Hüftultraschall bei Neugeborenen

Sehr geehrte Experten,
eine gute Freundin ist vor kurzem Mutter geworden und hat ihr Säugling an der Hüpfte untersuchen lassen.
Sie sagte es sei zur Überprüfung, ob bei der Geburt nichts passiert ist.
Da ich auch bald ein Baby haben möchte, informiere ich mich wo ich kann. ICh kann mir aber immer noch nicht erklären, wozu genau dieser Untraschall nötig ist und was dabei untersucht wird.
Es wäre toll wenn mir das jemand erklären könnte.
Liebe Grüße,
VIVI

Hallo Vivi,

der Hüftultraschall ist eine reine Vorsorgemaßnahme, die in der 4. - 6. Lebenswoche durchgeführt wird.

Genauere Infos dazu findest du auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kindervorsorgeuntersuchung

oder

http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%BCftdysplasie

Alles Gute für dich/euch!

LG melabaer

Hallo ViviPe
Diese Ultraschalluntersuchung ist dafür da, um zu sehen ob das Baby eine Fehlstellung der Hüfte hat. Bei den meisten Kindern kann man durch die Untersuchung eine Fehlstellung ausschließen. Aber falls doch etwas sein sollte ist es wichtig diese Fehlstellung so früh wie möglich festzustellten, denn je eher man so eine Fehlstellung erkennt, desto einfacher kann man sie behandeln. Eventuell muss das Kind einfach nur breit gewickelt werden oder so ein Gestell tragen das die Beine etwas weiter auseinanderhält.
Die Ultraschalluntersuchung tut nicht weh und ist in wenigen Minuten erledigt.
Gruß Sara-Nola

Hallo, das dient der Vorsorge von Hüftdysplasie und wird besonders bei geburten mit kaiserschnitt etc gemacht. Aber auch normal Geborene werden von einem guten Kinderarzt daraufhin untersucht. In frühem Alter kann man so etwas nämlich noch ganz einfach durch „Breitwickeln“ oder durch eine „Spreizhose“ behandeln und es kommt gar nicht erst zu weiteren Problemen:

hier was aus google:
Definition

Bei einer Hüftdysplasie handelt es sich um eine kindliche Reifungsstörung mit Störung der Pfannendachverknöcherung. In der weiteren Entwicklung kann der Hüftkopf aus der Pfanne auskugeln = luxieren und sich eine Hüftluxation entwickeln.
Eine Hüftdysplasie ist ein Hochrisikofaktor für die Entwicklung einer Hüftarthrose (Coxarthrose). Durch das fehlende Pfannendach (Erker) wird die Gewichtsübertragung vom Oberschenkel (Femur) auf das Becken durch fehlende Kongruenz der Gelenkpartner ungünstig

Zusammenfassung der Behandlung einer Hüftdysplasie:

Nichtoperative (konservative) Behandlungsmöglichkeiten beim Baby bis etwa 18. Lebensmonat

Bei der Hüftdysplasie wird normalerweise nur der 3. Behandlungsschritt, die Nachreifungstherapie, durchgeführt. Dazu erhält das Baby eine Orthese, die Bewegungen in einer abgeschwächten Beuge-Spreizstellung ermöglicht.

Durch die Beuge-Spreizstellung wird das Hüft-Pfannendach vom Druck des Hüftkopfes entlastet und das Pfannendach kann dadurch optimal nachreifen.

Hilfsmittel zur Behandlung einer Hüftdysplasie werden normalerweise über der Kleidung getragen und sollten nur zum Wickeln, Baden oder Umziehen des Säuglings kurzzeitig abgenommen werden.

In der übrigen Zeit ist ein dauerndes Tragen des Hilfsmittels anzuraten, da sich das Kind so sehr schnell (innerhalb weniger Tage) daran gewöhnen wird.

Durch die konsequente Behandlung mit einer Nachreifungsorthese reift die minderentwickelte (dysplastische) Hüfte schnellstmöglich nach und die Behandlung kann so, oft bereits schon nach wenigen Wochen, wieder beendet werden.

Allgemeiner Hinweis:

Früher sagte man zu Hilfsmitteln, die zur Behandlung von Fehlstellungen verwendet wurden hauptsächlich Apparat, Gestell oder Schiene! Deshalb wurde vor einigen Jahren wurde der Begriff Orthese eingeführt.

Ich bin da zwar kein Experte aber dies ist zur Vorsicht, da bei den ganz Kleinen ja noch nicht auffällt, wenn irgendwas am Bewegungsapparat nicht ganz korrekt ausgebildet ist. Ich bin zum Beispiel mit Hüftdysplasie geboren worden, dies ist eine Hüftfehlstellung, die auch vererbbar ist. Bemerkt man diese schon bei ganz kleinen Babys ist dies schnell und ohne große Behinderungen für das Baby zu korrigieren. Fällt es erst später auf, dann wird auch die Behandlung umständlicher und langwieriger.

Bei meinen Kindern wurden die Schallungen gleich noch im Krankenhaus und dann ich glaube im Rahmen der U3 vorgenommen.

Das tut weder dem Baby noch der Mama weh, man hat Gewissheit und es wird von der Krankenkasse bezahlt. Alles in allem eine feine Sache. Also keine Angst davor.

Bei mir wurde als Baby (vor 40 Jahren) ein geburtsbedingter Hüftschiefstand gefunden und meine Mutter mußte mir sobald ich laufen konnte eine zeitlang eine Art Gestell anziehen, welches das korrigieren sollte. Das scheint aus heutiger Sicht nicht funktioniert zu haben, denn mein Osteopath stellt heute einen wahrscheinlich geburtsbedingten Linksbiß fest, aufgrund dessen die ganze Körperstatik nicht gerade war und ist und ich heute als Folge dessen Hüftbeschwerden habe, Kniebeschwerden und Kiefergelenk- sowie Rückenschmerzen.
Also Vivi schau, dass Du dein Kind auf sowas untersuchen läßt. Die gute alte Ärztekunst findet so etwas heraus, und zwar ohne Geräte wie Ultraschall.
Liebe Grüße
Roter Adler

Hallo Vivi,

ich denke, du hast deine Freundin da falsch verstanden.
Generell wird bei allen Babys nach der Entbindung eine Messung des Hüftwinkels vorgenommen, um zu prüfen, ob beide Hüften korrekt gestellt sind. Durch eine schlechte Lage im Mutterbauch kann dies unter Umständen nicht ganz optimal sein und damit Probleme beim Laufenlernen verursachen. In solchen Fällen kann mit einer Spreizhose oder breitem Wickeln der Winkel der Hüfte korrigiert werden.
Meiner Meinung nach ist das nichts, worum du dir Sorgen machen müsstest. Bei meiner Kleinen war alles prima und auch die Untersuchung selbst (am 2. oder 3. Tag) hat sie super mitgemacht.

Schöne Grüße, Antje