller geht. Und meine Abfragen möchte ich nicht immer Nachts machen, wenn sonst niemand arbeitet :wink:

4 Platten a 40GB

Davon bliebe bei Deinem RAID 10 grade mal 80GB übrig! Bei RAID
5 aber 120GB.

Das ist mir bewusst. Nur komme ich mit 80GB aus. der Grund für RAID 10: siehe oben.

Prozessor (2?) ca. 1,5 GHz.

siehe RAM

Nun will ich nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen, andererseits aber schon etwas Reserve lassen. Momentan hängen 13 Clients dran (Tendenz steigend) + 3 Netzwerkdrucker.

Ist die Info korrekt, das ein SQL-Server mit Novell nicht
so gut läuft wie mit Windoof?

Ich persönlich habe immer etwas Bauchschmerzen dabei, einen
Datenbankserver untern Novell laufen zu lassen. Lieber noch
einen Linux-Server mit Oracle o.ä. daneben.

Naja, Novell war aber so teuer und der Neubau kostet eh schon so viel (buhuhu, schnüff). Nee, im Ernst. Bisher liefs ja stabil aber eben recht lahm. Bisher rieten alle zu Windows 2000.

Danke erstmal für die Infos. Falls Dir noch was dazu einfällt, ich bin für alles dankbar. Ich bin eben kein Netzwerkspezi, aber möchte mich auch ungern übern Tisch ziehen lassen und etwas anschaffen, was unnütz ist.
Gruss Sebastian

Hi Ralf,

Kannst bei Compaq, IBM oder Dell dich ja auch noch erkundigen.
Dell ist meistens etwas günstiger. Habe nur gute Erfahrungen
mit ihnen gemacht. No-Name kommt in einem Server nicht in
betracht. Da wirst Du nur Kopfschmerzen haben.

Naja, HP ist sicherlich gut. Nur habe ich über den Support schon abenteuerliches gehört (wie bei Dell übrigens auch).

Ich stelle mir momentan folgende Konfiguration vor:
Raid 10 (damit spare ich Hot-Swap, oder?),

Nein! Hot-Swap ist, dass Du Festplatten im Betrieb auswechseln
kannst. Ein Hot-Spare ist ein Reserve Laufwerk, das ein
springt wenn ein LW in Deinem Raid-Verband „aufgibt“ ->
geht nur bei den redundanten RAID-Levels, wie etwa Raid 1, 5
(oder Kombinationen wie Raid 10).
Ob RAID 10 für diesen Fall geraten ist, hängt vom Einsatz-Zwck
ab. Im Normalfall würde ich aber immer Daten/OS Laufwerke
trennen. Redundant sollten beide sein.

Aber wäre Hot-Swap in Kombination mit RAID 10 nicht doppelt gemoppelt?

redundantes
Netzteil, 1GB RAM, 4 Platten a 40GB, Prozessor (2?) ca. 1,5
GHz.

Ob das sinnvoll ist hängt entscheidend ab vom Einsatzzweck
(Grösse der DB, Anzahl Nutzer -> im Idealfall passt die DB
komplett ins RAM)
40GB deutet auf IDE hin (wenn es noch so kleine gibt SCSI
gibts mit 36GB). Lass das! Je nach Anforderung kann es zwar
noch gut gehen, aber es bereitet deutlich mehr Kopfschmerzen.
Ob Du 2 oder 1 CPU willst hängt auch von der Grösse und vom
Einsatzzweck ab.

Auf dem Server liegt unser Warenwirtschaftssystem. Die DB passt wohl gerade noch ins RAM. Aber die Tendenz ist steigend, auch was die Anzahl der User betrifft. Momentan sind es 13 + 3 Netzwerkdrucker. Aber wir wachsen noch und ich möchte ungern in 2 Jahren feststellen, das wir die EDV zu knapp ausgelegt haben.
Der alte Server hat über Nacht den Freitod gewählt, es war aber sowieso klar, das seine Kapazität nicht mehr reicht. Und den hatten wir vor 2 1/2 Jahren gekauft.

Ansonste klingt das so, als ob Du SQL und File Dienste auf
einem Server anbieten willst. Wenn möglich sein lassen!
Wobei das hier auch wieder von der Grösse abhängt. Bei kleinen
Netzen mag es durchaus vertretbar sein. Wenn es etwas mehr
User sind dann aber auf jeden Fall 2 CPUs.

Grösse siehe oben. Aus dem Grund des Wachstums würde ich halt gerne von vornherein auf 2 Prozessoren gehen.

Ist die Info korrekt, das ein SQL-Server mit Novell nicht
so gut läuft wie mit Windoof? Bisher nutzen wir Novell. Nur
möchte ich ungerne die teuren Lizenzen in die Tonne kloppen.

Lass Novell einfach weiter als File-Server laufen. Du kannst
auch beide unter Linux betreiben. Hängt wieder von Deiner
Situation ab.
Auch unter Novel gibt es SQL Server. Soweit ich weiss, ist
aber Novell nicht so sehr als Applikationsserver konzipiert.
Wie es mit den neueren Vers steht weiss ich nicht. Soll lieber
wer antworten dersich da auskennt :wink:

Also wenn ich mal alle Infos zusammenzähle, scheint Novell nicht gerade für unseren Zweck geeignet zu sein. Wir habens halt noch von unserem alten Warenwirtschaftssystem (Neu:open_mouth:ktober 2001), das noch unter DOS lief.

Die Anbieter verkaufen natürlich am liebsten ihre Hausmarke,
von daher wären mir einige Hinweise von neutraler Seite (Euch)
sehr hilfreich.

Das ist klar. Aber ohne genauere Infos kannst Du kaum eine
vernünftige Meinung bekommen.

Ich hoffe, die Infos sind jetzt mehr. Danke jedenfalls für die Tipps.
Gruss Sebastian

Hi,

Hmm. Die Anlage kurz runterzufahren bereitet mir weniger
Kopfschmerzen. Nur war ich der Ansicht, mit 2 Platten im
Stripe und 2 Platten gespiegelt gute Performance mit einem
gesunden Mass an Sicherheit zu kombinieren. Hast Du da
Einwände? Dann her damit :wink:

Bei Novell ist ein Raid 0 weitestgehend sinnfrei, da durch das Elevator-Seeking sowieso eine gute Performance da ist. Also Raid 10 ist eigentlich nur was für relativ kleine Datenbestände, auf die extrem schnell zugegriffen werden soll. Echtzeitverarbeitung und ähnliches. Aber nicht für große Serverplatten.

Noch nie, nur wie lange hält eine USV bei Betrieb durch und
was kostet dagegen ein zweites Netzteil? Sobald die USV
schlapp macht häng ich am Turm oder?

Also da hast Du mich im Galopp verloren - was hat die USV mit dem zweiten Netzteil zu tun? Wenn Du keine USV hast und der Strom geht weg, dann kannst Du zwanzig Netzteile drin haben und es ist trotzdem zappe. Ich persönlich würde lieber die USV etwas größer dimensionieren und dafür nur ein Netzteil in den Server. Ein gescheiter, zusätzlicher Überspannungsschutz VOR der USV ist auch ganz nett.

Momentan sind 512MB drin, bei umfangreicheren Abfragen kommt
grundsätzlich Kritik von den Usern, das die Kiste
performancemässig in den Keller geht. Und meine Abfragen
möchte ich nicht immer Nachts machen, wenn sonst niemand
arbeitet :wink:

Naja, ich meinte auch nicht, dass 1 GB zu viel sei. :wink:

Nun will ich nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen,
andererseits aber schon etwas Reserve lassen. Momentan hängen
13 Clients dran (Tendenz steigend) + 3 Netzwerkdrucker.

Der wird sich auf hohem Niveau langweilen - jedenfalls wenn es nur Novell ist.

Naja, Novell war aber so teuer und der Neubau kostet eh schon
so viel (buhuhu, schnüff). Nee, im Ernst. Bisher liefs ja
stabil aber eben recht lahm. Bisher rieten alle zu Windows
2000.

*knoblauchschwenk* *bekreuzig*

Danke erstmal für die Infos. Falls Dir noch was dazu einfällt,
ich bin für alles dankbar. Ich bin eben kein Netzwerkspezi,
aber möchte mich auch ungern übern Tisch ziehen lassen und
etwas anschaffen, was unnütz ist.

Investiere in einen guten Wartungsvertrag!

Gruß
Stefan

Hi Stefan,

Bei Novell ist ein Raid 0 weitestgehend sinnfrei, da durch das
Elevator-Seeking sowieso eine gute Performance da ist. Also
Raid 10 ist eigentlich nur was für relativ kleine
Datenbestände, auf die extrem schnell zugegriffen werden soll.
Echtzeitverarbeitung und ähnliches. Aber nicht für große
Serverplatten.

Hmm, werde ich mal überdenken. Danke.

Noch nie, nur wie lange hält eine USV bei Betrieb durch und
was kostet dagegen ein zweites Netzteil? Sobald die USV
schlapp macht häng ich am Turm oder?

Also da hast Du mich im Galopp verloren - was hat die USV mit
dem zweiten Netzteil zu tun? Wenn Du keine USV hast und der
Strom geht weg, dann kannst Du zwanzig Netzteile drin haben
und es ist trotzdem zappe. Ich persönlich würde lieber die USV
etwas größer dimensionieren und dafür nur ein Netzteil in den
Server. Ein gescheiter, zusätzlicher Überspannungsschutz VOR
der USV ist auch ganz nett.

Ich bin ein kleiner Hasenfuss :wink:
Ich möchte halt ohne grosse Kosten ein relativ sicheres System (wer will das nicht?) Ich meinte eher, das mir bei einem zweiten Netzteil nicht so viel passieren kann. Raucht eins ab (ok, unwahrscheinlich, aber…) dann kann ich weiterarbeiten. Raucht mir eine Platte ab, kann ich mit RAID 10 weiterarbeiten etc.
So kann ich mich in die Abendstunden retten um den Fehler zu beheben, wenns keinen stört das der Server down ist.

Momentan sind 512MB drin, bei umfangreicheren Abfragen kommt
grundsätzlich Kritik von den Usern, das die Kiste
performancemässig in den Keller geht. Und meine Abfragen
möchte ich nicht immer Nachts machen, wenn sonst niemand
arbeitet :wink:

Naja, ich meinte auch nicht, dass 1 GB zu viel sei. :wink:

Nun will ich nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen,
andererseits aber schon etwas Reserve lassen. Momentan hängen
13 Clients dran (Tendenz steigend) + 3 Netzwerkdrucker.

Der wird sich auf hohem Niveau langweilen - jedenfalls wenn es
nur Novell ist.

Prima, dann passt er zu mir. Das gleiche gilt für mich während der Arbeit :wink:
Mein Problem ist halt, ich wage momentan keine Prognose wies künftig mit der Firma weitergeht. Sollte der Erfolg jedoch so weitergehen, möchte ich nicht in 2 Jahren wieder alles umstricken müssen.

Naja, Novell war aber so teuer und der Neubau kostet eh schon
so viel (buhuhu, schnüff). Nee, im Ernst. Bisher liefs ja
stabil aber eben recht lahm. Bisher rieten alle zu Windows
2000.

*knoblauchschwenk* *bekreuzig*

(Nachdenklich werd)

Danke erstmal für die Infos. Falls Dir noch was dazu einfällt,
ich bin für alles dankbar. Ich bin eben kein Netzwerkspezi,
aber möchte mich auch ungern übern Tisch ziehen lassen und
etwas anschaffen, was unnütz ist.

Investiere in einen guten Wartungsvertrag!

Das sowieso. Hab ja auch noch ne Nebenbeschäftigung. Ich soll Lampen verkloppen :wink:
Gruss Sebastian

Ich nochmal,

Ich möchte halt ohne grosse Kosten ein relativ sicheres System
(wer will das nicht?) Ich meinte eher, das mir bei einem
zweiten Netzteil nicht so viel passieren kann. Raucht eins ab
(ok, unwahrscheinlich, aber…) dann kann ich weiterarbeiten.
Raucht mir eine Platte ab, kann ich mit RAID 10 weiterarbeiten
etc.

Geht bei Raid 5 genauso, nur kannst Du da einfach (dank Hot-Swap) eine Ersatz-HD reinschieben und der Server repariert sich selber.

Mal was allgemeines: Ein Server ist ein zentrales Produktionsmittel für heutige Firmen. Da braucht es erstmal eine Anforderungsdefinition (maximale Ausfallzeiten, Datenvolumina, Betriebszeiten, Budgets, Archivierungszeiträume,…). Normalerweise steckt man schon Mannwochen in sowas, bevor überhaupt auch nur entfernt an die technische Umsetzung gedacht wird! Du kennst bestimmt den Grundsatz, dass für die letzten 10% Sicherheit 90% des Geldes auszugeben sind. Als Designer ist es Deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die maximale Ausfallsicherheit im Rahmen Deines Budgets erreicht wird. Dazu gehören Risikobewertungen, Kosten/Nutzenanalysen… usw, usw - das würde den Rahmen dieses Forums sprengen.

Eine recht gute Einführung in die Verfügbarkeitsthematik ist übrigens der „IT-Reader Datensicherheit“ aus dem Fossil-Verlag.

Gruß
Stefan

Hi,

Ich möchte halt ohne grosse Kosten ein relativ sicheres System
(wer will das nicht?) Ich meinte eher, das mir bei einem
zweiten Netzteil nicht so viel passieren kann. Raucht eins ab
(ok, unwahrscheinlich, aber…) dann kann ich weiterarbeiten.
Raucht mir eine Platte ab, kann ich mit RAID 10 weiterarbeiten
etc.

Geht bei Raid 5 genauso, nur kannst Du da einfach (dank
Hot-Swap) eine Ersatz-HD reinschieben und der Server repariert
sich selber.

Bei RAID 10 auch. Eigentlich immer nur eine Frage des RAID-Controllers.
Im Idealfall sollte für einen DB Server das RAID-Level Geschwindigkeitsmässig egal sein. Zumindest bei solch kleinen Datenbanken, da der Arbeitsspeicher wohl ausreichend dimensioniert sein sollte (wenn nur 1GB, dann zumindest darauf achten, dass noch entsprechend aufgerüstet werden kann). Und dann ist RAID5 einfach günstiger. Da stimme ich Dir zu.

Zum Rest stimme ich Dir zu. Nur ist das für kleine Firmen unmöglich IMO. Im Normalfall reichen da knapp über 99% Verfügbarkeit. Und das ist mit RAID und einem guten 24h Service schnell erreicht. Wenn man da allerdings noch ein paar 9en dranhängen will :wink:

ciao
ralf

Hi,

Naja, HP ist sicherlich gut. Nur habe ich über den Support
schon abenteuerliches gehört (wie bei Dell übrigens auch).

Es gibt überall Horror-Geschichten. Bei manchen ein bisschen mehr, bei anderen ein bisschen weniger.

Aber wäre Hot-Swap in Kombination mit RAID 10 nicht doppelt
gemoppelt?

Nein. Hot Swap besagt ja lediglich, dass Du die Platte im Betrieb auswechseln kannst. Ohne den Server herunterzufahren. Und im Normalfall bieten das eh alle Server/RAID Controller. Von daher ist es egal :wink:. Und die Carrier sind auch dabei im Normalfall. (Bei Dell aber nur die, für die mitgelieferten Platten. Die restlichen kosten verdammt viel)

redundantes
Netzteil, 1GB RAM, 4 Platten a 40GB, Prozessor (2?) ca. 1,5
GHz.

Ob das sinnvoll ist hängt entscheidend ab vom Einsatzzweck
(Grösse der DB, Anzahl Nutzer -> im Idealfall passt die DB
komplett ins RAM)
40GB deutet auf IDE hin (wenn es noch so kleine gibt SCSI
gibts mit 36GB). Lass das! Je nach Anforderung kann es zwar
noch gut gehen, aber es bereitet deutlich mehr Kopfschmerzen.
Ob Du 2 oder 1 CPU willst hängt auch von der Grösse und vom
Einsatzzweck ab.

Auf dem Server liegt unser Warenwirtschaftssystem. Die DB
passt wohl gerade noch ins RAM. Aber die Tendenz ist steigend,
auch was die Anzahl der User betrifft. Momentan sind es 13 + 3
Netzwerkdrucker. Aber wir wachsen noch und ich möchte ungern
in 2 Jahren feststellen, das wir die EDV zu knapp ausgelegt
haben.

Das wichtigste ist der Arbeitsspeicher. Wenn die Datenbank da reinpasst, ist die Performace des Festplatten Systems sekundär. Also darauf achten, dass genügend RAM für die komplette DB (und natürlich noch OS, andere Dienste etc). Und auch darauf achten, dass der RAM auf jeden Fall noch weiter aufrüstbar ist. Also dass nicht die 1GB alle Speicherslots belegen. Sonst kannst Du sie dann wegschmeissen :wink:
An sich würde ich hier davon ausgehen, dass die CPU sekundär ist, bei dieser Grösse. Jede neuere wird sich, wie schon gesagt wurde, langweilen. Du kannst ja einen Server wähle, der sich später noch mit einer 2. CPU nachrüsten lässt.

Grösse siehe oben. Aus dem Grund des Wachstums würde ich halt
gerne von vornherein auf 2 Prozessoren gehen.

Mit einer modernen CPU reicht die Rechenleistung auch noch nach einer Verdopplung wohl aus. Wie gesagt: die 2. CPU lässt sich auch später noch nachrüsten, wenn es ein Dual-Mainboard ist.
Zumindest wenn da nicht sehr aufwendige/umfassende Anfragen die ganze Zeit stattfinden. RAM ist wichtiger.
Von den 512, die ihr jetzt habt, sind vielleicht gerade einmal 350MB für die DB verfügbar.

ciao
ralf

Verfügbarkeit
Moin!

Zum Rest stimme ich Dir zu. Nur ist das für kleine Firmen
unmöglich IMO. Im Normalfall reichen da knapp über 99%
Verfügbarkeit. Und das ist mit RAID und einem guten 24h
Service schnell erreicht. Wenn man da allerdings noch ein paar
9en dranhängen will :wink:

Du kennst eine kleine Firma, bei der die EDV 99% Verfügbarkeit hat? Echt? Wow! Also meiner Erfahrung nach kennt man das Wort noch nicht mal, hat sich noch nie Gedanken darüber gemacht („es läuft doch!“), verwechselt „Reaktionszeit“ mit „Beginn der Störungsbehebung“ und letzteres mit „Wiederanlaufzeit“ und hat seinen Server anhand Computer-Bild zusammengestellt.

Da laufen Systeme völlig ohne Redundanz; man hat das Blech bei Minifirmen gekauft, die im Notfall keinen schnellen Service geschweige denn Ersatzgeräte bringen können; Backup ist, wenn die Sekretärin mal eine CD mit den Geschäftsbriefen brennt; USV ist ein völlig bedeutungsloses Kürzel; dank „Klickibunti-Server“ braucht man auch keinen ausgebildeten Sysadmin mehr, sondern der Azubi kann das machen;…

Aaaber wenn die Scheisse dann mal in den Ventilator geflogen ist, dann war es wieder diese unzuverlässige EDV, die nur Geld kostet und doch nix taugt…

Gruß
Stefan

Hallo,

es ist ja schon einiges gesagt worden was die Hardware angeht.
Was mir persöhnlich beim überfliegen aufgefallen ist, ist der Punkt, das Du wohl ersteinmal hoffentlich noch rechtzeitig vorher ein bischen Wissen über Serverarchitektur, Serverplanung und Betriebssystemen/DB auffrischen! Hierzu gibt es z.B. von Microsoft-Press recht gute Bücher. Soll die Umgebung dann Novell oder Windows oder beides enthalten? Wieviele Server sind es/sollen es werden? Welche Aufgaben sind es insgesamt? Ist eine Active Directory Planung bzw. NDS gemacht? Welche Backup Philosophie/Hardware gibt es?
Wichtig sollte auch sein rechtzeitig (!) vorher die Planung und DANN die Auswahl des Rechners zu machen. Wenn 4 Wochen vor dem Umzug der Bechtle oder Computer2000 Katalog aufgeschlagen wird Und sich zusammen mit der GL hingesetzt wird ist dieses eindeutig zu spät und der Umzug wird hektisch und es sind zu viele Fehlerquellen da.
Bedenke immer: Das teuerste Werkzeug ist für einen Handwerker gerade gut genug!

Gruß
h.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Du kennst eine kleine Firma, bei der die EDV 99% Verfügbarkeit
hat? Echt? Wow!

Joo, die EDV meines Vaters. Kleines Netzwerk, 2-3 Server 15-20 Workstations. Ich betreue das Netzwerk.

Also meiner Erfahrung nach kennt man das Wort
noch nicht mal, hat sich noch nie Gedanken darüber gemacht
(„es läuft doch!“), verwechselt „Reaktionszeit“ mit „Beginn
der Störungsbehebung“ und letzteres mit „Wiederanlaufzeit“ und
hat seinen Server anhand Computer-Bild zusammengestellt.

ganz so schlimm ist es nicht :wink:

Da laufen Systeme völlig ohne Redundanz; man hat das Blech bei
Minifirmen gekauft, die im Notfall keinen schnellen Service
geschweige denn Ersatzgeräte bringen können; Backup ist, wenn
die Sekretärin mal eine CD mit den Geschäftsbriefen brennt;
USV ist ein völlig bedeutungsloses Kürzel; dank
„Klickibunti-Server“ braucht man auch keinen ausgebildeten
Sysadmin mehr, sondern der Azubi kann das machen;…

Ich bin zwar kein ausgebildeter Sysadmin, aber ganz als Leihe würde ich mich auch nicht bezeichnen.
Und die oben genannten Begriffe sind mir alle ein Begriff :wink:. Und werden auch eingesetzt. Wobei ich auf Grund der doch relativ grossen Datenmengen eher DAT bevorzuge als CD.

ciao
ralf

Hi,
der Umzug ist erst im März. Also etwas Zeit ist noch :wink:
Ich hatte ja schon angemerkt: Ich bin kein Netzwerk-Spezi. Ich habe halt die undankbare Aufgabe im Rahmen des Umzugs die EDV auf Stand zu bringen. Von daher bin ich auf Hilfe angewiesen.
Meine Kollegen können aber leider einen PC von einem Server nicht unterscheiden, damit hat man mich auserkoren (hätte ich bloss das Maul gehalten). Die Problematik liegt darin, das jeder Anbieter etwas anderes empfiehlt. Mein eigentlicher Job ist Lichttechnik, und das ist kompliziert genug. Deswegen versuche ich halt hier im Brett etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
Gruss Sebastian

Hi Stefan,

Normalerweise steckt man schon

Mannwochen in sowas, bevor überhaupt auch nur entfernt an die
technische Umsetzung gedacht wird! Du kennst bestimmt den
Grundsatz, dass für die letzten 10% Sicherheit 90% des Geldes
auszugeben sind. Als Designer ist es Deine Aufgabe, dafür zu
sorgen, dass die maximale Ausfallsicherheit im Rahmen Deines
Budgets erreicht wird. Dazu gehören Risikobewertungen,
Kosten/Nutzenanalysen… usw, usw - das würde den Rahmen
dieses Forums sprengen.

Gerade das ist mein Problem. Neben der EDV habe ich auch noch das Lager zu planen, mich um den Internet-Shop zu kümmern etc.
Ich lerne gern dazu, nur leider gehen gerade im EDV-Bereich die Meinungen der Anbieter doch weit auseinander. Ich sehe mich in der Situation entscheiden zu müssen, was angeschafft wird, ohne die entsprechenden Kenntnisse zu haben (falls Du mal ein EKZ planst, helf ich Dir gern bei der Planung der Beleuchtung).
Nun kommen also einige Firmen und treffen extrem unterschiedliche Aussagen. Die einen sagen Finger weg von Novell, die anderen sagen Novell ist ok. Andere meinen 2 Prozessoren sind ein Muss, andere sagen das es nicht notwendig ist. Und nun? Das eigentlich problematische ist, ich habe die A…karte, wenns hinterher nicht richtig funzt (grummel).
Gruss Sebastian

Ich nochmal,
genauso läuft es bei uns (ok, die DaSi läuft schon anders).
Aber solange die Kiste läuft, macht sich keiner Gedanken. Und fält der Server einen ganzen Tag aus ist der Katzenjammer gross.
Wir sind ein kleines Unternehmen das schnell gewachsen ist. Das um diesen Wachstum sicherzustellen eine solide EDV notwendig ist, glaubt keiner. Die GF wähnt sich immer noch in den Anfangszeiten in der Garage :wink:
Heute habe ich das zweite Angebot bekommen (Compaq), morgen leiere ich das dritte an. Dank Dir und Ralf bin ich aber schon wieder ein kleines Stückchen weiter.
Gruss Sebastian

Hallo Selbastian,

Gerade das ist mein Problem. Neben der EDV habe ich auch noch
das Lager zu planen, mich um den Internet-Shop zu kümmern etc.
Ich lerne gern dazu, nur leider gehen gerade im EDV-Bereich
die Meinungen der Anbieter doch weit auseinander. Ich sehe
mich in der Situation entscheiden zu müssen, was angeschafft
wird, ohne die entsprechenden Kenntnisse zu haben (falls Du
mal ein EKZ planst, helf ich Dir gern bei der Planung der
Beleuchtung).

Es gibt Leute, die kann man dafür bezahlen, dass sie sowas planen - und zwar unabhängig und ohne Verkaufsabsicht. Dürfte auf lange Sicht billiger sein als die Folgen einer Fehlplanung. Aber ich weiss aus Erfahrung, dass es ultraschwer ist, einer GF dafür Geld aus den Rippen zu leiern.

Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen!

Gruß
Stefan