Hallo,
da ich seeehr schnell zur Panik neige und daher mal wieder eine schlaflose Nacht habe, hab ich die Hoffnung, dass mich hier jemand beruhigen kann.
Ich habe ziehende Schmerzen. Diese erstrecken sich vom Kreuzbereich bis nach vorne in beide Hüftgelenke, je nach Bewegung. Tagesformmäßig mal mehr, mal weniger schlimm, nach leichter Bewegung wie einem Spaziergang vorübergehend besser.
Mache mich nun verrückt, dass dies organische Ursachen haben könnte, andererseits kenne ich mich ja selber. Habe oftmals Wehwehchen, die durch meine Panik erst zum Problem werden.
Vielleicht hat ja jemand Tipps, was ich versuchen kann, um eine Linderung zu erreichen. Ich weiß, dass ich letzlich zum Arzt muss, wenn ich das nicht in den Griff bekomme, will aber erst alles andere versucht haben…
Danke schonmal.
Sandra
Hallo Sandra,
Grundsätzlich sehen Sie es richtig, dass Sie ganzheitlich denken.
Die allermeisten Schmerzen sind tatsächlich psychosomatischer Natur.
Schmerzen kommen in dem Zusammenhang häufig auch von unbewusst zusammengezogenen Gefäßen und Muskeln.
Da Sie selbst schreiben, Sie neigen zu panischer Angst kann es auch hier eine Wechselwirkung geben, nämlich, dass die Schmerzen zu Angst führen, diese zu verengten Gefäßen, dieses wiederum zu Schmerzne usw.
Um da eien grundsätzliche Entlastung zu finden, sollten Sie sich doch einmal anschauen, woher Ihre Angst „zu der Sie neigen“ wohl kommt. Oft kann man da lebensgeschichtlich arbeiten und solche Ängste auflösen.
Das andere, Sie sagen „Ich weiß, ich muss zum Arzt“,
vorher wollen Sie anderes ausprobieren…
Dahinter höre ich ein inneres Wissen, dass Sie eigentlich schon ganzheitlich denken, was in den meisten Fällen auch der richtige Weg ist.
Hören Sie sich um, es gibt verschiedene ganzheitliche Behandlungsansätze, die da weiterhelfen können.
Alles Gute wünscht Ihnen I.B.
Hallo,
vielen Dank für die Antwort 
Ja, ich kenne mich mittlerweile selber ganz gut und wenn ich ein Ziepen habe und denke, das kann wer weiß was sein, dann sind weitere und schlimmere Schmerzen dann die Folge. Habe die vergangenen Wochen vermehrt Stress gehabt, wobei ich zunächst das Gefühl hatte, dass mir das ganz gut tut. Aber vielleicht ist das nun die Quittung.
Ich bin mir bewusst, dass ich ein Problem habe und habe auch eine Ahnung, wann dieses begonnen hat. Das war in früher Kindheit, ich war geschätzt 5-6 Jahre alt, als vor meinen Augen ein Mann von Zug überfahren wurde. Dazu kommt eine erbliche Vorbelastung für solche Sachen.
Folge ist, dass ich oft Krankheiten habe, die kein Arzt diagnostizieren kann bzw. ich mich immer tiefer in etwas reinsteigere. Anders als andere Hypochonder bin ich dann aber der Typ, dem es peinlich ist und das dann verdrängt. Folglich sieht mich eher selten ein Arzt. Sonst würd ich da wahrscheinlich alle 2 Wochen mit irgendeiner seltsamen Erkrankung stehen.
Aktuell ist es aber mal wieder so, dass ich mir denke, dass ich mir das nicht nur einbilden kann, deshalb leide ich jetzt sehr. Andererseits will ich vor einem Arztbesuch auch erst sicher sein, dass das behandlungsbedürftig ist.
Werde heute mal noch etwas rumdoktorn, vielleicht hilft es ja… Weitere Tipps höre ich mir gerne an.
Sandra
Hallo Sandra,
Ihre Selbsteinschätzung klingt einleuchtend, darum sollten Sie sich um die Aufarbeitung Ihrer frühen traumatischen Erlebnisse kümmern.
Dazu gibt es sehr gute therapeutische Ansätze.
Suchen Sie im Internet z.B. nach Therapeuten, die Visualisierungetechniken praktizieren, oder regressionstherapeutisch arbeiten. Die finden Sie am ehesten bei heilpraktischen Psychotherapeuten, aber auch bei Psychologischen Psychotherapeuten. Man muss eben fragen, wenn man dann telefoniert, ob auch speziell traumatherapeutisch gearbeitet wird.
Je besser Sie informiert sind, desto leichter finden Sie jemand, die oder der richtig für Sie ist. Nicht empfehlen würde ich die Methode EMDR. Die sollte nur stationär praktiziert werden.
Es grüßt Sie
I.B.
Hallo,
geh mal zum Heilpratiker!
LG
Marko09